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Thema Evolution
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Warum kommen manche Pflanzengattungen weltweit vor?

Bis ins 15. Jahrhundert waren Eurasien+Afrika (Alte Welt) und Amerika (Neue Welt) strikt ge­trennt, mit nur sel­te­nen, spora­di­schen Inter­aktio­nen. Wir wissen z.B., daß Ele­fan­ten, Pfer­de, Katzen und Men­schen irgend­wann mal über die Behring­straße mar­schiert sind.

Aber wie ist es möglich, daß evolutionar nicht weit getrennte Pflan­zen­arten (in der­sel­ben Gat­tung) über beide Hemi­sphä­­ren ver­teilt sind? Als Kronzeugen führe ich Cheno­podium auf: C. am­bro­sioi­des wächst im süd­lichen Nord­ameri­ka und C. quinoa in den süd­ameri­kani­schen Anden, und C. berlan­dieri wurde vor 4000 Jah­ren von nord­ameri­kani­schen In­dia­nern ge­ges­sen, wenn ich Wikipedia trauen kann. Gleich­zeitig gibt es aber auch ein­deutig euro­pä­ische Ver­tre­ter: C. album ist ein klas­si­sches Acker­unkraut und hat vor­kolum­bi­sche archäo­logi­sche Be­lege, bis zurück in die Eisenzeit.

Ich führe noch Solanum als zweites Beispiel auf. In Indien gibt es unzählige wilde Ar­ten, und die Auber­gine S. me­lon­gena wird offen­bar schon ewig lange in Indien, China und dem Nahen Osten kulti­viert (Wiki­pedia sagt 1500 Jah­re). Gleich­zeitig ist S. tu­bero­sum jedoch un­strit­tig ameri­ka­nisch.

Ich vermute, daß innerhalb einer Gattung der letzte gemeinsamer Vor­fahr zweier Arten höch­stens ein paar Mil­lio­nen Jahre zu­rück­liegt. Nun gibt es einer­seits ganze Fa­mi­lien gibt, die auf eine Hemi­­sphä­re beschränkt bleiben (Bro­melia­ceae, Pan­dana­ceae), und gleich­zeitig viel jüngere Taxa, nämlich Gat­tungen, die global vorkommen.

Man könnte Menschen als Ursache vermuten, in manchen Fällen sogar sehr sicher. Ich habe das neu­welt­liche Cheno­podium am­bro­soi­des in Süd­asien über­all zwi­schen dem Himā­laya und dem śrī­laṅ­kāni­schen Berg­land getroffen. Deshalb vermute ich post­kolo­nia­le un­ab­sicht­liche Ver­brei­tung, und wun­dere mich im­mer wieder, wie weit die Pflanze in dieser kur­zen Zeit ge­kom­men ist.

Im Fall von Sola­num sehe ich aber gar keine Mög­lich­keit, wie Men­schen für die Ver­brei­tung ver­ant­wort­lich sein könn­ten: Die Bio­diver­si­täts­indi­ka­to­ren las­sen am neu­welt­lichen Ur­sprung von Kar­tof­feln kei­­nen Zwei­fel, aber die vielen alt­welt­lichen Ver­treter kön­nen ja un­mög­lich von Men­schen nach Europa und Asien ge­schleppt wor­den sein.

Die genannten Gattungen sind absolut nicht hochseetauglich und kommen auch vor­wie­gend im Landes­inne­ren fern von Küsten vor. Als einzige tieri­sche Vek­to­ren kann ich mir Vögel vor­stel­len, aber da gibt es auch nicht so viele, die (außer­halb der Arktis) zwischen der Alten und der Neuen Welt hin- und herpendeln, und die haben ja auch keine Rucksäcke zum Samentransport.

Wie haben es also manche Pflanzen geschafft, über den Ozean zu kommen? Und andere nicht?

Pflanzen Biologie Botanik Evolution Geographie Biogeographie
3 Antworten
Welche Theorie gezielter Evolution klingt "esoterischer"?

Evolution dürfte mehr sein als nur Zufall und Auslese.

Ich weiß von zwei Biologen, die über die Grenze des derzeit durch Naturwissenschaft Beweisbaren hinauszudenken versuchen. Nennen wir sie A und B

Zuerst zu Forscher A. Er bezieht sich auf evolutionäre Ergebnisse, die während der letzten 500 Millionen Jahre entstanden sind. 

Er weist darauf hin, dass wichtige, hoch komplexe Erungenschaften der Evolution nahezu parallel zueinander — von kaum miteinander verwandten Arten, von solchen also, die sich schon weit auseinander entwickelt hatten, — immer wieder neu entdeckt wurden, so z.B. unser linsenförmiges Auge, das (wie man heute weiß) mindestens sieben Mal in der Evolutionsgeschichte unabhängig erfunden wurde: nicht nur bei Wirbeltieren, sondern auch bei stammesgeschichtlich weit entfernten Tieren wie Tintenfischen und Ringelwürmern.  

A denkt, dass dieses — und viele weitere solcher Beispiele — darauf hindeuten, dass Evolution gegen ein gewissen Ziel konvergiert.

Meiner Ansicht nach [ so sagt A ] war der Mensch bereits mit dem Urknall angelegt. Während der ersten Millisekunde dieser Welt. Unsere Entstehung ist alles andere als ein Zufall.

Die Evolution [ so erklärt uns A ] funktioniert wie eine Suchmaschine: Sie sucht nach Lösungen, die sich bereits als erfolgreich erwiesen haben, und verwendet sie immer wieder für verschiedene Lebensformen."

Nun zu Forscher B: Ihm sind Beobachtungen aufgefallen, die Biologen, Verhaltensforscher und Chemiker während der letzen 100 Jahre gemacht haben:  

Er weist z.B. darauf hin, dass 

  • es chemische Stoffe gibt — insbesondere solche, die in der Natur nicht von selbst vorkommen, sondern erst durch Chemiker entworfen wurden —, die über Jahrzehnte hinweg nur sehr widerwillg Kristalle bildeten, dann aber plötzlich — und in nur wenigen Wochen sogar weltweit — ihr Verhalten dahingehend geändert haben, dass sie von nun an sehr bereitwillig kristalline Form annahmen.  

Solche und ähnliche Beobachtungen lassen B vermuteten, dass es im Feld der physikalischen Kräfte Resonanzerscheinungen geben könnte, aufgrund derer von belebter oder unbelebter Materie erworbenes "Wissen" unbewusst aufbewahrt und auf spätere Generationen gleichartig organisierter Materie übertragen wird — seinen das nun einzelne Moleküle oder gar ganze Gehirne. 

Nun meine FRAGE: Welche der beiden Wissenschaftler scheint euch weniger "esoterisch" zu denken? 

Beide Forscher scheinen Esoteriker zu sein. 46%
Forscher B scheint "esoterischer" zu denken. 40%
Beide Forscher denken wissenschaftlich und gleich seriös. 13%
Forscher A scheint "esoterischer" zu denken. 0%
Tiere Schule Menschen Esoterik Wissenschaft Biologie Entwicklung Evolution Evolutionsbiologie Evolutionstheorie
19 Antworten
Diskussion mit Christen endet in Sackgasse? Wie reagieren? Wissenschaftliche Beweise?

Hallo GF Community,

nach einer langen Diskussion mit einem fundamentalen Christen fühle ich mich einerseits erleichtert alles gesagt zu haben, andererseits blieben dort noch viele Fragen offen.

Hier der Dialog:

Ich: Die Bibel mal kritisch zu hinterfragen und deren  Göttlichkeit auszublenden auch als Gläubiger geht das!!!
Dann hat man erst eine rationale Grundbasis.
Zu akzeptieren, dass die Bibel von Menschen geschrieben ist!

Er: Von Menschen geschrieben, denen Gott die Regeln diktierte :)

Ich: Hast du dafür Beweise.  NEIN

Die Naturwissenschaft hat das wenigstens , du hast NULL.

Er: Du hast auch keine Beweise ;)
Du hast THEORIEN

Ich: Nein auch Beweise

Er: Nein THEORIEN

Ich: Ich hab fossilienbefunde und du?
Ich hab Laborergebnisse und du?

Er: Ich habe einen unendlichen Gott dem alles möglich ist und dann gibt es da noch einen Gegenspieler :)

Ich: Du hast keinen Beweis dafür, dass die Bibel von einem Gott kommt.

Denn diese Annahme bleibt irrational. Unbeweisbar.
Du musst akzeptieren, dass alle Religionen alle Bücher menschengemacht ist und nicht von nem Gott kommt.

Er: Du hast keinen Beweis für den Wahrheitsgehalt deiner Fossile und Laborbefunde :)

Ich: Logik? Euer größter Feind ist die Logik. Und dann verfängt ihr euch in ausreden und schlingert euch immer daraus.

Er: Wir betrachten nur alles logisch unter dem Aspekt der Wahrheit :)

Ich: Euer Glauben basiert nicht auf Daten, Befunde und Fakten sondern auf Emotionen.

Er: Unser glauben bezieht sich auf Beziehung :)

Gespräch Ende

_____________________

Würde mich freuen, wenn auch wissenschaftliche Antworten geschrieben werden. Im Grunde ist jede konstruktive Antwort gerne gesehen. Aber Antworten wie: "die Wissenschaft beweist"garnichts, oder "du hast keine Ahnung von Gott" , sollten am besten unterlassen werden.

LG

Natur Religion Schule Jesus Kirche Menschen Diskussion Wissenschaft Biologie Argumentation Atheist Bibel Evolution Fossilien Glaube Gott Heilige Schrift Kreationismus Kritik Logik Philosophie Theorie fundamentalismus Monotheismus Philosophie und Gesellschaft
30 Antworten
Mussten Adam und Eva und deren Nachkommen Inzest begehen, damit die Menschheit wachsen konnte?

Hallo GF Community,

Ich habe mich mit einem fundamentalen und kreationistisch Denkenden Christen unterhalten.

Hier der Dialog:

Ich:  Angenommen das stimmt wirklich mit Adam und Eva, wie konnten sich dann Menschen vermehren?

Er: Wie wohl? Durch Inzest natürlich! Gott hat Adam und Eva perfekt geschaffen. Ihre Gene waren absolut perfekt, unberührt von Umwelteinflüssen, ihre DNA hatte keine Fehler.

Ich: Also sind wir laut deiner Aussage Geschwister.

Er:
Und die beiden lebten mehr als 800 Jahre, da kommen so einige Kids bei rum.
Iwan als die Sünde schließlich die Gene veränderte in den darauffolgenden Generationen verbot Gott Inzest. Da er um die Folgen wusste. Iwan begrenzte er auch das Lebensalter des Menschen weiter.

Ich: Und das soll realistisch sein?

Er: Es ist realistisch möglich.

Er: 1 Mose 5 (Bibeltext) :
Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes 2 und schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch« zur Zeit, da sie geschaffen wurden. 3 Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set; 4 und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 5 dass sein ganzes Alter ward 930 Jahre, und starb. 6 Set war 105 Jahre alt und zeugte Enosch 7 und lebte danach 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 8 dass sein ganzes Alter ward 912 Jahre, und starb. Und so weiter und so fort.

Ich: Das hätte sich jeder Trottel ausdenken können!

Er: ( augenscheinlich beleidigt ) hat das Gespräch beendet.

Was soll ich jetzt davon halten? Klingt das realistisch und logisch?

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