Wärst du mutig genug?

Stell dir vor du gelangst durch einen Spiegel in eine andere Welt. Du findest dich in einer dunklen Bibliothek wieder, nur hie und da von Wandfackeln erhellt. Hin und wieder hörst du ein leises Rasseln wie von Ketten, das von einer Treppe, die nach unten führt, kommt.

Du rufst "Hallo, ist hier wer?", daraufhin kommt das Rasseln näher und du hörst eine flüsternde Stimme, die deine Worte nachspricht "iiist hiiiier weeer", als hätte sie die Stimme lange nicht benutzt. Dann siehst du einige Gänge hinter dir ein Wesen in Lumpen mit einer Kette, die am Boden entlangrasselt. Es verschwindet sofort in einem dunklen Gang, als du es erblickst, erscheint kurze Zeit später aber einen Gang näher diesmal und verschwindet wieder sogleich in den Schatten.

Du flüchtest dich daraufhin eine Treppe hinauf in einen Raum, der von einem Kronleuchter erhellt ist und durch dessen Fenster an der Decke schummriges Tageslicht reinkommt.

Das Wesen kommt nie in diesen Raum, da es dort zu hell ist. Da du in einer anderen Welt bist, brauchst du keine Nahrung und musst dich nie erleichtern. Wenn du wieder zurück in deine Welt willst, müsstest du wieder nach unten in die Dunkelheit und durch die Bibliothek zum Spiegel laufen.

Wärst du mutig genug das zu tun, obwohl du weißt, dass da unten das Wesen sein kann. Oder würdest du für immer in dem Raum bleiben aus Angst?

Ich hätte zu große Angst. Ich würde es alleine nicht wieder zurück schaffen.

Angst, Menschen, Psychologie, Fantasy, Dunkelheit, Rollenspiel, Terry Pratchett