Erbfall - welchen Anspruch hat die benachteiligte Tochter?

In meinem Freundeskreis trägt sich gerade folgender Fall zu:

Die 71-jährige Mutter zweier Kinder ist gestorben. Diese beiden Kinder sind die alleinigen Erben.

Es waren zu Anfang etwa 400.000 Euro da, ein Kapital, das die Mutter über viele Jahre hinweg gehütet hatte. Sie hatte auch immer betont, dass es ihr wichtig sei, beide Kinder gleich zu bedenken. Als es um die Verteilung des Erbes ging, kam heraus, dass die Mutter dem Sohn immer wieder Geld überwiesen hatte, um ihm aus finanziellen Notlagen zu helfen. Insgesamt hatte er über sieben Jahre etwa 200.000 Euro bekommen.

Die Tochter hatte in dieser Zeit nie eine größere Summe erhalten. Als die Mutter starb, waren noch circa 200.000 Euro da. Die Tochter war sehr verletzt, als sie erfuhr, dass sie zurückgesetzt worden war. Sie ist jetzt verunsichert und nervlich sehr angespannt. Sie willl sich nicht mit ihrem Bruder streiten, der offenbar keine moralische Verpflichtung sieht, ihr mehr zu überlassen als ein Viertel des ursprünglichen Geldes, also etwa 100.000 Euro. Sie weiß nun nicht, auf was sie Anspruch hat und wie sie an die Situation herangehen soll. Es ist kein Luxusproblem, da sie allein erziehende Mutter ist und finanziell darum nicht in einer einfachen Situation.

Irgendwer hat ihr gesagt, dass es darauf ankommt, ob das Geld eine Schenkung oder ein Darlehen war, aber sie hat keine Ahnung, wie sie das herausfinden soll und was für einen Unterschied das machen soll. Der Bruder spricht nicht mehr mit ihr.

Ich denke, sie soll zu einem Anwalt gehen, aber sie meinte, dass sie nicht beurteilen kann, ob das, was der Anwalt ihr erzählt, richtig ist, wenn sie nicht erst einmal eine grobe Orientierung hat, wie das denn ist mit Schenkung und Darlehen usw. Ist hier vielleicht jemand, der so etwas weiß?

Familie, Recht, Erbrecht, Darlehen, Kinder und Erziehung, Schenkung
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Welche Immobilie soll ich erben?

Hallo Community,

meine zwei Geschwister und ich werden wohl in nächster Zeit etwas von unseren Eltern erben bzw. von ihnen geschenkt bekommen. Ich wollte gerne Eure Meinung wissen, wie ihr euch in meiner Situation verhalten würdet und warum.

Bei dem zu vererbenden Vermögen handelt es sich zum einen um ein Haus mit drei Wohnungen (90qm, 140qm, 175qm) und zwei Garagen welches knapp 40 Jahre alt ist und einen Wert von ca. 1,35 Mio. € hat. Die Wohnungen sind vermietet und bringen ca. 3% Rendite bezogen auf den Wert der Immobilie.

Zudem handelt es sich um ein weiteres Haus mit einer Wohnung im OG (114 qm) sowie Fläche für eine Geschäftseinheit im EG (145qm) und Keller und zwei Garagen. Dieses Haus ist knapp 50 Jahre alt und hat einen Wert von ca. 0,56 Mio. €. Es ist aktuell komplett vermietet an einen Dienstleistungsbetrieb. Die Rendite bezogen auf den Immobilienwert beträgt ca. 3,6%.

Beide Häuser sind aktuell vermietet, wobei ich es als kritischer sehe, das Haus mit der Geschäftseinheit sicher langfristig vermieten zu können. Heute stehen öfters Geschäftsimmobilien leer und da habe ich nun etwas Sorge, ob ich diese Gewerbeeinheit immer in Zukunft vermieten kann. Ich denke das Vermieten der drei Wohnungen im anderen Haus ist problemloser. Hier erwarte ich auch aufgrund der attraktiven Lage eher eine Wertsteigerung in Zukunft.

Andererseits würde mich das kleinere Haus dann selbst gehören und ich bräuchte keine Zustimmung eines anderen, falls ich es verkaufen möchte. Beide Häuser befinden sich in dem Großraum Stuttgart.

Wir werden es wohl so machen, dass das wertvollere Haus an zwei von uns Kindern mit jeweils 50% geht und einer alleine das andere Haus bekommt. Derjenige der das kleine Haus nimmt bekommt dann noch eine Ausgleichszahlung. Ich bin mir nun nicht sicher was ich für mich möchte.

Andererseits bin ich auch am überlegen, ob ich das kleine Haus nehme und dann einfach verkaufe. Was mache ich dann aber mit den 0,56 Mio. € ohne dass sie mir zwischen den Fingern verrinnen?

Mich würde es interessieren für was ihr euch in meiner Situation entscheiden würdet und warum.

Vielen Dank für Eure Rückmeldung.

Gruß Nimikon

Erbrecht, Erbe, Immobilien, Vererben
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Pflichtteilsanspruch wegen Schenkungen durch Ehepartner (mein nachverstorbener Vater)?

Ich habe Fragen zum mir zustehenden Pflichtteil.

Mein Vater und meine Stiefmutter hatten schon immer Gütertrennung als Ehestand.

Meine Stiefmutter starb 2011 im Pflegeheim, mein Vater 2016 im Altersheim.

Den emotionalen Teil des Dramas erspare ich.

Auf jeden Fall erben laut Ehegattentestament meine 3 Stiefgeschwister und ich zu gleichen Teilen.

Es geht nicht um meinen normalen Pflichtteilsanspruch, sonder den wegen Schenkungen. Das er Jahre vorher einen Großteil sein Geld gerecht auf seine Stiefkinder aufgeteilt hat, kann ich nicht beweisen, er war ein Freund von Barauszahlungen.

Bleibt noch die Zuzahlung zum Pflegeheim.Der Stiefmutter gehörte bis zum Schluss das Haus und Barvermögen in Höhe von 10.000 Euro. Mein Vater bezahlte 60.000 Euro für das Pflegeheim aus seinem Vermögen. Ist das eine Schenkung oder eine eheliche Zuwendung? Dass nach dem Tod der Stiefmutter die Kinder den Pflichtteil bekamen, kann ich wieder nicht beweisen. Er war Meister im Spuren verwischen.

Das Haus war mit einer ausgereizten Grundschuld von 20000 Euro meinem Vater vererbt worden. Zuvor hat er Jahrzehnte lang abbezahlt. Ich habe noch keinen Nachweis, vielleicht bekomme ich den.

Was ich habe, sind die Hauskreditverträge (1978 und 1984), die auf meine Stiefmutter laufen.

Ich habe aber Heimrechnungen und einen Finanzamtsbescheide, nach denen Sie iin den Jahren des Pflegeheimes kein Vermögen hatte.

Danke vorab für eine Antwort.

mfG

Familie, Recht, Erbrecht, Schenkung, Wirtschaft und Finanzen
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Darf mein Onkel nach dem meine Oma gestorben ist einfach in den Urlaub fahren und von Ihr Miete weiter kassieren weil er die Wohnung erst mal nicht räumt ?

Hallo

Meine Oma hat vor Ihrem Tot bei meinem Onkel gewohnt in einer seiner Wohnungen in seinem Haus. Leider ist sie gestorben und hat kein Testament hinterlassen so das dass Erbe sprich das Geld was noch da war vom Hausverkauf ,... zwischen den Geschwistern aufgeteilt werden sollte.

Da Sie nun vor Ihrem Tot bei meinem Onkel gelebt hat und Ihm Miete gezahlt hat , hat er es nach Ihrem Tot erst mal vorgezogen in den Urlaub zu fahren und drei Monate noch Miete zu berechnen da die Wohnung von Ihm erst drei Monate später geräumt wurde anstatt das sie sofort geräumt worden währe und man später in den Urlaub gefahren währe wie es sich ja eigentlich gehört.

Nun ist meine Frage darf mein Onkel das eigentlich so machen, sich so Geld vom Erbe erschleichen damit er den anderen weniger auszahlen muss ?

Und gibt es gesetzlich einen spätesten Zeitpunkt bis wann er das Erbe überwiesen haben muss und die Abschluss Rechnung vorgelegt haben muss ?

Denn er sagte bereits vor mehr als 10 Monaten er erstellt die Schluss Rechnung aber bisher haben meine Eltern nichts vom Erbe gesehen und gerade die sind im gegensatz zu den anderen Geschwistern welche noch Arbeiten und sehr viel Geld verdienen sehr auf das Geld angewiesen. Sie bekommen eine sehr geringe Rente die weder vorn noch hinten reicht. Daher verstehe ich auch nicht das er bis heute noch keine Schluss Rechnung erstellt hat und denke er versucht sich das gesamte Erbe unter die Nägel zu reissen denn die Miete die meine Oma bezahlt hatte war auch viel zu hoch .

Bin momentan sehr enttäuscht kann mich da aber denke ich auch nicht als Neffe einmischen denn das ist schliesslich eine Angelegenheit unter Geschwistern aber da ich und meine Mutter andauern wieder auf das Theme kommen ,möchte ich natürlich helfen und wenn es nur ist das ich weiter gebe was Ihr mir hier Antwortet.

Ich zähl auf euch und danke euch für eure Hilfe

Mfg

Trend4

Miete, Rechtsanwalt, Recht, Mietrecht, Anwalt, Erbrecht, Erbe, Gesetz, Beerdigung, Erbengemeinschaft
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Dürfen Erben in den ersten Tage schon ohne Erlaubnis des Mitbewohners die Eigentumswohnung des Verstorbenen betreten?

Guten Abend zusammen. Leider noch eine Frage in dieser Richtung. Denn es wird immer schlimmer. Erst melden sich die Kindermeines am Mittwoch verstorbenen Lebensgefährten nicht und wollten auch erst sich nicht um die Bestattung kümmern. Jetzt wo sie ein Schreiben vom Ordnungsamt bekommen hatten, dass sie 5 Tage Zeit haben, um die Bestattung zu organisieren, riefen die bei mir vorhin an. Wollten am Wocjenende vorbei kommen in die Wohnung und Unterlagen holen. Sagte, können sie gerne machen aber ich möchte bitte dabei sein, da ich ja noch meine ganzen Sachen in der Wohnung habe und ich nicht möchte, dass die in meinen Privatsachen rumsuchen, wenn ich nicht dabei bin. War zu dem Zeitpunkt, wo ich mit denen telefonierte in einer anderen Wohnung um nach einer neuen Wohnung zu suchen. Nach 30 Minuten riefen die plötzlich an und meinten, sie wären jetzt in der Wohnung und würden sich Unterlagen mitnehmen. Ich meinte dann, dass ich das nicht möchte, dass die in meiner Abwesenheit da drin sind (Fragte mich eh woher die einen Schlüssel hatten, da diese den eigentlich nach dem Streit vor 1,5 Jahren ihren Vater wiedergaben. Jetzt die Frage, dürfen die einfach so die Wohnung in meiner Abwesenheit betreten? Da ich ja meine privaten Sachen da habe.

Ich bin so sauer, sich 1,5 Jahre sich nicht um ihn kümmern und jetzt sowas 😠

Recht, Erbrecht, Erbe, Gesetz, Eigentumswohnung, hausfriedensbruch, Streit, Todesfall, Frist
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Sohn enterbt, Erbe einfordern, Berliner Testament?

Dieses Jahr ist leider mein Vater verstorben. Auf Druck seiner neuen Lebensgefährtin und ihres Anwalt verfasste mein Vater im Krankenhaus kurz vor seinem Tod ein Testament, in welchem er sie als Alleinerbin bestimmt. 
Meine Mutter war 1992 verstorben, mein Vater hatte damals alles geerbt und meine Schwester und ich haben nichts ausbezahlt bekommen.
Das Nachlassgericht des Wohnortes von 1992 hat mir jetzt auf meine Anfrage hin den damaligen Erbschein (mein Vater beerbt meine Mutter allein) und das Testament von 1992 geschickt.
Bei dem Testament von 1992 handelt es sich um ein Berliner Testament, in dem mein Vater und meine Mutter sich gegenseitig als Alleinerben einsetzten. Im Falle des Todes des Letztlebenden erben deren Kinder: Meine Schwester und ich. Sonst keinerlei Klausel. Dieses Testament wurde damals von einem Notar beim Nachlassgericht abgegeben und ist dann eröffnet worden.
Falls ich den Sachverhalt richtig interpretiere, müssen meine Schwester und ich von der Erbin jeweils 50% (d.h. zusammen 100%) des Nettonachlasses zum Todestag meines Vaters einfordern, da das Testament von 2018 unwirksam ist.
Ich hatte mit der Lebensgefährtin meines Vaters nie viel zu tun, aber verstehe mich ganz gut mit ihr und habe somit auch einen guten Überblick über die Höhe des Nachlasses.
Ich glaube, sie geht davon aus, dass meine Schwester und ich Anspruch auf einen Pflichtteil von jeweils 25% haben.
Sie hat zwar Kenntnis von dem Testament meines Vaters von 1992, denkt aber es wäre nicht mehr relevant.
Ich gehe davon aus, dass sie nicht mehr mit mir sprechen will, sobald sie Angst um ihr Erbe bekommt. Gerne bin ich bereit, die Angelegenheit kulant abzuwickeln, ich will aber dem letzten Willen meiner Mutter respektieren.
Meine Fragen:
Stimmt es, dass 50% des Nachlasses an meine Schwester und 50% an mich gehen müssten.
Wenn ja, welche Schritte müssten wir einleiten? 
1000 Dank

Familie, Testament, Recht, Erbrecht, berliner-testament, Nachlassgericht
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Können Erben einer Wohnrechtsinhaberin das Erbe ausschlagen, um Verpflichtungen zu entgehen?

Natürlich, eigentlich ja! Aber in diesem Fall auch?

Tante (nicht verwandt mit Hauseigentümer) hat in einer Wohnung eines Mietshauses mit lebenslangem Wohnrecht gewohnt. In hohem Alter kam sie ins Heim und nach einigen Wochen ins Krankenhaus, wo sie schließlich verstarb.

Auf Nachfrage - als es noch möglich war - hat die kinderlose Frau erklärt, dass ihr Neffe der Alleinerbe wäre und ihre Nichte (Schwester des Neffen) nichts erben wird. Somit wid sich auch der Neffe mit seiner Frau um alles kümmern. Nachfrage bei ihrer Nichte hat das bestätigt.

So war es dann auch. Seit dem Augenblick, wo die Frau auf Dauer ins Heim kam, hat sich vor allem die Frau des Neffen um alles gekümmert und betrat dazu auch sehr häufig die Wohnung. Ob sie sich dann nur um Kleidung oder Lüftung oder so gekümmert hat, wage ich zu bezweifeln. Immerhin hat sie die Waschmaschine der alten Dame schon fortgeschafft. Jedenfalls hatte sie Zeit und Gelegenheit genug, alles an sich zu nehmen, was irgendwie an Wertvollem vielleicht noch in der Wohnung war. Wenn sie nicht so dreist war, das auf Lebenszeit zu tun, so hatte sie nun immerhin schon genügend Gelegenheit seit dem Tod der Frau, von dem wir nicht so schnell erfahren haben.

Nun ist zumindest nach Auskunft der Frau klar, dass Neffe und seine Frau sowieso alles geerbt hätten. Aber was, wenn der Neffe nun vor dem Nachlassgericht das Erbe ausschlägt, nur um weiteren Verpflichtungen zu entgehen, wie bspw. Bestattung bezahlen, Wohnung ausräumen, weitere Betriebskosten zu bezahlen usw?

Kann es sein, dass das Nachlassgericht dem einen Riegel vorschieben kann, also dass er das Erbe nicht ausschlagen kann, wenn er sich schon vorher bedient hat?

Familie, Wohnung, Recht, Erbrecht, Erbschaft, Mietshaus
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Erbrecht/Auskünfte?

Hallo liebe Community,

folgende Frage habe ich. Und zwar geht es um ein Erbantritt bzw Erbabtritt. Folgender Fall:

Mein Opa ist dieses Jahr verstorben, mein Vater hat das Erbe abgetreten. Somit wurde ich als nächster Erbe angeschrieben und habe die Möglichkeit binnen 6 Wochen ebenfalls das Erbe ab zu treten. Andernfalls trete ich automatisch das Erbe an.

Da ich aber im Netzt nichts genaueres über Erbauskünfte finden konnte, würde ich gern wissen, wo ich mir solch Auskünfte einholen kann. Laut Netz ist ein Notar oder Amtsgericht nicht verpflichtet, Auskünfte preis zu geben. Laut Erbrecht muss ich selbst aktiv werden, sprich mir alle Auskünfte eigens besorgen. Wird schwierig ohne Erbschein, den ich ja nur erlhalte, wenn ich das Erbe antrete.

Zur Info:

Erbe wurde seitens meines Vaters aus gewissen persönlichen Gründen ausgeschlagen. Unter anderem weil seit 24 Jahren kein Kontakt besteht. Wir wurden nur auf den Tod durch das Schreiben des Amtsgerichts aufmerksam gemacht. Ob seine Schwester angenommen hat, ist unbekannt. Doch Sie ist als nächste Erbscheinbesitzerin laut Amtsgericht angegeben, mitunter die Kostenträgerin (hat für Sie und für meinen Vater den Erbscheinantrag bezahlt)

Mein Bruder hat das Erbe ausgeschlagen, weil er sich nicht die Mühe machen möchte, zu hinterfragen.

Wenn ich es ausschlage, wird mein ungebohrener Sohn als nächster Erbe angegeben.

Könnt Ihr mir da weiterhelfen?

Lg Dennis

Familie, Erbrecht
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Erben im Testament ungleich bedacht? Festschreiben des Immobilienwertes?

Meine Mutter, Erblasserin, schreibt Ihr Testament für Ihre zwei Kinder. Sie besitzt Bar- und Aktienvermögen und eine renovierungsbedürftige Immobilie (von Ihren Eltern geerbt). 

Kind A, das bereits ein Haus hat, soll das Barvermögen von derzeit gut 290.000 Euro erben.

Kind B soll die von ihr bewohnte Immobilie erben. Kind B zahlt für die Immobilie Miete und Reparaturen. Die Immobilie hat derzeit einen Verkehrswert von etwa 380.000 Euro.

Beide Erben sind bereits im Rentenalter. 

Einerseits ist der Wunsch der Mutter, dass beide Kinder zu gleichen Teilen erben sollen. Andererseits wünscht die Erblasserin, dass Ihr Elternhaus in der Familie bleibt. Beide Wünsche lassen sich nur schwer vereinen, denn Sie weiß, dass der Erbe der im Wert steigenden Immobilie die Differenz nicht an den anderen Erben auszahlen kann. Daher möchte sie für Ausgleichzahlungen nicht den aktuellen, sondern den vor drei Jahren gutachterlich ermittelten Verkehrswert von 295,000 Euro im Testament zugrundelegen. 

Ist folgende Formulierung Ihres letzten Willens möglich und rechtens?

Ich setze meine Kinder A und B zu meinen Erben ein:

Kind A erhält alle Forderungen gegen die Volksbank, mein Giro- und mein Bankkonto und meine Wertpapiere.

Kind B bekommt meine Immobilie in Schöneaussicht in Beispielhausen zum Wert von 295.000 Euro.

Für den Fall, dass der Wert der Forderungen gegen die Volksbank vom benannten Wert der Immobilie abweicht, sind die Beträge unter den Erben auszugleichen.”

Mit der Formulierung oben würden eventuell anstehende Ausgleichzahlungen sehr gering ausfallen. Ist das auch rechtens? Angenommen zur Zeit des Erbfalls stehen die flüssigen Mittel bei €300.000 und der Verkehrswert der Immobilie ist z.B. auf 420,000 Euro gestiegen. Gilt dann „Maßgeblich ist der Nachlasswert am Tag des Erbfalls”? Könnte dann Kind A auf dann 60,000 Euro Ausgleichszahlung bestehen (was den Verkauf der Immobilie erforderlich machen würde)?

Testament, Recht, Erbrecht, Erbschaft, Verkehrswert, Wirtschaft und Finanzen
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