Seht ihr das Üben von Kritik allgemein als kulturelle Errungenschaft der Aufklärung in Gefahr? Was bedeutet das für die Demokratie und die Meinungsbildung?

Ich habe das Üben von Kritik an Ideologien, Prozessen, politischen Themen oder Institutionen immer als einen Teil der Aufklärung betrachtet und diese kulturelle Errungenschaft sehr bewundert. Sei es die Kritik am Marxismus, Christentum oder gar ganz konkret an der katholischen Kirche. Die Kritik als Teil der Aufklärung, der Meinungsfreiheit, als wesentlicher Bestandteil der Meinungsbildung und als besonderes Merkmal der parlamentarischen Diskussionskultur und der erlesenen europäischen Zivilisation. Auch die Wissenschaft entwickelt sich durch Kritik ständig weiter und ich muss mit Bedauern feststellen, dass wir hier in Deutschland eine Art "umgekehrte Aufklärung" durchleben.

Es gibt anscheinend Themen, die nicht mehr kritisiert werden dürfen, ohne einen übertriebenen Shitstorm an Hass auszulösen, dass es regelrecht durch meinen Monitor trieft und geifert.

Der Buddhismus lehrt, sich selbst zu hinterfragen und somit lernt jeder Buddhist, die Welt kritisch zu betrachten und ein kritisches Denken zu entwickeln. Der Buddhismus lehrt auch, den Hass als ein Übel in der Welt zu betrachten, das bekämpft werden soll.

Folgende Themen können meiner Meinung nach anscheinend nicht mehr kritisiert werden, ohne viel Hass zu erzeugen: Islam, Feminismus und die Multikulti-Ideologie.

Warum genießen diese Ideologien einen solchen Sonderstatus? Kennt ihr noch weitere Ideologien, die nicht kritisiert werden "sollten"? Findet ihr das nicht bedenklich, wenn Gegenmeinungen nicht mehr der europäischen Diskussionskultur entsprechend zugelassen werden, um so zu einer möglichst objektiven Meinungsbildung beizutragen? Was bedeutet das für die Demokratie und die Zukunft Europas?

Über kritische Literaturempfehlungen zu den Themen Feminismus und Multikulti würde ich mich sehr freuen.

Europa, Politik, Aufklärung, Demokratie., Kritik, Philosophie, Zivilisation, Ideologie
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Was soll das von meiner Mutter?

Meine mama und ich verstehen uns gut, ich vertrau ihr alles an und sie mir auch. Wie Freundinnen.. allerdings macht mich das total traurig wenn ich eben ungeschminkt bin das sie eben Sachen sagt wie „ Kind würde es dich umbringen etwas Wimperntusche oder Make-up aufzutragen? So schwer ist es auch wieder nicht.. du würdest deinen Mitmenschen einen Gefallen damit tun.
Aber ich fühle mich vom tiefsten herzen ganz ehrlich trotzdem sehr wohl und sehr hübsch ungeschminkt. Bin zwar etwas blass aber trotzdem habe ich reine Haut, volle Augenbrauen, volle Wimpern, süße Sommersprossen, ziemlich schöne Herzförmige Lippen und große blaue Augen .. ich habe mich nie als „hässlich“ empfunden bis meine Mutter mich ständig darauf anspricht. Und nein.. für alle die sagen sie meint es nur aus spaß, sie meint es ernst. Sie empfindet auch (schon seid ich 12 bin und untergewichtig war) das ich Diäten machen soll. Mittlerweile mache ich das auch seid ich 12 bin. Nun bin ich 18 und jetzt nicht Spargel dünn aber jetzt auch überhaupt nicht dick sondern einfach nur normalgewichtig für mein alter und trotzdem muss ich mir jeden Tag anhören „sicher das du das essen willst?“ „dein Freund ist so sportlich und gutaussehend ich versteh garnicht was er mit dir will.. er sucht sich sowieso bald eine neue die hübsch ist“.
Oder was ich ganz schlimm finde ist wenn sie mich mit meiner Cousine vergleicht oder mit anderen Mädchen „ach wie schön und schlank, sie hat keine so große Nase wie du und Blond ist sie auch noch.. du solltest dir eine Scheibe davon abschneiden“ ich hatte früher schon so Probleme mit meinem Selbstbewusstsein und sie macht es nicht besser.
Von jedem anderen auf der Welt ist mir die Meinung egal, außer meiner Mutter. Ich hab sie 100 mal gefragt ob sie es ernst meint und ob sie solche negative Kommentare lassen könnte, da es mich sehr verletzt.. aber sie sieht es nicht ein und es ist ihr auch ziemlich egal. Wie gehe ich mit dieser Situation um? Ich bin total verzweifelt bzw. was soll das von meiner Mutter ihrer Seite denn heißen wenn sie so mit mir umgeht?.. Danke schonmal im Voraus :)

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Verbesserung Vorschläge für Bewerbung als Tierpflegerin(Praktikum)?

Hallo, ich habe künftig ein zweiwöchiges Schulpraktikum zu absolvieren und würde Kritik sehr willkommen heißen, ob meine Bewerbung gut verfasst ist (wie ich sie vielleicht länger gestalten könnte), dass ich sie abgeben kann:

Sehr geehrte Damen und Herren,

um den Beruf der Tierpflegerin näher kennenzulernen, möchte ich gern mein zweiwöchiges Schulpraktikum bei Ihnen absolvieren.

Zurzeit besuche ich die 11. Klasse der XXX Schule in XXX und erhoffe mir durch das Praktikum einen besseren Einblick in den Alltag eines Tierpflegers und würde mich freuen, möglichst viel über den Beruf erfahren zu können. Der Umgang mit Tieren hat mir schon immer Freude bereitet und ich habe bereits durch eigene Haustiere erste Erfahrungen sammeln können. Neben Verantwortungsbewusstsein gehören auch Geduld und Teamfähigkeit zu meinen Stärken.

Am Beruf der Tierpflegerin gefällt mir besonders die Zusammenarbeit mit Tieren und die unerlässliche Aufgabe den Tieren einen angenehmen und wohlfühlenden Aufenthaltsort zu bieten. Für meinen späteren Berufsweg könnte ich mir vorstellen als Tierpflegerin zu arbeiten und würde daher gerne mithilfe dieses Praktikums herauszufinden, ob dieser Beruf das Richtige für mich ist.

Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor und freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen,...

Ich danke im Voraus für eure Antworten

Schule, Bewerbung, Kritik, Praktikum, tierpflegerin, Vorschläge, Vorschlag, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Mussten Adam und Eva und deren Nachkommen Inzest begehen, damit die Menschheit wachsen konnte?

Hallo GF Community,

Ich habe mich mit einem fundamentalen und kreationistisch Denkenden Christen unterhalten.

Hier der Dialog:

Ich:  Angenommen das stimmt wirklich mit Adam und Eva, wie konnten sich dann Menschen vermehren?

Er: Wie wohl? Durch Inzest natürlich! Gott hat Adam und Eva perfekt geschaffen. Ihre Gene waren absolut perfekt, unberührt von Umwelteinflüssen, ihre DNA hatte keine Fehler.

Ich: Also sind wir laut deiner Aussage Geschwister.

Er:
Und die beiden lebten mehr als 800 Jahre, da kommen so einige Kids bei rum.
Iwan als die Sünde schließlich die Gene veränderte in den darauffolgenden Generationen verbot Gott Inzest. Da er um die Folgen wusste. Iwan begrenzte er auch das Lebensalter des Menschen weiter.

Ich: Und das soll realistisch sein?

Er: Es ist realistisch möglich.

Er: 1 Mose 5 (Bibeltext) :
Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes 2 und schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch« zur Zeit, da sie geschaffen wurden. 3 Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set; 4 und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 5 dass sein ganzes Alter ward 930 Jahre, und starb. 6 Set war 105 Jahre alt und zeugte Enosch 7 und lebte danach 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 8 dass sein ganzes Alter ward 912 Jahre, und starb. Und so weiter und so fort.

Ich: Das hätte sich jeder Trottel ausdenken können!

Er: ( augenscheinlich beleidigt ) hat das Gespräch beendet.

Was soll ich jetzt davon halten? Klingt das realistisch und logisch?

Religion, Geschichte, Deutschland, Politik, Atheismus, Bibel, Christen, Evolution, Genetik, inzest, Kreationismus, Kritik, Naturwissenschaft, fundamentalismus, Adam und Eva, Nachkommen, Vererbung, Philosophie und Gesellschaft
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Was ist eure Meinung/Feedback zu diesem Text?

Halloo, ich würde mich sehr freuen, wenn mir ein paar von euch ein kleines Feedback zu dem folgenden Text geben würden, bitte seid ehrlich, ich kann gut mit Kritik umgehen und würde mich über einige hilfreiche Tipps freuen :)

Der Traum vom Koma

Träume sind etwas Außerordentliches. Manchmal realer als die Wirklichkeit und trotzdem binnen Sekunden wieder vergessen, manchmal so furchteinflößend, dass man sie noch weitere Tage und Nächte mit sich herumtragen muss.

Auch ich bin ein Träumer. In letzter Zeit sind meine Trugbilder der Nacht so ausgeprägt, dass ich mich noch am nächsten Morgen an fast alle Details genauestens erinnern kann.

Erst letzte Nacht passierte jedoch etwas, was mir so noch nie zuvor widerfahren ist. In meinem Schlaf stellte ich mir die Frage, ob mein ganzes Leben überhaupt real ist. Ich fühlte mich wie in einer Kuppel aus Glas, die mich von der Wirklichkeit trennt. Ein Koma, in dem nicht nur ich, sondern auch alle Menschen um mich herum stecken, und nicht herausfinden. Plötzlich verspürte ich den eisernen Willen, die Machtlosigkeit zu brechen und aufzuwachen. Und es funktionierte. Ein Gefühl der Schwerelosigkeit durchdrang meinen Körper und meine Seele, es fühlte sich an als würde ich schweben. Panik drang durch meine Adern. Ich war wach doch im selben Moment Gefangene im eigenen Körper, jede Bewegung unmöglich, jede Handlung unausführbar. Obwohl ich mich wach fühlte, war alles an mir wie gelähmt, alles, außer mein Geist.

Schon einige Sekunden später löste sich die Starre und ich wachte endgültig auf.

Ich konnte und kann mir nicht erklären, was das war, trotzdem hat mich diese Erfahrung zum Nachdenken angeregt. Der Traum war wie eine Spiegelung meiner größten Ängste. Die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren, machtlos eingesperrt in einer Hülle, aus der es kein Entkommen gibt. Die Welt um mich herum dreht sich weiter doch ich drehe mich nicht mit. Zwar bin ich mir dessen bewusst, dass es sich nur um einen etwas ungewöhnlichen Traum handelte, gleichzeitig frage ich mich, tief im Inneren, ob das alles eine Gewisse Bedeutung hatte, eine Art tieferen Sinn, dass etwas aus den tiefsten, dunkelsten Ecken meiner Seele mir etwas mitteilen möchte. Doch das werde ich wahrscheinlich nie erfahren.

Buch, Träume, Schreiben, Bewertung, Text, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Koma, Kritik, Literatur, Meinung
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Warum wird die Psychologie in der Öffentlichkeit nie kritisiert?

Warum wird die Psychologie in der Öffentlichkeit nie kritisiert?

Alles, was im größeren Rahmen organisiert ist, Schule, Bundesbahn, Krankenhäuser Kirche etc., wird von irgendwem als das Letzte vom Letzten kritisiert. In einer Demokratie ist das normal und gut, egal ob die Einwände berechtigt oder unberechtigt sind.

Deutschland wird von einem Heer von PsychotherapeutInnen flächendeckend versorgt. Sie haben tiefen Zugriff auf den Lebensalltag der Menschen. Wie ist es da möglich, dass Kritik an der Psychologie in den öffentlichen Medien komplett fehlt? In Jahren kommt es mal hier und da vor, dass die klassische Psychoanalyse oder die Psychiatrie verrissen werden. Aber der bedeutende Rest wird komplett ausgeklammert und ignoriert. Die Haltung ist: Es läuft super – die TherapeutInnen haben alles im Griff – schön, dass wir mal drüber gesprochen haben!

Aus Erfahrung weiß ich, dass die Zustimmung in der Bevölkerung hier tatsächlich fast hundertprozentig ist. Die TherapeutInnen haben die Rolle der früheren Geistlichen übernommen, bei denen man vorausgesetzt hat, dass der Herr Pfarrer grundsätzlich im Recht sein müsse. Ernstzunehmende Kritik seitens der PatientInnen wird gern mit dem Satz abgeschmettert: "Das betrifft Ihr Problem!" Darüber hinaus schreibt eine TherapeutIn als einzigen Kommentar einen Bericht, der ganz nebenbei auch ihre oder seine Arbeit benotet und beurteilt. Würde man diesem Bericht einen unabhängigen Anhang der PatientIn beifügen, würde sich hier und da sicher ein anderes Bild ergeben. Aber auch angesichts dieser Umstände ist mir die Kritiklosigkeit in der Öffentlichkeit immer noch ein Rätsel. Ich wundere mich, dass sie niemandem aufzufallen scheint.

Politik, Psychologie, Kritik, Philosophie und Gesellschaft
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Wird Deutschland wegen unserer Politik die nächsten Jahre den Bach runtergehen?

Kann es sein, dass ich mich einfach nur irre, oder ich doch richtig sehe das an jeder Ecke und Kante nur noch auf Grund und Boden gemeckert wird? Deutschland sei angeblich nicht mehr sicher, nachts kann man auch nicht mehr so sicher herumlaufen, wobei ich das wiederum nicht so ganz verstehen kann, da ich mir im Nachhinein denke, seit wann war denn Deutschland zu 100 % zur Einbruch der Dunkelheit sicher?

Gut, mag sein das ich es so mir zum gewissen Teil auch denke, aber ich denke mir auch mal, muss das wirklich der Wahrheit entsprechen was sie sagen? Nein, ohne Witz, die Aufreger kann ich sogar teilweise verstehen, aber auf der anderen Seite denke ich mir genauso, es wird sich viel zu viel aufgeregt. Und es ist ja nicht nur das Internet was schlecht ausgebaut ist z.B oder marode Schulen usw. Auch über Migranten wird sich immer wieder und immer wieder beklagt.

Dabei besitzt Deutschland schon viel länger ein Anteil an sehr vielen Ausländern. Okay, ich höre da immer es soll nicht gut kontrolliert sein, Kriminelle reingelassen oder was auch immer. Gut, mag ja sein, aber trotzdem. Dann haben wir da noch das Geld, ich glaube das Deutschland so oder so eine Schere zwischen Arm und Reich hat, aber was ich beispielsweise auch hören muss, irgendwann verdient man hier in Deutschland weniger Geld, auch wenn man ausgelernt ist und gut gelernt hat. Auf der anderen Seite heißt es jedoch, dies ist Quatsch man verdient wohl gut in Deutschland.

Ja und dann sage ich mir: Wem soll ich den jetzt glauben und wer hat recht? Es werden die und die Argumente hervorgebracht. Und ich kann mir wohl eine eigene Meinung dazu bilden, falls jemand was anderes behaupten. Ich will bitte keine Unterstellungen. Kann es auch sein das deswegen Deutschland wegen unserer Politik den Bach runtergehen wird? Und das AKK angeblich die Merkel 2.0 sein soll.., woher sollen wir das denn wissen wenn sie noch nicht mal Deutschland regiert hat? Stimmt das wirklich alles und welche Seite hat denn recht?

Ja, wenn die Politik weiter so gefahren wird. 47%
Das meiste ist Quatsch, außerdem war es nie zu 100 % sicher 42%
Kann sein 4%
Ein wenig Wahres gibt es schon, aber der Rest ist Quatsch 4%
Deutschland, Politik, Psychologie, Bevölkerung, Gesellschaft, Kritik, Flüchtlingskrise
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Lohnt sich ein Studium heute noch?

Hallo Community,

ich bin total unzufrieden mit unserem Schulsystem. Es geht nicht um Bildung, sondern um Indoktrination. Der Bildungsplan schreibt viel zu viel unnötigen Kram vor und schießt dabei an der eigentlichen Allgemeinbildung vorbei. Es geht nicht um individuelle Förderung, sondern um das Fördern einer homogenen Masse, die sich in Systeme pressen lässt und unhinterfragt das tut, was ihr vorgeschrieben wird. Ich hatte bis jetzt einen Schnitt von 1,1 und schäme mich dafür. Ich bin enttäuscht, für einen solchen Humbug so viel geopfert zu haben. Momentan ist meine Motivation im Keller. Ich fühle mich nicht gebildet, sondern zugestopft mit unnützem Wissen. Wie steht es mit Finanzen? Wie kann ich im Leben erfolgreich sein und wie kann ich mein Potential für die Gesellschaft nutzen? All das wird nicht gelehrt. Dafür bleibt weder Zeit noch Geld. Deswegen frage ich Euch: Findet ihr es legitim, die Schule nun schleifen zu lassen, auch wenn ich kurz vorm Abitur bin, und die Zeit für wirkliche Bildung zu nutzen, sprich für das Studieren von Büchern über Literatur, Geschichte und Politik, Kultur und Länderkunde sowie Naturwissenschaften und soziale/emotionale Intelligenz? Mein Abitur habe ich sowieso schon in der Tasche, schlechter als 2,0 wird es nicht und ich finde, Noten sind nicht so wichtig wie Allgemeinbildung. Wie seht ihr das? Und wie geht es im Studium weiter? Ist das genauso wenig individuell und unflexibel?

Leben, Studium, Schule, Bildung, Politik, Abitur, Kritik, Schulsystem, Wut, Ausbildung und Studium, Philosophie und Gesellschaft, Beruf und Büro
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Sind Leute, die sehr defensiv auf Kritik reagieren, grundsätzlich unsicher?

Heyo!

Also, wenn man zum Beispiel eine Meinung oder eine politische oder gesellschaftlcihe Frage kritisch kommentiert und Leute gleich ankommen und einen beschimpfen, sind sie dann in Wahrheit selbst unsicher, was diese Meinung angeht?

Um zwei gegensätzliche Beispiele zu nennen, die mir echt passiert sind:

Ich unterhalte mich mit einem Typen, der unter anderen die Ansicht vertritt, Homosexualität sei böse und müsse mit heiligem Feuer bekämpft werden (Desweiteren behauptete er Inters hätten eine geistige Krankheit [Denn geistige Krankheiten lassen einem zusätzliche Genitalien wachsen], Transsexuelle wollten nur Aufmerksamkeit, Frauen sollte man eh nicht aus der Küche lassen und ich könne all das nicht verstehen, weil mich mein Autismus zu dumm mache. All diese Ansichten wurden unaufgefordert präsentiert.) und ich habe einen Witz darüber gemacht, dass man ja sage, so extrem homophobe Leute würden nur ihre eigenen homoromantischen Tedenzen überspielen. Die Person wurde sofort MEGA aggressiv und brach den Kontakt dauerhaft ab. Nannte mich zuvor vermehrt SJW und Leftist.

Anderes Beispiel: Ich habe eine feministische Meinung kritisiert. Nicht den Feminismus, nicht Frauen, diese Meinung. Ich habe meine Kritik begründet. Man sagte mir, ich sei ein sexistischer Nazi ohne echte Persönlichkeit und solle doch eine intime Beziehung mit dem gegenwärtigen Königsclown von Amerika eingehen.

Ich weiß nicht, wieso Leute so reagieren, aber man sagte mir, dass diese Leute einfach selbst unsicher sind, was ihre Standpunkte angeht. Stimmt das?

Gezeichnet,

Implord, der böse linksrechte Nazifeminist

Menschen, Politik, Psychologie, Kritik
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Woran liegt es, dass ich mich immer persönlich angegriffen und kritisiert fühle?

Ich bin überhaupt nicht kritikfähig! Ich mag selber keine Leute kritisieren, weil ich mich dann schlecht fühle, aber selber will ich auch nicht kritisiert werden. Wenn jemand an mir etwas zu "bemängeln" hat, nehme ich alles persönlich. Ich bin keine Heulsuse :), sondern ein sehr fröhlicher Mensch und habe schon auch ein gewisses Selbstbewusstsein (in der Schule war ich stellvertretende oder 1. Schülersprecherin) etc., aber ich fühle mich eben oft persönlich angegriffen.

Oder anders gesagt: Ich habe immer das Gefühl, dass mein Gegenüber mich nicht für voll nimmt. Obwohl ich das vermutlich nur denke und es in Wirklichkeit gar nicht so ist.

Heute in der Arbeit: Wir haben eine neue Spülmaschine bekommen und ich wollte sie aufmachen. Ich habe aber nicht auf Anhieb den Knopf gefunden (war an einer anderen Stelle und sehr versteckt), dann kam eine ältere Kollegin vorbei und sie meinte sofort: "Weißt du denn nicht, wie eine Spülmaschine aufgeht?"

Das mag banal sein, aber ich HASSE es und explodiere innerlich, wenn man mich nicht für voll nimmt. Ich bin nicht dumm, aber natürlich gibt es auch mal Momente, wo ich etwas nicht auf Anhieb kann oder erst den Knopf suchen muss. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein Gegenüber mich nicht für voll nimmt und mich als strohdoof abstempelt.

Was kann ich dagegen mache? DANKE. Tipps?

Freundschaft, Psychologie, Kritik, Liebe und Beziehung, persönlich, Sensibel
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Denkt Ihr bei Mitmenschen, wenn sie seltsame Reaktionen zeigen, immer auch an einen möglichen besonderen Hintergrund?

Eine Freundin schickte mir ein umwerfendes Video - es zeigt einem deutlich, wie schnell man sich in ein vorschnelles Urteil verrennen kann und wie oberflächlich man reagiert, wenn man sofort eine Bewertung parat hat.

Da ich das Video nicht einfügen kann, hier der Text:

Ein Vater und sein 24-jähriger Sohn fahren mit dem Zug. Der junge Mann ruft voller Begeisterung: "Papa, sieh doch mal: es kommt einem ja so vor, als würden die Bäume nach hinten fliegen!"

Der Vater lächelt liebevoll.

Ein daneben sitzendes Paar wechselt mitleidige Blicke wegen des kindischen Verhaltens des jungen Mannes.

Kurz darauf ruft der Sohn mit einem Lachen im Gesicht: "Papa, schau doch mal genau hin: die Wolken verfolgen uns!"

Wieder lächelt der Vater.

"Sagen Sie mal, sollten Sie mit Ihrem Sohn nicht lieber einen Arzt aufsuchen?" fragt eine Stimme aus der Richtung des Paares.

Darauf lächelt der Vater nur gutmütig. "Das haben wir bereits getan. Wir kommen auch gerade aus der Klinik. Mein Sohn war von Geburt an blind. Heute hat er sein Augenlicht wieder geschenkt bekommen."

Bevor man einen Menschen verurteilt, sollte man seine Geschichte kennen.

  • * *

Jeder kann mal in sich gehen und sich fragen, wie er sich in diesem Fall verhalten hätte.

In manch einer Situation, an die ich denken muss, bin ich heute noch froh, dass, als ich meinen Mund aufmachen wollte, zum Glück aber damit noch damit gewartet habe: es hätte ähnlich ausgehen können.

Eine ganz besondere Frage, aber jeder findet sich vielleicht an irgendeiner Stelle wieder. Was bewegt euch daran?

Leben, Gesundheit, Guten Morgen, Kritik, Menschlichkeit, Reaktion, Schicksal
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Was bringt die Schule?

Ich habe ich 1,5 Jahren mein Abitur fertig. Schreibe eigentlich nur 3 oder 4 und musste die 8. Klasse wiederholen obwohl ich zum dem Zeitpunkt sonst überall 2 stand. Ich habe mit er Zeit immer mehr Zweifel an der Schule bekommen was auch viele andere haben. Jedoch frage ich mich warum daran niemand was ändert. Was ist mit Steuern Finazen Berufen und der Zukunft. Fast jeder beendet die Schule und hat keine Ahnung wie es weiter geht. Klar ist es nicht einfach das ganze Schulsystem umzukrempeln. Und ja es ist auch teuer. Aber warum ist es zu teuer die nächsten Generationen vernünftig auszubilden. was haltet ihr von Schule? Ich bin ganz ehrlich ich empfinde mich als sehr intelligente Person, die allerdings nicht schlau ist ( was ein unterschied ist). Unnütze dinge in der Schule auswendig zu lernen ist für mich einfach sinnlos und nutze mein potenzial lieber für wichtigere Dinge. Ich habe echt keine Motivation für Schule mehr weil ich einfach keinen Sinn in ihr finde und ich möchte mich auch nicht dieser dummen gesellschaft unterordnen nur weil sie es will. Ich will nicht Teil dieses Systems sein und auf eine Zukunft vorbereitet werden um einen Beruf auszuüben, den ich dann ihr Freude 40 jahre lang ausübe. Was kann ich dagegen tun oder ist es in der heutige Zeit unmöglich, nicht Teil dieses Systems zu sein?

Leben, Beruf, Schule, Zukunft, Psychologie, Gesellschaft, Kritik, Ausbildung und Studium
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