Ist es möglich, dass eine depressive Episode einfach nie endet?

Seit ungefähr 8 Jahren hat sich bei mir die Depression bemerkbar gemacht und seit ca. 5-6 Jahren ist es ganz schlimm geworden und ich habe in dieser Zeit nie für einige Tage lang Ruhe gehabt, weshalb ich mich frage, ob die depressive Episode überhaupt jemals enden kann, pausieren kann.

Seit 1,5 Jahren bin ich beim Psychiater regelmäßig, ich hatte in dieser Zeit einige Monate lang Psychotherapie und war für über 2 Monate in stationärer Therapie. Außerdem hatte ich noch einige Aufenthalte auf der Akutstation und in der geschlossenen wegen Selbstverletzungen und Suizidversuch. Mein Psychiater hat bei mir eine rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig schwere Episode) diagnostiziert. Während der stationären Therapie wurde mir Dysthymie diagnostiziert. Ich wäre zwar eigentlich eher rezidivierend depressiv, aber da ich noch Anfang 20 sei und durchaus öfter gesunde Anteile zeige, würde mir die Diagnose rezidivierend depressiv ein Hindernis in weiteren Therapien sein. Es sei wie eine Brandmarkung, die man nur schwer in weiteren Institutionen loswird, hieß es.

Ich möchte nur endlich mal, wenigstens für kurze Zeit, Ruhe haben von der Depression. Meine Stimmung ist immer im Keller, meine Motivation reicht gerade mal fürs Ernähren und den Klogang, meine Gedanken drehen sich um den Wunsch nicht mehr da sein zu müssen. Kann es denn wirklich sein, dass eine depressive Episode jahrelang anhält und nie etwas abklingt? Es gibt durchaus den ein oder anderen Tag, wo man vielleicht anderweitig beschäftigt ist und die Sorgen in den Hintergrund geraten oder einen Tag, an dem etwas angenehmes, schönes passiert, aber das ist eben nur ein Tag. Wenn es wenigstens mal eine Woche wäre...

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