Fallen sehr alte Menschen der Bevölkerung nur noch zur Last? Was würde passieren, wenn wir weniger Geld für die Altenpflege ausgeben würden?

Mir ist bewusst, dass dies ein hartes Thema ist. Deshalb bitte ich euch, nicht direkt mit den diesbezüglich bereits bestehenden moralischen Werten unserer Gesellschaft zu antworten, sondern diese zu hinterfragen. Die Frage ist: Würde unsere Gesellschaft als Ganzes besser funktionieren, wenn sich die jungen Menschen weniger für die alten Menschen aufopfern müssten?

Und was würde es mit uns machen, wenn wir zu erwarten hätten, dass uns der Staat und die restliche Bevölkerung weniger helfen wird, wenn wir selbst alt sind? Wozu führt dies?

Ich denke vor allem an stark demente und schwer kranke Menschen, deren Pflege Unsummen verschlingt, und deren Leben nach normalen Maßstäben nicht mehr als lebenswert zu bezeichnen ist.

Besonders dankbar wäre ich für Quellen zur weiterführenden Recherche! Wissenschaftliche Studien z.B.

Bitte nur Antworten, die auch Antworten auf meine Frage sind, und wie gesagt nicht einfach nur "Aber wir müssen doch unsere Alten pflegen" oder "Wie würdest du dich fühlen wenn du im Alter im Stich gelassen würdest", mir geht es nicht um mich. Mir geht es um die Gesellschaft als Ganzes.

Edit: Ich kann nicht glauben, dass ich dies noch ein weiteres Mal hervorheben muss. Ich denke dabei nicht an mich, sondern an die Gesellschaft als Ganzes. Und ich verachte auch keine Menschen. Die Frage habe ich nicht gestellt, weil ich dazu bereits eine abgeschlossene Meinung habe, sondern weil ich eine sachliche Diskussion dazu anregen und mir eine Meinung dazu bilden möchte. Also bitte macht euch doch die Mühe, die Frage gründlich zu lesen, bevor ihr eine Antwort abgebt, und werdet nicht beleidigend. Danke!

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Sind die Taliban Gut oder Böse?

Mich interessiert das Land Afghanistan in letzter Zeit sehr, weil ein guter Freund von mir dort mal wohnte. Ich denke wenn dort kein Krieg wäre und das Land nicht so instabil und zerstört wäre, könnte man dort echt tolle Urlaubserfahrungen sammeln.

Manche Menschen in Afghanistan behaupten, dass die Taliban gut wären,weil diese das Land gegen die US-Soldaten und anderen Koalitionsbesetzungskräfte und anscheinend auch gegen den IS verteidigen. Die Taliban waren früher gefeierte Helden und hätten auch mal die Zivilbevölkerung bei Katastrophen geholfen.

Naja, aber ich kann es mir nicht vorstellen,weil diese Menschen schon viele Zivilisten absichtlich getötet haben(Muslime und Christen),die nicht ihre extremistischen, fanatischen, religiösen Ansichten teilen. Sie waren für 9/11 verantwortlich. Gab es einen Taliban terroranschlag außerhalb der USA auch bereits ? Nein nur von IS oder ?

Ok die USA sind nicht gut und die anderen Besetzungsmächte wie Deutschland,Frankreich Großbritannien. Naja besser find ich,weil die auch beim zivilen Wiederaufbau helfen. Wobei bei Luftangriffe und Drohnenangriffen auch Menschen getötet wurden.

Das ANA (Afghanische Nationale Militär), Polizei Bürgerwehren und Milizen kämpfen doch auch gegen die Taliban. Also kann ich es auch nicht ganz verstehen,warum Menschen behaupten,die Taliban wären Freiheits oder Widerstandskämpfer.

Das Land ist außerdem komplett instabil, den Menschen geht es schlecht dort.

Meiner Meinung sind IS und Taliban Terrororganisationen, die man am besten ausschaltet. Aber wer weiss,vielleicht kenn ich ja noch nicht die ganze Wahrheit.

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Hat man nicht ein Stück Recht auf Freiheit?

Also, um mir auf diese Frage eine Antwort geben zu können, sollte ich erstmal meine Situation schildern.

Und zwar bin ich seit zirka 4 Wochen in der KJP Böblingen, mit einem Beschluss von zirka 6 Wochen. Ja, klar, mir ist Bewusst, dass das eine Freiheitsentziehende Maßnahme ist, dies kam jedoch nur durch Alkohol Geschichten zustande, ich bin im Klaren, dass man dies nicht bemängeln könnte.

Allerdings habe hart in den letzten Wochen meinen einzel Ausgang erarbeitet. Ich meine nicht viel, aber immerhin 3 Mal 15 Minuten am Tag, was ich auch unbedingt benötige, da die dicke Psychiatrie Luft sonst schon auf die Nerven geht. Ja gut, jetzt komme ich Mal auf den Punkt. Vor vor gestern klagte ich über Kopfschmerzen, die nach einer Ibuprofen und einem tiefen Schlaf wieder vollkommen ins Lot geraten waren.

Allerdings machte man mir dann vor, ich wäre totkrank. Ich würde komplett isoliert und dürfte nur mit Maske Handschuhen und OP Kittel auf die Toilette gehen, die extra für mich alleine frei gehalten wurde. Dies ging den gesamten Tag so, bis abends endlich der negativ Corona Abstrich einging. Ich verstehe die Panik nicht, denn ich klagte am Vorabend ja nur über Kopfschmerzen. Jetzt 2 Tage später, wo schon längst keinerlei Symptome vorhanden sind, verbietet man mir nach wie vor strikt, mein Zimmer zu verlassen. Ich werde komplett aus der Gruppe ausgeschlossen und fühle mich schon manchmal schlecht, wenn ich ihr Lachen bspw: beim gemeinsam en Abendessen lausche, während ich alleine in meinem Zimmer essen muss. Nach einer Weile dieser derartigen Isolation habe ich langsam das Gefühl verrückt zu werden. Ich laufe wie ein Tiger im Käfig umher und schlage sogar was nie zuvor vorkam meinen Kopf gegen die Wand oder schneide meine Arme auf, was zuletzt vor 3 Jahren vorfiel. Wenn man keinerlei Frische Luft bekommt, geht es einem allmählich kontinuierlich schlechter.

Meine Frage lautet, sind solche unmenschlichen Maßnahmen rechtlich oder auch auf menschliche Ebene okay?

Menschen, Emphatie, Freiheit, Gesundheit und Medizin, Grenze, Menschenrechte, Menschenwürde, Psychiatrie, Beschluss, Maßnahme
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Datensicherheit in der heutigen Gesellschaft?

Hallo lieber User,

seit ich die Netflix-Dokumentationen "The Social Dilemma" sowie "The Great Hack" gesehen habe, mach ich mir viele Gedanken und grosse Sorgen um die Datensicherheit im Netz.

Mir war schon vorher bewusst, dass meine Daten auf den sozialen Medien und im Internet nicht geschützt sind, aber mir war das Ausmass nicht bewusst, wie wertvoll meine persönlichen Date für Firmen sind und was damit in der Gesellschaft eigentlich erreicht werden kann.

Insbesondere finde ich es krass, dass es Dataanalyse-Firmen gelingt, Daten über jemanden so zu generieren, dass sie diese Person politisch manipulieren können. "Cambridge Analytica" hat über Profil- und Persönlichkeitsanalysen systematisch die sozialen Medien von Wählern mit Botschaften, Videos, Memes etc. gefüllt, um das Wahlverhalten der Wähler nach eigenen Gunsten und Wünschen zu beeinflussen. Mehrere ehemalige Mitarbeiter und Whistleblower haben zugegeben, massgeblich zum Brexit und die Wahl Trumps beigetragen zu haben. Wofür sie natürlich auch bezahlt wurden.

Macht ihr euch Sorgen um eure Daten?

Seid ihr dabei, euren Umgang im Internet zu überdenken?

Sollten Data ein Menschenrecht sein?

Sollten wir zumindest das Recht erfahren, an wen unsere Daten verkauft und wofür sie gebraucht werden?

Gerät unsere Demokratie dadurch ins Wanken?

Was können wir politisch gegen Datenmissbrauch tun?

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Beschneidung eines 10-jährigen in der Schweiz?

Im letzten Jahr (2019) ist es in der Schweiz zu einem interessanten Fall gekommen. Eine Mutter wollte ihren 10-jährigen Sohn ohne medizinische Notwendigkeit beschneiden lassen. Die Mutter war alleinerziehend und hatte einen Betreuer vom Jugendamt, dem sie von ihrem Vorhaben erzählte. Dieser leitete es weiter an die Kindesschutzbehörde. Die Kindesschutzbehörde untersagte der Frau das Vorhaben. Der Mutter war ihr Vorhaben allerdings so wichtig, dass sie vor das Obergericht zog. Das Obergericht urteilte, dass der Junge zwar noch nicht urteilsfähig sei, der Entscheidungsfreiheit der Mutter aber Grenzen gesetzt werden müssen, wenn das Kindeswohl gefährdet wird oder die Persönlichkeit des Kindes nicht geachtet wird. Beides ist bei einer medizinisch nicht notwendigen Beschneidung laut dem Gericht zutreffend. Das Gericht bezog sich dabei auf das Grundlagenpapier des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte, welches medizinisch nicht notwendige Beschneidungen als einfache Körperverletzung wertet. In der Schweiz gibt es keine gesetzliche Regelung zur Beschneidung von männlichen Kindern. Der Junge durfte seine Vorhaut behalten. Hier könnt ihr was über den Fall lesen:

https://www.google.com/amp/s/amp.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zehnjaehriger-darf-seine-vorhaut-behalten-die-mutter-wandte-sich-erfolglos-ans-obergericht-135677165

Sollten deutsche Richter ähnlich urteilen können, wenn es um eine Beschneidung geht, die gegen den Willen des Kindes durchgeführt werden soll? Sollte das Beschneidungsgesetz in Deutschland so geändert werden, dass ein Kind zustimmen muss?

Ja, es muss geändert werden 71%
Nein, es ist OK so 26%
Andere Meinung... 3%
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Was haltet ihr davon Kinder zu schlagen?

Hallo

also ich meine jetzt nicht die Geschwister untereinander (die schlagen sich ja eh ständig) sondern wenn die Eltern die Kinder als Strafe schlagen.

Also ich sage vorab dass ich - obwohl mir auffällt dass viele Kinder überhaupt nicht erzogen sind und komplett respektlos zu jedem sind - voll und ganz gegen das Züchtigungsrecht bin. Klar hat das positive wie negative Auswirkungen, doch werden viele die als Kinder geschlagen werden später oftmals gewalttätig.

Eine gute Freundin von mir (auch 18 genau wie ich) wurde als Kind sehr oft geschlagen und befürwortet sowas, sie ist auch der Meinung dass dass eh nur war wenn sie es wirklich verdient hatte (also laut ihr wenn sie zB frech war oder schlechte Noten geschrieben hat oder wenn es Beschwerden seitens schule gegeben hat dass sie die Aufgaben nicht gemacht hat). Weiters ist sie der Meinung dass das unbedingt sein muss weil sonst alle Kinder komplett verweichlicht sind.

Sie hat allerdings ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Eltern, was in unserem Alter ja nicht unbedingt der Fall ist.

Was denkt ihr über das Thema? Ich bin eindeutig gegen das Züchtigungsrecht. Doch mich würde mal interessieren wie die Gesellschaft im Schnitt dazu steht. Ich habe mir die Argumente für und gegen das Züchtigungsrecht angesehen, die die dafür stehen haben mich nicht wirklich überzeugt, die die dagegen stehen schon.

lg Lisa

PS: schreibt gerne auch eure Erfahrungen zu dem Thema dazu

nein, Gewalt gegen Kinder lehne ich zu 100% ab 71%
Ja eine gesunde Watsche hat noch keinem geschadet 10%
unsicher 10%
anderes 5%
ich lehne nur extreme Gewalt ab, aber Ohrfeigen zB gehen noch 5%
Kinder, Familie, Erziehung, Gewalt, Kinder und Erziehung, Kindheit, Liebe und Beziehung, Menschenrechte, Verprügeln, Abstimmung, Umfrage
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In 15 Ländern der Welt werden Homosexuelle ermordet?

Und zwar staatlich organisiert. 15 Staaten verhängen im Jahr 2020 immer noch die Todesstrafe für Homosexualität. Je nach Land fallen unterschiedliche "Handlungen" unter diesen Begriff, in allen 15 Ländern ist ausschließlich schwule Liebe tödlich, lesbische Liebe wird nicht mit dem Tod bestraft. Es gibt noch etliche weitere Länder, in denen Schwule Geldstrafen, Gefängnisstrafen, Folter und andere Erniedrigungen zu erwarten haben, aber das man in 15 Ländern staatlich legitimiert den Tod zu erwarten hat, finde ich sehr grausam.

Das erinnert mich an die Nazizeit in Deutschland (Stichwort: Rosa Winkel). Im Iran werden Schwule erhangen (zwischen 1979 und 2005 wurden 4.000 schwule Männer staatlich legitimiert ermordet), in Somalia werden sie gesteinigt. Sollte die Weltgemeinschaft (Politik und NGOs) dagegen nicht etwas unternehmen? Warum schaut man da einfach zu, so nach dem Motto "andere Länder, andere Sitten"?

Dagegen muss man was unternehmen! 75%
Das ist nicht unser Problem! 15%
Das müssen die Länder selbst regeln! 5%
Man sollte Sanktionen verhängen! 5%
Andere Meinung... 0%
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Wie sich für Männerrechte einsetzen?

Hallo,

da im Bezug zur Gleichberechtigung der Geschlechter hier in Deutschland anscheinend nur an die Frau gedacht wird,möchte ich auch mal ansprechen,dass auch Männer in einigen Bereichen diskriminiert bzw. benachteiligt werden.

Seit der 8.Klasse habe ich oft in der Schule gehört,dass Frauen in Deutschland schlechter bezahlt werden als Männer und dass sich alle darüber aufregen.Und seit 2,5 Jahren habe ich angefangen,darüber nachzudenken,ob auch Männer in einigen Bereichen benachteiligt werden und ob hier in Deutschland schon zu viel an die Frau gedacht wird.

Also meiner Meinung nach schon.Schließlich werden Frauen in Deutschland sowie generell in Europa nicht systematisch unterdrückt und es ist auch nicht mehr legal,seine Partnerin zu misshandeln sowie allgemein Frauen Gewalt anzutun.Ich muss schon echt sagen,dass Feminismus etwas ist ,was in Europa auch vorhanden ist und demnach mehr davon unnötig ist. Und die ganzen Feministinnen heulen rum,dass Deutschland die Hölle für Frauen wäre.

Unter anderem habe ich bezüglich Männerbenachteiligung auch mal vor 2 jahren in den Nachrichten gesehen,dass auch häusliche Gewalt gegen Männer ein ernstzunehmendes Problem ist.Und leider werden die Opfer oftmals nicht ernst genommen. Nebenbei habe ich mir auch diese Videos über dieses Thema angesehen,welche ihr euch mal ansehen solltet:

https://youtu.be/ZYklPIrJsok

https://youtu.be/UtrSqL1nGDM

Jetzt frage ich mich,wie ich mich als Einzelperson dafür einsetzen kann.Und ich würde darüber gerne noch mehr schreiben,aber das würde mir zu lange dauern.

Politik, Diskriminierung, Feminismus, Gleichberechtigung, Menschenrechte, Benachteiligung
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Warum erlaubt man heutzutage die Eugenik am Menschen unter dem Deckmantel des Fortschritts?

In einem Bericht steht:

Während die Inventur des ›Menschenmaterials‹ in früheren Zeiten beinhaltete, staatlichen Zwang auf jene auszuüben (z.B. Zwangssterilisation), die als ›degeneriert‹ oder ›entartet‹ angesehen wurden, ist dieser Zwang heute eher individualisiert und wird ausgegeben als Ausdruck ›individueller Freiheit‹ (z.B. pränatale Diagnostik). Obgleich Zwangssterilisationen heutzutage nicht mehr praktiziert und im Allgemeinen auch abgelehnt werden, wird jedoch positive Eugenik, also die Zucht von Menschen mit bestimmten erwünschten Eigenschaften, immer wieder explizit befürwortet: So natürlich auch von diversen Transhumanisten. Laurent Alexandre etwa schwärmt überaus unverblümt für Reproduktionstechnologien: So werde sich die »Technomutterschaft«(!) durchsetzen, zu der selbstverständlich eine »Auswahl der Embryos und die Beseitigung nicht-konformer(!) Föten« gehöre (Alexandre; Besnier 2017, 27). Nick Bostrom schreibt, dass es Eltern erlaubt sein sollte, ihre werdenden Kinder genetisch optimieren zu dürfen (vgl. Bostrom 2018a, 91). Aber, so Bostrom weiter, täten sie es nicht, wenn entsprechende Technologien zur Verfügung ständen, wäre dies unverantwortlich; denn: »[Man] müsste […] dieses Risiko [das Risiko, durch Genmanipulation fremdbestimmt zu sein, TM] doch gegen die großen Risiken abwägen, die ein unverändertes Genom mit sich bringt. Bei Vorliegen sicherer und wirksamer Alternativen wäre es unverantwortlich, jemanden mit verringerten grundlegenden Fähigkeiten oder einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten in die Welt zu setzen« (ebd., 103). Dieser Gedanke kommt in den Diskursen um Behinderte zur Geltung. Demnach ist jede Abtreibung natürlich freiwillig, aber am Ende gilt es doch als unverantwortlich von der Schwangeren, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen7 Kein Wunder also, dass einige Transhumanisten, die vorgeblich die Eugenik der Nazis verurteilen und auf ›Freiwilligkeit‹ und ›individuelle Freiheit‹ setzten, es sich doch nicht verkneifen können, eine Verpflichtung (wenn auch zunächst [?] ›nur‹ eine ethische) zu fordern, Embryonen genetisch zu verändern. (vgl. Savulescu; Ranisch 2009)

Ist dieses Vorgehen nicht genau so wie es die Nazis wollten? Sind Menschen lebenswert, die nicht optimiert sind?

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Warum ist der Wunsch tot zu sein etwas verwerfliches?

Hallo liebe Gutefrage.net-Community,

ich frage mich schon seit mehreren Jahren warum der Wunsch tot zu sein etwas schlechtes ist. Meiner Meinung nach hat niemand das Recht darüber zu urteilen, ob ein Mensch am Leben sein möchte oder nicht. Man lebt schließlich nicht für andere, sondern für sich selbst und somit sollte auch jeder das Recht dazu haben frei zu entscheiden, ob man sein Leben leben möchte oder eben nicht.

Zudem hat der Tod meiner Meinung nach eine Menge Vorteile. Hier ist eine kleine Auflistung:

  • wenn man tot ist, kann man nie wieder traurig sein/sich seelisch schlecht fühlen
  • wenn man tot ist, können andere einen nicht verurteilen
  • wenn man tot ist, hat man seine Ruhe vor jeglichen Stress und Erwartungen
  • wenn man tot ist, hat man keine Zukunftsängste mehr und muss sich nicht um Finanzen sorgen
  • wenn man tot ist, kann man es nicht bereuen/traurig darüber sein tot zu sein
  • wenn man tot ist, muss man nicht arbeiten gehen/man hat keine Verpflichtungen

Zusätzlich muss ich noch sagen, dass "tot sein" für mich ein Zustand ist und kein Übergang in eine andere Welt. Ich glaube nicht an Gott und möchte weder in den Himmel noch wiedergeboren werden, denn beides wäre für mich persönlich einfach nur furchtbar. Ich sehe den Tod als eine Erlösung von den Nachteilen des unfairen und verhassten Lebens.

Fazit: Der Tod hat genauso wie das Leben seine Vorteile und jeder sollte das Recht darauf haben.

Was ist eure Meinung dazu? (Bitte bleibt sachlich und verurteilt/beleidigt mich nicht wegen meinen Ansichten)

Leben, Tod, Psychologie, Lebensfreude, Menschenrechte, Philosophie und Gesellschaft
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