Juden – die neusten Beiträge

Erlebt Hitler im populären Diskurs zurzeit eine Rehabilitation, ähnlich wie Mussolini zwischen 1960 und 1990?

Im gegenwärtigen populären Diskurs ist zu beobachten, dass Adolf Hitler in gewisser Weise eine Art Rehabilitation erfährt, vergleichbar mit der Wahrnehmung Benito Mussolinis in Italien zwischen den 1960er und 1990er Jh. Heute gilt Musolini wieder als großer Italiener und man kann mit ihm offen Wahlkampf betreiben. Auf Plattformen wie Instagram existieren zahlreiche Kanäle, die Hitlers Erbe positiv beurteilen. Auffällig ist, dass viele dieser Angebote nicht aus Deutschland stammen, sondern überwiegend aus den USA, wo Teile seines politischen Wirkens als Gegenentwurf zu Gender-Mainstreaming, Feminismus, Woke- und der Queer-Bewegungen rezipiert werden. Diese Bewegungen werden mittlerweile stärker als noch vor einigen Jahren als gegen die traditionelle Familie und christliche Werte gerichtet verstanden.

 Darüber hinaus haben die jüngsten Entwicklungen in der Palästina-Politik sowie die offene Unterstützung Israels durch die USA im konservativen Lager der USA Teilen zu einer Verschiebung von ehemals pro-jüdischen Haltungen hin zu rassenantisemitischen Positionen geführt (ein solcher Wandel ist auch in den 60er Jahren schon einmal passiert, genau in die andere Richtung). In diesem Kontext zeigt sich zudem eine Tendenz junger Menschen, sich vom globalen Kapitalismus abzuwenden, der insbesondere in den USA häufig mit jüdischem Einfluss verknüpft wird und ist. Schließlich trägt auch die aktuelle Migrationsdebatte zur Intensivierung antisemitischer Stimmungen bei, indem Juden unter anderem dafür Verantwortlicht gemacht werden, die Zuwanderung großer nicht-weißer, islamischer Menschengruppen nach Europa gezielt zu instrumentalisieren, um die Caukasische Rasse zu vernichten, um damit am europäischen Rassenantisemitismus des 19. und 20. Rache zu nehmen, wobei gewisse Äußerungen jüdischer Politiker als Belege herangezogen werden.

Europa, Religion, Islam, Geschichte, Wirtschaft, Amerika, USA, Krieg, Deutschland, Antisemitismus, Europäische Union, Gesellschaft, Israel, Juden, Judentum, Konflikt, Militär, Palästina, Rassismus, Russland, Trump

Wird es zum Krieg kommen Türkei/Syrien vs Israel?

Wir wissen, dass Herr Erdogan den syrischen Rebellen geholfen hat, Assad zu stürzen, also keine direkte Hilfe, aber der türkische Geheimdienst war mit Sicherheit involviert, und die Ausrüstung kam ja auch von der Türkei. Nun, das Assad-Regime gestürzt wurde und nun die neuen Herrscher in Damaskus radikale Sunniten, die haben natürlich auch ein Problem damit, dass Israel Jerusalem und die heilige Al-Aqsa-Moschee besetzt halten, das langfristige Ziel von eigentlich allen Islamisten, egal ob sunnitisch oder schiitisch, die Befreiung der heiligen Stadt aus der Hand der Israelis. Wenn jetzt die Türkei das Verteidigungsabkommen mit Syrien hat, welches vor kurzem unterschrieben wurde, werden die ganzen Islamisten ja massiv profitieren, wenn Waffen und andere Ausrüstung aus der Türkei in großer Menge ins Land strömt. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Islamisten wieder die drusischen Städte angreifen und weiter die Alawiten ermorden, regierungsnahe Truppen streifen ungehindert durchs Land und töten Zivilisten. Ja, auf jeden Fall, wenn sie Israel wieder zum Eingreifen zwingen, weil Israel ja mit den Drusen verbündet ist. Wenn Syrien nochmal angegriffen wird, wie letztens, wo Israel das syrische Verteidigungsministerium in einem riesen Feuerball aus der Welt gefegt hat. Würde ein solcher erneuter Angriff die Türkei auf den Plan rufen? Gibt’s dann wohlmöglich den ganz großen Knall? Wie seht ihr das?

Krieg, Politik, Iran, Israel, Jerusalem, Juden, Nahost, Palästina, Schiiten, Sunniten, Syrien, Assad, damaskus, Erdogan

Krieg um Sprachen Diskusstierbar?

Martin Luther wurde gezielt zum Medium gemacht, um durch seine Bibelübersetzung die deutsche Sprache zu formen und zu verbreiten. Dies war kein Zufall, sondern eine Inszenierung, orchestriert von Mächten – vielleicht den Römern oder späteren Eliten –, die eine lebendigere, universellere Sprache unterdrückten. Um 1400 zwang uns das sterile Beamtendeutsch, uns den Interessen unserer Verbündeten anzupassen, anstatt eine eigene, lebendige Sprachkultur zu pflegen.

Deutsch ist eine Sprache der Präzision, ideal für Erfindungen und technische Fortschritte. Italienisch hingegen wirkt wie eine Droge: verführerisch, aber weniger funktional. Ich frage mich, ob diese Entwicklung Absicht war. Haben die orthodoxen Eliten in Russland ähnlich wie im deutschsprachigen Raum die Sprache manipuliert, um Kontrolle auszuüben und Minderheiten, wie Juden, zu marginalisieren?

Vor der Standardisierung durch bürokratische Sprachen waren die germanischen und slawischen Dialekte ikonischer – ihre Klänge und Strukturen spiegelten die Welt intuitiver wider. Diese Natürlichkeit ging verloren, als die Beamtensprachen aufkamen. Ihre kalte, grammatische Strenge schuf eine psychologische Barriere: Selbst gebildete Sprecher entwickelten eine Fremdenfeindlichkeit, gespeist aus der Sprache selbst. Diese suggerierte, dass Immigranten, insbesondere aus fernen Regionen, nur auf materiellen Gewinn aus seien – ein Misstrauen, das die kulturelle Offenheit der einheimischen, bürokratisch sprechenden Bevölkerung untergrub.

Man hätte diesen Luther genau wie die Kirche unter die Lupe nehmen können anstatt da die Juden zu verfolgen. Also machen wir das jetzt.

Noch fragen?

Kirche, Sprache, Krieg, Holocaust, Juden, Judenverfolgung, Martin Luther

Würde sich Geschichte wiederholen, wenn die AfD an der Macht wäre?

Ich hätte ziemliche Bedenken, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl an die Macht kommt. Allerdings habe ich noch mehr Bedenken, dass sich unsere Geschichte wiederholen könnte, wenn die AfD an der Macht ist.

Früher im NS wurden ja die Juden stark diskriminiert und ausgegrenzt. Den Juden wurde die Schuld für alles gegeben. Schlussendlich wurden viele von denen ermordet.

Heute ist es so, dass Muslime und Migranten für alles verantwortlich gemacht werden. Für alle Terroranschläge und Gewalt werden Muslime verantwortlich gemacht. Es gibt Abneigung und Vorurteile gegenüber denen. Genauso wie bei den Juden früher.

Man erkennt gewisse Parallelen von früher, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das Ganze wiederholt. Es fängt mit Vorurteilen und Hass an, aber ihr wisst schon, was daraus dann mit den Juden damals wurde.

Ich hätte wirklich Bedenken, dass es einen zweiten Holocaust geben könnte, wenn die AfD an der Macht ist. 😭

Vor allem, weil ein AfD-Mitglied einmal so etwas gesagt hat:

Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde.

Denkt ihr es würde irgendwann so weit kommen?

Nein 69%
Ja 31%
Islam, Geschichte, Krieg, Deutschland, Politik, Regierung, Recht, CDU, Demokratie, Die Grünen, DIE LINKE, FDP, Holocaust, Juden, Muslime, Rassismus, Rechtsextremismus, SPD, AfD, Björn Höcke, Alice Weidel

Meinung des Tages: Netanjahu plant Einnahme von Gaza-Stadt - wie bewertet Ihr die Pläne des israelischen Sicherheitskabinetts?

(Bild mit KI erstellt)

Geplante Einnahme von Gaza-Stadt - Strategie und Ziele Israels

Das israelische Sicherheitskabinett hat einem Plan zur militärischen Einnahme von Gaza-Stadt zugestimmt, nicht aber zur vollständigen Besetzung des Gazastreifens. Ziel ist die Entwaffnung der Hamas, die Befreiung der Geiseln und die militärische Kontrolle des Küstengebiets. Langfristig soll eine alternative Zivilregierung installiert werden – ohne Beteiligung der Hamas oder der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Israel plant laut Netanjahu keine dauerhafte Besetzung, sondern will das Gebiet später an arabische Kräfte übergeben. Die Armee kontrolliert derzeit rund drei Viertel des Gazastreifens.

Kritik, Risiken und Warnungen vor Ausweitung des Konflikts

Innerhalb des israelischen Sicherheitsapparats gibt es Bedenken gegen eine vollständige Einnahme des Gazastreifens. Generalstabschef Eyal Zamir warnte vor einer erhöhten Gefahr für die rund 50 verbleibenden Geiseln sowie vor einer Überlastung des Militärs. Sicherheitsanalysten betonen, dass eine Besetzung Israels große logistische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Folgen hätte – einschließlich der Verantwortung für die Grundversorgung von zwei Millionen Menschen.

Einige Kritiker befürchten, dass eine vollständige militärische Besetzung der Hamas langfristig sogar nutzen könnte. Internationale Organisationen wie die UN warnen vor katastrophalen humanitären Folgen und einer drohenden Hungersnot im Gazastreifen.

Zunehmender gesellschaftlicher Druck auf die Netanjahu-Regierung

In Israel wächst indes der innenpolitische Druck: Hunderte Menschen demonstrierten in Jerusalem, Tel Aviv und anderen Städten gegen die Ausweitung des Krieges. Angehörige von Geiseln fordern ein umfassendes Abkommen zur Freilassung aller Gefangenen anstelle einer militärischen Eskalation. Die Sorge ist groß, dass eine Offensive das Leben der verbliebenen Geiseln weiter gefährden könnte.

Kritiker werfen Premierminister Netanjahu vor, den Krieg aus politischen Gründen zu verlängern, um seine Koalition zu stabilisieren. Die Proteste verdeutlichen die wachsende gesellschaftliche Spaltung im Umgang mit dem Gaza-Krieg.

Unsere Fragen an Euch:

  • Wie bewertet Ihr die Pläne des israelischen Sicherheitskabinetts?
  • Ist die Ausweitung militärischer Aktionen Eurer Meinung nach ein legitimes Mittel zur Stärkung von Verhandlungspositionen?
  • Sollte die internationale Gemeinschaft stärker auf einen Waffenstillstand im Gazastreifen drängen?
  • Ist es glaubwürdig, dass Israel Gaza nicht dauerhaft besetzen will, obwohl es militärisch zunehmend kontrolliert wird?

Wir freuen uns auf Eure Beiträge.

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

Bild zum Beitrag
Ich sehe die Pläne eher kritisch, weil... 45%
Ich bewerte das Vorhaben positiv, da... 39%
Andere Meinung und zwar... 15%
Europa, Islam, USA, Krieg, Politik, Hunger, Gaza, Hamas, internationale Politik, Israel, Juden, Judentum, Nahostkonflikt, Palästina, Terrorismus, Vereinte Nationen, Völkerrecht, Gaza-Streifen, Palästinenser, Netanjahu, Meinung des Tages

Meinung des Tages: Ist die Zwei-Staaten-Lösung Eurer Meinung nach ein Garant für dauerhaften Frieden in der Region?

(Bild mit KI erstellt)

Neue Dynamik für die Zwei-Staaten-Lösung?

Angesichts der prekären Lage in Gaza bekommt die internationale Diskussion über eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina neuen Auftrieb. Frankreichs Präsident Macron kündigte an, Palästina auf der UN-Vollversammlung im September als Staat anerkennen zu wollen – ein symbolisch wichtiger Schritt. Die aktuelle UN-Konferenz unter französisch-saudischer Leitung soll das Thema politisch wiederbeleben, auch wenn schnelle Ergebnisse nicht erwartet werden.

Ziel ist es, moderaten Palästinensern Hoffnung auf eine diplomatische Lösung zu geben. Die USA lehnen die Konferenz strikt ab, bleiben ihr fern und kritisieren sie als PR-Inszenierung, die angeblich dem Friedensprozess schade.

Zunehmender internationaler Druck auf Israel

Mehrere europäische Länder verschärfen ihren Ton gegenüber Israel, etwa die Niederlande mit Einreiseverboten für rechtsextreme Minister und der Forderung nach EU-Sanktionen. Frankreich ruft zu mehr diplomatischem Druck auf, um Fortschritte Richtung Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen.

Auch Deutschland zeigt sich aktiver: Bundeskanzler Merz kündigt gemeinsam mit Jordanien und weiteren Partnern eine Luftbrücke für Hilfsgüter in den Gazastreifen an. Ferner fordert er Israel auf, Vertreibungen zu unterlassen und die humanitäre Lage sofort zu verbessern, schließt aber eine baldige Anerkennung Palästinas noch aus.

Stimmung in der deutschen Bevölkerung

Laut einer aktuellen Umfrage fordern rund drei Viertel der Deutschen mehr Druck auf Israel – besonders stark vertreten ist diese Haltung bei Wählern der Linken, Grünen, aber auch bei CDU/CSU und SPD. Selbst unter AfD-Wählern spricht sich eine Mehrheit für einen schärferen Kurs aus, wenngleich die Ablehnung dort am höchsten ist.

Die Bundesregierung reagiert mit humanitärer Hilfe, zögert jedoch bei klaren politischen Maßnahmen. Israel weist unterdessen den Vorwurf gezielter Zerstörung in Gaza zurück, den zwei israelische Menschenrechtsorganisationen öffentlich erhoben haben.

Unsere Fragen an Euch:

  • Ist die Zwei-Staaten-Lösung die einzige Möglichkeit für dauerhaften Frieden in der Region?
  • Wie bewertet Ihr Frankreichs Vorstoß beim Thema Zwei-Staaten-Lösung?
  • Was spricht aktuell für / gegen eine internationale Anerkennung eines palästinensischen Staates?
  • Wie bewertet Ihr die Rolle Deutschlands im Konflikt in Gaza / Verhältnis zu Israel?

Wir freuen uns auf Eure Meinungen.

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

P.S.: Wir wissen, dass es sich um ein polarisierendes, schwieriges Thema handelt. Bitte bleibt in den Diskussionen dennoch sachlich. Klar antisemitische Beiträge werden unsererseits konsequent entfernt.

Bild zum Beitrag
Nein, die Zwei-Staaten-Lösung ist keine Option, weil... 39%
Andere Meinung und zwar... 32%
Ja, nur die Zwei-Staaten-Lösung schafft dauerhaften Frieden, da.. 29%
Europa, USA, Krieg, Deutschland, Politik, Frieden, Gaza, Hamas, internationale Politik, Israel, Juden, Judentum, Palästina, Terrorismus, Gaza-Streifen, Palästinenser, Palästinakonflikt, Donald Trump, Friedensverhandlungen, Friedrich Merz, Benjamin Netanjahu

Meistgelesene Beiträge zum Thema Juden