Unterschied zwischen Toleranz, Respekt und Akzeptanz?

9 Antworten

Hi, tolerare: ertragen, erdulden. Man erduldet etwas (was einem weh tut, unangenehm ist), weil man es für richtig oder notwendig hält. Bspw. der Lärm der Nachbarkinder, der Fluglärm auf den Flugschneisen eines Flughafens. Das ist Toleranz! Wem etwas egal ist, der toleriert nicht, dem ists wurst! Akzeptanz: ad: an, bei, zu. capere, cepi, captus: fangen, fassen, nehmen (kapern, kapieren). Akzeptieren demnach: anfassen, annehmen. Du akzeptierst etwas, bist also damit einverstanden. Du willst in der Kantine Gulasch und Nudeln, es ist aber nur noch Schnitzel und Pommes da. Du akzeptierst. Respekt: re: zurück. spectare: schauen, anschauen, sehen, ansehen (Spektakel, Spiegel, Spektrum, Spektiv). Re-Spect: Rück-Sicht, Um-Sicht, Rück-Blick, zurückschauen, hinter sich schauen - berücksichtigen, beachten, hochachten. Geht ein verehrter älterer Herr an Dir vorbei, grüßt Du ihn, schaust erhrfurchtsvoll zurück. Auchh beim Vorwärtsschreiten schaust Du zurück, ob Du helfen kannst, wenn wer zurückbleibt. Du respektierst das Privatleben Deiner Eltern, Geschwister. Du respektierst den Trainer, Lehrer, Arzt, Pfarrer, das Gesetz. Das Gegenteil: Rücksichtslos, jemand nimmt keine Rücksicht auf andere, auf die Umwelt usw. Gruß Osmond

vielen Dank für die ausführliche Antwort!

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weil man es für richtig oder notwendig hält

Genau meine Meinung! Der wirklich Tolerante duldet Gegenmeinungen nicht nur, sondern hält sie sogar für unumgänglich, weil nur so die demokratische Ballance gewahrt bleiben kann.

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Einen Aspekt hast Du vergessen. Es gibt noch die Ignoranz neben der Akzeptanz. Die schweigenden Menschen, die etwas "erdulden", müssen nicht unbedingt eine Meinung haben.. Sie übersehen oder überhören etwas, was ihnen unwichtig ist, womit sie sich nicht befassen wollen. Sie sind ganz einfach ignorant. Nach außen wirken sie wie tolerant. Die große Masse der Menschen ist so, weil bestimmte Probleme oder Themen sie einfach nicht erreicht..

Ja, deine Definition trifft es recht gut. Respekt gebührt jedem, der sich selbst respektvoll verhält. Insofern muss man ihn sich gewissermaßen verdienen, indem man gegenseitigen Respekt zeigt.

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