Warum werde ich traurig, wenn Freundin Dinge erlebt (Bitte ganz durchlesen)?

Guten Abend Liebe GuteFrage-Community,

ich bin männlich und habe eine Freundin gefunden, die etwas weiter entfernt wohnt (anderes Bundesland). Gäbe es keine Pandemie, wäre auch das kein Problem dahin zu fahren.

Aber kommen wir zur Sache:

Ich habe fast keine wirklichen Freunde. Generell wurde ich fast nie irgendwohin eingeladen. Ich sitze während der Pandemie im Grunde nur im Haus und bereite mich auf mein Abi vor, wenn ich nicht zur Schule gehe. Ich besuche auch Sportvereine, die aber jetzt geschlossen sind.

Bei ihr scheint das Gegenteil vorzuliegen: Sie hat viele Freundinnen, die sie immer irgendwohin einladen. Sie übernachten, gehen essen und schauen Filme/Serien. Solche spaßigen Dinge, die man so mit Freunden macht, die ich aber nie wirklich erleben konnte.

Ich liebe es mit ihr online Zeit zu verbringen, weil es zur Zeit leider die einzige Möglichkeit ist. Wir verbringen da sehr viel Zeit miteinander. Doch irgendwie werde ich traurig und verspüre im Inneren eine Art "Kälte und Leere". Vor allem, wenn sie lange unterwegs ist.

Ich habe ihr davon berichtet. Sie versucht mich auch aufzumuntern, aber es ist doch ziemlich ineffektiv, wenn man einer freundeloser Person wie mir einredet, dass man doch nicht so viel Spaß hatte oder es mit mir entweder genauso spaßig ist oder noch besser wäre. Es ist doch so einfach in ihrer Lage dies zu sagen.

Ist es nicht paradox, weil ich mich für sie eigentlich freuen sollte, dass ihr soziales Leben besser aussieht als meins und sie immerhin Spaß hat? Ist es eine Art Vermissen oder etwas ähnliches? Gibt es irgendwie Wege oder Tipps, die mir helfen diese negativen Gefühle zu unterdrücken?

Danke im Vorraus

Liebe, Freundschaft, einsam, traurig, Einsamkeit, Psychologie, Erlebnis, Fernbeziehung, Liebe und Beziehung, Traurigkeit, Unterbewußtsein, vermissen, unterbewusst, Einsamkeitsgefühl
1 Antwort
Mit 18 ausgezogen und jetzt Heimweh?

Hallo zusammen,

ich bin vor kurzem mit meinem Freund zusammengezogen. Der Hauptgrund dafür, war mein Studium, welches ich in einer anderen Stadt als zuhause begonnen habe (50km entfernt).

Nun weine ich aber jeden Tag, weil ich mein zuhause so sehr vermisse. Eine Bahn fährt direkt vor der Tür (sehr laut), es sind 2 Alkoholiker im Haus und generell tragen immer mehr Kleinigkeiten dazu bei, dass ich mich sehr unwohl fühle. Die Beziehung zu meiner Mutter ist toll, natürlich gibt es auch mal Streit aber wir sind sonst wie beste Freundinnen und haben unsere Wohnsituation zum Witz immer als WG bezeichnet, da mein Stiefvater und Stiefbruder an Wochenende immer da waren und mein Freund quasi bereits bei mir gelebt hat.

Ich bin mir mit meinem Studium inzwischen garnicht mehr sicher. Ich bin zwar noch im ersten Semester aber wenn ich mir ansehe, was mein Freund alles am Tag für sein Studium machen muss (auch erstes Semester), fühle ich mich unglaublich unnütz.

Ich studiere momentan privat, woher dann vermutlich auch dieser wenige Arbeitsaufwand herkommt. Dazu interessieren mich von den vielen Fächern, die ich in der Woche habe gerade mal 2 so richtig und jetzt überlege ich, was das alles überhaupt für einen Sinn macht.
Es ging damals alles so schnell, der Semesterbeginn rückte näher und ich wollte unbedingt ein passendes Studium finden. Für dieses Studium bin ich dann umgezogen, und jetzt stellt sich heraus, dass ich eigentlich garnichts davon so richtig wollte.

Einfach zurück kann ich nicht, weil die Mindestmietdauer ein Jahr beträgt und mein Zimmer zuhause natürlich auch nicht mehr so wohnlich ist, wie es mal war. Außerdem kann ich das doch meinen und auch seinen Eltern nicht antun oder?

Wir haben die Möbel der Vormieterin für sehr viel Geld übernommen und hoffen sie für das gleiche Geld an den Nachmieter übergeben zu können, sodass wir wenigstens wieder eine Basis zum Leben haben. Dieses Leben möchte ich aber wieder zuhause führen...

Ich weiß, dass ich quasi aufgebe, wenn ich jetzt wieder zurück gehe, aber ich bin auch gerade mal 18 und muss noch definitiv noch nicht sofort von meinem Zuhause lösen, erst recht nicht, wenn die Lösung jetzt für ein Studium war, welches mir garnicht gefällt und wofür meine Mutter auch noch unglaublich viel Geld bezahlt.
Ich kann nicht alles unter einen Hut bringen, was ich möchte. Ich würde nämlich am liebsten wieder zuhause wohnen aber ich möchte gleichzeitig mit meinem Freund zusammen wohnen.

Ich habe jetzt noch 1 Jahr Zeit, um über alles nachzudenken, vielleicht gefällt es mir bis dahin sogar aber ich würde mir trotzdem gerne Rat einholen.

Mein jetziger Plan ist es nämlich zurück zu ziehen und ein „besseres“ Studium in der nächst größeren Stadt bei mir zuhause zu beginnen. Aber dann kann ich das Zusammenleben mit meinem Freund Knicken. Eine Möglichkeit dafür wäre es, eine Wohnung nahe meines Elternhauses zu finden aber das ist nicht das gleiche... Vor allem wegen meiner Katze, die ich am meisten vermisse.

Was denkt ihr?

Studium, Familie, Katze, Heimweh, Liebe und Beziehung, vermissen, Ausbildung und Studium
4 Antworten
Ich vermisse mein Heimatland zu sehr?

Ich vermisse mein Heimatland mega.Ich bin ein 14 jähriges Mädchen und wohne seit 2 Jahren in Deutschland.Keine Ahnung ob es sich gerade um Heimweh handelt, denn ich vermisse nicht unbedingt meine Familie oder so. Klar, sie auch aber halt dieses Gefühl, das man hat, wenn man in seiner Heimat ist. Dieses Gefühl der Geborgenheit, Freiheit, wenn man weiß, dass man 'zu Hause' ist, dass man seine Sprache spricht und alles. Wenn man einfach keine Angst mehr haben muss, dass man etwas Falsches sagt, oder dass man falsch verstanden wird. Klar ist hier, in Deutschland alles toll. Schule finde ich mega geil, habe auch viele Freunde, die sich wirklich für mich interessieren und denen ich nicht egal bin. Und das Ding ist, ich würde sagen dass es ein Fehler wäre zurückzuziehen, außerdem bin ich ja auch zu jung dafür. Ich will nicht, dass meine Eltern etwas davon erfahren. Oha man, das ist mir jetzt extrem unangenehm... Vielleicht wäre das doch eine gute Idee mit jemandem darüber zu reden? Die einzige die alles weiß ist meine beste Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist und mich unterstützt in allen was ich mache. Ich hab gerade richtig Angst davor, dass das alles irgendwann mal am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt rauskommt und will nicht vor anderen Leuten weinen oder so, besonders vor meinen Eltern. Ich habe keine Angst vor ihnen oder sonst so was, im Gegenteil, ich liebe sie sehr und sie lieben mich genauso, und ich weiß dass sie mich verstehen würden. I mean, es fällt mir sehr einfach ihnen eine schlechte Note in einem Test zu zeigen oder was auch immer, als ihnen über mein 'Problem' zu erzählen. Obwohl ich es niemandem sage, ist es mir trotzdem richtig unangenehm... Ich will wirklich hier bleiben. Ich habe so wunderbare Freunde, echte Freunde, die mich unterstützen und mich verstehen und ich würde sie nicht so gerne "verlassen". Ich will irgendwie gleichzeitig hier und in meiner Heimat sein. Ich traue mich nicht auf meine Eltern zuzugehen, und ihnen einfach zu sagen 'Wisst ihr, ich hab Heimweh und fühl mich richtig beschissen'.Bitte sagt jetzt nicht 'Geh einfach zurück' ich kann das nicht, wie gesagt und ich bin zu jung dafür. Ich will hier einen guten Abschluss machen und zur Uni gehen, ich liebe Deutschland und fühle mich hier auch sehr wohl. Im Moment würde ich am liebsten mal einen ganzen Tag im Bett bleiben und heulen... Was denkt ihr? Sollte ich einfach mal alles rauslassen? Was soll ich tun? Wenn jemand Tipps hat, danke, es würde mir gerade sehr helfen. Aber die gemeine und Hate Kommentare kann jeder für sich behalten. 

traurig, Heimat, Heimweh, vermissen
5 Antworten
An alle Fahrlehrer/innen: Was habt ihr erlebt und wie geht ihr mit solchen Situationen um?

Hallo,

Ich habe eine turbulente Fahrschulzeit hinter mir, die zwar schon ein bisschen her ist, aber dennoch bis heute Auswirkungen hat, die es nicht zulassen, dass ich mit dieser Zeit abschließen kann. 

Das hat vor allem mit meinem Fahrlehrer zutun, dessen Worte und "Taten" ich manchmal nicht nachvollziehen konnte (oder bis heute nicht kann). 

Darum soll es aber jetzt nicht gehen.

Als ehemalige Fahrschülerin interessiert mich einfach, ob ihr als Fahrlehrer/in im Hinterkopf habt, dass es euren Schülern - selbst wenn sie dann ihren Lappen haben - teilweise ziemlich schwerfällt, die Fahrschulzeit hinter sich zu lassen. Dass manche nach ihrer Prüfung erstmal heulend Zuhause sitzen und gar nicht begreifen wollen, dass sie euch von nun an nie wieder sehen.

Könnt ihr das nachvollziehen oder findet ihr so eine Reaktion maßlos übertrieben? Und tut euch das dann auch irgendwo leid oder versucht ihr, das Ganze so kurz und professionell wie möglich abzuwickeln?

Welche Situationen habt ihr schon erlebt?

Vielleicht wirken die Fragen etwas komisch. Aber ich habe schon des Öfteren darüber nachgedacht, ob Fahrlehrer wirklich nur davon ausgehen, dass der Schüler eben seinen Schein will und sobald er diesen hat, einfach glücklich nach Hause geht und froh ist, endlich alleine fahren zu dürfen. 

Wie ich vielen Beiträgen auch hier im Forum entnehmen konnte, hatte für viele der Fahrlehrer eine größere Bedeutung, als einfach nur "einer, der einem das Fahren beigebracht hat“.Von dem her glaube ich, dass das hier ebenfalls einige interessieren dürfte ;)

Ich freue mich auf die Antworten!

Freundschaft, Liebeskummer, Gefühle, Führerschein, Fahrlehrer, Fahrschule, verliebt, vermissen
20 Antworten
Langer Lebensabschnitt zu Ende, starke Wehmut. Was tun?

Hey Leute,

ich werde in wenigen Wochen studieren gehen und dafür in eine weit entfernte Stadt ziehen. Heißt auch: Ich werde erstmals in meinem Leben meine Heimat als festen Wohnsitz verlassen, und das nüchtern betrachtet für immer, denn nach dem Studium kommt früher oder später das Berufsleben. Natürlich kommt man in regelmäßigen Abständen wieder zurück (Besuch, Semesterferien etc.), aber der Gedanke daran, meine Heimat als „Hauptbasis“ zu verlassen, schmerzt. Es ist so, dass ich hier in diesem Haus mit meiner Familie lebe seit ich wackelig auf zwei Beinen stehen konnte und einen Schnuller im Mund hatte, also knapp 18 Jahre. 95% meiner Kindheits- und Jugenderinnerungen sind mit diesem Ort und dieser Umgebung verbunden, hier habe ich alle meine Freunde, von denen ich mit einigen sogar schon damals zusammen im Sandkasten gespielt habe, unheimlich viele tolle Erinnerungen. Als Kind oder Jugendlicher macht man sich über solche Dinge halt überhaupt keine Gedanken - warum auch? Und ich war auch nie jemand, der Heimweh hatte oder - wie sagt man so schön - ein „Muttersöhnchen“. Dieses Problem hatte ich nie und habe es auch nicht in dem Sinne. Aber spätestens nach dem Abitur wurde ich von Zeit zu Zeit immer sentimentaler und musste feststellen, dass dieser große Lebensabschnitt „Zuhause wohnen“ bald zu Ende geht. Und jetzt - wenige Wochen vor dem „Ende“ - wird es mir halt erst so richtig bewusst, was das bedeutet und wie mich das mitnimmt.

Es ist nicht so, als würde ich mich nicht auf die Zukunft freuen. Ganz im Gegenteil sogar: Ich wurde bei meinem Wunschstudium angenommen und strebe nun meinen Traumberuf an, den ich bereits seit der 8. Klasse habe. Besser geht‘s eigentlich nicht. Aber auch das nimmt mir halt nicht die oben beschriebene Wehmut, einem riesigen Lebensabschnitt den Rücken zu kehren.

War denn jemand von euch schon mal in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen, wie er damit am besten umgegangen ist? Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr Tipps? Ich wäre auch sehr dankbar!

Liebe Grüße

Simon

Studium, Freundschaft, Heimat, Heimweh, Kindheit, Liebe und Beziehung, Psyche, vermissen, Lebensabschnitt, sentimental
2 Antworten
Mit Verlust klar kommen?

Hello

also um meine Frage ein wenig konkreter werden zu lassen, vor zwei Wochen hat meine lieblingsbetreuerin mir und meinen Mitbewohnerinnen mitgeteilt, dass sie in unserer WG aufhören wird zu arbeiten. Seitdem hat sich irgendwie alles verändert was meine Einstellung zu der WG betrifft. Vorgestern hatte sie ihren letzten Dienst und ich hab mich mit Tränen in den Augen von ihr verabschiedet, was mir wirklich richtig weh getan hat und ihr hab ich angesehen, dass sie auch damit zu kämpfen hatte. Und seit zwei Tagen (also seit sie weg ist) geht gar nichts mehr. Mir ist alles egal. Ich bin normalerweise echt heftig am interagieren mit meinen Betreuerinnen und sitze immer mit ihnen im Büro und quatsche mit ihnen über Gott und die Welt. Seit besagte Betreuerin nicht mehr da ist, will ich eigentlich mit niemandem mehr sprechen und am liebsten auch gar nicht mehr hier wohnen wenn ich ganz ehrlich bin. Ich mag auch eigentlich keine Betreuerin mehr seit diese eine weg ist. Ich fühle mich total unwohl und das isr gerade an einem Punkt angekommen, an dem ich das nicht mehr Händeln kann. Ich denke mal dass diese Emotionslosigkeit was damit zutun hat, dass ich sie vermisse aber was kann ich dagegen tun? Und um missverständnisse zu vermeiden, ich war und bin nicht in sie verliebt aber sie war wie eine richtig gute Freundin für uns alle. Hat jemand Tipps, wie ich dieses Unwohlsein wenigstens ein Stück weit in den Griff bekomme?

bin dankbar für alles hilfreiche :)

Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, vermissen
2 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Vermissen