Warum wollen die Grünen den Wald schädigen?

siehe den Artikel von Tichys Einblick:

Die Koalitionsgespräche in Baden-Württemberg zwischen Grünen und CDU haben den ersten Verlierer fest vereinbart, den baden-württembergischen Wald. Die erste und offenbar wichtigste  Vereinbarung der Sondierungsgespräche ist die Festlegung der, so heißt es: „Vermarktung von Staatswald- und Landesflächen für die Windkraftnutzung. So können bis zu 1000 neue Windkraftanlagen entstehen.“
Die bedeutendste Fläche des Landes ist in der Tat der Staatswald mit 329.000 Hektar Fläche. Zieht man die Fläche des Nationalparks/Naturschutzgebietes davon ab, bleibt immer noch eine Fläche von 190.000 Hektar übrig. […] Also stehen dann im Abstand von 1,4 km jeweils ein Windrad mit den entsprechenden Zufahrtsstraßen, die die Waldstücke zerschneiden.  […]
Doch selbst 1000 Windkraftanlagen bieten keine gesicherte Stromversorgung im windschwachen Ländle. Der Wegfall der Kernkraftwerke wie Philippsburg 2 kann nur durch stärkeren Import von Strom aus dem Ausland kompensiert werden, darunter das älteste Kernkraftwerk der Welt, Beznau. […] Baden-Württemberg verteufelt die Kernkraft, nimmt aber gerne den Strom aus ausländischen Kernkraftwerken. […]
Aber was für Baden-Württemberg schiefgehen wird, geht auch in ganz Deutschland nicht auf. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft  BDEW rechnet durch den Kernenergieausstieg mit 8 Gigawatt weniger und den Kohleausstieg mit 10 Gigawatt weniger, und trotz eines Zubaus von 4 Gigawatt Gaskraftwerken bis Ende 2022 mit einer Unterversorgung Deutschlands. […] Da weder Wind- noch Solarenergie gesicherte Leistung liefern, wird es dann, so der BDEW, „eine Lücke an gesicherter Leistung“, geben.
Das ist mittlerweile auch dem Bundesrechnungshof aufgefallen. […] Es lohnt sich, die  Langfassung des Berichtes zu lesen. […] Der Rechnungshof kommt (auf S. 30) zum Ergebnis, dass die durch den Kernenergie- und Kohleausstieg entstehenden Netzengpässe bis 2025 nicht beseitigt werden.
Der Bundesrechnungshof geht weiter davon aus, dass die Letztverbrauchspreise für Strom in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Schon heute liegen die Strompreise um 43 % über dem Durchschnitt in Europa. […]
Das Fazit (auf S. 48) ist alarmierend: „Der Bundesrechnungshof sieht die Gefahr, dass die Energiewende in dieser Form den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet, die finanzielle Tragkraft der letztverbrauchenden Unternehmen und Privathaushalte überfordert und damit letztlich die gesellschaftliche Akzeptanz aufs Spiel setzt. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2016 müssen in den Jahren 2000 bis 2025 rund 520 Mrd. Euro (nominal) einschließlich der Netzausbaukosten für die Energiewende im Bereich der Stromerzeugung aufgebracht werden.“ „Der Bundesrechnungshof bekräftigt deshalb seine Auffassung, dass es nicht vorrangig Ziel sein kann, die Energiewende um jeden Preis umzusetzen.“

Dennoch wollen die Grünen dafür einen wichtigen Wald schädigen. Es ist doch bekannt, wie störungsempfindlich solch natürliche Ökosysteme sind.

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Akku oder Brennstoffzelle: Wem gehört die Zukunft?

Möchte eure Meinung dazu hören. Die Energiewende erfasst ja natürlich auch die Mobilität. Verbrennungsmotoren stehen vor dem Aus, spätestens in wenigen Jahrzehnten - nicht nur wegen Klimawandel, sondern vor allem auch, weil bald kein Erdöl mehr da ist. Atombetriebene Autos will keiner, und Erdgas hat sich irgendwie nie richtig durchgesetzt, obwohl es umweltfreundlicher als Benzin ist. Wäre allerdings auch nur eine Brückentechnologie.

Wie werden wir in 100 Jahren also Auto fahren?

Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile.

Das akkubetriebene E-Auto ist technisch einfacher. Auch die Infrastruktur mit Ladesäulen ist erheblich einfacher aufzubauen als ein Tankstellennetz für Wasserstoff.

Allerdings ist die Reichweite immer noch viel zu gering, das Gewicht und der Platzbedarf der Akkus nach wie vor zu hoch, und der Strom kommt heute noch aus Kohle und Atomkraft (während der durch Elektrolyse erzeugte Wasserstoff normalerweise direkt aus erneuerbaren Energiequellen kommt). Wenn es also nicht irgendwann eine brauchbare, serienreife Akku-Technologie gibt, führt kein Weg an der Brennstoffzelle vorbei. Dies gilt insbesondere auch für Nutzfahrzeuge. Weiterhin stellen die Batterien/Akkus eine größere Umweltbelastung dar als Wasserstoff und sind auch erst in 30 Minuten aufgeladen, während ein Brennstoffzellen-Auto so schnell aufgetankt ist wie ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Daher möchte ich eure Meinung wissen, was ihr persönlich besser findet und für welche Technologie ihr bessere Chancen seht. (Bitte möglichst mit Begründung)

Brennstoffzelle (Wasserstoff) 54%
Akkubetriebenes E-Auto 24%
beide gleichermaßen 22%
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Kernenergie vs Erneuerbare Energie gegen den anthropogenen Klimawandel?

Die grundlegende Frage, die ich mir stelle, ist, welcher Energie den Vorzug gegeben werden sollte, um nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt so schnell wie möglich CO2-neutral zu bekommen.

Anmerkung:

  • Mit Atomkraftwerken (AKWs) meine ich Kernkraftwerke
  • PV=Photovoltaik-Anlage
  • WKA=Windkraftanlage
  • Kohlekraftwerk=KKW
  • Fusionskraftwerke spielen keine Rolle, da sie sowieso erst in der weiten Zukunft wichtig sind
  • Ich spreche vom beschleunigten Klimawandel, weil der Begriff mir korrekter erscheint. Klimawandel gab es schon immer, aber wir sind gerade dabei, diesen um ein Vielfaches zu beschleunigen und ihn stärker zu machen als er es jemals war

Meine Ansicht:

Da die Schäden, die der beschleunigte Klimawandel mit sich bringt, weit über die Schäden der älteren AKWs hinausgeht, ist es für mich auf jeden Fall klar, dass zuerst sämtliche Stromlieferanten, die mithilfe fossiler Brennstoffe funktionieren, abgeschaltet werden müssen. Die Abschaltung von KKWs hat hier also für mich eine höhere Priorität als die Abschaltung von AKWs.

Nicht nur sind die Folgen des Klimawandels verheerender als Atomkraft jemals an Schäden anrichten könnte, sondern auch der direkte Vergleich von KKWs und AKWs zeigt, dass KKWs mehr Menschen wegen der Emissionen tötet. Dabei spreche ich nicht von den absoluten Zahlen, sondern von den Toten pro erzeugter Energieeinheit.

So verursacht Atomkraft 0,07 Tote/TWh und Kohlekraft 24,6 Tote/TWh.
Bei der Atomkraft sind die Toten, die durch Minenarbeiten verursacht wurden, mit einkalkuliert.

Aber wie sieht es bei Erneuerbare Energie vs Atomenergie aus?

Die Toten der Windkraft fallen mit 0,04 Tote/TWh geringer aus und die Solarkraft hat mit einer Rate von 0,02 Tote/TWh die geringste Todesrate.

Das ist also kein Argument für die Atomkraft.

Umsetzung der Klimapoltik:

In der Theorie scheint die Erneuerbare Energie also die sicherste zu sein, doch wie sieht es mit der Umsetzung aus, die Energieproduktion weltweit so schnell wie möglich CO2-neutral zu machen?

Nun ja, wenn man annimmt, dass Deutschland nur durch WKAs versorgt werden müsste, bräuchte man die Fläche in der Größe eines Bundeslands.

Die Fläche ließe sich mit Sicherheit durch die Nutzung von PVs reduzieren, aber das Ergebnis wäre nach wie vor das massenhafte bebauen von Naturfläche -> weniger Pflanzen.

Zusätzlich kommt der massive Bedarf an Materialien (mind. 900 Mrd. Tonnen Stahl weltweit, um ein Material zu nennen) und das Anfallen von einem riesigen Recycling-Aufwand, auch da die Nutzungszeit nur 20 Jahre beträgt. Die Batterien müssen ja auch erstmal gebaut und regelmäßig recycelt werden und die Recycling-Anlagen dafür müssen auch im großen Stil gebaut werden.

Wie soll da jedes Land ohne Atomkraft CO2-neutral werden?

Für AKWs gibt es bereits Konzepte, die den radioaktiven Abfall zu einem großen Teil recyclen können. Und wenn Thorium statt Uran genutzt wird, beträgt die Halbwertszeit gerade mal 300 Jahre.

Jetzt würde ich mich freuen, zu hören, was ihr darüber denkt :D

Kernenergie vs Erneuerbare Energie gegen den anthropogenen Klimawandel?
Nur Erneuerbare Energie reicht gegen den Klimawandel 30%
Erneuerbare Energie/Atomkraft nutzen & keine neuen AKWs bauen 25%
Erneuerbare Energie/Atomkraft kombiniert nutzen & neue AKWs bauen 20%
Klimawandel ist natürlich. Wir brauchen nix gegen den Klimawandel 15%
Erneuerbare Energie bringts nicht. Setzen wir auf Atomkraft 10%
Keine AKWs für uns aber Atomkraft erforschen für andere Länder 0%
Geht mich alles nichts an. Ich lebe bis dahin eh nicht mehr. 0%
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Wie wirtschaftlich sind erneuerbare Energien?

Medien berichten:

Experten prognostizieren, der Einsatz der kommerziellen Windenergie in den Vereinigten Staaten werde wahrscheinlich zum Stillstand kommen, wenn die wichtigste Windenergiesubvention, bekannt als Production Tax Credit oder PTC, am 31. Dezember 2019 ausläuft. [...] Weltweit verteuern erneuerbare Energien den Strom, obwohl jahrelang von ihren Befürwortern versprochen wurde, das die Elektrizitätspreise sinken würden. [...] Die University of Chicago stellte Anfang dieses Jahres fest, dass erneuerbare Energien „die durchschnittlichen Endkundenstrompreise deutlich erhöhen“. Dank des starken Einsatzes erneuerbarer Energien stiegen die Strompreise in Kalifornien zwischen 2011 und 2018 sechsmal so stark (28 Prozent) wie im Rest des Landes (5 Prozent). In Deutschland sind sie seit 2006 sogar um mehr als 50 Prozent gestiegen. Heute gibt Deutschland fast doppelt so viel für Strom aus wie Frankreich, mit dessen Erzeugung gleichzeitig zehnmal mehr CO 2-Emissionen verbunden sind. [...] Es gab weltweit ein natürliches Experiment, das auch exemplarisch für die unterschiedlichen Wege in Deutschland und Frankreich ist. Zwischen 1965 und 2018 gab die Welt 2,1 Billionen Dollar für Kernenergie und 2,6 Billionen für Solar- und Windenergie aus, erzeugte gleichzeitig aber 31 Prozent mehr Strom aus Kernenergie als aus Wind und Sonne. Die Kernenergie ist die einzige Energiequelle, die sich als geeignet erwiesen hat, in wohlhabenden Ländern fossile Brennstoffe zu niedrigen Kosten vollständig zu ersetzen. [...] Das zugrundeliegende Problem bei Sonne und Wind liegt darin, dass sie zu unzuverlässig sind und eine zu geringe Energieflussdichte aufweisen. Solar- und Windparks benötigen zwischen 400 und 750-mal mehr Land als Kernkraft- und Erdgaskraftwerke.

Ich habe das Gefühl, dass Umweltschützer zu sehr auf die Umwelt fokussiert sind. Explodierende Strompreise gefährden den Wirtschaftsstandort Deutschland und an zahlreichen Orten wird der Widerstand ggü. den Ausbau von Windkraftanlagen stärker.

Wie wirtschaftlich sind Wind- und Sonnenenergie?

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Was sind eure Argumente gegen Kernenergie / Atomkraft?

Wie einige Mitmenschen bereits wissen, schlage ich für die Energiewende besonders den Ausbau der Kernenergie vor. Ich habe auch schon privat mit einigen Menschen disbezüglich lange Diskussionen geführt. Ich bin immer wieder auf Argumente gegen die Kernenergie gestoßen. Im Folgenden entkräfte ich erst einmal die Standardargumente:

  • Sicherheit: Moderne Kernkraftwerke sind sicherer als Kraftwerke vergangener Jahrzehnte. Unfälle wie in Chernobyl, insb. die Explosion des Reaktors, können konstruktionsbedingt in der Form gar nicht vortreten.
  • Atommüll: Atommüll kann durch die Wiederaufbereitung reduziert werden. Zudem ist der Müll eher ein Rohstoff, da mit passenden Reaktortypen Atommüll transmutiert werden kann. Die Zeit der Lagerung reduziert sich auf wenige Hundert Jahre.
  • Klima: Kernenergie ist im Grunde CO2-neutral. Zudem besteht keine Gefahr wegen Verstrahlung, da die Radioaktivität nicht den Reaktor verlässt.
  • Kosten: Der Ausbau der Kernenergie ist wesentlich günstiger als der Einsatz erneuerbarer Energien. Aus ökonomischer Sicht lohnt es sich.
  • Abhängigkeit: Die Rohstoffe (Uran, Plutonium, Thorium) liegen in ausreichender Menge vor, sodass wir für eine extrem lange Zeit von der Kernenergie profitieren können.

Mich würde, nachdem ich die Standardargumente entkräftet habe, gern interessieren, wieso ihr, sofern ihr Gegner der Kernenergie seid, euch dennoch in den Weg stellt? Was spricht für euch dagegen?

(Ich bitte darum, dass ihr eure Gründe ausreichend begründet und nicht noch einmal die bereits in der Frage widerlegten Argumente wiederholt.)

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Wieso glauben wir Deutschen, wir könnten die Welt retten?

Wir sind ein winziges Land, wenn man sich den Globus anschaut. Ein Industrieland, okay, aber bei weitem nicht das einzigste und wichtigste in bezug auf Umweltzerstörung und Erdausbeutung. Unser CO2-Ausstoß beträgt gerade mal 2 % der Weltemissionen.

Wir tun aber so, als ob wir in Deutschland mit E-Autos, erneuerbaren Energien, Klimakonzepten, CO2-Steuern, Verbot von Plastiktüten und, und, und...die Erde retten könnten. Als ob wir die einzigen wären, die an der Misere schuld sind und diese ausräumen könnten. Das kostet sehr, sehr viel Geld, was der Mehrheit der Bürger noch gar nicht bewusst ist. Ich vermisse dabei auch den wichtigen Aufruf, Energie massiv zu sparen, anstatt immer neue kostenintensive Problemlösungen ins Leben zu rufen. Gerade recht kommt dabei auch noch die Zulassung von E-Scootern. Sowas braucht der Mensch ja unbedingt! Irgendwie beißt sich da doch der Hund in den Schwanz, oder?

Also worauf ich hinaus will - wir karpfen uns hier ab, der Rest der Welt schaut zu, wie wir Deutschen massenhaft Geld und Energie in die Rettung der Erde reinstecken, sind aber nicht bereit ihrerseits was zu tun. Im Gegenteil, China, Japan und andere Staaten lassen für ihren Bedarf massenhaft Regenwälder in Südamerika abholzen, die ungeheuer wichtig für unser Klima sind.

Und wir glauben, wir könnten die Welt retten! Warum tun wir Deutschen so, als hinge alles von uns ab, wenn es doch in Wahrheit eine weltweite Aufgabe ist ?

PS: Ich bin für Umweltschutz, unbedingt. Ich tue was ich nur kann, habe kein Auto, trenne den Müll, spare Strom usw. Aber manchmal kommt es mir vor, als wäre das alles sinnlos.

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