Was spricht in der Bibel gegen eine Polygamie (Vielehe)?

Es gibt viele biblische Figuren, unter anderem auch Patriarchen Abraham und Jakob, welche mehrere Frauen gehabt haben. König Salomo hatte über 1000 Frauen und "Nebenfrauen" gehabt.

Ich weiß, dass der Mann laut neuen Testament seine Frau so lieben soll wie "Christus die Gemeinde". Da steht auch nichts explizit zu der Ehe mit mehreren Frauen. Apostel Paulus lehrt sogar dass man zwar eine Ehe haben sollte um des Fleisches willen, also um nicht in sexuelle Unmoral zu leben, aber das es am besten sei, ledig zu bleiben.

Er kennzeichnet diese Aussage aber als seine EIGENE, und nicht als Gottes Befehl oder so. Aber was spricht in der Bibel eigentlich gegen die Ehe mit mehreren Partnern / Frauen?

Mir persönlich fallen, da eben NICHT direkt Bezug darauf genommen wird, nur weitergeleitete Dinge ein, wie dass das zu Problemen wie Streit und Lieblosigkeit zwischen den Frauen führen kann oder in sexueller Unmoral nach dem Motto "offene Beziehung", in unser heutigen Zeit ausarten könnte.

Aber biblisch Stellung GEGEN eine Ehe mit mehreren Frauen wird soweit ich weiß nicht bezogen, es gibt wie erwähnt einfach viele Personen im alten Testament (das war damals ganz, wirklich ganz normal,) die mehrere Frauen gehabt haben. Das wird einfach erwähnt. Als Gegebenheit.

Da steht nicht "und so zog er sich den Zorn Gottes zu" oder "und aus diesem Grund der Vielweiberei entbrannte der Grimm des Herrn über seinen Haus" oder so. Es war denke ich ganz normal und absolut nicht verwerflich als solches. Weiß vielleicht einer gute Bibelstellen dazu?

Bonusfrage: woran liegt es dass das Thema heute so im Verruf gekommen ist, auch religiös gesehen? Liegt es an menschlichen Moralvorstellungen und sich wandelte Werten und Normen oder wirklich an biblischer Unstimmigkeit der Sache?

Liebe, Religion, Beziehung, Christentum, Sexualität, Biologie, Psychologie, Bibel, Glaube, Liebe und Beziehung, Theologie, Philosophie und Gesellschaft
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Moltman Theologie des Kreuzes - Die Nachfolge Christi?

Wer die Botschaft des Gekreuzigten hört. der hört auch den Ruf in die Nachfolge, und wer die Nachfolge Christi antritt. muss bereit sein, sein Kreuz auf sich zu nehmen. So sagen es schon die Evangelien. Christus ist nicht nur eine Person, er ist auch ein Weg. Wer ihm glaubt. der tritt auf Deutungen des Todes Christi seinen Weg. Keine Christologie ohne Christopraxis. Wir begreifen Christus nicht nur mit dem Kopf und dem Herzen, sondern auch durch eine ganzheitliche Lebenspraxis. und diese heißt: Nachfolge. […] Worin besteht der "Weg Christi? Er besteht nach den Evangelien in der Teilnahme an der messianischen Leidenschaft Christi: »Geht und verkündigt: Das Reich Gottes ist nahe. Macht die Kranken gesund, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf und treibt die Teufel aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch« (Mt 10,7 f.). […] Den Armen das Reich Gottes zu verkünden heißt. ihnen die göttliche Würde wiederzugeben, die ihnen von den Gewalttätern geraubt worden ist. Die Kranken gesund zu machen heißt, in dieser Welt des Sterbens die Keime des Lebens zu pflanzen. Aussätzige zu reinigen heißt, die Behinderten aufzunehmen, die in unserer Gesellschaft verdrängt werden. Die Teufel auszutreiben heißt, an die Götzen in Staat und Gesellschaft zu rühren, denen so viele schwache Menschen zum Opfer gebracht werden. Wer also auf den »Weg Christi« tritt, tritt in den Kampf des Lebens gegen den Tod ein. Darum wird er die Gewalt der Mächtigen zu spüren bekommen, die den Tod verbreiten, weil sie auf Kosten anderer Menschen leben. Christus nachfolgen heißt also. an dem eigenen Ort und in der eigenen Zeit in den Kampf des Lebens gegen den Tod und gegen diejenigen, die Tod verbreiten, einzutreten. In meiner Situation sehe ich den »Weg Christi« im Kampf gegen das nukleare Abschreckungssystem und für den Frieden auf der Basis der Gerechtigkeit, im Kampf gegen die Ausbeutung und Verschuldung der Länder der Dritten Welt und im Kampf gegen die tödliche Zerstörung der Natur. Die messianische Leidenschaft Christi führt uns immer auf die Seite der Opfer der Gewalttäter. Darum ist die Nachfolge Christi auch durch die lange Reihe der Märtyrer des Glaubens, des Lebens und der Gerechtigkeit gekennzeichnet. Es gibt Märtyrer des Glaubens. Das sind Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt und getötet werden. Es gibt Märtyrer des Gehorsams. Das sind Christen, die um ihres öffentlichen Handeins willen verfolgt und getötet werden. Und es gibt Märtyrer des Reiches Gottes und seiner Gerechtigkeit. Das sind Menschen, die bewusst oder unbewusst dort zu Zeugen der Gerechtigkeit werden, wo das Unrecht geschieht. Es gibt das Martyrium der Christen, der Gerechten und das stumme, kollektive Martyrium des geopferten Volkes.

Ich arbeite jetzt schon länger an diesem Text. Aber bei diesem Abschnitt wird mir nicht ganz klar was hier die wichtigsten Punkte sind. Kann mir da jemand helfen?

Religion, Christentum, eva, Theologie, Kreuzung
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Monotheistische Religion finden?

Hallo,

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Ich habe schon immer an einen Gott geglaubt, meine Familie ist nicht religiös, aber ich hatte schon seit kleines Kind den Glauben an Gott. Ich glaube nicht daß Jesus Gott ist, nebenbei.

Ich möchte zu einer der drei Religionen, entweder das Judentum, das Christentum oder der Islam, ich habe schon lange die Sehnsucht nach einer Religion. Ich habe schon einige Grundlegende Infos, die Tora, die Bibel und der Quran habe ich schon zu Hause, ebenso war ich mehrmals in der Kirche und habe auch schon eine Moschee besucht, es hat sich alles richtig angefühlt, ich beschäftige mich schon länger mit den Religionen und der Entstehung des Universums. Doch mein Glauben ist nicht vollständig, weil ich noch nicht das Verständis habe und noch nicht meine Religion.

Leider weiß ich nicht so richtig wie ich anfangen soll, es ist nicht so leicht wenn man gar keine Religion hat, ich meine viele Christen konvertieren zum Beispiel zum Islam, aber die haben immerhin Vorwissen schon vom Christentum, doch ich beginne von null. Ich habe wirklich die Sehnsucht danach, meinen Weg zu Gott zu finden und zu meiner Religion die Gott für mich bestimmt hat. Ich weiß nur nicht wie ich anfangen soll, also zuerst will ich die Tora, dann die Bibel und dann den Quran lesen, dafür möchte ich mir wirklich Zeit nehmen und es nicht so schnell schnell machen.

Ich weiß einfach nicht wie genau ich anfangen soll. Soll ich zuerst mit den Überlieferungen beginnen, soll ich zuerst mir den Aufbau des Menschen genau anschauen, oder zuerst wie das erste Leben entstand, oder soll ich direkt mit der Tora beginnen, oder soll ich mir davor die Entstehung des Universums ansehen? Es ist für mich einfach sehr schwierig, weil ich nicht weiß mit was ich beginnen soll und es ist auch sehr schwer, weil ich niemanden zum reden habe, meine Familie ist ja nicht religiös, weshalb meine Fragen von meiner Familie nicht wirklich beantwortet können.

Danke für eure Antworten.

Religion, Islam, Christentum, Bibel, Christen, Glaube, Gott, Juden, Judentum, Moslem, Quran, Theologie, Tora, Monotheismus
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Ich bin einfach nicht fromm genug für Theologie / Warum darf man als Christ kein Philantrop sein?

Inzwischen bin ich mit meinem Theologiestudium ziemlich unzufrieden.

Die Seelsorge vor Ort macht mir eigentlich sehr Spaß. Im vergangenen Jahr habe ich ein FSJ in einer katholischen Pfarrgemeinde gemacht und das hat mir sehr viel Freude gemacht. Der Kontakt mit den Menschen, die Gespräche, die Veranstaltungen - das hat mir gefallen.

Aber es ging mir nie irgendwie darum, bei irgendwelchen Menschen jetzt Erweckungserlebnisse zu liefern oder sie zum Glauben zu bekehren. Ich bin auch niemand, der ständig irgendwelche Gotteserfahrungen macht oder die Bibel auswendig kennt.

Ich für meinen Teil, wenn ich mein Leben betrachte, komm ich zu dem Schluss, dass es einen Gott geben muss. Und ich persönlich habe das Gefühl, diesem Gott in der Kirche nahe zu sein. Aber das wars dann eigentlich auch.

Ich bekomm während einem Gottesdienst keine emotionalen Hormonschübe, ich sitz halt da und schau zu. Aber es gibt viele Leute, die da regelrechte Glückserlebnisse im Gottesdienst haben. Keine Ahnung, hatte ich noch nie.

Ich bin immer dann am glücklichsten, wenn die anderen glücklich sein können. Wenn es den anderen Menschen und mir selbst gut geht, dann bin ich zufrieden. Und am aller glücklichsten bin ich, wenn ich im Sommer mit meinen Freunden am See liege. Das sind für mich Glücksmomente; nicht der Gottesdienst.

Ich kann auch nicht sagen, dass mein wichtigster Grundsatz der Glaube und die Pflicht ist. Es ist halt einfach nicht so. Ich will einfach, dass es den anderen und mir gut geht. Ich will, dass alle zusammen in Ruhe und Zufriedenheit leben können. Mein wichtigster Wert ist die Freiheit aller Menschen und nicht die Pflicht. Es wurde schon so viel Unheil mit Pflicht gerechtfertigt...

Und heute kam die Krönung; ich hab mich sozusagen mit Professor und Kommilitonen gefetzt. Es ging um das Verhältnis zwischen den Religionen. Ich habe dann irgendwann gegen Ende gesagt, dass das in der Theorie ja alles schön und gut sei, dass es mir aber im wahren Leben ziemlich wurscht ist, was andere glauben und dass es mir in erster Linie darum geht, ob ich mich mit jemandem verstehe und nicht, was er glaubt.

Ich wurde angeschaut, als ob ich gerade die Auferstehung geleugnet hätte. Mir wurde Relativismus, Pluralismus und alles mögliche vorgeworfen. Und in der Tat sehe ich den Pluralismus als notwendig für unsere Gesellschaft an.

Der Professor hat dann gemeint, dass ich wohl ein Philantrop sei und dass sich das aber nicht mit der kirchlichen Lehre vereinbaren lässt.

Ich fühle mich langsam immer mehr Fehl am Platz. Ich selbst bin eigentlich überhaupt nicht links, aber in der Theologie ist alles so extrem konservativ, dass ich regelmäßig Wutanfälle bekomme. Vielleicht liegt es an meinen Vorbildern wie Helmut Schmidt oder Udo Jürgens, das ich zu liberal bin.

Was soll ich tun? Ich möchte eigentlich nicht einfach so abbrechen. Auf der anderen Seite lassen sich meine Werte immer seltener mit der Theologie vereinbaren.

Und warum darf man als Christ denn kein Philsntrop sein?

Religion, Studium, Menschen, Deutschland, Politik, Christentum, Christen, Freiheit, Gesellschaft, Glaube, Gott, konservativ, Philosophie, Student, studieren, Theologie
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An die Christen/Kenner oder Theologen. Wie ist dies auszulegen(Jesaja)?

Denn siehe, der Herr wird im Feuer kommen und seine Streitwagen wie der Sturmwind, um seinen Zorn in Glut zu verwandeln und seine Drohungen in Feuerflammen. Denn mit Feuer und mit seinem Schwert wird der Herr alles Fleisch richten; und die vom Herrn Erschlagenen werden eine große Menge sein. Die sich heiligen und reinigen für die [Götzen-]Gärten und einer anderen nachlaufen, inmitten derer, welche Schweinefleisch, Mäuse und andere Gräuel essen — alle zusammen sollen sie weggerafft werden!, spricht der Herr. Ich aber [kenne] ihre Werke und Pläne. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zusammenzubringen, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen.

Jesaja 66:15‭-‬18 SCH2000

Mir geht's um das schweine Fleisch etc. Icu weiß das der Gott der Bibel dies Verbot und es speise Gesetze gibt. Doch Christus hat doch einen neuen Bund gemacht und hat ja mehr oder weniger die speisen zu einer Gewissenssache erhoben, dass man wenn man ein gutes gewissen dabei hat alles essen könne.

Hier im jesaja Buch geht's ja ganz klar um das Gericht Gottes. Im Kontext mit dem neuen Testament, ist hier der Herr der kommt, ja der Sohn Gottes Jesus Christus. Und wird laut dieser Stelle die Menschen richten ua wegen schweine Fleisch etc. Ist das ein Sinnbild für unreine Lebensweise generell? Ich weiß das Gott unreine Tiere nicht empfiehlt zu essen und ich weiß auch das es Gott ums Herzen geht. Aber hier geht's ia ganz klar um das Kommen des Herrn, und dies ist im Kontext des neuen Testament ja die Wiederkunft Yeshuas.

In diesem Sinne. Gottes Segen und Frieden jedem

Religion, Bibel, Theologie, Philosophie und Gesellschaft
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