Eure Meinung zu politisch unkorrekter Sprache in Büchern?

Ich bin bei diesem Thema geteilter Meinung. Bei Karl May zum Beispiel stört mich die Sprache überhaupt nicht. Wenn da ein paar mal von Ne* gern die Rede ist, stört mich das nicht, weil Karl May im Großen und Ganzen stets für Toleranz wirbt.

Auch beim "Struwwelpeter" stört mich die Geschichte vom Mo hren nicht, weil sie unterm Strich den Rassismus kritisiert.

Es gibt zum Beispiel auch ein paar Lieder von Hans Albers, bei denen zwar vom Ne* ger gesprochen wird, die aber im Grunde den Rassismus verdammen und für Toleranz werben.

Sauer aufgestoßen haben mich allerdings die James-Bond-Bücher von Ian Fleming. Z.B. "Liebesgrüße aus Moskau": Eine Sprache, das man denkt, Höcke hätte es geschrieben! 'Schwu* chteln', 'Ne* ger', 'stinkende Rumänen', 'buckelige Türken', usw. Desweiteren ist James Bond von Ausländern oft 'angewidert', zeigt großes Verständnis für die 'Vielweiberei' und bezeichnet Enthaltsamkeit als 'per-vers'. Von Frauen werden eigentlich nur die Brüste erwähnt. Wenn auch der Hintern beschrieben wird, ist das für Flemings Verhältnisse schon eine tiefgreifende Charakterisierung.

In den Filmen hat man diese Vorurteile glücklicherweise schon weggelassen. Ich hätte an den Büchern wesentlich mehr Freude gehabt, wenn man die Sprache der Gegenwart angepasst hätte. Der deutliche Rassismus und Sexismus im Buch trägt nichts zur Handlung bei und irritiert den heutigen Leser einfach nur. Bei diesen Büchern würde ich mir eine neue Bearbeitung wünschen.

Wie denkt ihr über dieses Thema?

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14 Antworten
Keine Akzeptanz dafür, dass ich als Muslima nicht irgendwen kennenlernen möchte? Als arrogant betitelt?

Hey. :)

Zu meinem Problem, was wäre die beste Möglichkeit, dagegen vorzugehen bzw. zu verdeutlichen dass ich doch eigentlich überhaupt nicht arrogant bin und nur möchte dass man(n) mein „Nein“ einfach akzeptiert und mich in Ruhe lässt?

Ohne eingebildet zu klingeln, gibt es einige Männer, die mich näher kennenlernen wollten oder wollen würden, nur besteht meinerseits in den meisten Fällen einfach keine Interesse, weil es einfach eben für mich nicht passt.. es bezieht sich auf verschiedene Hinsichten.
Irrelevant wie attraktiv der Mann sein mag, oder wie sehr er mit seinem Besitz prahlt oder sonstiges.. und oft wird ein „Nein“ nicht akzeptiert und da werde ich schon etwas Sauer, wenn es „zu sehr aufdringlich“ wird. Sprich wenn man von jemanden anderen meine Nummer herbekommt, obwohl ich sie doch nicht vergeben wollte oder man mir immer wieder extra über den Weg läuft und mir einreden will, mich auf eine Einladung einzulassen, obwohl ich oft erläutert habe, dass ich nicht interessiert bin und gerne In Ruhe gelassen werden möchte. Und da werde ich direkt als arrogant abgestempelt oder sonstiges... auch wenn es um etwas attraktivere Männer (rein optisch betrachtet) handelt und meinerseits keine Interesse besteht, kommen auch von vielen Frauen Lästereien und dass ich doch angeblich was besseres wäre und mich deshalb nicht drauf einlasse etc.

Vielleicht mag ich in deren Augen ein komischer Mensch sein o. ä. aber nur die Optik eines Mannes attraktiv ausschaut, muss man sich doch nicht direkt einlassen?

Außerdem trage ich ein Kopftuch, meistens sind es sehr oft deutsche Männer oder Europäer.. und deshalb kommen oft Sprüche wie, ich werde doch so sehr bei meiner Männer Auswahl eingeschränkt, deshalb lasse ich mich nicht auf „Westliche Männer“ ein, obwohl das doch alles nicht stimmt.. man bildet nur Vorurteile, obwohl es das normalste der Welt ist, dass man Menschen ablehnt, wenn sie einem nicht sympathisch sind und falls doch aber die Interesse trotzdem nicht bestehen muss.

Aber bei mir ist es tatsächlich so, dass generell sehr selten mein Interesse geweckt wird und ich auch direkt überzeugt bin.. da spielt für Charakter eben so viel eine Rolle und allein nur das achten auf die Optik oder das ganze arrogante geprahle schreckt mich eher ab.

Es ist einfach nervig, immer als arrogant gesehen zu werden, obwohl man doch nur möchte, dass das „Nein“ akzeptiert wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Menschen überhaupt nicht damit klar kommen und man sofort angefahren wird, wenn man seine Meinung weiterhin selbstbewusst vertritt und es einfach nichts an der Tatsache ändert.

Leben, Religion, Islam, Freundschaft, Politik, Sex, Psychologie, Allah, Atheismus, Gott, Koran, Liebe und Beziehung, Soziologie, Toleranz
19 Antworten
Als wie tolerant stuft ihr euch selber ein?

Egal ob Migranten, Homosexuelle, Transsexuelle, queers, diverse Menschen etc.

Was die Akzeptanz dieser Menschen angeht sind wir in der heutigen Gesellschaft so offen wie noch nie, auch wenn es eine 100%ige Akzeptanz wohl nie geben wird.

Homophobe oder Transphobe Äußerungen oder Einstellungen werden Scharf Kritisiert und abgelehnt und es wird viel für toleranz getan.

Aber wie sieht das aus, wenn Ihr in euch selbst geht und euch ehrlich die Frage stellt "Bin ich zu 100% tolerant?" Oder seid ihr (vielleicht auch unterbewusst) gegen gewisse Gruppen an Menschen und denkt ihr, dass das falsch ist ?

Um ein Beispiel zu nennen habe ich letztens einen Satz gelesen : "Ich bin total Tolerant und weltoffen, und ich habe auch absolut nichts gegen Homosexualität. Aber ich hoffe, dass mein Sohn niemals Schwul wird"

Es soll hier aber nicht darum gehen, ob man z.b. Faschisten tolerieren sollte. Ich denke Thema ist sowieso klar.

Da dies ein recht brisantes Thema ist starte ich eine Umfrage sodass jeder Anonym bleiben kann der möchte.

Ich Frage dies aus reiner Neugier und interesse und vorallem weil ich finde, dass man sich diese Frage selbst mal stellen sollte.

PS: Bitte bleibt sachlich, solltet ihr etwas schreiben.

100% Jeder soll leben und und Lieben wie er will. 49%
Ja aber es gibt ausnahmen 32%
Nein z.b. wird mir langsam zu viel mit z.b. "Divers" oder "Queer" 11%
Nein und ich stehe dazu. 5%
Sonstige Antwort 3%
Liebe, Deutschland, Geschlecht, Gesellschaft, Hass, quer, Toleranz, Transgender, homophobie, Philosophie und Gesellschaft
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