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Der deutsche Bundeskanzler hat bereits angedeutet, die deutsche Luft- und Raumfahrttechnik stärken zu wollen. Nach dem Aus des Projekt FCAS, mit Frankreich, ist Deutschland auf der Suche, dieses Projekt neu aufzustellen.
Das Anforderungsprofil, für einen neuen Kampfjet, der 6. Generation, unterscheidet sich deutlich zwischen dem was Deutschland vorschwebt und was Frankreich sucht. Das war bereits beim Eurofighter der Fall. Französische Kampfjets sollen auf Trägern landen und starten können. Das macht Sinn. Für Deutschland bedeutet es jedoch, dass es zweckmäßiger ist, eigene Wege zu gehen.
Deutschland war oft Vorreiter von High-Tech Innovationen
Man erinnere sich. Deutschland hatte bereits in den 1930er Jahren, mit einem ersten Kampfjet mit Stealth Eigenschaften experimentiert, als die USA noch nicht einmal darüber nachdachten. Es waren die Hortenbrüder und die Horten H IX oder auch Ho 229, ein Nurflügler mit Strahltriebwerken. Mit Ende des Krieges wurden Exemplare und Teile davon, in die USA verschifft. Es ist erstaunlich, wie groß die Ähnlichkeit mit ersten US Stealth-Jets, zum Horten H IX besteht. Ein späterer Nachbau, in 2009, konnte nachweisen, dass bei dem Kampfjet eine deutliche Stealth-Eigenschaft gegeben war.
Airbus hatte sich bereits in der Vergangenheit dazu geäußert, notfalls das Projekt auch allein umzusetzen zu wollen. Nun hat Airbus ein Konsortium, aus 8 Unternehmen aufgestellt, die sich bereiterklären, dass Projekt umsetzen zu wollen.
Die Federführung für die Entwicklung des neuen Kampfjets soll bei der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus liegen. Darüber hinaus sind 7 Unternehmen beteiligt: der europäische Rüstungskonzern MBDA sowie die deutschen Firmen Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MTU Aero Engines sowie Rohde & Schwarz.
Noch ist nichts entschieden.
Ein weiteres Problem schwebt bereits vom Horizont heran, das mit FCAS verknüpfte Drohnenprojekt. Auch hier sorgt der französische Rüstungskonzern Dassault, für die nächsten Probleme.
Auch das Kampfpanzer-Projekt MGCS könnte gefährdet sein. Hier wäre der Kampfpanzer KF51 Panther, von Rheinmetall, eine Option.
“Deutschland war immer ein Pionier der Luftfahrt. Im Zentrum unserer Strategie stehen Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in einer der Zukunftsbranchen unseres Landes. Weltweit wird sich der Luftverkehr bis zum Jahr 2050 noch einmal verdoppeln. In den kommenden 20 Jahren werden auf der Welt mehr als 40.000 neue Flugzeuge gebraucht.“ Friedrich Merz
- Luftfahrtstandort sichern: Die neue Luftfahrtstrategie löst die alte Strategie von 2014 ab. Sie ziele darauf ab, so der Kanzler, Deutschland „als einen starken Luftfahrtstandort sichern und weiterentwickeln“. Deutschland und Europa sollten weltweit „führende Luftfahrtnationen und ein Kontinent der Luftfahrt bleiben können“. Die Strategie denke Luftverkehr, Luftfahrtindustrie und militärische Luftfahrt erstmals zusammen, identifiziere und benenne die wichtigsten Maßnahmen, so der Kanzler.
- Strategische Schlüsselbranche: „Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine strategische Schlüsselbranche“, sagte der Bundeskanzler. Die Branche verzeichnete 2025 ein Wachstum von 19 Prozent und einen Rekordwert von 130.000 Beschäftigten. Der Erfolg beruhe auf Innovationen, die auch immer „Souveränität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit“ bedeuten, so Kanzler Merz.
- Luftverkehr stärken: Gegen die Herausforderungen der Luftverkehrswirtschaft hat die Bundesregierung ein Paket geschnürt, das den Luftverkehr um 500 Millionen Euro entlastet – darunter die Streichung der E-Kerosinquote die Senkung der Flugsicherungsgebühren sowie der Luftverkehrssteuer. Der Kanzler sagte, auch die Kosten für die Flugsicherung der deutschen Regionalflughäfen werde übernommen.
- Sicherheit und Souveränität: Die deutsch-französische Kooperation in der Verteidigungsindustrie werde sich künftig auf das europäische System of Systems konzentrieren, sagte Bundeskanzler Merz. Dieser IT-Systemverbund vernetzt mit einer Combat Cloud Waffensysteme, Plattformen oder Sensoren. Die Arbeit am System of Systems solle bis zum deutsch-französischen Ministertreffen im Juli geklärt werden.
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Quellen: Bundesregierung, Die Zeit, Spiegel, Correctiv