War die Sahara in der Eiszeit nie eine Wüste?

3 Antworten

Es gilt als wissenschaftlich evident, dass die Sahara ein grünes Feuchtgebiet war, bis erst noch vor ca. 12.000 Jahren, mit Ende der letzten Eiszeit.

https://mpimet.mpg.de/fileadmin/portfolios/92/Reading/claussen_gruene-sahara_gr_2020.pdf

Dafür gibt es endlos viele Beweise.

Geophysikalische Satellitenaufnahmen zeigen deutliche Strukturen von früheren Flüssen, so wie unterirdische Wasserspeicher.

Felszeichnungen aus der Zeit in der Region stellen Szene von Rinder-Jagd und Fischerei dar. Es gibt Siedlungsreste mit Hinweisen auf Ackerbau und Viehzucht

Seesedimente zeigen Hinweise auf Pflanzenreste und Mikroorganismen, welche nur in feuchten Klimazonen vorkommen, sowie Fossilien von Fische oder Amphibien.

Umgekehrt. Wir haben jetzt eine Warmphase innerhalb eines Eiszeitalters. Wenn es warm ist und der Nordpol ganzjährig eisfrei, DANN ergrünt die Sahara und enthält große Seen. Wenn der Nordpol ganzjährig vereist ist, ist die Sahara trocken, so wie jetzt. Aber sie wird bekanntlich schon wieder grüner, dem Klimawandel sei Dank.

Ich habe dir hier auf deine Frage schon ausführlich geantwortet und Links gepostet, damit du es genau und detailliert nachlesen kannst.

https://www.gutefrage.net/frage/wie-war-die-sahara-vor-50000-jahren#answer-598315516

Ich war noch gar nie da außer mal ganz an ihrem Rand, auf der Chephren-Pyramide (und werde wahrscheinlich auch nie mehr dahin reisen). Vermutlich könnten einige Paläo-Klimatologen dir bei der Frage etwas weiterhelfen, möglicherweise sogar Wikipedia.

Unter dem Stichwort "Paläoklimatologie" fand ich da z.B. das Satzfragment:

"die Entdeckung, dass die Sahara im späten Ordovizium zum Teil von Gletschern bedeckt war"

(dies war aber offenbar sehr lange vor den uns geläufigen "Eiszeiten")