Hohe Mieten, niedrige Löhne?
Also in der Schweiz wo ich lebe sind viele Wohnungen, ja auch kleinere 2 Zimmer Wohnungen mindestens 1500 im Monat, oft auch 2000, manchmal darüber. Was absurd ist.
Denn nach der Lehre hier verdient man laut tarifvertrag und minimallöhne nur um die 4500-5000, was bei solchen Mieten nicht mehr so viel ist. Praktisch keiner verdient gleich nach der Lehre über 5000 im Monat.
Aber Krankenkasse und Miete steigen immer mehr. Und viele Eltern wollen ja, das ihre Kinder möglichst schnell ausziehen. Was aber bei diesen Kosten nicht realistisch ist.
Und dann gibt es Berufe wo man nichtmal 4000 verdient, Friseur z.b. Da wird es noch schwieriger. Es gibt ein paar besser bezahlte Ausbildungsberufe, Informatiker z.b.
Aber eben nicht jeder kann Informatiker werden. Ist die Entwicklung in Deutschland auch in diese Richtungen? Tariflöhne bleiben gleich, aber Mieten, und andere Kosten werden immer mehr?
Sollte sich nicht auch eine Friseurin, ein Verkäufer zumindest eine kleine Wohnung leisten können? Was denkt ihr?
3 Antworten
Die Situation hier in Deutschland ist leider ähnlich. Früher gab es eine "Wohngemeinnützigkeit". Wohnen, Bauen und vermieten sollten zwar kostendeckend funktionieren aber nicht profitorientiert und spekulativ sein. Seit Helmut Kohl die Wohngemeinnützigkeit abschaffte stiegen die Mieten ohne Ende. Mittlerweile sind wir an einem Punkt angekommen, wo es echt weh tut. Leider verweigern sich die meisten Parteien guten Lösungen. In Berlin versuchte man unter rotrotgrün eine Änderung, die in dem Jahr, als sie existierte auch erfolgreich war. Dann klagte die CDU dagegen und bekam mit dem Hinweis auf Bundesgesetzgebung Recht. Bundesweit verweigern sich die meisten Parteien. Denn die Verbände, Investor:innen und Vermieter:innen schreien ohne Ende. Jede politische Partei fabuliert von fairen Mieten – sie klemmen sich alle aber komplett weg etwas für faire Mieten zu tun. Einzig die Linke hat Punkte im Programm, die hier echt helfen könnten. Ich kann allen nur raten: wählt keine Parteien, die nur reden ohne die nötigen Schritte dafür umzusetzen.
Und aus irgendeinem Grund hetzen normalos gegen die, die noch ärmer sind als sie, warum nach unten treten?
Eine Zunahme der WG's könnte eine Folge daraus sein.
Ich find's ja schon schlimm, wenn die Eltern einen regelrecht loswerden wollen, wie du es beschreibst:
Normalerweise wollen Eltern einen doch nicht so schnell gehen lassen.
Bzw. eine Folge wäre auch, dass die Kinder länger bei ihren Eltern wohnen müssen, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können.
Naja, ich vermute, die heutigen Eltern wollen zumindest mehr getrennte Bereiche, um für sich allein zu sein:
Also das Kind lebt in diesem Haus, wie in einer eigenen Wohnung: Eigener Stromkasten, Eigene Dusche, WC, Herd, usw.
Zum Elternhaus, muss es außenrum, zur Türklingel.
So würde ein Mehrgenerationenhaus Heutzutage wohl aussehen/funktionieren.
Bedarf aber natürlich einiger Umbauarbeiten...
so ein luxus kann man sich halt nicht immer leisten und das müssen wir einsehen, wenn es so weitergeht muss man halt wieder so leben.
Ach, da fällt mir grade ein: Viele hören ja laute Musik mit Bassboxen, Sub-Woofern, usw. Da würd ich wohl auch das eigene Kind rauswerfen:
Es gibt sowas wie Kopfhörer!
Warum ist die heutige Jugend nur so rücksichtslos? Schaißßen auf Alle, aber jammern dann über die Konsequenzen...
1500 Miete bei 4500 Lohn ist ein Drittel vom Einkommen. Absolut normal
das ist brutto nicht netto. Und 1500 ist eher niedrige miete, viele sind 2000 und mehr. Ja auch 2 zimmer wohnungen.
Trotzdem ok. Wenn zu teuer, nimmt man ein Zimmer in WG ( halb London wohnt so) oder eine Studie ( 1Raum Wohnung). Klar, dass man lieber reich als arm ist.
mein punkt ist, dass es nicht so sein sollte, dass jemand der vollzeit arbeitet in armut lebt .
genau, wie früher mehrgenerationenhäuser, aber manche eltern haben damit ein problem, warum auch immer.