Geht die Gesellschaft mit sogenannten Klimaleugnern und Coronaleugnern falsch um?

Medien berichten:

Der Mechanismus der Aberkennung von Respekt folgt einem Muster. Dieter Nuhr schildert es sinngemäß so: Es werden Begriffe gefunden, die diese Person, aufgrund ihrer Meinungen über geschützte Bereiche, in ein Raster schieben. Diese Begriffe tragen bewusst das Beiwort „ Leugner“, was an den Begriff „Holocaust-Leugner“ erinnert, und benannte Personen erfahren eine ähnliche Abwertung wie jene, die als Holocaust-Leugner klassifiziert wurden. [...] Die Leugnung des Holocaust ist in 18 Ländern zu Recht unter Strafe gestellt, in Deutschland nach § 130 StGB. Wissenschafts-Leugner, Corona-Leugner, Klima-Leugner etc. erfahren „nur“ eine öffentliche Ächtung. Allerdings wird eine Person, die das Etikett Leugner trägt, nicht nur für ihre scheinbar merkwürdigen Ansichten, sondern als Ganzes geächtet und aus Teilen des öffentlichen Diskurses von vornherein ausgeschlossen, sowohl in privaten wie auch in beruflichen Bereichen.

Wer Coronamaßnahmen kritisiert, gilt schnell als Coronaleugner. Wer Fridays for Future kritisiert, gilt schnell als Klimaleugner. Und sobald man ein Leugner ist, wird einem auch Nähe zur politischen Rechten nachgesagt. Daneben gibt es noch weitere Termini, die für solche Personen zum Einsatz kommen: Querdenker, Wutbürger, Aluhutträger usw.

Geht unsere Gesellschaft mit gewissen Stimmen falsch um, wenn sie sofort zu Leugnern degradiert werden und man auf ihre inhaltliche Kritik nicht näher eingeht?

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Werdet ihr die WM in Katar boykottieren?

Hey alle zusammen,

Katar ist das Gastgeberland der kommenden WM 2022 - was nicht alle Fans so großartig finden. Wegen diversen Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Frauen(4) steht die absolute Monarchie seit längerem in der Kritik(3), der Wüstenstaat soll zudem auch noch freundschaftliche Beziehungen zu der deobandisch-islamistische Terrorgruppe, die seit Wochen in aller Munde ist, pflegen: den Taliban(5). Auch wegen den um die 30 Grad liegenden Temperaturen im Winter ist Katar für ein derartiges Turnier ungeeignet, meinen viele(1). Gastarbeiter (z.B. aus Indien) sollen für den Bau von Infrastruktur, Stadien und sonstigen nötigen Einrichtungen ausgebeutet werden, 6500 Menschen sollen wärend oder in Verbindung zu die Arbeiten gestorben sein(6).

Ist dies wirklich ein Ort, wo eine Fußballweltmeisterschaft, ein Ereignis, dass viele Menschen auf der gesamten Welt fasziniert, ausgetragen werden sollte? Ein Ereignis, dass für den fairen und akzeptierenden Sport stehen sollte? Bei der EM 2020 drehte sich alles um Diversität und Toleranz, ein Jahr später soll ein einem solchen Land die WM ausgetragen werden?

(1)https://www.welt.de/sport/fussball/article129736708/Fussball-bei-44-Grad-in-Katar-Unvorstellbar.html

(1)https://www.rtl.de/cms/fussball-wm-2022-in-katar-droht-nach-problemen-bei-der-leichtathletik-wm-der-hitze-eklat-4413200.html

(2)https://www.tagesspiegel.de/sport/6500-tote-seit-der-wm-vergabe-laut-guardian-katars-ambitionen-im-sport-fordern-viele-opfer/26958434.html

(3)https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-wm-katar-fifa-1.5242393

(4)https://www.nzz.ch/international/katar-frauen-leben-ihr-ganzes-leben-in-quarantaene-ld.1609132

(4)https://www.hrw.org/de/news/2021/03/29/katar-maennliche-vormundschaft-schraenkt-frauenrechte-stark-ein

(5)https://www.deutschlandfunkkultur.de/pakistan-iran-katar-partner-der-taliban.979.de.html?dram:article_id=502390

(5)https://www.dw.com/de/warum-katar-enge-kontakte-zu-den-taliban-pflegt/a-59001236

(6)https://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2022-ueber-6500-gastarbeiter-starben-seit-wm-vergabe-nach-katar-a-6fa6ea83-08ae-4151-bec8-b8ee2d2bda10

Hier noch ein Video von Mirco dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=RWddBq4WnPs&t=3s

Werdet ihr die WM in Katar boykottieren?

JA! 47%
NEIN! 47%
Weiß ich noch nicht 6%
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Warum sind manche so ängstlich bzw. feindlich gegenüber ausländischer Kultur?

Meine Oma, 79, Bauernkind und erzkatholisch trinkt Ayran, isst das türkische Essen von den Nachbarn, geht chinesisch Essen, geht zu McDonalds und hat schon Shisha geraucht.

Sie sagt, dass sie heute wesentlich lieber in die Stadt geht als vor 60 Jahren, wo es überall nur Blutwursteintopf und Pferdeklopse gab.

Trotzdem geht meine Oma aufs Schützenfest, singt Volkslieder und isst regionale Spezialitäten. Das muss sich doch nicht ausschließen, sagt sie.

Und trotzdem gibt es ja Leute, die panische Angst vor ausländischer Kultur haben und sogar einen Dönerläden als Gefahr ansehen.

Sie haben oftmals große Angst vor Verwässerung Ihrer Kultur, wobei sie ihre Kultur natürlich als die bessere ansehen. Wenn man sagt, dass es in Amerika doch auch funktioniert, meinen sie, Amerika hätte doch gar keine Kultur, sondern das sei eher so Misch Masch, so Multi Kulti, und das wolle man hier nicht. Große Angst gibt es auch davor, dass die "Schwarzen" sich an ihre Töchter heranmachen und dann womöglich noch schwarze Babys bei rumkommen würden. Das wäre dann nämlich auch Teil der "Umvolkung".

Und generell Liberalismus und Toleranz wird immer wieder als Trugbild der Amerikaner dargestellt, und es wäre den Deutschen nach dem Krieg von den Amerikanern aufgezwungen worden.

Und sehr oft hört man solche Thesen und diese panische Angst halt aus dem Osten.

In der DDR wurde ja auch z.B. Reggae als "Affenmusik" bezeichnet und internationale Pop-Lieder waren generell verachtet. Es wurde des Ostdeutschen ja immer wieder eingeredet, dass dieser ausländische Einfluss eine große Gefahr für die deutsche Kultur darstelle.

Und sowas wie die 68er hat es in der DDR ja nicht gegeben. Die Bedürfnisse der Jugend wurden meist unterdrückt.

Und heute gibt es eben viele Menschen, die leider immer noch so denken, wie es ihnen damals eingeredet wurde.

Das ist zumindest meine persönliche Meinung.

Wie beurteilt ihr das ganze? Woher kommt diese Angs vor ausländischer Kultur, die vorallem im Osten verbreitet ist?

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Meine Mutter nimmt nicht ernst, dass ich auf Frauen stehe?

Hi.

Ich habe mich vor knapp 4 Jahren geoutet, als bi. Damals war die Reaktion meiner Mutter "ach, hätt ich mir schon gedacht".

Dann hatte ich ein bisschen Research gemacht und ihr kurz darauf gesagt, dass die Definition pan besser zu mir passt. Sie hat das damals bejaht, weil es noch weniger selektiv ist und für eine damals 13 Jährige ohne groß Erfahrung wahrscheinlich einfach passender war.

Über die Jahre habe ich allerdings Erfahrungen gesammelt, mit Mädels, Jungs, Diversen,...und das Label pan trifft einfach nicht mehr wirklich auf mich zu.

Um es etwas einfacher zu erklären:

Frauen? Ja. Definitiv. Allemal.

Männer? Sie sind attraktiv. Aber ich fühle mich nicht zu ihnen hingezogen in dem Sinne.

Innerhalb der letzten 3 Jahre hab ich praktisch nur Mädels oder Trans-Mädels, von denen ich erst nicht wusste, dass sie trans sind, mit nach Hause gebracht. Ich hatte nichtmal ansatzweise was mit Typen zutun. Aber meine Mutter meint plötzlich, das wär nur 'ne Phase.

Sie hat damit angefangen zu sagen, es sei 'ne Phase, nachdem ich ihr gesagt hab, ich kann mir keine Zukunft mit einem Mann vorstellen kann und eine Frau heiraten will. Dagegen, dass ich im generellen keine Kinder will, weil ich höllische Angst davor hab, weil sie selbst fast bei den zwei Geburten meiner Geschwister drauf gegangen ist und bis heute an den Folgen leidet, bzw. dass ich höchstens adoptieren oder den Leihmutter-Weg gehen würde, hat sie noch nie was gesagt, auch vor meinem Outing.

Sie verdrängt es förmlich im Sinne von "Nein, das passiert eh nicht, das kann ja nicht sein."

Sie ist ein sehr toleranter Mensch und hat z.B. bei ihrem Bruder für Jahre gesehen, dass gleichgeschlechtliche Ehen prima funktionieren.

Trotzdem nimmt sie mir nicht ab, dass ich nur auf Frauen stehe. Sie meint, dass da irgendwann doch ein Prinz aufn Pferd kommt und mir die Frauen aus dem Leibe brennt.

Und das tut einfach weh....

Wie kann ich damit umgehen? Meine Mutter ist einer der wichtigsten Personen für mich und es belastet, wenn sie so redet. Ich hab sie schon oft darauf angesprochen, aber es ist immer das selbe.

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