Seid ihr unter Berücksichtigung des Brexit-Desasters in GB für Volksabstimmungen in Deutschland? Und wenn ja, mit welchen Regeln?

Es gibt für mich viele gute Argumente für Volksabstimmungen, wenn ich aber im Augenblick nach GB schaue, kommen mir doch arge Zweifel am Nutzen solcher Abstimmungen. Wenn man Volksabstimmungen in Deutschland einführen würde, wie könnte man verhindern, dass es zu solchen Desastern kommt wie in GB. Mit Desaster meine ich nicht unbedingt das Ergebnis (obwohl ich auch das für ziemlich katastrophal halte) sondern die Begleitumstände.

Beim Brexit gab es aus meiner Sicht die folgenden Probleme:

Die wenigsten Wähler konnten die Komplexität der Probleme bei einem EU-Austritt offenbar nicht einschätzen. (Brexit: das häufigste Suchwort bei Google nach der Abstimmung)

Der Brexit musste im wesentlichen von Politikern gemanagt werden, die eigentlich gegen den Brexit waren.

Niemand konnte bei Brexitabstimmung sicher vorhersagen, wie der "Scheidungsvertrag" aussehen würde. Im Grunde wussten die Briten gar nicht worüber sie abstimmten.

Auch Normalbürger dürfen ihre Meinung ändern. Wie geht man bei einem knappen Ergebnis damit um, wenn die viele Wähler Umfragen zufolge bald ihre Meinung ändern.

Sollte man solche Abstimmungen auch in Deutschland zulassen, und wenn ja wie sollten die Regeln sein?

Politik, Großbritannien, Direkte Demokratie, Volksabstimmung, Brexit, Wirtschaft und Finanzen, Abstimmung, Umfrage
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