Was ist der Unterschied zwischen akzeptieren,respektieren und tolerieren?

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14 Antworten

Toleranz ist das schwächste der drei Wörter. Es kommt aus dem lteinischen und bedeutet "erdulden, ertragen". Du sagst damit aus, dass du nichts gegen die entsprechende Sache tun wirst, aber diese Sache auch nicht unbedingt gut findest oder selber machen würdest.

Akzeptieren geht einen Schritt weiter. Es kommt ebenfalls aus dem lateinischen und bedeutet "annehmen". Damit nimmst du diese Sache als einen wichtigen Teil von etwas anderem an. Du bist vielleicht nicht unbedingt selbst Teil davon, aber es ist für dich selbstverständlich, dass es diese Sache gibt.

Respekt ist nun die stärkste der drei Haltungsweisen. Respektieren bedeutet Ehrfucht haben, diese Sache als wichtig ubd ricnrig erachten. Wen oder was du respektierst, würdest du auch verteidigen, wenn man dieser Sache feindselig gegenübertritt und diese Sache voll und ganz unterstützen. Sie ist dir niemals egal, sogar dann nicht, wenn du selbst noch nicht einmal Teil davon bist.

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Akzeptieren heißt: Du stimmst zu.

Respektieren heißt: Du hast Achtung und Respekt vor jemandem in dem, was er tut oder sagt. Du nimmst es ernst und wertschätzt es als "sein Ding", das zumindest ihm/ihr wichtig ist.

Tolerieren heißt: Du findest etwas nicht unbedingt toll, aber du nimmst es hin, dass es so ist.

Nächste Frage: Wenn du jemanden unsympathisch findest, musst du nicht mit ihm in einem Bett schlafen, musst nicht mit ihm zusammen Fußball gucken und musst nicht mit ihm zusammen Bier trinken. Jemanden unsympathisch zu finden hindert sich aber nicht daran, höflich zu ihm zu sein.

Es ist nicht seine Schuld, dass du ihn unsympathisch findest, sondern das verantwortest du selbst. Und du hast das gute Recht dazu. Das ist aber deine Sache - und das muss niemand für dich ausbaden, auch nicht der, den du nicht magst.

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Müssen tust du in dem Sinne gar nichts. Die Frage ist wie du dich ihm gegenüber verhältst.
Tolerieren meint jemanden zu dulden.
Respektieren meint jemanden zu achten/schätzen.
Akzeptieren meint jemanden in seiner Art anzunehmen.

Die Worte bzw. deren Bedeutungen sind sich sehr nahe, teils Synonyme.
Es sind wirklich Feinheiten. Als Reihenfolge könnte man sagen:
Tolerieren < Akzeptieren < Respektieren

Angenommen jemand ist homophop. Das ist ein Verhalten, dass ich weder respektiere, noch akzeptiere oder toleriere.
Wenn jemand eine Partei wählt mit deren Inhalten ich nicht sympathisieren kann, ich mit ihm einen Dialog führe und er dabei bleibt diese Partei zu wählen, dann akzeptiere ich das.
Wenn jemand 5L Cola am Tag trinkt, weil er meint er brauch das, entspricht das nicht meiner Vorstellung einer gesunden Ernährung, aber ich werde es tolerieren.

Hoffe, dass das die Feinheiten etwas deutlicher macht! :)

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Nehmen wir doch mal ein Beispiel: Ein Mensch glaubt daran, daß Adam und Eva die ersten Menschen waren, von einem Gott erschaffen. Oder daß Noah alle Tierarten dieses Planeten auf einem Boot unterbringen konnte.

Ja, ich muss tolerieren, daß es Menschen mit einem solch begrenzten Verstand gibt (was nicht bedeutet, man dürfe sie nicht kritisieren, wenn sie ihren Glauben als Legitimation für Intoleranz verwenden). Ich kann, wenn ich denn will, auch akzeptieren, daß jemand solch einen Dünnpfiff glaubt. Akzeptanz hat ja auch etwas damit zu tun, die Realität anzunehmen. Aber wieso sollte ich ein schlechter Mensch sein, wenn ich jemanden nicht respektiere, weil ER die Realität nicht akzeptieren will? Wie könnte ich einem solchen Menschen, zumindest für diese Gedanken, Respekt entgegenbringen? Wenn diese Menschen dann auch noch versuchen, aufgrund ihrer aberwitzigen Logik andere Menschen (zB Homosexuelle) in ihren Rechten einzuschränken, sie gar als krank bezeichnen, wie könnte ich sie jemals respektieren??

"Respekt, daß du deinen Kopf so wenig benutzt!" Ja, so würde es mit Biegen und Brechen gerade noch funktionieren.

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Kommentar von MarkusKapunkt
18.06.2016, 15:03

Ich bin ja in deiner Argumentation ganz bei dir, aber erklärt, wo der Unterschied in der Begrifflichkeit liegt, hast du eigentlich nicht.

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Gaaanz grob,akzeptieren,ok finden,einverstanden sein,bis hin zu gut .

Respektieren,distanziertere Betrachtung,davor Achtung haben,es als anders sehen,nicht unbedingt die eigene Meinung wiedergebend,aber es gelten lassen,die Berechtigung erkennen.

Tolerieren,(kommt nicht von toll,eher Richtung Gegenteil) es irgendwie akzeptieren,dulden ,ertragen,dies kann mit respektieren einhergehen,muss aber nicht.

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Du siehst einen Menschen, der auf dich einen unsympatischen Eindruck macht.

Das kannst du akzeptieren, also realisieren, dass es solche Menschen gibt.

Das kannst du tolerieren, also solche Menschen sein lassen wie sie sind, auch wenn es dir nicht gefällt. 

Du kannst es auch respektieren, also unsympatischen Menschen dafür Respekt erweisen, dass sie dir unsympatisch sind.

Letzteres fände ich allerdings merkwürdig.

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Wenn meine Nachbarn homosexuell sind, ist mir das egal => Ignoranz/Gleichgültigkeit

Wenn meine Nachbarn nachts um drei laute Musik hören, ich das zwar absolut dämlich finde, aber nicht als der Spießer dastehen möchte, der sich beschwert oder die Polizei ruft: Toleranz

Wenn meine Nachbarn nachts um drei laute Musik hören, die ich gut finde: Akzeptanz

Wenn meine Nachbarn den homosexuellen anderen Nachbarn vor einer Meute Nazis retten: Respekt.

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"Akzeptieren" heißt, annehmen, wie er ist.

"Respektieren" meint, du solltest Achtung vor seiner Meinung haben und

"tolerieren" bedeutet, dass dir sein (falsches ?) Gehabe "wurst" sein sollte.

Wenn du deinen "Feind" aber "lieben" würdest, hättest du große Chancen bei unserem ewigen Gott, der solche Menschen auch liebt (Mt.5,43-45).

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Prinzipiell solltest du jeden Menschen respektieren, es sei denn, es gibt einen Grund, wieso du findest, dass dieser Mensch deinen Respekt nicht verdient. Respekt hat man in der Regel vor Leistungen anderer.

Akzeptieren solltest du Marotten anderer Menschen, die vielleicht nicht deins sind, aber diesen Menschen ausmachen. Wenn du sie akzeptierst, zeigst du, es ist vllt nicht so deins, aber du kannst damit leben, ohne dich einschränken zu müssen.

Tolerieren solltest du Dinge, die du anders machen würdest, die du vielleicht nicht gut findest, aber gegen die du nichts tun kannst (ich toleriere zum Beispiel die 4 Meter Spinne in meinem Badezimmer, aber eher, weil ich Angst vor ihr habe. Akzeptieren tue ich sie nicht, ich kann nur nichts gegen sie tun.)

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akzeptiere: man (ich) mache mir des anderen Meinung zu eigen und stimme zu , vielleicht auch widerwillig, dann aber aus Klugheit und Verständnis, auch Partner, wenn Chemie stimmt und Gefühle den Ton angeben

respektieren: Klugheit und Verstand geht vor Gefühl - auch vielleicht widerwillig, aber der Not und der Loyalität folgend, respektiere ich meinen Chef.. auch Abhängigkeit ist im Spiel, hat aber nichts mit Akzeptanz zu tun, weil ich nicht seine Meinung haben muß

tolerieren: so eine Art Mittelding..zwischen Akzeptieren und respektieren, eher nichts halbes und nichts ganzes, aber üblich und handelstauglich, ein Partner und auch ein Chef darf aber mehr erwarten..

wenn du von all den 3en nichts hälst, bist du entweder ein Trump (hast das also nicht nötig) oder ein weltfremder Mesanthrop, alleinlebend und kurz vor dem Abkratzen, denn es geht nicht ohne diese `Tugenden ` im ewigen Spiel des Miteinander und Füreinander beim menschlichen Umgang ...

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Tollerieren bedeutet, dass man sich gegen etwas einfach nicht wehrt, auch wenn man total dagegen ist.

Wenn man es akzeptiert, findet man die Sache vielleicht nicht mega gut. Aber man hat auch nichts dagegen. Man findet sich damit ab.

Respektieren bedeutet, dass man Achtung vor etwas oder jemandem hat. 

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Kommentar von landregen
17.06.2016, 13:59

Wenn man total dagegen ist und nichts macht, dann kann man nicht mehr von Toleranz sprechen, sondern das ist Gleichgültigkeit und/oder Ignoranz.

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Kommentar von Janiela
17.06.2016, 14:03

Auf den Punkt.

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Den Mensch den du unsympathisch findest musst du akzeptieren, tolerieren und respektieren.

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Du musst absolut gar nichts.

Und nein, bist du nicht.

Du darfst dann natürlich weder hetzen noch Schaden zufügen... Geh den Menschen aus dem Weg und ignoriere ihn.

Man muss nicht mit jedem zurecht kommen.

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Du musst alle drei Dinge tun. 

Man toleriert eine andere Meinung. 
Man akzeptiert eine auferlegte Bedingung. 
Man respektiert eine andere Kultur.

- tolerieren 

bedeutet "ertragen" 

- akzeptieren 

bedeutet "annehmen" 

- respektieren 

bedeutet "Rücksicht nehmen" 

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Kommentar von Janiela
17.06.2016, 13:56

nailed it.

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