Wie überzeugt man jemanden davon, dass die Erde eine Kugel ist?

Hallo!

Es geht um einen langjährigen, guten Bekannten. Gestern hat er mir eröffnet, dass er, nachdem er die längste Zeit seines Lebens (viele Jahrzehnte) davon überzeugt war, dass sie eine Kugel ist, klar davon überzeugt ist, dass die Erde eine Scheibe ist. Hat erwähnt, dass er 100 Beweise dafür habe, außerdem hat er mir Starrsinn und kritiklose Leichtgläubigkeit vorgeworfen - alles Dinge, die eigentlich auf ihn passen würden.

Das regt mich natürlich enorm auf, aber was tun? Er ist nicht dumm oder verrückt (jedenfalls sonst nicht), wäre es so, würde ich einfach abwinken und "jaja, is´gut" sagen. Echte Fakten stempelt er als "Verschwörung" ab, er glaubt nur, was er selbst sieht. Er kann sich halt nicht vorstellen, dass zum Beispiel unten bei Australien die Menschen kopfüber "hängen". Hab ihm dann gesagt, dass es im Weltall kein "oben" und "unten" gibt. Außerdem sagte er, dass die nicht erforschte Gravität von Grund auf aufzeigen solle, dass eine Kugel als Erde nicht funktionieren könne.

Ich habe ihn gefragt, weshalb es dann nicht überall auf der Welt zur gleichen Zeit hell und dunkel würde. Er meinte, die Sonne würde tiefer gehen, und mal diesen, mal jenen Ort beleuchten. :D Weshalb ein Stein, wenn es doch keine Gravitation geben solle, nach unten in Richtung Erdmittelpunke fällt und nicht einfach in der Luft stehen bleibt, konnte er nicht erklären, er versteht nicht, dass Gegenstände sich nicht ohne Energiezufuhr in Bewegung setzen.

Was würdet Ihr tun?

Erde, Gravitation, flache erde, runde erde
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Physik und Liebe - wie beides aufeinander beruht. Diskussionsrunde?

Hallo, mir ist beim Lernen fürs Physikabi ein interessanter Zusammenhang zwischen der physikalischen Anziehung und der Liebe aufgefallen, und wollte mal andere Meinungen dazu hören. (Gerne auch kritisch von Philosophen oder Leuten die Physik wirklich verstehen).

Betrachtet man sowohl die Gravitation, als auch die elkt. Ladung, die die elektromagnetische Wechselwirkung bestimmt, die Beide zu den fundamentalen Wechselwirkungen der Physik gehören, fällt auf das diese auf einer Anziehungskraft beruhen. Die Gravitation äußert sich durch eine Anziehung von Massen und bestimmt sowohl unser Sonnensystem (Planetenbahnen, ect.), als auch den kompletten Kosmos (Bildung von Sternen, Galaxien, ect.). Die elkt. Ladung beruht auf der Coulombkraft, die zeigt, dass eine Anziehung bei unterschiedlich geladenen Teilchen herrscht und eine negative Anziehung bei gleich geladenen. Der Ursprung oder das Fundament des gesamten Universums beruht somit auf Anziehung.

Überträgt man diese Theorie auf die menschl. Gesellschaft und betrachtet es im philosophischen Kontext, so gibt es auch zwischen den Menschen eine teils unbegründete Anziehung (Man weiß physikalisch auch nicht weshalb z.B die Teilchen sich selbst im Vakuum anziehen), die sowohl freundschaftlich, familiär oder sexuell sein kann. Diese Anziehung hat in unserem Sprachgebrauch die Bezeichnung der Liebe. Guckt man nach einer Definition der Liebe so wird sie folgt beschrieben: "...ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung, ...ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt."

Liebe ist also eine unbegründbare Anziehung, die der Ursprung oder das Fundament des menschl. Lebens ist. Und nimmt man alle diese scheinbar einfach von Natur aus existierenden Anziehungen, sowohl zwischen Lebewesen, als auch in der physikalisch begründeten Natur, so kommt man vielleicht auf die Kraft, die manche Menschen als Gott bezeichnen würden.

Wie schon gesagt, waren das bloße Ideen, die mir gekommen sind und wozu ich sonst noch keine andere Diskussion gefunden habe und ich würde mich über jede Antwort oder Gedanken freuen.

Liebe, Diskussion, Anziehung, Psychologie, Gravitation, Philosophie, Physik, Wechselwirkung, elektrische Ladung, Philosophie und Gesellschaft
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Wie kann es sein, dass die Gravitation (der Erde) auf alle Objekte (auf der Erdoberfläche) gleich wirkt?

Hallo liebe Community und (hoffentlich) Physikbegeisterte - und gelehrte Mitleser :)

Ich stelle mir diese Frage gerade, da ich mich mit der Relativitätstheorie näher beschäftige und mir eine Sache dabei etwas Kopfschmerzen bereitet, nämlich:

Wir lernen ja in der Schule, dass die Gravitation überall gleich wirkt.

Das heißt, dass eine, wie viel wiegt sie wohl - ich schätz mal 0,2 - 0,5 g - Feder genauso von der Gravitation angezogen wird wie eine 10 Kilo schwere Stahlkugel.

Sollte man die Reibung der Luft vernachlässigen, die dafür verantwortlich ist, dass die Feder so schwungvoll und langsam die Oberfläche erreicht, dann müssten beide Objekte gleich schnell auf die Erde fallen. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

Hier jetzt mein Gedankenbeispiel: Ich bin in der Schwerelosigkeit, um mich herum kompletter Vakuum und kein Masseobjekt, was Graviationskräfte auswirken könnte bis auf mich selbst, ungefähr 80 Kilogramm, die 10 kg schwere Stahlkugel und die 0,2 g leichte Feder.

Die einzigen Gravitationskräfte, die hier wirken, sind diese 3 Objekte. Die Stahlkugel und die Feder stehen in einem Abstand einer Armlänge vor mir, genau nebeneinander. Ich symbolisiere in dem Fall die Erde, die die Gravitationskräfte ausübt.

Etwas vor meiner Brust befindet sich eine gedankliche Ziellinie, die piept, sobald eines der Objekte da rankommt. Ich ziehe jetzt einmal die Feder zu mir, und schaffe das in ungefähr 3 Sekunden - dann piept es. Mit der gleichen Kraft, mit der ich die Feder zu mir gezogen habe, versuch' ich jetzt die Stahlkugel zu mir zu ziehen:

Achtung: Ich stelle mich genau so vor die Stahlkugel, wie vor die Feder.

Da die Stahlkugel eine größere Anziehungskraft als die Feder besitzt, müsste sie mich ja auch in gewisser Weise stärker anziehen. Das ist in dem Falle ihre „Gewichtskraft“.

Damit das nicht passiert, muss ich mehr Energie verwenden, denn falls ich sie mit der gleichen Kraft wie die Feder zu mir ziehen würde, würde es entweder ich sein, der über die Ziellinie kommt - das heißt ich bewege mich um so und so viel cm zur Kugel, [was bei der Erde aber nicht in einem wirklich messbaren Bereich fallen dürfte, da die Erde im Vergleich zu einer Kugel viel mehr Masse hat als ich im Vergleich zur Kugel], oder ich würde die Kugel erst in so so etwa 10 Sekunden zu der Ziellinie bringen. Damit die Kugel aber genau gleich schnell ankommt, wie die Feder, muss ich ja eine höhere Kraft aufwenden.

Also was will ich damit fragen? Laut dieser Überlegung muss die Erde ja die Kugel mit einer höheren Kraft anziehen, als die Feder, damit beide Objekte gleich schnell unten aufkommen.

Warum aber heißt es jetzt, die Gravitation ist überall gleich, wenn die Gravitation auf die Kugel ja anscheinend stärker wirkt - ähnlich meinem Beispiel, wo ich ja, symbolisch gesehen, mehr (Gravitations)kraft aufbringen musste, um die Kugel in gleicher Geschwindigkeit zu der Ziellinie zu bringen.

Anscheinend verstehe ich da etwas nicht ganz?

Kraft, Gravitation, Maße, Naturwissenschaft, Physik, Relativitätstheorie, Schwerkraft, Erdbeschleunigung, gedankenexperiment
13 Antworten

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