Wird der Bundeskanzlerin eigentlich (noch) alles gesagt? Oder ist der Berufsalltag der Bundeskanzlerin eher dem von Erich Honecker ähnlich geworden?

Frage ist durchaus ernst gemeint, weil ich ein bisschen den Eindruck habe, dass es so ist. Ich habe mir schon ein paar interessante Dokus über die Geschichte der DDR angesehen, über Honecker und über seine Arbeit, über das ZK, über die SED und habe mir einige Interviews angehört von damaligen Akteuren des SED-Staates, MfS usw. usw...

Die hatten dem Mann ja irgendwie nicht mehr alles gesagt. Der wusste wohl wirklich nicht so ganz, was Realität in seinem eigenen Land ist.

Wie seht ihr das? Was habt ihr für einen Eindruck oder was wisst ihr vielleicht auch?

Ich habe mal eine neuere Doku, natürlich aus offizellen Quellen, geguckt über den Alltag der Bundeskanzlerin. Das war... so weit so interessant... Da gibt es ja tatsächlich diese "Kanzlermappe" ("sofort auf den Tisch") und diese "Vorsortierer" (nenne ich sie mal). Und dann gibt es ja immer diese Sitzungen an dem ovalen Tisch. Und dann gibt es schließlich im Normalfall auch viele Termine, nicht selten Staatsbesuche im Ausland oder zu Hause. Vermutlich, so hoffe ich zumindest, informiert sich die Bundeskanzlerin aber auch zum Teil hier und da selbst (wobei ich gerne mal wüsste wie und wo genau)...

Aber im Großen und Ganzen... denke ich, sind ihr manche Realitäten in Deutschland vielleicht doch gar nicht so bewusst, weil man es ihr zum Teil vielleicht wirklich verschweigt. Vielleicht sogar auch, weil sie manches entweder nicht rafft oder nicht hören/nicht wahrhaben will.

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Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie - Branche wehrt sich vehement - eure Meinung?

In der Corona-Kriese wurden Fleischbetriebe zu besonderen Corona-Hotspots. In diesem Rahmen sind große Missstände nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Arbeiter zu Tage getreten.

Um dem entgegen zu treten hat das Kabinett heute ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie ab dem 01.01.2021 beschlossen. Schlachtung und Verarbeitung von Fleisch sollen nur noch von Festangestellten Mitarbeitern des Betriebs vorgenommen werden dürfen. Bußgelder werden von max. 15.000 Euro auf maximal 30.000 Euro erhöht. Die Betriebe sollen häufiger kontrolliert werden.

Die Branche läuft dagegen Sturm. Frau Heike Harstick, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft und Herr Clemens Tönnies, Hauptanteilseigner von Deutschlands größten Fleischkonzern (Tönnies Holding) sind prominente Branchenvertreter die sich vehement dagegen aussprechen. Als Argumente werden angeführt, dass man in Deutschland für viele manuelle Tätigkeiten in Fleischbetrieben niemanden mehr findet der bereit ist, diese Arbeiten zu erledigen, und die Fleischproduktion ins Ausland abwandern würde, was negative strukturelle Veränderungen der deutschen Agrarwirtschaft bewirken können soll.

Was ist eure Meinung? Sind die energischen Einwände der Fleischbranche gegen ein Verbot von Werkverträgen gerechtfertigt? Was meint ihr dazu?

Verbot von Werkverträgen ist gerechtfertigt 84%
Festhalten der Branche an Werkverträgen ist gerechtfertigt 16%
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Warum wird in Deutschland Linksextremismus besser behandelt wie Rechtsextremismus und findet ihr das richtig?

In Deutschland grenzt man sich von Linksextremen längst nicht so ab wie von Rechtsextremisten.

Beispielsweise gibt es dem Linksextremismus nahe stehende Stiftungen wie zum Beispiel Amadeu Antonio Stiftung, welche alles andere als seriös ist und sogar die CDU als "Neue Rechte" einstuft. Trotzdem werden ihre Forschungsergebnisse, die alles andere als neutral sind, als seriöse Nachschlagewerke repräsentiert.

Grüne und Linkspartei-Mitglieder marschieren zeitweise gemeinsam mit der Antifa, die teilweise gewalttätig ist, auf Demonstrationen, ohne dass es einen Aufschrei gibt.

In der Linkspartei gibt es die sogenannte "Kommunistische Plattform", die genauso wie der ehemalige "Flügel" der AfD, vom Verfassungsschutz beobachtet und als linksextrem eingestuft wird. Das wird aber medial längst nicht so thematisiert wie die extremen Strömungen der AfD. Im Gegenteil, die Linke und ihre Politiker werden gesellschaftlich und politisch im Gegensatz zur AfD akzeptiert, obwohl man auch hier an der demokratischen Einstellung mancher Zweifel haben dürfte.

Vor wenigen Tagen wurde ein ZDF-Team von mutmaßlichen Linksextremen attackiert. Auch das wird längst nicht so zum Thema gemacht, wie wenn die Attacke von rechts gekommen wäre. Bei rechtsextremen Vorfällen, sagt man, die AfD sei Mitschuld. Bei linksextremen Vorfällen wird nie eine Mitschuld linker Parteien thematisiert.

Eine Aussteigerin aus der Neonazi-Szene namens Heidi Benneckenstein wird als Vorzeige-Aussteigerin gepriesen, obwohl sie heute bei der Antifa ist und dort ebenso hetzerisch agiert. Von Aussteigern aus der linksextremen Szene hört man nie etwas.

Stellt sich die Frage, warum ist das so ?

Und wie ist eure Meinung hierzu ?

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Was sind die Motive, das Bürger denken Ministerpräsident Markus Söder (CSU/CDU) wäre ein geeigneter Kanzler?

In den letzten Wochen war es immer wieder in der Presse. Sollte Ministerpräsident Markus Söder Kanzler werden?

Ich versuche nachzuvollziehen, weshalb Ministerpräsident Markus Söder dafür geeignet sein sollte Bundeskanzler zu werden. Soweit mir bekannt ist, ist er Mitglied in der CSU. Die CDU / CSU bilden die Union und diese bildete in den letzten Jahren den Großteil der Bundesregierung. Nach meiner subjektiven hat die Bundesregierung folgendes in den letzten Jahren zu verantworten:

  • Stellenabbau Polizei: https://www.welt.de/politik/deutschland/article136466953/Stellenabbau-schwaecht-Polizei-im-Kampf-gegen-den-Terror.html
  • Stellenabbau Justiz: https://www.welt.de/regionales/berlin/article165116481/Stellenabbau-in-Justiz-stoppen.html
  • Stellenabbau Gesundheitsämter: https://www.swp.de/suedwesten/landespolitik/gesundheitsaemtern-gehen-die-aerzte-aus-22732379.html
  • Laufzeitverlängerung Kernkraftwerke: https://de.wikipedia.org/wiki/Laufzeitverl%C3%A4ngerung_deutscher_Kernkraftwerke
  • Kohleausstieg erst 2038 ...
  • Warum missachtet die Politik Urteile und zieht Autokonzerne für ihre Betrügereien nicht zur Verantwortung: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/wetzlar-weigerung-politik-entscheidung-gerichte-npd-vollstreckung-verwaltung/
  • Verlängerung der Zulassung von Glyphosat: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/glyphosat-entscheidung-merkel-ruegt-alleingang-von-csu-agrarminister Der Agrarminister war Übrigens mal nicht von der CDU, sondern von der CSU. Nach seiner Tat ist er dann in den Vorstand der deutschen Bahn gewechselt: https://www.nordbayern.de/politik/frankischer-ex-minister-schmidt-sitzt-jetzt-im-bahn-aufsichtsrat-1.8759302

uvm.

Nun könnte man behaupten Bundesminister Markus Söder sei ein guter Krisenmanager. Aber sollte man dabei nicht auch folgendes berücksichtigen:

  • Aktuell werden zwar Altenpfleger und Pflegepersonal zumindest in der Presse gewürdigt, aber Tatsache ist, wir haben einen Pflegenotstand. Personal arbeitet seit Jahren am Limit und somit unter schlechten Arbeitsbedingungen. Laut diesem Bericht https://www.tagesspiegel.de/politik/pflegenotstand-offensiver-gegen-den-mangel/22764090.html wollte die Politik bereits 2018 etwas ändern. Was ist gekommen nutzlose Pflegekammern und Vereinheitlichung von Ausbildungen :( Das Problem besteht seit Jahren,
  • Gesundheitsämter tot gespart siehe oben,
  • und nun zeigt sich das der Corona-Virus unterschätzt wurde und wertvolle Wochen verschenkt wurden. Er stand lange Zeit ganz hinten auf der Tagesordnung. https://www.tagesschau.de/inland/corona-ausbruch-deutschland-rekonstruktion-101.html

Warum sollte man noch Vertrauen in die Bundesregierung / CSU / CSU / Markus Söder haben? Wichtige Institutionen sind durch die Politik der letzten Jahre stark angeschlagen, warum sollten die weiter regieren?

Gern kommt das Argument einer stabilen Politik, in Anbetracht dieser Erfolge hört sich das für mich nach nichts tun an.

Ich würde weder CDU/CSU noch Söder wählen. 50%
Söder und die CDU/CSU machen einen guten Job, weil... 30%
Söder würde die Politik der CSU/CDU als Kanzler vertreten. 5%
Söder sollte Kanzler werden, weil 5%
Söder sollte kein Kanzler werden, weil 5%
Söder sollte Bundeskanzler werden, aber aus der CSU/CDU austreten 5%
Söder würde unabhängig von der CDU/CSU agieren. 0%
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