Kein Geld für die Beerdigung, komplizierter Erbfall - Erbe ausschlagen?

Folgender Fall: Die Eltern haben 2 gemeinsame Kinder, ein Elternteil ist zeitnah verstorben. Die Eltern haben ein notarielles Testament und setzen sich gegenseitig als Erben ein. Der Längerlebende wird von der Tochter allein beerbt. Die Tochter besitzt eine notarielle Generalvollmacht. Der Sohn hat vor 20 Jahren ein damals minderwertiges Haus mit Grundstück von der Mutter aus der Erbmasse der Oma geschenkt bekommen, welches heute durch Aus- und Umbau seinerseits und durch Wertsteigerung von Grund und Boden im Wert gestiegen ist. Nun heißt es im Testament, dass diese Zuwendung auf den Pflichtteil des Sohnes angerechnet werden soll. Weiterhin soll die Tochter das elterliche Grundstück bekommen und das Restvermögen etc. soll gleichmäßig aufgeteilt werden.

Nun ist es so, dass das Grundstück zu Lebzeiten der Eltern durch die Eltern verkauft wurde und der Erlös und das Vermögen innerhalb von zwei Jahren vor dem Ableben des einen Elternteils großzügig überwiegend an die Tochter und deren Kinder verteilt wurden. Mit anderen Worten, es gibt offene Rechnungen und die Kosten der Beerdigung können von dem Längerlebenden nicht aufgebracht werden und es wird erwartet dass der Sohn die Beerdigung übernimmt, da die Tochter ebenfalls nicht nur die Zuwendungen verbraucht hat.

Nun gibt es richtig Stress. Kann der Längerlebende die verteilten Zuwendungen wieder einfordern? Es gibt allerdings nur wenig Belege. Sind jetzt die Kinder im Zugzwang und müssen bezahlen? Es stellt sich heraus, dass nur der Sohn sich Vermögen erarbeitet hat. Wer sollte das Erbe ausschlagen (gleich für den Folgefall??

Familie, Recht, Erbrecht, Erbe, Erbschaft, Pflichtteil, Ausschlagung Erbe, Wirtschaft und Finanzen
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Haus Vererben oder Bevollmächtigen und dann Schenken (zu Lebzeiten?

Guten Morgen Forum.

Wir/Ich möchten bald das Haus unserer Eltern verkaufen.

Ein Elternteil lebt noch... aber inzwischen im Heim.

Vorabinfo: Finanziell ist meine Mutter auf der sicheren Seite und benötigt das Geld aus dem Hausverkauf nicht!

Nun ist es so, dass das leer stehende Haus unnötig Kosten verursacht und auch vom Zustand her nicht besser wird... deshalb baldig der Verkauf.

Ich, der Sohn, werde dereinst das Haus laut Testament alleinig erben.

(Wir sind uns auch innerhalb der Familie einig... keine Spannungen oder Streitigkeiten... die Schwester erhält ein gleichwertiges Objekt)

Das Haus ist seit 40 Jahren im Familienbesitz.

Meine Mutter ist nicht mehr so fit und kann zwar noch zustimmen und ablehnen..., aber keine Amtsgänge mehr machen... körperlich sehr stark auf Hilfe angewiesen.

Deshalb -

Welche Version wäre hierbei ratsam / weniger umständlich;

Auch im Hinblick auf die entstehenden Kosten/ Aufwand:

1)

  • Meine Mutter überträgt mir eine Vollmacht in allen Belangen ( Amtsggänge, Unterschriften, Notar,...) die mit dem Hausverkauf zu tun haben.
  • Damit wickle ich dann den Hausverkauf ab.
  • Nach vollendetem Hausverkauf erhalte ich den Verkaufspreis abzgl. Gebühren, etc. als Schenkung.

oder

2)

  • Meine Mutter vererbt mir zu Lebzeiten (also jetzt) das Haus ganz offiziell mit Brief und Siegel.
  • Ich erledige dann die notwendigen Amtsgänge um das Haus auf mich umschreiben zu lassen, sofern notwendig, da ja wenige Monate später ich selbst das Haus wieder verkaufe.

Kurz zusammengefasst:

1) Verkaufs-Vollmacht mit anschl. Schenkung

oder

2) Vererbung mit anschl. Verkauf

Vielen Dank für Tipps hierzu

Recht, Erbe, haus verkaufen, Schenkung, Vollmacht
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Wohnung geerbt von Großvater, Grundbuch berichtigen?

Hallo, ursprünglich gehörtem meinem Großvater und meiner Großmutter eine abbezahlte Wohnung zusammen. Mein Großmutter ist gestorben und sie hat ihren Anteil (50%) der Wohnung an meinen Vater vererbt. Dieser ist wenige Jahre darauf verstorben, weshalb sein geerbter Anteil auf meine Mutter, meine Schwester und mich überging.

Das Grundbuch ist dahingehend noch nicht berichtigt, aber der Erbschein und alles Unterlagen liegen uns vor. Jetzt meine Frage erstmal gibt es eine Frist zur Berichtigung? Alles was ich weiß, dass es nach 2 Jahren nicht mehr kostenlos ist und die Gebühr um die 200 Euro beträgt. Daher wurde uns damals im zuständigen Amt geraten gleich abzuwarten bis mein Großvater (der übrigens seit Kurzm nicht mehr zurechnungsfähig ist und im Heim liegt durch Parkinson, die Wohnung steht also leer) verstirbt um dann alles auf einmal zu machen, da wir stark davon ausgehen dass er seinen Anteil an uns vererbt.

Mein Großvater hat zwar eine recht ordentliche Rente und sollte das Heim damit zahlen können, allerdings weiß man ja nie. Daher die Frage kann er die Wohnung auch eigenständig verkaufen, obwohl 50% davon nicht mehr in seinem Besitz sind? Da kommen wir wieder auf das Thema Grundbuch umschreiben: Gehört die Wohnung 100% rechtlich bereits uns, auch wenn das Grundbuch noch nicht geändert ist?

Wohnung, Recht, Erbe, Immobilien, Erbschaft, Grundbuch, erbgemeinschaft
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Was ist jetzt die richtige Reaktion?

Mein Bruder ist gestorben und hat mich zum Erben eingesetzt. Er wollte das ich sein Vermögen an meine Kinder weiter gebe und immer gut versorgt bin. Er war sehr großzügig gegenüber anderen und hat Vermächtnisse gemacht. Das ist soweit alles okay. Aber 3 Monate vor seinem Tod hat er ein Vermächtnis beschränkt....notariell wohlgemerkt. Der Begünstigte hat seit 20 Jahren ein Haus von meinem Bruder gemietet, zu einem unverschämt günstigen Preis. Er hat ihm immer vorgejammert wie arm er doch sei das er Angst habe das er aus dem Haus vertrieben wird. Der Mieter ist Beamter und seine Frau arbeitet auch....Geld wird überwiegend für Alkhol, Kneipe, Autos usw verschwendet. Mein Bruder hatte immer Mitleid und sich ausnutzen lassen. Verdient hat er nichts an dem Haus , eher noch zesetzt. Der Mieter hat meinen Bruder bequtascht dafür zu sorgen das er für immer in dem Haus bleiben kann. Er bekam ein Vermächtnis zur Miete auf Lebenszeit das Mieters. Ich habe 30 Jahre eine WG gehabt, mich immer um ihn gekümmert, so auch in der letzen schweren Krankheitszeit. Da haben wir überdieses Vermächtnis gesprochenund ich sagte meinemBruder das ich das Erbe ausschlagen müsse weil ich mir es nicht Leisten kann diese Familie durchzuschleppen. Da wurde ihm Bewusst was das Vermächtnis für mich und meine Kinder bedeutet, nämlich ein Haus das mehr kostet als es einbringt, unverkäuflich ist und das ständige Risiko das mal was richtig teures kaputt geht. Und das dann bis der Mieter stirbt. Da auf Wunsch meines Bruders das Vermächtnis geändert....das es beim Verkauf erlicht. Ich habe demMieter das Haus zum kauf angeboten...zu einem guten günstigen Preis, das Geld brauche ich um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Es sieht so aus das der Typ das Geld scheinbar nicht aufbringen kann.Jetzt macht der mir das Leben schwer, bezeichnet sich als betrogen und mich als Erbschleicher ! Hetzt überall über mich, sagt das er nicht mehr leben will wenn er aus dem Haus müsse. Ich hätte meinen kranken Bruder zum Notar geschleppt um ihn zu benachteiligen, dabei war es der Wunsch meines Bruders dem ich und die Kinder viel näher standen. Er sucht Zeugen um die Änderung anzufechten. Das alles wohlgemerkt ohne Verwandschaft und noch nicht mal als bester Freund. Und dann ist der Typ immer scheiß freundlich zu mir und tut so als sei alle okay. Mein Bruder war sehr krank und ich habe ihn gepflegt, aber er hat ganz genau gewusst was er machte. Es gibt auch ein Gutachten vom Krankenhaus das er nicht verwirrt ist, der Notar hat mit ihm gesprochen und auch für normal gehalten und der medizinische Dienst kam einige Wochen später auch zu diesem Urteil. So jetzt meine Frage wie geh ich jetzt mit dem Typ weiter um, ich könnte kotzen wenn ich dem sein freundliches grinsen seh und weis was der denkt... soll ich mal hingehen und ihm ins Gesicht sagen was ich von allem halte wer sich bereichern will, oder einen Markler kommen lassen und einfach zum verkauf anbieten!

Familie, Recht, Erbe, Reaktion
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Erben, Betreuung, Entscheidungen - Einzelkind?

Eine Mutter hat nur eine Tochter und 2 Enkel, ansonsten keine Verwandten, der Mann/Vater ist schon vor vielen Jahren gestorben. Eigenheim und Geldvermögen sind vorhanden. Tochter hat nach dem Tod des Vaters 1/4 des Vermögens geerbt, allerdings nur auf dem Papier, da sie damals noch ein kleines Kind war, ausgezahlt wurde bisher noch nichts. 3/4 des Vermögens gehören der Mutter (Erbengemeinschaft).

Was passiert wenn die Mutter stirbt, erbt die Tochter dann automatisch? Kommt die Tochter problemlos an die Konten ran (Kontovollmacht hat sie keine)? Oder noch schlimmer, was ist, wenn die Mutter zum Pflegefall wird, wer trifft dann Entscheidungen? Wer kümmert sich ums Haus/Vermögen? Wer übernimmt die Pflege? Wer bezahlt das Altenheim?Wer entscheidet, im schlimmsten Fall ob Beatmung/Sondenernährung abgestellt wird? usw. WENN nichts schriftlich festgehalten ist. Ist ja im Grunde genommen, nur die Tochter als einzige Verwandte da? Oder wird in so einem Fall trotzdem vom Gericht ein Fremder als Betreuer bestimmt?

Die Mutter lässt nicht mit sich reden, bzgl. Testament Vorsorgevollmacht, Rechtsberatung, Patientenverfügung.....sie meint immer nur zur Tochter: "bist ja nur du da - das gehört mal alles dir...." "wenn ich tot bin, sehe ich das alles nicht mehr....", kommt mit Schwiegersohn nicht klar, hat Angst, dass im Falle eines Falles der Schwiegersohn über ihr Vermögen/Leben verfügt usw....

Familie, Testament, Recht, Erbe, Betreuer, Erbengemeinschaft, Kinder und Erziehung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht
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