Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden?

Sollte man eurer Meinung nach Hausaufgaben abschaffen? Warum (nicht)?

--------------------------------------------------------------------------

Meine persönliche Meinung:

In der Theorie klingt die Idee von Hausaufgaben ziemlich simpel und schlüssig: Die Schüler sollen den in der Schule gelernten Stoff zuhause vertiefen, sodass sie sich ihn besser merken können. In der Praxis sieht das jedoch oft ganz anders aus:

Häufig werden Hausaufgaben lediglich dafür genutzt, Stoff, für den im Unterricht nicht mehr genug Zeit übrig war, nach zuhause auszulagern. Dies führt dazu, dass Kinder Hausaufgaben zu erledigen haben, die ggf. gar nicht darauf ausgelegt sind, alleine gemacht zu werden. Viele Schüler, aber auch Eltern, fühlen sich dabei hilflos und frustriert.

Des Weiteren haben Schüler unterschiedliche Voraussetzungen, Hausaufgaben zu erledigen, wenn sie zuhause sind. Manche Eltern kommen erst spät nach Hause, sprechen nicht hinreichend Deutsch, haben kein hohes Bildungsniveau, streiten sich den ganzen Tag etc. Hausaufgaben provozieren somit letztendlich auch eine enorme Chancenungleichheit.

Dazu erhalten Schüler bei der Vergabe von Hausaufgaben in der Regel stets die gleichen Aufgaben, unabhängig davon, wie gut sie in dem jeweiligen Fach sind, was dazu führt, dass einige Schüler unterfordert und andere wiederum mit ihren Hausaufgaben überfordert sind.

Obwohl Hausaufgaben häufig als Mittel der Förderung von Selbstregulation gesehen werden, ist meist das Gegenteil der Fall: Da Hausaufgaben meist verpflichtend sind, haben Schüler kaum bis gar keine Möglichkeiten, selbst zu entscheiden, ob es sinnvoll für sie ist, die jeweilig aufgegebenen Hausaufgaben zu erledigen. Hausaufgaben widersprechen somit auch dem Konzept des selbstbestimmten Lernens.

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Hausaufgaben kaum die Leistung von Schülern verbessern, u. a. die Metaanalyse Visible Learning von John Hattie. Laut einer Studie der TU Dresden verbessern sich ohnehin bereits gute Schüler durch Hausaufgaben kaum, während schwächere Schüler durch simples Wiederholen zuhause nicht zwangsläufig den Stoff besser verstehen und nachhaltig anwenden können. Laut einer Studie des UCL Institute of Education führen Hausaufgaben oft zu Streitigkeiten innerhalb von Familien sowie Angst und emotionaler Erschöpfung bei Schülern.

Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass alleine die Kontrolle und das Korrigieren von Hausaufgaben viel Zeit kostet, die anderweitig sehr wahrscheinlich sinnvoller genutzt werden könnte.

Mein Fazit: Hausaufgaben sind ungerecht, pädagogisch höchst fragwürdig, für viele Eltern und Kinder sehr belastend und ihre Effekte auf den Lernprozess völlig überbewertet.

Nein 39%
Ja 36%
Andere Meinung 21%
Unsicher 3%
Schule, Bildung, bildungspolitik, Gesellschaft, Hausaufgaben, Meinung, Schulpolitik, Schulsystem, Bildungssystem, meinungsumfrage, Ausbildung und Studium, Gesellschaft und Politik, Gesellschaft und Philosophie, Umfrage, Gesellschaft und Soziales
Ausbildung und Berufskolleg gleichzeitig - (Wie) geht das?

Hallo, ich habe vor einen Berufskolleg zu machen und das steht mehr oder weniger schon fest (vorzeitige Zusage von der Schule). Ich bin momentan auf einer allgemeinem Gymnasium und auf was spezifischeres gewechselt. Deshalb de Berufskolleg, ich mag die Richtung und kann mir sehr gut vorstellen, dass gelernte in einem welches in dieser Richtung geht auch zu machen. Aber ich habe auch sehr viel Interesse an Synchronsprechen (geht in eine andere Richtung, als das Berufskolleg welches ich absolvieren kann).

Ich habe gesehen, dass manche eine Aubildung zum Synchronsprechen anbieten (und das auch schon für Menschen mit Mittlerer Reife). Jetzt abgesehen davon, ob es zu überfordernd sei oder ähnliches, sondern nur der Möglichkeit halber, ist es möglich beides zu machen? Und falls ja wie macht man das(, wie mache ich das Zeittechnisch, muss ich bei der Ausbildung sagen, das ich auch zur Schule wegen eines Berufskollegs gehe)?

Für die, die sich wundern, weshalb ich es beides auf einmal machen möchte, ich möchte gerne das parallel machen um einfach paar Jährchen zu sparen :)

Schon mal danke im Voraus!

(Bitte seid nett und antwortet nur wenn ihr was konstruktives beizutragen habt.)

(Mir ist bewusst, dass wenn es möglich wäre, es ziemlich anstrengend und stressig wäre. Ich überschätze das nicht, mir ist das alles komplett bewusst)

Schule, Ausbildung, Berufskolleg, Schulsystem, Synchronsprecher, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
Was haltet ihr von dem Schulsystem was ich mir ausgedacht hab?

Die Klassen

Die Grundschule fängt mit dem Alter vom 7 Jahren an. Man ist dann in der 0 Klasse. Wenn man in der 6 Klasse ist kommt man auf die Mittelschule und in der 9 Klasse Kommt man in die Oberschule.

Der Lehrplan der Grundschule

Am Ersten tag lernt man Sachen wie Reimwörter, Richtige Aussprache der Buchstaben, schreiben, Bis 10 Zählen und Lesen. Am Ende des Schuljahres gibt's es eine Prüfung und nach der Auswertung der Note gibt's das Zeugnis.

Die Einrichtung

Man schreibt statt mit einer Kreide mit Filzstiften auf einer weißen Tafel. Die Stühle sind aus holz also ganz normal.

Das Recht der Schüler

In der 5 Klasse gibt's es ein Gespräch mit dem Schulpsychologe um die Fächer zu bestimmen die am Berufswunsch basieren. Pflichtfächer sind Deutsch, Mathe, Fremdsprache. Es gibt auch Fächer die andere nicht haben. Da gibt's Kanzleiuntericht wenn man ein Anwalt werden will u.s.w. Aber wenn der Schüler die Meinung wechselt dann kann der Schüler*innen mit den Lehrer reden und er muss ihn/sie zum Psychologen führen und mit ihn das neu vereinbaren und hat neue Fächer.

Der Lehrplan der Mittelschule

Ab dem erstem Tag hat man als Fremdsprache Polnisch, Niederländisch, Englisch, Italienisch. Man zählt bis 6000 und hat Mittlere aufgaben. Man lernt mittlere Teil Rechnung.

Der Lehrplan der Oberschule

Ab dem erstem Tag wird man auf das Abitur (Arigatu) vorbereitet. Es folgen schwere aufgaben. Bei das Abitur (Arigatu) sind alle aufgaben der ganzen Zeit der Oberschule. Nach dem Ferien folgt die Universität.

Noten System

1 = Sehr Schlecht

2 = Schlecht

3 = Befriedigend

4 = Gut

5 = Sehr gut

6 = Ausgezeichnet

Schule, Bildung, Ausbildung, Schulsystem, Berufswunsch, Ausbildung und Studium
Schul- oder Bildungspflicht?

Seid ihr für eine Schul- oder Bildungspflicht?

Bei einer Schulpflicht, wie es sie derzeit in Deutschland gibt, müssen Menschen in eine Schule gehen.

Bei einer Bildungspflicht, so wie es sie in den meisten anderen westlichen Industrienationen gibt, steht es Eltern und Kindern frei, wo sie sich bilden. I. d. R. werden dabei regelmäßig Leistungsnachweise verlangt, damit sichergestellt wird, dass sich die Menschen bilden. Werden die Bildungsanforderungen nicht erreicht oder besagte Nachweise nicht erbracht, müssen die Kinder zu Beginn des nächsten Schuljahres wieder für mindestens ein Jahr in eine Schule gegen.

Ich persönlich halte eine Bildungspflicht einer Schulpflicht in sogut wie jedem Aspekt für überlegen.

In Zeiten der schnellen Informationsbeschaffung durch das Internet ist es m. M. n. schlicht überholt, Menschen ggf. gegen ihren Willen zur Wissensvermittlung an einen bestimmten Ort zu zwingen. Mit der Schulpflicht wird staatlich vorgegeben, wie das Erlangen von Bildung zu sein hat, obwohl die Schule nicht für jeden Menschen als Bildungsform optimal geeignet ist. Es gibt einfach viele Schüler, die lieber, besser und effizienter zuhause oder anderswo lernen können als in der Schule.

Ich denke, dass in der Schule bestimmte Temperamente gefördert werden, während andere gehemmt werden, weshalb eine Schulpflicht m. M. n. Chanchenungleichheit verursacht. Ist jemand z. B. eher introvertiert, unsportlich oder lernt auf andere Arten als sie in der Schule stattfinden, ist dieser im Vergleich zu anderen Schülern im Nachteil. Und das, obwohl das in vielen Berufen überhaupt kein Problem darstellt. Das ist wie ich denke eine große Potentialverschwendung. Der Erwerb von Wissen und Abschlüssen muss m. M. n. unabhängig davon möglich sein, wie und wo gelernt wurde. Wichtig ist lediglich, dass der Stoff gelernt wurde.

Außerdem halte ich bei einer Schulanwesenheitspflicht das Quasi-Bildungsmonopol von Schulen für nicht hinreichend begründet und würde vorsichtig gesagt nicht ausschließen wollen, dass Bildung dadurch oftmals politischem Einfluss durch bestimmte Interessen unterliegt.

Eine Abschaffung der Schulpflicht würde außerdem die Monopolstellung der Schule bei der Bildung davontragen und so möglicherweise indirekt dafür sorgen, dass die Schulen langfristig dazu gezwungen sind, ihre Qualität kontinuierlich zu verbessern, um weiterhin als Form der Bildung attraktiv zu bleiben.

Bildungspflicht 47%
Schulpflicht 36%
Andere Antwort 11%
Unsicher 6%
Lernen, Kinder, Schule, Zukunft, Bildung, Deutschland, Unterricht, Chancengleichheit, Gesellschaft, Homeschooling, Meinung, Schulpflicht, Schulsystem, Schulverweigerung, Verhaltensweisen, Bildungssystem, Hausunterricht, meinungsumfrage, Schulpflichtig, Temperament, Schulsystem Deutschland, Umfrage
Ist das deutsche Schulsystem nicht teilweise echt schlecht? In der 4. Klasse selektieren ist sehr früh? In F. geht man 7 Jahre zur Grundschule, danach Trennung?

In Finnland gehen sie bis zur 9. Klasse gemeinsam in eine Schule. Keine Selektion. Auch danach gibt es keine Selektion. Danach gehen sie auf das Gymnasium oder auf Berufsfachschulen. Fast alle machen Abitur in Finnland. Finnland liegt in PISA über Deutschland.

Wie kann es sein, dass das System in Finnland und sogar überall in Skandinavien viel durchlässiger und weniger selektiv, einfach sozialer ist, wahrscheinlich lockerer mit weniger Druck ist und sie dort trotzdem besser in PISA abschneiden als Deutschland?

Ich war auf der Hauptschule und als Hauptschule kam ich mir manchmal wie der letzte Idiot vor vor Familie und anderen Menschenversammlungen. Man wird einfach absolut degradiert und schämt sich dafür auf der Hauptschule zu sein, einfach, weil man in der 4. Klasse eine Schwäche in Mathe hatte, die sich hinter in eine Stärke in Mathe umgewandelt hat während der Hauptschulzeit.

Ich war bis zum Ende der 10. Klasse auf der Hauptschule. War aber eine Hauptschule mit relativ gutem Ruf damals. Nach der Hauptschule wollte ich unbedingt auf's Gymnasium, weil ich mir beweisen wollte, dass ich nicht zu den Hauptschülern gehöre.

Am Gymnasium kam ich in die Einführungsphase (11. Klasse) und hatte direkt eine 1 auf dem Zeugnis in Mathe, ich hatte dann auch Mathematik- und Physik-Leistungskurs.

Ich war schon während der Hauptschulzeit eigentlich immer der Klassenbeste und hättte wahrscheinlich schon vor der 10. Klasse auf eine Realschule oder auf's Gymnasium wechseln können.

Ich bin auch nur auf die Hauptschule gegangen, weil ich in der Grundschule in der 4. Klasse schlecht in Mathe war.

Wie bekloppt ist die Selektion in der 4. Klasse? So ein dämliches System.

Als Hauptschüler kommt man sich vor wie der letzte Abschaum in Gesellschaft.7

Traurig, dass ich mich selbst nach der Hauptschulzeit und heute immer noch irgendwie beweisen will.

Damit ruiniert man die Psyche eines Kindes im Alter von 10 Jahren.

Selektion auf die weiterf. Schulen in der 4. Klasse ist zu früh 64%
Spätere Selektion, wie in Finnland, Norwegen, Dänem. ist schlecht 36%
Schule, Geschichte, Bildung, Politik, Gymnasium, Hauptschule, Lehramt, Lehramtsstudium, Österreich, Schulsystem, Bildungssystem, Schulsystem Deutschland, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
Wieso lernt man in Deutschland so viel Müll?

Hallo.

Ich mag Deutschland zwar generell nicht (nur meine persönliche Meinung) jedoch nervt mich vorallem das Bildungssystem hier.

Man bekommt einfach sooo viel Schwachsinn zu lernen, was man im späteren Leben sowieso wirklich NIE WIEDER brauchen wird!

Z.B in manchen Staaten Amerikas:

Ich habe einen Freund, der in der 10. ein austauschjahr in Amerika hatte und er sagt, dass da alles wirklich viel zu einfach für ihn war. EBEN WEIL man dort nur die Grundlagen kennt.

Dort werden einem nicht irgendwelche Unsinnigen Sachen beigebracht, sondern man wird auf ein Studium vorbereitet. Man lernt die Grundlagen und somit kann jeder für sich selbst entscheiden was Schwachsinn ist oder nicht.

Und in Deutschland?

In deutschland muss ich lernen, wie man eine Werbung analysiert. WOZU?!?! Ich meine, es sind weder Grundlagen, noch bereitet es mich auf meine Zukunft oder sonst etwas vor! Es kostet mich bloß Zeit und ist mir Zeitverschwendung??!??

Ich sehe da einfach keinen Sinn drin. Und da wundert es mich auch nicht, dass mehrere auf eine Ausbildung tendieren, als auf ein richtiges Studium. Mir macht es einfach kaum noch Spaß mehr und es ist nicht ,,Was möchte ich studieren?", sondern eher ein ,,Was kann ich studieren?"

Warum wird das nicht geändert und wie seht ihr das?

LG

Ich stimme dir nicht zu 66%
Ich stimme dir zu 24%
Sonstiges 10%
Schule, Bildung, Deutschland, Politik, Schulsystem, Bildungssystem, Schulsystem Deutschland, Ausbildung und Studium, Umfrage
Braucht unser Schulsystem eine Generalüberholung?

Ich habe das selbst durchgemacht. 13 Jahre lang. Eigentlich sogar noch 1 mehr, da ich die vierte Klasse wiederholt habe. Danach lief wieder alles paletti, bis zum 1,9er Abi.

Untersuchungen haben ergeben, dass 2/3 der Schüler im Wesentlichen gern zur Schule gehen. Ich bin in der Regel auch gern gegangen.

Aber auch mir sind Missstände im Schulsystem aufgefallen. Eine Auswahl:

  • Die Inhalte im Lehrplan scheinen sich seit Gründung der Bundesrepublik nicht verändert zu haben. Die Geschichte bricht immer noch bei den Nazis ab (die ein volles Schuljahr lang behandelt werden) oder kurz nach der Gründung der BRD/DDR. Lediglich ein paar Inhalte zur EU wurden hinzugefügt, die sind aber nach 2 Wochen durch. Wiedervereinigung, 9/11, sonstige "modernere" Geschichte? Fehlanzeige.
  • Meiner Meinung nach gibt es zu viele Inhalte, die kein Mensch braucht. In welchem Beruf nützt es, dass man in der Schule Franz Kafka gelesen hat?
  • EIn Abitur in Berlin ist mit einem in Bayern kaum vergleichbar. Meiner Meinung nach sollte Bildungspolitik Aufgabe des Bundes sein.
  • Kreativität wird zu wenig gefördert. Es gibt in fast allen Fächern nur den einen, starren Lösungsweg, selbst in "Bildende Kunst", wo man die Kreativität eigentlich erwarten würde.
  • Dies sorgt dafür, dass die Schule die Schüler zu Befehlsempfängern/Soldaten macht, statt sie zu selbstbestimmten Menschen zu machen, die sich eine eigene Meinung bilden.
  • 8-10 Stunden Schule, trotzdem Hausaufgaben? Diese Doppelbelastung sorgt für Unmut bei den Schülern.
  • Alle behandelten Inhalte gehen von der Schule aus, nie von den Schülern. Warum nicht mal ein Projekt über ein paar Wochen zu einem selbst gewählten Thema? So etwas wird zu selten angeboten.
  • Das eigenverantwortliche Arbeiten wird nicht gefördert. Selbst bei älteren Schülern, die das gut könnten, gibt es immer noch Tageshausaufgaben statt Projekten über 1, 2 oder auch 4 Wochen.
  • Gruppenarbeit/Teamwork wird mMn zu wenig gefördert.
  • Die meisten Inhalte sind fächerübergreifend, trotzdem versucht man sie in Schubladen zu pressen. Finnland hat das Problem erkannt und 2020 die Schulfächer, wie wir sie kennen, abgeschafft.

Wie sollte Schule im 21. Jahrhundert aussehen? Was muss an unserem Schulsystem dringend geändert werden, um den Anforderungen der heutigen Zeit eher zu entsprechen?

Schule, Bildung, Deutschland, Politik, Abitur, Gesellschaft, Gymnasium, Hauptschule, Lehrer, Realschule, Schulsystem, Die Verwandlung, Ausbildung und Studium, Philosophie und Gesellschaft
Schulsystem, Erfolg und Ungerechtigkeit?

Hallo, ich habe eine Frage die ich schon einigen Personen gestellt habe aber nie auf Verständnis gestoßen bin.

Und zwar wie findet ihr das mit den Schulen in Deutschland? Mal so, ich habe vor 2 Jahren einen Realschulabschluss gemacht, war aber davor ein paar Jahre im Gymnasium. Es waren jedoch Probleme in der Schule wie mit meinen Lehrern und meinem Mitschülern, begleitend mit häuslichen Problemen, die dazu geführt haben dass ich sitzengeblieben und letztlich auf die Realschule herabgestuft worden bin. Jetzt mache ich seit 2 Jahren eine Ausbildung und verdiene dann ab nächstes Jahr trotz Ausbildung nur 1600€. (Netto)

Das große Problem dabei: Nur weil ich Realschüler bin werde ich a) minder angesehen und b) einfach trotz Vollzeit lächerlich bezahlt. Ich habe mit Leuten gesprochen die mit mir angefangen haben, die auch Abitur haben. Die zum Beispiel machen ein duales Studium, welches auch 3 Jahre läuft und wobei sie die exakt gleiche arbeit wie ich verrichten. Jedoch verdienen diese Personen jetzt schon knapp 300€ mehr und nach der Ausbildung mehr als satte 1000€ als ich. In ein paar Jahren drauf, wenn ich noch mit einem Geringverdienergehalt von unter 2300€ Brutto feststecke (trotz erfolgreich beendete Ausbildung und 6 7 Jahren erfahrung) haben diese anderen jedoch die Chance auf einen Lohn in Höhe von 4000€. Und das für die ähnliche arbeit und identische erfahrung??

Ich habe ein Jahr wiederholt, also hatte ich 11 Jahre Schule, die mit dem Abitur, die jetzt ein duales Studium absolvieren hatten 12 Jahre Gymnasium also 1 Jahr mehr als ich. Heißt das weil mir ein Jahr fehlt habe ich mich selbst in den unteren Schichten gefangen?

Selbst wenn ich wollte könnte ich nicht mal nach der Ausbildung solch ein duales Studium absolvieren weil ich ein billiger Realschüler bin. Höchtens könnte ich so etwas wie einen Fachwirt machen welches aber nicht mal annährend so hoch angesehen word wie ein duales Studium zum Beispiel. Das heißt ich bin für immer und ewig eine Untergeordnete Marionette die sich keine schönen Sachen leisten darf weil er als billiger Arbeiter abgestempelt wurde.

Dieses Thema belästigt mich so sehr dass ich wirklich nicht selten an Suizid denke weil ich einfach versagt habe. Ich habe dazu keine Motivation wenn ich ohnehin als weniger Wert angesehen werde und nur arbeiten darf um mich satt zu bekommen und nicht um mir ein schönes leben zu bescheeren. Ich weiß dass ich den Schritt des Suizids sehr wahrscheinlich irgendwann gehen werde aber das soll hier nicht das Thema sein.

Das Thema ist, bin ich denn wirklich der einzige der dieses riesige Problem erkennt? Oder akzeptiert ihr einfach euer Schicksal und arbeitet bis 70 wofür andere für die gleiche Zeit und Mühe einfach ein vielfach tolleres leben führen?

Ich möchte hier bitte echt keine Antworten wie sei zufrieden mit dem was du hast oder akzeptiere es oder bor allem Geld ist nicht alles weil dann könnte ich wirklich durchdrehen.

Danke falls ihr es bis hier gelesen habt und für die antwort.

Arbeit, Schule, Gehalt, Ausbildung, Gerechtigkeit, Schulsystem, Versagen, Schule und Ausbildung, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro

Meistgelesene Fragen zum Thema Schulsystem