Wie kann es sein, dass die Gravitation (der Erde) auf alle Objekte (auf der Erdoberfläche) gleich wirkt?

Hallo liebe Community und (hoffentlich) Physikbegeisterte - und gelehrte Mitleser :)

Ich stelle mir diese Frage gerade, da ich mich mit der Relativitätstheorie näher beschäftige und mir eine Sache dabei etwas Kopfschmerzen bereitet, nämlich:

Wir lernen ja in der Schule, dass die Gravitation überall gleich wirkt.

Das heißt, dass eine, wie viel wiegt sie wohl - ich schätz mal 0,2 - 0,5 g - Feder genauso von der Gravitation angezogen wird wie eine 10 Kilo schwere Stahlkugel.

Sollte man die Reibung der Luft vernachlässigen, die dafür verantwortlich ist, dass die Feder so schwungvoll und langsam die Oberfläche erreicht, dann müssten beide Objekte gleich schnell auf die Erde fallen. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

Hier jetzt mein Gedankenbeispiel: Ich bin in der Schwerelosigkeit, um mich herum kompletter Vakuum und kein Masseobjekt, was Graviationskräfte auswirken könnte bis auf mich selbst, ungefähr 80 Kilogramm, die 10 kg schwere Stahlkugel und die 0,2 g leichte Feder.

Die einzigen Gravitationskräfte, die hier wirken, sind diese 3 Objekte. Die Stahlkugel und die Feder stehen in einem Abstand einer Armlänge vor mir, genau nebeneinander. Ich symbolisiere in dem Fall die Erde, die die Gravitationskräfte ausübt.

Etwas vor meiner Brust befindet sich eine gedankliche Ziellinie, die piept, sobald eines der Objekte da rankommt. Ich ziehe jetzt einmal die Feder zu mir, und schaffe das in ungefähr 3 Sekunden - dann piept es. Mit der gleichen Kraft, mit der ich die Feder zu mir gezogen habe, versuch' ich jetzt die Stahlkugel zu mir zu ziehen:

Achtung: Ich stelle mich genau so vor die Stahlkugel, wie vor die Feder.

Da die Stahlkugel eine größere Anziehungskraft als die Feder besitzt, müsste sie mich ja auch in gewisser Weise stärker anziehen. Das ist in dem Falle ihre „Gewichtskraft“.

Damit das nicht passiert, muss ich mehr Energie verwenden, denn falls ich sie mit der gleichen Kraft wie die Feder zu mir ziehen würde, würde es entweder ich sein, der über die Ziellinie kommt - das heißt ich bewege mich um so und so viel cm zur Kugel, [was bei der Erde aber nicht in einem wirklich messbaren Bereich fallen dürfte, da die Erde im Vergleich zu einer Kugel viel mehr Masse hat als ich im Vergleich zur Kugel], oder ich würde die Kugel erst in so so etwa 10 Sekunden zu der Ziellinie bringen. Damit die Kugel aber genau gleich schnell ankommt, wie die Feder, muss ich ja eine höhere Kraft aufwenden.

Also was will ich damit fragen? Laut dieser Überlegung muss die Erde ja die Kugel mit einer höheren Kraft anziehen, als die Feder, damit beide Objekte gleich schnell unten aufkommen.

Warum aber heißt es jetzt, die Gravitation ist überall gleich, wenn die Gravitation auf die Kugel ja anscheinend stärker wirkt - ähnlich meinem Beispiel, wo ich ja, symbolisch gesehen, mehr (Gravitations)kraft aufbringen musste, um die Kugel in gleicher Geschwindigkeit zu der Ziellinie zu bringen.

Anscheinend verstehe ich da etwas nicht ganz?

Kraft, Gravitation, Maße, Naturwissenschaft, Physik, Relativitätstheorie, Schwerkraft, Erdbeschleunigung, gedankenexperiment
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