Was könnte oder sollte an dieser Parabel auf den Klimawandel noch verbessert werden?

 Erika und Martin wiegen sich jeden Tag dreimal. Als erstes morgens, nackt nach dem Aufstehen.

Erika bringt 254kg auf die Waage, Martin 209,8kg.

Am Mittag trägt Erika viel Kleidung und einen wolkenförmigen Rucksack. Jetzt bringt sie 287kg auf die Waage. Martin trägt eine winzige Unterhose und 26 Unterhemden der Marke CO2-Feinribb, XL. Jetzt bringt er 210kg auf die Waage.

Am Abend bringt Erika 288kg auf die Waage, Martin noch immer 210kg. Erika wundert sich, wo das zusätzliche Kilo herkommt. Da fällt ihr ein dass sie ja nach dem Mittagsschlaf ihr Unterhemd gewechselt hat von CO2-Grobribb auf CO2-Feinribb, beides Mal Größe XL

Das kommt bestimmt von dem Unterhemdwechsel.“ sagt sie zu Martin.

Marin meint: „Das kann nicht sein, denn bei mir wiegen die 26 Unterhemden desselben Typs und derselben Größe nur 0,2kg. Wie soll denn da bei dir ein einziges Unterhemd 1kg ausmachen? Außerdem hattest du ja vorher schon ein Unterhemd an, nur eben etwas leichter.

Erika sagt: „Das kann man doch gar nicht vergleichen. Erstens hast du rote Haare und ich blaue mit weißen Strähnchen. Zweitens bist du ja auch leichter als ich. Drittens leben auf mir Flöhe, auf dir nicht. Viertens habe ich ganz viel an und den Rucksack auf, du nicht. All das hast du vergessen zu berücksichtigen. Das zusätzliche Kilo liegt am Unterhemdwechsel. Das sagen auch 99% aller Unterhemdforscher.

Wer hat Recht, Erika oder Martin?

https://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/earthfact.html

Schwarzkörpertemperatur 254,0 K

atmosphärische Durchschnittstemperatur 288 K

https://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/marsfact.html

Schwarzkörpertemperatur 209,8 K

atmosphärische Durchschnittstemperatur ~210 K

Die Geschichte geht weiter.

Martin gibt zu bedenken: „Vielleicht ist ein Tier in deinen Wolkenrucksack gekrochen. Sieh doch mal nach.

Und tatsächlich ist ein Kaninchen im Rucksack. Das Kaninchen wird gewogen und bringt 1kg auf die Waage.

Martin sagt: „Der Fall ist klar, es liegt am Kaninchen in deinem Rucksack. Den Unterhemdwechsel konnte man ja vorher schon ausschließen.

Erika sagt: „Es muss aber am Unterhemdwechsel liegen, denn sonst wärst du schlauer als 99% aller Unterhemdforscher. Am besten wir reden nicht mehr über das Kaninchen.

Wer hat Recht, Erika oder Martin?

https://docplayer.org/176694114-Fig-7-the-earth-s-annual-global-mean-energy-budget-units-are-w-m-2-von-j-t-kiehl-und.html

Zwischen 1850 und 2018 wird ein Anstieg von 1.2°C der globalen Mitteltemperatur festgestellt. Der IPCC betrachtet nicht die Albedo-Änderung über die Zeitachse. Eine um 3.6 % dauerhaft abgesunkene, globale durchschnittliche Bewölkung erklärt alleine ohne zusätzliche Sonnenaktivität und ohne Beteiligung von unsymmetrischen atmosphärischen Gasen wie z. B. Methan und CO2 den beobachteten globalen Temperaturanstieg. Die Satelliten TERRA und AQUA zeigen beide für Dez. 2012 bis Nov. 2015 den Abfall der Albedo nach 1989 auf, verglichen mit den Messwerten des Satelliten ERBS (1985–1989).

Natur, Klimawandel, Wissenschaft, Naturwissenschaft, Physik, verschwörungstheorie, Parabel, Philosophie und Gesellschaft
Meinung zu dieser Kurzgeschichte?

Ein Mann fragte seinen Freund, einen Richter, einst bei einem zwanglosen Kaffeetreffen, was denn Gerechtigkeit sei. Der Richter schaute ihn verwundert an, überlegte kurz und antwortete dann, dass Gerechtigkeit das Prinzip der Gleichheit oder Ausgewogenheit sei, ganz im Sinne des Symboles der Gerechtigkeit und Justiz, eine Waage. Wurde eine Person durch jemanden oder etwas geschädigt, so sollten die Schädiger eine Strafe im selben Ausmaß des Schadens erhalten, wenngleich sie von anderer Natur, als der Schaden wäre.

Der Freund des Richters schmunzelte. „Doch es gibt ein Problem mit dem Grundsatz der Gerechtigkeit: Gleichbehandlung bedeutet nicht zwingend Fairness. Ein Mörder kann unmöglich durch den Ermordeten getötet werden, wie also sollte man Gleichheit walten lassen können und ihn gerecht bestrafen? Gerechtigkeit ist ein utopisches Konzept, das objektiv sein sollte, es aber meist nicht sein kann, denn es gibt zu viele Situationen, in denen Gleichheit nicht einmal ansatzweise hergestellt werden kann, was zur Folge hat, dass Strafen verhängt werden, die von jeder Ebenbürtigkeit zum Schaden abweichen und das Fundament für Objektivität somit gar nicht erst gegeben ist. Das hat zur Folge, dass nur subjektiv reagiert werden kann, und das macht Gerechtigkeit fragil und vor allem wird dadurch seine Daseinsberechtigung und sein Wesen selbst in Frage gestellt. Subjektivität bedeutet nichts anderes als „Ansichtssache“. Jeder kann potenziell, legitimerweise seine eigene Auffassung von Gerechtigkeit haben, besonders wenn die jeweilige Situation keinen Raum für Objektivität offenlässt. Und das heißt letzten Endes, dass die Auffassung der Gerechtigkeit meines Nächsten grundsätzlich nicht weniger falsch oder richtig ist, als meine eigene oder die eines Dritten.“ erwiderte der Freund des Richters.

Der Richter schaute seinen Freund mit einem interessierten Gesichtsausdruck an. Diesmal schmunzelte er und antwortete: „Mein Freund, ich möchte dir gar nicht widersprechen, viel eher will ich dir sagen, dass es in der Justiz und im Rechtswesen nicht immer nur um Gerechtigkeit geht, denn die greift, wie du bereits anfochtest, nicht immer. In Sachen Recht geht es oft auch um Logik, um Sinnhaftigkeit, aber auch um die Berücksichtigung der Menschenwürde und der Achtung vor Menschenleben, die sowohl Opfer, als auch Täter betreffen. Man muss dem Geschädigten entgegenkommen, aber auch auf den Schädiger Rücksicht nehmen. Oftmals spielt auch die Wahrung des Allgemeinwohls der Bevökerung eine bedeutende Rolle. All das mag mitunter wenig mit Gerechtigkeit zu tun haben, doch das Beste für den Geschädigten und die Allgemeinheit steht zumindest in den allermeisten Fällen im Fokus.“ Beide lächelten und verließen mit einem grinsenden Gesicht das Café.

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