Wo endet bei Verschwörungstheorien die Meinungsfreiheit und wann muss man von psychologischen Krankheitsbildern ausgehen?

Aktuellstes Beispiel das Video von Xavier Naidoo: „Wenn ich’s richtig verstehe, werden in diesen Momenten in verschiedenen Ländern der Erde Kinder aus den Händen pädophiler Netzwerke befreit. Aber nicht so, wie ihr denkt“. Dann empfiehlt er seinen Zusehern, sich über das Thema „Adrenochrom“ zu informieren. Mit Adrenochrom meint Naidoo eine krude Verschwörungstheorie über eine Sekte, die Kinder entführen, missbrauchen, und ihr Blut als Droge und Anti-Aging-Produkt nutzen möchte. Außerdem sollen die Kinder an Organhändler verkauft und für Kannibalismuszwecke getötet werden. Mitglieder dieser Sekte sind etliche Prominente der Weltpolitik und des Showgeschäfts.

Man kann natürlich leicht über Naidoo ablästern, aber für mich klingt das schon sehr noch einer dringend zu behandelnden Paranoiden Psychose. Ab wann müßte eigentlich eine Zwangseinweisung stattfinden, wenn Menschen nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können. Naidoo schadet sich ja schließlich massiv selbst und auch anderen, die ihm diesen Unsinn abnehmen. In den USA hat ja schon mal ein Anhänger dieser Verschwörungstheorie in einem Restaurant herumgeschossen, um Kinder aus einem Phädophilenring zu befreien, die dort angeblich in Tunneln versteckt und gefoltert würden.

Religion, Politik, Psychologie, Xavier Naidoo, rechtsradikal, Reichsbürger, Philosophie und Gesellschaft
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