Sind die Sexismus-Vorwürfe gegenüber dem Politiker Christian Lindner berechtigt?

Medien berichten:

Ohnehin nur wenig Frauen in der Partei - und nun auch noch ein Sexismusvorwurf: [...] "Ich denke gern daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300-mal den Tag zusammen begonnen haben." Mit diesem Satz wollte FDP-Chef [...] Linda Teuteberg eigentlich würdigen. [...] "Ich spreche über unser tägliches morgendliches Telefonat zur politischen Lage, nicht, was ihr jetzt denkt." Für das, was vielleicht ein Witz sein sollte, erntete Lindner Sexismus-Vorwürfe. Besonders für den politischen Gegner war die Sache klar: "Ist das schrecklich!", twitterte Renate Künast von den Grünen. Die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Anna Peters, warf Lindner "Chauvinismus par excellence" vor.

Nachfolgend die Definition laut Duden:

Sexismus: Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts

Ist das wirklich Sexismus oder wollen seine politischen Gegner einfach nur Kapital herausschlagen? Ich finde, es trifft auf die Definition nicht wirklich zu.

Nein, die Sexismus-Vorwürfe sind überzogen, weil 83%
Ja, das war Sexismus, weil 17%
Politik, Psychologie, Feminismus, Glaube, Sexismus, Ethik und Moral, Philosophie und Gesellschaft, Abstimmung, Umfrage
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Warum empfinden zahlreiche arabische Staaten die Türkei als Bedrohung?

In der heutigen Ausgabe der FAZ heißt es:

Gleichwohl formalisiert und erweitert der Vertrag vor allem die seit rund zwei Jahrzehnten hinter den Kulissen bestehenden Verbindungen, welche die Gemeinsamkeiten Israels und der arabischen Golfstaaten abbilden: Sorge vor Iran und in geringerem Maße vor türkischen Bestrebungen sowie Ungewissheit über die künftige amerikanische Strategie in der Region.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sogar jüngst Kampfflugzeuge ins Mittelmeer entsandt:

am Mittelmeer – einer Region, in der die Emirate zuletzt im August aktiv waren, als sie Kampfflugzeuge zu einer gegen die Türkei gerichteten Übung nach Griechenland verlegten.

Neben den Emiraten gibt es auch zahlreiche andere arabische Staaten, die mit der Türkei Ärger haben: Syrien, Irak, Ägypten und Saudi-Arabien. Von Deutschtürken höre ich aber immer wieder, dass die Türkei äußerst beliebt sei in der islamischen Welt. Sie erinnern an das Osmanische Reich. Aber offensichtlich kommen neo-osmanische Bestrebungen bei den Arabern nicht gut an.

Warum mögen sich die Türkei und die Golfstaaten sowie Ägypten nicht?

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Wo hört Liebe auf und fängt sexueller Missbrauch von Kindern/Jugendlichen an (+eigene Erfahrungen)?

TRIGGERWARNUNG: Ich muss zunächst darauf hinweisen, dass Personen, die Erfahrung mit Missbrauch machen mussten, durch die Frage oder Antworten auf die Frage psychisch belastet werden könnten.

Die Frage ist ein bisschen länger, aber ich finde, dass es ein wichtiges Thema ist und würde mich freuen, wenn ihr euch die Zeit nehmt :)

1. Zunächst würde mich interessieren, wo eurer Meinung nach die Trennlinie zwischen Liebe und sexuellem Missbrauch von Kindern/Jugendlichen liegt. Die Gesetzeslage kenne ich, darauf will ich nicht hinaus. Ich mein das unabhängig vom Gesetz betrachtet. Wie groß darf der Altersunterschied sein? Wie alt muss die jüngere Person mindestens sein usw.? Ab wann kann man von Manipulation reden usw.? Denn ich finde, dass man eigentlich keine klare Grenze zwischen Liebe und Missbrauch ziehen kann. Ich finde, dass das ein sehr heikles Thema ist.

2. Zudem würden mich da auch eure persönlichen Erfahrungen interessieren, wenn ihr das erzählen wollt. Und zwar in dem Sinne, ob ihr selbst mal einen Sexualkontakt/Beziehung hattet, bei dem/der ihr vielleicht bis heute keine klare Meinung dazu habt, ob das Missbrauch war oder nicht, weil es eben irgendwie ein Grenzfall war. Wie alt wart ihr da und wie alt die andere Person usw.? Wieso seid ihr da heute noch ambivalent, wie ihr darüber denken sollt? Genauso könnt ihr hier auch was schreiben, wenn ihr zwar keine persönlichen Erfahrungen habt, aber jemanden kennt, bei dem das so ist. Oder habt ihr nen Freund/Freundin, der in ner grenzwertigen Beziehung ist und ihr wisst nicht so recht, was ihr davon halten sollt. Dann könnt ihr das auch erzählen z.B.

WICHTIG: Bei solchen Themen wird man oft leicht missverstanden, deshalb als Klarstellung: Dadurch, dass ich hier von Grenzfällen rede und davon, dass es mE keine klare Grenze zwischen Liebe und Missbrauch gibt, will ich in keinster Weise sexuellen Missbrauch verharmlosen! Selbstverständlich muss man sich immer an alle geltenden Gesetze halten!

Danke für eure Antworten :)

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Sind Salafisten und andere radikale Strömungen die Feinde des Islam?

In der folgenden Überlieferung wird vor der schwarzen Flagge gewarnt:

Abu Zahiriyyah berichtete, dass Hudhaifah Ibn Yaman sagte: „Jemand wird aus dem Osten hervortreten, der die Menschen zur Familie von Muhammad (s.) ruft und er wird der entfernteste Mensch von ihnen sein. Er wird schwarze Flaggen einsetzen, deren Anfang Triumph und deren Ende Unglaube sein wird. Ihm werden die verachteten Araber, niedrigstehenden Klienten und entflohenen Knechte folgen, die aus allen Ecken aufrückten. Ihr Zeichen wird das Schwarz, ihre Religion die Beigesellung und der Großteil von ihnen Verschandelte sein.” Ich sprach: „Was sind Verschandelte?” Er sprach: „Unbeschnittene.” Dann sprach Hudhaifah zu Abdullah Ibn Umar: „Du wirst das nicht erleben, o Abu Abdi r-Rahman.” Da sprach Abdullah Ibn Umar: „Ich aber erzähle es. Nach mir wird es eine Versuchung geben, die man Haliqah nennt. Sie merzt die Religion aus. Während dieser werden die augenfälligen Araber, frommen Klienten, Ungläubigen und Verständigen umkommen und sie wird von den wenigsten der wenigen weichen.” [Al-Malahim von Ibn Tawus, Seite 36]

Hudhaifah Ibn Yaman, ein Gefährter des Propheten Muhammad (s.) hat vor vielen Jahrhunderten bereits vor salafistischen Auswüchsen à la al-Qaida, ISIS oder Boko Haram gewarnt.

Wir sollte man als Muslim damit umgehen - auch vor dem Hintergrund, dass Salafisten in Deutschland einen starken Zulauf haben?

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Ist der heutige Feminismus nocht ernst zu nehmen?

In einem Gastbeitrag der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag heißt es:

Die antikapitalistische, postkolonialistische, antirassistische, junge, tierliebe, friedensbewegte, queer-vegane No-Border-Feministin findet viele Gründe, den alten weißen Mann zu bekämpfen. […] Heute gilt: Gefühl sticht Fakten, Frau sticht Mann, Homo sticht Hetero, Schwarz sticht Weiß, Trans sticht alles. Galt persönliche Betroffenheit früher als Befangenheit, ist sie jetzt gar das Topqualifikationsmerkmal für Quotenjobs und Studienplätze. Die Zukunft […] gehört der genderfluiden, schwarzen Transfrau mit Sexismuserfahrung als Schlüsselkompetenz. Was zählt, ist nicht mehr Leistung, sondern die richtige Identität. […] Wer [...] keine ernsten Probleme hat, muss die Inszenierung des Nichts mit großer Disziplin und Ernsthaftigkeit vorantreiben […] Schon jetzt lässt sich feststellen, dass die große „Befreiung“ des Menschen durch Gendergerechtigkeit in Wahrheit nichts mit Freiheit zu tun hat, sondern nur mit der Verschiebung von Machtverhältnissen

Bleiben die wirklichen Probleme, von denen Frauen heutzutage betroffen sind, nicht auf der Strecke? Ist Feminismus nicht viel mehr ein Identifikationsmerkmal um sich von anderen abzugrenzen?

Moderner Feminismus ist keinesfalls lächerlich 45%
Moderner Feminismus ist heute vielfach lächerlich 35%
Moderne Feminisus ist teilweise lächerlich geworden 20%
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Steuert Deutschland auf eine DDR 2.0 zu?

In der heutigen Ausgabe der NZZ erschien ein Artikel.

Bündnisse mit den Postkommunisten schrecken selbst die Christlichdemokraten nicht mehr. […] Obwohl Deutschland mittlerweile über eine Billion Euro – und damit bald ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung – für Soziales ausgibt, ist es nie genug. Heute trauen sich nicht einmal mehr die Liberalen, nach Steuersenkungen […] zu rufen. […] Auf vielen Ebenen gleitet Deutschland so schleichend von der sozialen Marktwirtschaft in einen marktwirtschaftlichen Sozialismus. […] Die Hilfspakete […] der Corona-Krise [...] entfalten dabei eine narkotisierende Wirkung: [...] Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant Staatsbeteiligungen an notleidenden Unternehmen [...] Der Deutsche Städtetag ruft nach Verstaatlichung der Innenstädte […] Am konsequentesten wird die Planwirtschaft [...] mit der sogenannten Energiewende betrieben. Im Namen des Klimawandels werden Kern- und Kohlekraftwerke zwangsweise abgeschaltet […] Das Ergebnis: Die deutschen Privathaushalte zahlen [...] die höchsten Strompreise, weil alle Marktgesetze ausgehebelt werden [...] Wer dies kritisiert, wird als «Klimaleugner» diffamiert. Auch das erinnert an die DDR, die sich zum Bollwerk gegen den Faschismus stilisiert hat, um jede Opposition im Keim zu ersticken. [...] Honecker hätte seine Freude an dieser Entwicklung zur DDR light, die heute im Gewand des Ökosozialismus daherkommt.

Trifft das zu? Steuern wir langsam auf sozialistische Verhältnisse zu?

Das trifft nicht zu 80%
Das trifft partiell zu 13%
Das trifft zu 7%
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Wie islamfeindlich ist die Berichterstattung der Nachrichten in Deutschland?

In den Zeitungen ist gleich von einem islamistischen Anschlag die Rede.

Der Täter hatte offenbar ein islamistisches Motiv. [...] Es gebe „Hinweise auf eine psychische Labilität“ [...] Der Mann war bereits früher in einem psychiatrischen Krankenhaus in Berlin untergebracht. [...] Auf seiner Facebook-Seite hat er zahlreiche Sprüche aus dem Koran gepostet. [...] Ein Nachbar von Sarmad A. will gehört haben, wie dieser den ganzen Tag lautstark in seiner Wohnung gebetet habe.

Der Täter litt offensichtlich unter einer psychischen Erkrankung. Und weil er zufällig Muslim ist, den Koran liest und betet, gilt er für die Medien gleich als Islamist. Wäre er Christ gewesen, hätten die Medien wohl kaum von einem christlich-motivierten Anschlag gesprochen, sondern von der Tat eines psychisch Kranken.

Wenn jeder Koran lesende Muslim, der betet, als Islamist eingestuft wird, haben wir in Deutschland ein großes Problem.

Kann es sein, dass die Medien Stimmung gegen Muslime machen?

Die Medien berichten neutral über den Islam 65%
Die Medien berichten überwiegend positiv über den Islam 21%
Die Medien berichten überwiegend negativ über den Islam 14%
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