Jahrelange keine Krankenversicherung, Wiedereinstieg?

Hallo,

Kommen wir zu einem etwas außergewöhnlicheren und mir sehr unangenehmen Thema. Ich bin seit rund 7 Jahren nicht krankenversichert. Aus einer Jugendsünde heraus (damals noch in der Familienkasse gewesen) kam es zu einem Gerichtsprozess mit meiner Krankenkasse, woraufhin ich von der Krankenkasse gekündigt wurde. Ich bin mir über den Ablauf nicht mehr ganz sicher, da ich zu dieser Zeit auch unter schweren Depressionen lit, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich eine Kündigung zugesendet bekommen habe (was laut Recherche eigentlich nicht möglich ist?) und habe von dort an auch nie wieder etwas von meiner alten Krankenkasse gehört.

Zu diesem Zeitpunkt lebte ich noch bei meinen Eltern, mit denen ich über das Thema aber nicht sprach, da ich gewisse traumatische Erlebnisse aus meiner Kindheit mit mir trage, welche ein normales und vertrautes Verhältnis zu meinen Eltern leider verhindert. Später lebte ich dann mit einer Freundin zusammen, die mich mitunter über Wasser gehalten hat und ich habe mit 450€ Jobs meinen kleinen Teil dazu beigetragen. Man kann also sagen, dass ich das Problem seit Jahren verdränge und mich demnach auch nicht um eine normale Arbeitsstelle kümmern konnte, da versicherungspflichtig.

Gott sei Dank (!!!) habe ich seit diesem Vorfall auch keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen und ich mache natürlich drei Kreuze, dass mir nichts zugestoßen ist. Ich bin mir über die Lage definitiv bewusst, bin allerdings auch im verdrängen sehr gut.

Nun habe ich eine Freundin welche Arzthelferin ist und sich mal aus Neugier bei meiner alten Krankenkasse über mich informierte. Ich bin tatsächlich nicht mehr dort aufgeführt bzw. nicht versichert. Das ist also Fakt. Sie möchte mir bei bei der Sache beistehen, weiß aber auch nicht so recht wie am besten.

Ich möchte mein Leben jetzt endlich wieder auf die Kette bekommen und einer vernünftigen Arbeit nachgehen und mich demnach auch wieder krankenversichern. Aber wie gehe ich am besten vor? Mich erwarten unzählige Versäumnisse und ich werde damit wohl erst einmal gut verschuldet sein, dessen bin ich mir bewusst. Ich habe große Panik den ersten Schritt zu gehen und möchte mich hier aus diesem Grund etwas informieren, was auf mich zukommen könnte. Könnte es böse Überraschungen geben? Ich bin wirklich komplett verunsichert (haha...) und brauche dringend Rat.

Über das Pflichtbewusstsein und der Fahrlässigkeit bin ich mir im klaren. Es ist aber nun mal leider so wie es ist und ich möchte es ändern.

Liebe Grüße

Krankenversicherung, Krankenkasse, Wiedereinstieg ins Berufsleben
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Muss ich arbeiten um eine Krankenversicherung zu haben?

Hallo erstmal

Ich habe mein Abitur in 2018 absolviert, bin im Dezember 18 geworden. Ich habe keinen Studienplatz bekommen (wollte Medizin studieren, hat dafür nicht gereicht) und ich lerne derzeit auf den MedAt und hoffe, in Österreich einen Platz ergattern zu können.

Ich habe keinen Job, nichtmal auf 450 Euro Basis. Ich hatte 3 verschiedene Jobs gehabt aber ich hab bei allen drei nach kurzer Zeit gekündigt. Viele werden jetzt denken, dass ich faul bin und unmotiviert und dass ich deswegen hingeschmissen habe. Das mag vielleicht sogar stimmen, ich weiß nicht was falsch mit mir ist. Bei jedem Job hab ich immer panische Angst und Heulkrämpfe bekommen allein beim Gedanken, dort wieder hinzumüssen. Und normalerweise ist das gar nicht meine Art, ich bin eigentlich ein sehr glücklicher und positiver Mensch.

Naja jedenfalls, irgendwann war ich dann beim Arzt und meine Krankenkarte ging nicht. Ich wäre eigentlich davon ausgegangen, dass ich bei meinem Vater mitversichert bin aber wahrscheinlich hört das mit 18 auf?

Meine Frage ist, ob ich unbedingt arbeiten muss um wieder eine Krankenversicherung zu haben oder kann ich auch was anderes machen? Ich hab mir dann auch Studiengänge für das Sommersemester angeschaut, aber da ist nicht wirlich was für mich dabei.. Soll ich mich trotzdem einfach irgendwo einschreiben und warten bis ich meinen Platz in Österreich (hoffentlich) bekomme. Oder gibt es Jobs, die ihr Menschen wie mir empfehlen könnt?

Das ganze ist mir wirklich peinlich, bitte seid nicht gemein/verletzend.

Danke sehr :)

Arbeit, Studium, Krankenversicherung, AOK, Krankenkasse, Österreich, Psyche, MedAt
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Ist man verpflichtet sich beim Jobcenter arbeitslos zu melden, wenn man ansonsten Schulden bei der Krankenkasse aufbauen würde?

Eine Freundin hat ein Problem mit dem Jobcenter. Sie ist 23 und psychisch krank und kann den Anforderungen vom Jobcenter nicht nachkommen (kann nicht mal Termine wahrnehmen).

Sie wollte sich vom Arzt erst mal 6 Monate oder 1 Jahr krankschreiben bzw. erwerbsunfähig schreiben lassen, damit sie keine Sanktionen mehr bekommt. Der Arzt schreibt sie aber nicht erwerbsunfähig und rät ihr in eine Psychiatrie zu gehen. Da es aber Wartezeiten gibt, kann sie erst nächstes Jahr stationär aufgenommen werden.

Sie sieht jetzt keinen Ausweg mehr und möchte sich vom Jobcenter abmelden.

Dadurch entstehen ihr aber Probleme. Es würden keine Beiträge zur Krankenversicherung mehr gezahlt werden und sie würde enorme Schulden aufbauen. Schlimmstenfalls wird ihr die Versicherung gekündigt. Das andere Problem wäre dass sie der Rentenversicherung nicht nachweisen kann dass sie in dieser Zeit ALG2 bezogen hat.

Gearbeitet hat sie noch nie. Sie wäre auch nicht zwingend obdachlos, da sie bei jemandem zumindest eine Unterkunft bekommt. Geld für Lebensmittel würde sie sich durch das Austragen der Sonntagszeitung verdienen. Das wäre zwar enorm wenig, aber überleben könnte sie so zumindest.

Jetzt die eigentlich Frage: Kann meine Freundin sich einfach ohne Weiteres vom Jobcenter abmelden, obwohl sie Schulden bei der Krankenversicherung aufbauen würde und eine Kündigung riskiert?

Gesundheit, Geld, Schulden, Arbeitslosengeld, Versicherung, Krankheit, Krankenversicherung, Arbeitsamt, Arzt, Gesundheit und Medizin, Hartz IV, Jobcenter, Krankenkasse, Psychiatrie, Wirtschaft und Finanzen
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