Tod eines britischen Motorradfahrers bei Frontalzusammenstoß mit amerikanischer Diplomatenfrau - Was sind Eure Gedanken zu diesem Fall?

Zwischen Großbritannien und den USA spielt sich zurzeit ein bemerkenswerter Fall ab.

Die Frau eines amerikanischen Diplomaten fuhr in England mit ihren drei Kindern versehentlich auf der rechten Seite der Fahrbahn und prallte frontal mit einem jungen britischen Motorradfahrer zusammen, der dabei ums Leben kam.

Nach einigen Wochen kehrte die Frau unter Hinweis auf ihre diplomatische Immunität in die USA zurück.

Die Familie des Getöteten fordert, dass sie zurückkommt und sich der britischen Justiz stellt. Die Eltern flogen bereits in die USA und sprachen dabei sogar mit Donald Trump.

https://www.spiegel.de/video/grossbritannien-und-der-fall-der-us-diplomatenfrau-video-99030292.html

https://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-boris-johnson-fordert-stellungnahme-von-us-diplomatengattin-a-1290375.html

Ich weiß nicht recht, was ich von diesem Fall halten soll. Ich stelle mir unter anderem folgende Fragen:

  • Hat die Fahrerin diplomatische Immunität oder nicht?
  • Falls ja: Wofür ist diplomatische Immunität überhaupt gut, wenn sie sogar bei so einem offensichtlichen Versehen angezweifelt wird?
  • Weshalb wird diesem Fall so hohe Bedeutung beigemessen, dass sich der amerikanische Präsident persönlich damit beschäftigt?
  • Warum sollte die Fahrerin sich mit unsicherem Ausgang freiwillig der britischen Justiz unterwerfen und dadurch ihre Kinder im Stich lassen?
  • Was will die Familie des Getöteten eigentlich konkret, wenn sie sagt, dass sie keine Gefängnisstrafe für die Fahrerin wünscht (wegen ihrer eigenen Kinder)?

Über einige klärende Gedanken von Eurer Seite würde ich mich freuen.

Verkehr, USA, Politik, Recht, Diplomatie, Gesellschaft, Großbritannien, Völkerrecht, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
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Was sagt ihr zu der Diskussion um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten? Wie demokratisch legitimiert sind die einzelnen Organe der EU?

Kurz vor der Europawahl wurde ja wieder reichlich pro-europäische Stimmung, man könnte auch sagen Propaganda, gemacht.

In dem angehängten Interview habe ich eben Katharina Barley gehört, die "genervt" scheint, aber gleichzeitig auch wieder offenkundig lügt. Sie sagt nämlich den für viele Politiker typischen Satz "Was wir den Bürgern versprechen, das halten wir auch."

Ohne das im Detail verfolgt zu haben, habe ich nun gehört, dass Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin werden soll (?!). Erst hieß es, es soll der Sozialdemokrat werden. Gewählt wurde aber de facto Manfred Weber, der CSU-Politiker.

ehm... Bei allem Respekt, aber, das ist doch wohl wirklich ein riesengroßes Affentheater. Eine Demokratie-Simulation ohne Gleichen!

Vielleicht habe ich aber auch was nicht verstanden und sehe nicht wie demokratisch diese Europäische Union ist?

Wie seht ihr das?

Inwiefern, wodurch und von wem sind die europäischen Institutionen legitimiert?

Betonung liegt auf "Inwiefern, wodurch und von wem"!

https://www.youtube.com/watch?v=17xC7uFjiYs

Andere Antwort: 35%
Würdelos/nervig/unerträglich/antidemokratisch/irre/enttäuschend 35%
Richtig/wichtig/demokratisch/legitim/europäisch 28%
Deutschland, Politik, Demokratie., EU, Völkerrecht, Weltpolitik, Philosophie und Gesellschaft
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