Wieso glaubt ihr an Liebe?

Konkret an die Frauen (trifft aber auf Männer ähnlich auch zu.):

  1. Hättet ihr euch auch in euren Partner verliebt, wenn er 30cm kleiner wäre? einen extremen Stotterfehler hätte? eine hohe Piepsstimme hätte? einen extrem kleinen … hätte? etc etc..  Ich glaube, dass niemand all diese Fragen mit ja beantworten kann. Das zeigt doch, dass ihr nicht den Menschen liebt, sondern gewisse Eigenschaften die diesem anhaften, die ja aber überwiegend reiner Zufall bzw. Glück sind.

Meine Meinung ist:

So etwas wie Partnerschaftliche Liebe gibt es nicht!

Was das Gegenüber an einem liebt und was man selbst am Gegenüber liebt ist nie der Mensch an sich, sondern gewisse Eigenschaften die Vorteilhaft für potentiellen Nachwuchs sind. 

Ist es Zufall, dass attraktive Frauen fast nur mit erfolgreichen Männern zusammen sind bzw. erfolgreiche Männer fast nur mit attraktiven Frauen? Jeder versucht für sich das beste bei der Partnerwahl rauszuholen, abhängig vom eigenen Marktwert.

Was ich nicht verstehe ist: wieso stört es so viele Männer wenn sie den Eindruck haben, ihre Partnerin wäre nie mit ihnen zusammen gekommen wenn sie arm wären. Wieso stört es aber niemanden, dass einen die Partnerin auch nie gedatet hätte, wenn man von einem der von mir nur exemplarisch genannten Punkte betroffen wäre (Piepsstimme und so weiter..)?

Ich bin von keinem der Punkte betroffen aber jemand der reich ist, ist ja auch nicht von Armut betroffen. Wieso stört es ihn dann, wenn die Partnerin auf Geld aus ist?

Ich will noch einen Gedanken anschließen:

Liebe hat für mich völlig an Bedeutung verloren, da sie nie bedingungslos ist, sondern immer an die Erfüllung eines Anforderungskatalogs von Seiten der Partnerin geknüpft ist - ob man das bewusst mitbekommt oder nicht. 

Selbst wenn einen das nicht stört, weil man sich sagt: „na und? Ich erfülle die Anforderungen, deswegen kanns mir gleich sein“, macht es evolutionsbiologisch zumindest für einen Mann nur dann Sinn in eine langfristige Beziehung zu gehen, wenn man keine besonders guten Gene hat. Denn dann wollen einen die Frauen nicht zum rumvögeln, sondern allerhöchstens als Versorger Beziehungstyp. Und so war es für diese Männer immer sinnvoller, bevor sie sich gar nicht fortpflanzten, wenigstens mit einer Frau Nachwuchs zu zeugen, den sie dann auch behütet großgezogen haben, sodass das Überleben des Nachwuchses gesichert war.

Wer als Mann allerdings richtig attraktiv auf Frauen wirkte (also gute Gene hat), für den war es am besten, einfach möglichst viele attraktive Frauen zu schwängern.

Dadurch dass „Liebe“ für mich wertlos geworden ist, betrachte ich das ganze Thema nur noch aus evolutionärer Sicht:

Es gibt die Männer die Frauen versorgen und die Männer die es Frauen besorgen.

Die einzig sinnvolle Schlussfolgerung ist m.M nach, dass man alles daran setzen sollte, in diesem Leben ein Chad zu werden um mit einer attraktiven Frau nach der anderen zu schlafen.

Ich hoffe ihr konntet meine Gedanken verstehen. Seht ihr das anders? Wenn ja, warum?

Liebe, Beziehung, Sex, Psychologie, Evolution, Evolutionsbiologie, Liebe und Beziehung, Partnerwahl, Philosophie und Gesellschaft

Meistgelesene Fragen zum Thema Evolutionsbiologie