Wenn man auf dem Land lebt, und keine Möglichkeiten hat, zum Vorstellungsgespräch zu kommen, wie soll es weitergehen?

Situation: das 17 jährige Mädchen lebt mit ihren jüngeren Schwestern und ihrer blinden Mutter (sie erhält Grundsicherung) auf dem Land. Der KV ist seit Jahren unbekannt verzogen.

Der Bus fährt in die nächstgrößere Stadt, von dort aus gibt es trotzdem keine weitere Verbindungen zu den umliegenden Städten. Somit ist das 17 jährige Mädchen sehr eingeschränkt, was Bewerbungen angeht, aufgrund fehlender Anfahrtmöglichkeiten.

Das Mädchen besucht z.Zt. die Schule, möchte dann eine Ausbildung beginnen, als Verkäuferin oder Konditorin.

Sie und ihre jüngere Schwestern erhalten Leistungen vom Jobcenter. Diese würden eventuell Führerschein Kosten übernehmen, wenn ein Betrieb ihr eine Ausbildungsstelle gibt, diese Stelle aber nur mit Auto erreichbar ist.

Aber wie soll das Mädchen erst zum Vorstellungsgespräch kommen? Es gibt nur die Möglichkeit, einen Taxi zu nehmen, aber die Kosten sind sehr hoch, die sie nicht tragen können. Die Städte liegen ca 30 km entfernt.

Was würdet ihr der jungen Dame raten? Sie würde wirklich alles machen, damit sie eine Ausbildung findet, ist aber aufgrund der obigen Situation stark eingeschränkt mit den Vermittlungsvorschlägen. Es scheitert hauptsächlich an dem fehlenden Geld und nicht vorhandener Mobilität.

Ihr Nachbar (36) hat vom selben Amt Führerschein und Auto komplett finanziert bekommen. Nicht mal als Darlehen.

Es gibt auch etliche Flüchtlinge, die sehr zentral leben, ihnen wurde auch alles finanziert.
Warum wird es bei manchen genehmigt und bei anderen nicht?

Ich bitte um höfliche und sachliche Antworten. Das Mädchen ist fleißig und sich für nichts zu fein. Dankeschön

Arbeit, Menschen, Ausbildung, Politik, Arbeitsagentur, Arbeitsamt, Jobcenter, Vorstellungsgespräch, Ausbildung und Studium
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