Hat auf dem heutigen Wissensstand die Vernunft noch eine Chance?

In einem sehr interessanten Vortrag erläutert Prof. Dr. Leisenberg, wie die Quantenphysik die Lehren der Bibel bestätigt.

Und tatsächlich lassen die Forschungsergebnisse der Quantenphysik erkennen, dass das Universum geistigen Ursprungs ist und Information über der Materie steht.

Für die christlichen Fundies ist das natürlich ein gefundenes Fressen!

Die Evolutionstheorie verliert damit ihre wissenschaftliche Tragweite.

Aber sie wird immer noch als Stein der Weisen angesehen, und ihrerseits instrumentalisiert, um das materialistische Weltbild zu untermauern, in dem der Vorrang des Geistes ausgeschlossen wird.

Stecken wir hier nicht fest in einem ideologischen Wettstreit, wo sie auf beiden Seiten ein Brett vorm Kopf haben?

Was kann man denn schließen aus den neuen Forschungsergebnissen?

Doch eigentlich nur, dass die Dinge komplizierter sind als vorher angenommen: Der Materialismus hat offensichtlich nicht Recht, die Bibel im konservativen Sinne aber auch nicht.

Und nun wird herumgesponnen: Die Fundies sehen ihren alten Herrn bestätigt, und die Materiegläubigen ersinnen phantastische Chaostheorien (Prigogine und Co.), um ihren Atheismus aufrecht zu erhalten.

Da kriegt man ein mulmiges Gefühl, und zwar auf beiden Lagern.

Hat zwischen diesen beiden Extrempositionen die Vernunft überhaupt noch eine Chance?

Denn, wer vernünftig argumentiert, wird von beiden Seiten angefeindet und dem jeweils anderen Lager zugeordnet.

Religion, Wissenschaft, Physik, Quantenmechanik, Quantenphysik, Philosophie und Gesellschaft
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Ist eine Wissenschaftsdiktatur möglich?

Wissenschaft und Religion sind vergleichbare Herangehensweisen an Erkenntnisbereiche. Früher gab es nur den Schamanismus: Einzelne Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft haben intuitiv die Verhältnisse von sichtbarer und unsichtbarer Welt teilweise erkannt. Sie wurden bewundert und anerkannt, und es entstand eine frühe Kultur des Wissens und Ahnens.

Dann entstanden die sogenannten Hochkulturen, und aus dem Schamanismus entwickelten sich dogmatische Religionen, mit Verfolgung Andersgläubiger.

Auf einem objektiveren Niveau der Erkenntnisgewinnung entstand in Ergänzung zur Religion die Wissenschaft mit ebenso bewunderten und anerkannten Wissenschaftlern wie zuvor die Schamanen.

Doch auf einmal wurde die Wissenschaft so beherrschend, dass sich eine bestimmte wissenschaftliche Denkweise durchsetzte und zur offiziellen Weltwissenschaft aufstieg. Damit war Wissenschaft in den modernen Technokratien genauso dogmatisch festgelegt, wie vorher der Glaube in den Hochkulturen.

Eine hohe Behörde wachte über die rechte Auslegung, Auswahl und den rechten Gebrauch der Forschungsergebnisse und bestrafte mit Jobverlust und Armut alle Abweichler. Wer von ihnen zu einflussreich wurde, den bestrafte man und sperrte ihn weg oder ihm widerfuhr Schlimmeres.

(historischer Rückblick anlässlich der 3. Jahrtausendwende)

Wissenschaft, Abstimmung, Umfrage
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