Bio Landwirtschaft - Lösung oder Sackgasse?

Hallo zusammen. :-) Die moderne Landwirtschaft ist bekanntlich mit vielen Problemen behaftet. Hoher Ressourcenverbrauch, Insektensterben, Flächenfraß, Pestizide, Treibhausgase, Wasserverschmutzung und Feinstaub sind nur einige davon.

Immer mehr Menschen greifen daher zu Bio-Produkten. Kunstdünger, synthetische Pflanzenschutzmittel und Gentechnik sind im Ökolandbau untersagt. Zudem gibt es strengere Vorschriften für die Haltungsbedingungen und Futtermittel von Nutztieren. Befürworter sagen, dass so für mehr Gesundheit, ökologische Nachhaltigkeit und Tierwohl gesorgt wird.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Kritiker meinen, es sei nicht möglich, genug Bio-Lebensmittel für die breite Bevölkerung zu produzieren, schon gar nicht zu für jeden erschwinglichen Preisen. Die Nachfrage für Bio sei auch nicht groß genug. Die Auflagen seien nicht für jeden Landwirt zumutbar. Die Haltungsbedingungen der Tiere seien nur marginal besser. Die zugelassenen Spritzmittel seien nicht immer umweltverträglicher, und müssten wegen geringerer Wirksamkeit in viel höheren Mengen ausgebracht werden. Die pauschale Ablehnung der Gentechnik verbaue große Chancen. Das Düngen sei nur mit den großen Mengen an Mist aus der viel zu großen Nutztierhaltung möglich, würde diese auf ein nachhaltiges Maß reduziert werden, gäbe es nicht mehr genug (bezahlbare) Düngemittel. Man solle lieber die Probleme innerhalb der konventionellen Landwirtschaft lösen, statt diese pauschal abzulehnen.

Wie seht ihr das? Könnte die Bio-Landwirtschaft eurer Meinung nach die aktuellen Probleme für eine gesunde, nachhaltige und umweltverträgliche Nahrungsmittelproduktion lösen, oder findet ihr, der Ansatz ist eine Sackgasse, oder vielleicht sogar kontraproduktiv? Ich freue mich auf eure Meinung. :-)

Andere Meinung. 40%
Bio Landwirtschaft ist eine Sackgasse. 29%
Bio Landwirtschaft ist die Lösung. 29%
Umweltschutz, Ernährung, Landwirtschaft, Bio, Tierschutz, Biologie, Agrarwirtschaft, Gesellschaft, Ökologie, Ökonomie, Ökosystem
15 Antworten
Märkte als Folge von Unterdrückung (und nicht weil Menschen so gerne tauschen)?

Es wird ja weitläufig angenommen, dass sich Märkte aufgrund der "natürlichen Neigung des Menschen zum Tauschhandel" gebildet hätten. Adam Smith ist glaube ich der Urheber dieser Idee.

Allerdings scheint diese Idee falsch zu sein. Fabian Scheilder schreibt in seinem Buch "Das Ende der Megamschine" folgendes: "Weder die historische Forschung, noch die vergleichende Anthropologie liefert Beispiele für Gesellschaften, in denen sich aus einer nicht-marktförmigen Ökonomie durch die langsame Verbreitung von Tauschbeziehungen und Arbeitsteilung wie von selbst schließlich Märkte und Geld durchgesetzt haben."

Märkte hätten sich als eher eine Folge der Einführung des Geldes (Metallurgie) und des enstehenden Imperialismus im 6. Jh. n.Chr. in Griechenland waren: das Miliär musste seine Soldaten irgendwie versorgen, also zwang man die Landbevölkerung zu Abgaben (Steuern). Zuerst in Form von Lebensmitteln, später in Form von Geld. Um diese Steuern zahlen zu können, mussten die Bauern mehr produzieren, als sie eigentlich brauchten...und schwups...hatte man Märkte...(und Schulden).

Märkte sind demnach vor allem eine Folge von Unterdrückung und Machtkonzentration sind...und keineswegs die Folge natürlicher Neigungen.

Kann es sein, dass Geld und Märkte heute immernoch dieselbe Funktion erfüllen wie zur ihrer Entstehungszeit?

Wirtschaft, Politik, Recht, Ethnologie, Finanzwirtschaft, kapitalismus, Marktwirtschaft, Ökonomie, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
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Zweifel am Studium? Ökonomie/Naturwissenschaft?

Guten Tag,

erstmal ein paar Infos zu mir, um meine Frage genauer zu erläutern: Ich bin aktuell 19 Jahre alt und bin nach der Schule direkt an die Uni und hab aktuell 1 Semester lang VWL studiert und muss sagen, das für ökonomische Zusammenhänge schon relativ lange ein Interesse besteht. Generell bin ich in sehr vielen Bereichen interessiert und außer den komplett technischen , sowie musikalischen oder künstlerischen, könnte ich mir jeden Studiengang vorstellen. Besonderes Interesse liegt hierbei in Ökonomie, Philosophie und auch die Physik finde ich sehr spannend.

Jetzt habe ich aber das Problem, dass der Anteil der betriebswirtschaftlichen Module in der ersten Hälfte des Studiums über 50% ausmacht, aber ich mich dafür leider nicht wirklich interessiere und es auch nur mit wenig Motivation angehen kann und ich es persönlich auch wenig fordernd finde, da es weder mathematisch noch intellektuell anspruchsvoller als die Oberstufe ist. Dazu kommt, dass ich, umso länger ich aus der Schule raus bin mehr und mehr merke, dass mir besonders die naturwissenschaftlichen Fächer sehr fehlen. Das liegt auch daran, dass ich mich stark mit dem Klimawandel aus ökonomischer, aber auch ökologischer Sicht befasse und das ganze Thema einfach extrem spannend finde. Ich bin auch schon des öfteren am Überlegen, ob ich nicht zum nächsten Wintersemester zu Physik wechseln sollte, aber kann mich nicht wirklich entscheiden.

Kennt jemand von euch eine Möglichkeit Ökonomie, Ökologie und evtl. sogar Philosophie zu verbinden? Oder hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht. Bezüglich 2-Fach-Bachelor wird es wohl doch etwas zu anstrengend und als Nebenfach ist die Physik wohl auch nicht geeignet. Eventuell gibt es auch einen Master, der in die Richtung geht? Beruflich kann ich mir aktuell unter anderem die Forschung auch sehr gut vorstellen...

Generell würde mir ein "Ziel" wohl helfen, um mich gerade am Anfang durch die BWL-Module zu "quälen" :D

Ihr könnt mir natürlich auch gerne eine private Nachricht schreiben, wenn ihr mir genauere Infos geben könnt! Würde mich sehr freuen!

Vielen Dank!!

Studium, Schule, Master, Klimawandel, Bachelor, Betriebswirtschaft, Meteorologie, Naturwissenschaft, Ökologie, Ökonomie, Physik, Uni, Universität, Volkswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Frage zur Preisfindung usw?

Angenommen es gibt ein Instrument, das bei allen Herstellern etwa 30.000 Euro kostet. Eine billige Herstellung lohnt sich nicht WEIL niemand den Kauf dieses generell teuren Dings auch nur in Betracht zieht. Es ist für die meisten die sich die Anschaffung eines solchen überlegen um Größenordnungen zu teuer, es lohnt sich für quasi niemanden es zu kaufen denn dann nimmt man halt lieber ein anderes Instrument. Daher wird die Orchestermusik immer so eingerichtet dass man nicht damit rechnet dass ein solches Instrument mitspielt nur in geringer Stückzahl gefertigt von Hand und eine Verbilligung der Produktion lohnt sich nicht, da es kaum Nachfrage gibt.

Kann mn in dem Fall dann uU sagen dass die geringe Nachfrage und der hohe Preis sich gegenseitig bedingen bzw stabilisieren? Denn dadurch dass der Preis von vorneherein so aus der Welt gefallen ist entsteht kein Markt für die Massenproduktion?

Wenn jemand also in Massenproduktion investieren würde um den Preis deutlich zu unterbieten, wird er dadurch davon abgeschreckt, dass er die Nachfrage nicht einschätzen kann- diese müsste erst entstehen. Dies könnte er durch Marktforschung nicht so viel besser einschätzen da der Effekt dass das Instrument derzeit nicht gebraucht wird eben auch bedeutet dass das neue Produkt zunächst nicht so beliebt sein kann wie es wäre wenn es immer schon günstige Versionen gegeben hätte.

Oder ist das Unsinn? Oder völlig trivial?

Wirtschaft, Ökonomie, Preis, wirtschaftslehre
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Wie sagt man dem Phänomen des Ketteneffekts in der Gesellschaft?

Guten Tag,

Ich suche nach einem bestimmten Fachausdruck, welcher folgendes beschreibt.

In einer Demokratie darf jede mündige Person mit dem jeweiligen Pass des Landes abstimmen. Nun kann jemand argumentieren, dass er nicht abstimmen geht, weil es auf eine einzelne Stimme bei der Abstimmung so gut wie nie drauf ankommt. Nun, da hat er streng genommen ja auch recht. Jetzt sehen wir mal davon ab, dass, wenn all so denken würden, niemand mehr abstimmen gehen würde. Was viel mehr das Problem darstellt, wenn jemand eine solche Meinung kundtut, ist, dass dies passiv einen Ketteneffekt auslösen könnte.

Beispiel: Sagen wir Person A stimmt nicht ab, aus dem oben genannten Grund. Er erzählt Person Z davon (welche bisher immer abstimmen ging). Diese lässt sich jedoch noch nicht davon beeindrucken und geht weiterhin abstimmen. Nach der nächsten Abstimmung trifft sie Person B, welche auch nicht abstimmen geht, aus dem selben Grund wie Person A. Jetzt wird Person Z langsam stutzig und geht schlussendlich auch nicht mehr abstimmen. Nun sind es schon drei Personen, die nicht abstimmen gehen. Das ist jetzt schon eine Person mehr, die nicht geht, das heisst, die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällige Person von dieser Meinung der drei Personen erfährt, erhöht sich. Schlussendlich vermehrt sich diese Meinung des "Nicht-Abstimmens" durch einen Ketteneffekt, nur weil ein paar wenige nicht abstimmen gingen.

Nun stellt man sich diesen Effekt natürlich auf einer Ebene höher vor, in welcher sich viel mehr Menschen befinden als nur die drei Personen A, B und Z. Dieser Effekt konnte bisher ja tatsächlich beobachtet werden, bzw. kann beobachtet werden. Er ist sehr langsam, aber trotzdem findet er statt.

Ich würde nun gerne wissen, wie man diesem "Effekt", bzw. Phänomen sagt. Ich hoffe, jemand weiss wovon ich spreche und kann mir weiterhelfen.

Vielen Danke und liebe Grüsse

Anthropologie, Gesellschaft, Ökonomie, Soziologie
1 Antwort

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