Der Verfassungsschutz hat "Ende Gelände" als Extremistisch eingestuft.. haltet Ihr es für klug, wenn "Fridays for Future" sich von denen distanziert?

Vor kurzem bin ich auf einen sehr interessanten Bericht gestolpert ->

Der Berliner Verfassungsschutz stuft die Organisation „Ende Gelände“, die mit radikalem Protest im Hambacher Forst aufgefallen ist, als linksextrem ein, da sie „ Gewaltanwendung mindestens billigend in Kauf nimmt“ [...] Die Polizisten vor Ort hätten die „ hemmungslose Gewaltbereitschaft so genannter Aktivisten“ kennengelernt. Mitarbeiter wie Manager der Energiebranche, seit Jahr und Tag eingeschüchtert, können ebenfalls ein trauriges Lied davon singen.
Jetzt wäre der Moment für die Anführer von „Fridays for Future“, auf Abstand zu gehen zu Ökoterroristen und Verfassungsfeinden, schließlich war der Protest anders gedacht: überparteilich, friedlich, auf Wissenschaft basiert, so wie es bis heute in den Statuten steht.
Was jedoch passiert, ist das krasse Gegenteil. Die Ökoaktivisten schließen empört die Reihen mit den Radikalinskis, verwahren sich gegen die „Kriminalisierung“. Kein Hauch von Distanz. Stattdessen beschwören sie ihre Solidarität mit „Ende Gelände“; die Bewegung lasse sich nicht spalten, heißt es von „Fridays for Future“ bockig, man sei stolz darauf, gemeinsam für einen lebenswerten Planeten einzustehen.

https://www.faz.net/social-media/instagram/verfassungsschutz-stoppt-die-linksextremen-klimaretter-16782808.html

Nirgends habe ich gefunden, dass sich Fridays for Future von den verfassungsfeindlichen Extremisten distanziert hat.. dabei wäre dies m.M.n. bitter nötig, um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Welch eine Zukunft hat denn FfF, wenn sie sich mit Verfassungsfeinden verbrüdern.. dann würden sich die Unterstellungen mancher tatsächlich bewahrheiten. FfF hat sich mal auf die Fahnen geschrieben, dass sie einen friedlichen Protest wollen... sie würden ihre Prinzipien verraten.

Gruß, Enchiridion

Nein, FfF sollte sich nicht von EG distanzieren 77%
Ja, FfF sollte sich von EG distanzieren 23%
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23 Antworten
Steht das geringe Interesse an den Fridays-for-Future-Online-Streiks, im Verhältnis zu den klimaschädlichen enormen Stromverbrauch?

Offenbar interessieren sich nur die allerwenigsten für die Online-Streiks von Fridays-for-Future.. manche haben davon noch nie etwas gehört. Dennoch werden für diesen Zweck Zigtausende Laptops, Smartphone, PCs, Server.. etc. in Betrieb genommen, welche sich klimaschädlich auswirken.

BR-Faktenfuchs - Internet Klimakiller (Ende 2019):
Wie viel Strom verbraucht das Internet?
Die einfache Antwort ist: Immer mehr. Die gemeinnützige französische Organisation "The Shift Project" ist nach einer umfangreichen Studie zu dem Fazit gelangt: "Die Nutzung von digitaler Technologie wächst und der Einfluss, den das auf die Umwelt hat, wird konstant unterschätzt." 2013 waren digitale Dienste noch für 2,5 Prozent der globalen Treibhausgase verantwortlich. 2018 waren es schon 3,7 Prozent.
Grund dafür ist vor allem die Digitalisierung in den großen Industriestaaten. Auch in Deutschland spielt das eine immer größere Rolle: Einer Studie zufolge verbrauchen deutsche Server und Rechenzentren in etwa so viel Strom wie die gesamte Stadt Berlin.

https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/faktenfuchs-ist-das-internet-ein-klimakiller,Rm98ql1

Das Interesse an diesen Online-Streiks ist laut eigener Umfrage (ja, von mir vorgenommen :)) extrem gering.

Ich meine, jeder von uns weiß bereits das, wenn weitere Lockerungen in der Coronakrise vorgenommen werden, dass die Kinder wieder auf den Straßen "demonstrieren"... wozu also das Klima zusätzlich belasten.. das steht doch im keinen Verhältnis, oder irre ich mich?

Gruß, Enchiridion

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Ist vegane Ernährung eine Lösung für die ganze Welt?

Hallo!

meiner Meinung nach ist vegane Ernährung förderlich für Gesundheit und Umwelt, allerdings auch ein Phänomen der modernen, westlichen Welt. Denn es liegt auf der Hand, dass zu einer vollwertigen veganen Ernährung der Zugriff zu vielen verschiedenen Lebensmitteln benötigt wird und zum ein oder anderen B12-Präparat. Meist muss man auch größere Mengen verzehren, um die selbe Sättigung und (Mikro)nährstoffsättigung zu erreichen

Genau das sehe ich für ärmere und Großfamilien als ein Problem an. Regelmäßiger Fleischkonsum ist da nährstoff-effizienter und auch günstiger als eine regelmäßige vollwertige vegane Ernährung mit entsprechenden B12 Präparaten. Auch den Milliarden Landwirten auf der Welt würde es nicht gefallen, wenn man ihnen ihre Viehbestände nehmen würde und ihnen sagen würde, sie sollen ihre Familien nur durch Mais, Reis, Kartoffeln, Getreide, Soja und Früchte satt bekommen.

Zum moralischen Problem: Ja, man muss das Lebewesen töten, doch wieso hat es die Natur für den Menschen dann teilweise so schwer gemacht, langfristig ohne Fleisch zu leben? Wieso schafft es nur eine Minderheit, diese Lebensart konsequent durchzuführen? Ich denke, dass das zeigt, dass wir von der Natur teilweise dazu veranlagt wurden, vernünftige Mengen Fleisch oder Fisch zu essen, auch wenn es bedeutet, dass wir das Tier töten müssen.

Keine Frage, das Fleisch muss regional sein und der Fisch nicht gefährdet und durch nachhaltige Fischerei gewonnen. konventionelle Massentierhaltung sollte tabu sein

Aber kann man Fleisch und Fisch, Käse , Eier und Milch wirklich für jeden auf der Welt und für immer verbieten?

Nein, vegane Ernährung kann sich global nicht etablieren 71%
Ja, vegane Ernährung ist eine ganzheitliche Lösung für die Welt 29%
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Insektenschutz zur Pflicht machen!?

Laut einer Studie gibt es ein Drittel weniger Insekten in unseren Wäldern als noch 2008. Das finde ich ziemlich gruselig.

Da fiel mir auf, dass in Deutschland eine Rasenfläche, ungefähr in der Größe von Hamburg nicht genutzt wird. Und zwar die Grünstreifen neben Landstraßen und Autobahnen. 

Mit einem durchschnittlichen Grünstreifen von ca. 1 Meter breite kämen wir (grob geschätzt) bundesweit auf eine Fläche von 600 Quadratkilometern blühende Wiesen. (Bei geschätzten 300.000km Autobahnen und Landstraßen mit Grünstreifen auf beiden Seiten) 

Diese Fläche gehört dem Land, der Gemeinde oder Stadt, wäre also sozusagen umsonst. Wildblumensaat kostet etwas, aber da das Mähen nur noch einmal im Jahr anfällt, hätte man auch schon wieder was gespart. Zudem gibt es mehrjährige blühende Sorten.

Das würde doch den Insekten helfen, die heute kaum noch blühende Wildblumenwiesen in Ballungsgebieten finden, oder? Wenn alle Städte und Gemeinden verpflichtet würden diese Fläche dem Insektenschutz zu widmen. Hätte das nicht einen Effekt auf das Ökosystem? Wenigstens einen Kleinen... bevor man wieder garnichts macht und 20 Jahre lang Forschungsstudien abwartet. 

Könnte dann so ähnlich aussehen:

Insektenschutz zur Pflicht machen!?
Ja, fände ich gut 87%
Nein, ist keine gute Idee 13%
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