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Thema Sozialhilfe
Anhörung vom Jobcenter! Ich soll 511€ zurückzahlen. Ist dies Rechtens?

Liebe Community,

und zwar folgendes.

Heute habe ich ein Schreiben (Anhörung) von meinen Zuständigen Jobcenter erhalten. Dort steht geschrieben das im Juli, eine Überzahlung von 511 € zustanden gekommen sei.

Zitat des Schreibens:

Sehr geehrter Herr xXx,

mit Bescheid vom 03.07.2018 wurde Ihnen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch SGB II vorläufig bewilligt ( § 41a Abs. 1 SGBII). Die aufgrund der vorläufigen Entscheidung erbrachten Leistungen sind auf die abschließend festgestellten Leistungen anzurechnen. Soweit im Bewilligungszeitraum in einzelnen Kalendermonaten vorläufig zu hohe Leistungen erbracht wurden, sind die sich daraus ergebenden Überzahlungen auf die abschließend bewilligten Leistungen anzurechnen, die für andere Kalendermonate dieses Bewilligungszeitraums nachzuzahlen wären. Überzahlungen, die nach der Anrechnung fortbestehen, sind zu erstatten ( §41a Abs. 6 SGBII ).

Sie haben am 9.7.2018 eine Tätigkeit bei Firma xXx aufgenommen. Sie haben am 31.07.2018, also im Juli 2018 einen Abschlag in höhe von 1250 € erhalten. Auf das Gesamtbrutto hochgerechnet ergibt sich somit ein Abschlagsbrutto von 1876,47 €. Gemäß §11 SGBII sind Einnahmen in dem Monat anzurechnen, in dem sie zufließen.

Da Sie den Abschlag im Juni 2018 erhalten haben, ist dieser demnach auch im Juli 2018 anzurechnen. ( Oben heißt es noch im Juli. Fehler vom Jobcenter) Es sind Fahrtkosten zur Arbeit und KFZ Haftpflichtbeiträge zu Ihren Gunsten angerechnet worden. Ihre letztmalige Ausbildungsvergütung wurde in höhe von 224,77 € angerechnet, so wie ALG 1 anzeilig auf 8 Tage. Details entnehmen sie der Anlage.

Zitat ENDE

Ich hatte am 10.07.2018 noch anteilig Ausbildungsvergütung von 224 euro bekommen weil ich im Juni fertig wurde mit der Ausbildung. Am 31.07. hatte ich denn nochmal Geld von der neuen Firma bekommen wo ich am 09.07.2018 angefangen habe. Ich bin aber seit dem 14.09.2018 wieder Arbeitslos und musste nochmal alles neu beantragen. Es wurde alles Rechtzeitig abgegeben.

Nun zu meiner Frage: Darf das Jobcenter, obwohl ich nicht Grob fahrlässig gehandelt habe, die Kosten von 511 € zurückfordern. Mir geht es jetzt nicht um die Zusammenstellung des geforderten Betrags sondern eher, ob Sie ein recht darauf haben. Ich meine, dafür kann ich ja nix dass ich gleich Arbeit gefunden hatte und nun darf ich solch eine hohe Summe zahlen. Wehe man findet Arbeit. Es ist echt traurig. Kann mir jemand helfen ?

Am besten wären Paragraphen womit ich der Anhörung widersprechen kann.

Ich wäre so dankbar wenn Ihr mir helfen könnt leute :(.

Lieben Dank

Recht, ALG II, Anhörung, Hartz IV, Jobcenter, Sozialgesetzbuch, Sozialhilfe, Leistungen SGB II, Sozialrecht ALG
10 Antworten
Wer hat Erfahrungen mit einer schweren chronischen seelischen Erkrankung schwere Depression mit Psychose?

Ausgeprägte Beeinträchtigung der Aktivität u. Teilhabe aufgrund einer schweren Depression mit Psychose F32.3. Ausgeprägte Beeinträchtigung der seelischen Belastbarkeit aufgrund einer schweren chronischen seelischen  Erkrankung Z73. Beeinträchtigung der Aktivität und Teilhabe bei einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung F60.5 . Ohrgeraüsche Bds. Tinitus und Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße PTCA . Durchfall und Verstopfung täglich. Angst und Panikatacken  unter vielen Menschen .Zug und Bus fahren geht nur in Begleitung meiner Frau.Sozial Phobie . Pflegestufe2.Agropobie mit Angst u. Panikatacken.Meine Rente ist befristet bewilligt 06.2020 dann bin ich 54 Jahre. Wer weiss ob sich eine pflegestufe auf die Weiterbewilligung auswirkt oder hat ähnliche Erfahrungen bezüglich Rente. Habe sehr oft Suizidgedanken.Habe voll die Kognitiven ,Konzentrations-Probleme .Merkfähigkeit und Gedächtnis arbeiten nicht.Kann noch nicht mal mehr Rasen schneiden kein Schränkchen aufbauen ,Betriebsanleitung lesen Mathe Rechnen funktioniert alles nicht mehr . MRT alles in Ordnung wann und wie lange das Gedächtnis beeinträchtigt ist und evtl. bleibt kann mir kein Artz sagen.Habe eine Reha gemacht und in 2016 und 2017 eine 13 Wöchige Tagesklinik besucht dann bin ich bei einer Begutachtung einer erneuten Reha berentet worden.Ich hab so ein Schiss wenn ich nächtes Jahr die Weiterbewilligung stellen muß weil sich mein Zustand nicht gebessert hat.Ich glaube nicht das ich für den 1.Arbeitsmarkt noch gebrauchsfähig bin in meinem jetzigen Zustand.Nur was sagt man dem Arbeitsamt mein Gedächtnis ist nicht mehr da ich weiß nicht wann es zurück kommt.Für Tipps und Ratschläge bedanke ich mich voraus .

Rente, Psychologie, Depression, Gesundheit und Medizin, Psychiatrie, Sozialhilfe, Verlängerung
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Behinderung im Sinne des § 53 SGB XII und Unterhalt?

Hi, ich bin 28 und bin nach längerer Zeit in Hartz-4 leider in die Sozialhilfe gerutscht.

Das ärztliche Gutachten besagt, dass ich befristet für über 6 Monate voll erwerbsunfähig bin.

Meine Frage ist nun, gelte ich damit nicht "fast" automatisch als behindert im Sinne des § 53 SGB XII? Diese Frage ist wichtig für mich, weil meine Mutter, die selber nicht viel verdient, mir jetzt jeden Monat 50 € Unterhalt zahlen muss, sogar mehr, wenn sie ein höheres Einkommen hätte. Wenn ich als behindert gelten würde, dann müsste sie nur 26 € / 20 € zahlen.

Siehe,

§ 94 SGB XII

"Der Anspruch einer volljährigen unterhaltsberechtigten Person, die behindert im Sinne von § 53 oder pflegebedürftig im Sinne von § 61 ist, gegenüber ihren Eltern wegen Leistungen nach dem Sechsten und Siebten Kapitel geht nur in Höhe von bis zu 26 Euro, wegen Leistungen nach dem Dritten Kapitel nur in Höhe von bis zu 20 Euro monatlich über."

und hier der link dazu: https://tarneden-inhestern.de/unterhaltsansprueche-volljaehriger-behinderter-kinder.html

In dem Artikel steht ja eigentlich schon wie ich vorgehen muss,

erstens muss ich der Leistungsberechnung des Sozialamts, in der mir mitgeteilt wurde, dass meine Mutter mir 50 € zahlen muss widersprechen und dabei auf die Vorschrift des § 94 SGB XII verweisen. Ist das so richtig oder muss meine Mutter den Widerspruch selber verfassen, oder gar jeder für sich?

Zweitens,

"Das Kind sollte daher einen Antrag auf Feststellung beim Versorgungsamt stellen. Der Unterhaltschuldner kann sich aber meines Erachtens auch auf eine Behinderung seines Kindes berufen, wenn diese nicht durch das Versorgungsamt fest gestellt ist."

aber was ist, wenn das Versorgungsamt sagt, dass ich nicht- oder nicht ausreichend behindert bin? Brauche ich einen gewissen Grad der Behinderung (GdB)? Sollte ich besser nicht zum Versorgungsamt und mich erstmal ohne diese Festsellung gegen die zu hohe Unterhaltszahlung meiner Mutter wehren?

LG

Kathi

Recht, Unterhalt, Behindert, Erwerbsminderung, Sozialhilfe
3 Antworten
Sozialhilfe (SGB XII), muss meine Mutter mir Unterhalt zahlen?

Hi,

ich bin 27, war bis vor kurzem noch in Hartz-4 und bin nach der Begutachtung der Ärztlichen Dienste der Arge und der Krankenkasse leider in die Sozialhilfe nach SGB XII abgerutscht. Laut Gutachten bin ich für über 6 Monate unter 3 Stunden täglich Arbeitsfähig und das für 2 Jahre.

Ich wohne noch bei meiner Mutter in der Wohnung. Bis jetzt war es so gewesen, dass meine Mutter mir keinen Unterhalt leisten musste, da wir in keiner Bedarfsgemeinschaft leben und wir sind davon ausgegangen, dass es auch weiterhin so bleibt. Ich habe im Internet recherchiert und es war ständig die Rede von einer 100.000€ Einkommensgrenze, jeder der weniger verdient ist für sein erwachsenes Kind welches in einer Situation wie meiner ist, nicht Unterhaltspflichtig. Meine Mutter wurde vom Amt für Soziales und Senioren angeschrieben und sollte ihr Einkommen offenlegen, was sie dann auch gemacht hat, ohne zu befürchten das sie unterhaltspflichtig wäre. 

Heute kam ein Brief des Amts und damit das böse erwachen, meine Mutter ist angeblich Unterhaltspflichtig und soll mir von ihrem 1350€ Nettoeinkommen 50€ Unterhalt zahlen.  

Das kann doch nicht sein oder? Ich will ihr unter keinen Umständen finanziell auf der Tasche hängen und ich weiß auch nicht wie sie reagiert, wenn ich ihr morgen den Brief zeige. Das schlimmste ist, meine Mutter fängt bald eine neue Stelle an und wird circa 2000€ netto verdienen. Dan würde sie mich ja fast komplett versorgen müssen.  

Bitte sagt mir wie ich aus dieser Situation wieder rauskomme, denn ich weiß echt nicht was ich machen soll.

Hat das etwas damit zu tun, dass ich noch bei ihr wohne? Ist sie noch Unterhaltspflichtig selbst wenn ich ausziehe?

Kann ich freiwillig auf den Unterhaltsanspruch verzichten? Eigentlich ist das doch eine Sache zwischen Eltern und Kind. Das Amt kann einen doch nicht zwingen Unterhalt von den eigenen Eltern in Anspruch nehmen zu wollen? Wenn ich es nicht will, dann muss das Sozialamt den vollen Regelsatz zahlen, oder nicht?

LG

Recht, Sozialrecht, Familienrecht, Sozialhilfe, Unterhaltspflicht
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Frage zu Psychiatrische Klinik und Krankenkasse AOK?

Hallo!

Also mein Psychologe und ich sind zu dem Entschluss gekommen das ein voll stationärer Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik das Beste für mich wäre und Er hat mir dann eine Klinik für mich raus gesucht und es handelt sich um die Schön Klinik Bad Bramstedt

Ich hab da angerufen und mir wurde bei der Beratungsstelle alles erklärt.. trotzdem bin ich ziemlich verwirrt. Die Frau am Telefon meinte es Gibt zwei verschiedene AOK Krankenkassen wovon ich noch nie was gehört hab. Hab auch versucht es zu googlen und nichts gefunden. Also Frage 1:

Was meinte sie damit?

Und dann wollte ich noch fragen ob sich jemand mit der Anmeldung für Bad Bramstedt auskennt und mir das ein bisschen erklären kann was ich als erstes machen sollte und so...

(Noch zur Info ich bekomme Geld vom Sozialamt und meine Mutter bezieht Harz4 und ich wohne noch bei ihr.)

Danke in voraus für Hilfe!!

Gesundheit, Therapie, Geld, Angst, Arbeitslosengeld, Recht, Krankheit, Krankenversicherung, Erkrankung, Psychologie, agoraphobie, Angststörung, Angstzustände, AOK, Arbeitsamt, Borderline, Burnout, Depression, Gesundheit und Medizin, Hartz IV, hospital, Klinik, Krankenhaus, Krankenkasse, Patient, Phobie, Psychiater, Psychiatrie, Psychologe, Psychologisch, Sozialamt, Soziale Phobie, Sozialhilfe, stationär, Suizid, THERAPEUT, Klinikaufenthalt, Psychologen Fragen, stationäre Therapie, therapieplatz, Mental Health, Suziedgedanken
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Bekomme ich in diesem Fall Sozialhilfe?

Guten Abend liebe Community,

Ich arbeite momentan in der Gastronomie als Koch und verdiene als 3300 Euro brutto. Mir bleiben ca 2300 netto am Ende des Monats.

Ich verdiene nur so gut (Für mich ist es zumindest gut:)), da der Laden meinem Onkel gehört. Bin jetzt seit 10 Jahren dort.

Leider verkauft mein Onkel dieses Restaurant im nächsten Monat und ich bin gezwungen nach einem neuen Job zu suchen.

Ich arbeite seit meinem 17 Lebensjahr in der Gastronomie und wüsste nicht in welchem anderen Bereich ich arbeite könnte, in dem ich auch mind. 3300 Brutto direkt verdiene.

Ich habe Frau und Kind und lebe hier in Köln wo die Mieten leider sehr hoch sind. Zahle momentan knapp 950 Euro Miete. Suche seit Monaten schon eine günstigere Wohnung aber auf eine Wohnungsanzeige melden sich hier in Köln laut Immobilienportal mehrere hundert Leute innerhalb von Minuten. Das ist Verdammt schwer dort etwas zu finden.

Meine gesamten monatlichen Fixkosten belaufen sich auf ca. 1700 Euro.

Ich habe mich jetzt umgehört und auch schon einige Jobangebote erhalten, jedoch verdiene ich nirgends mehr als 1600 Euro netto. Das ist ein Problem das mich sehr stresst.

Ich habe schon überlegt meine Wohnung zu kündigen und mit meiner Frau und meinem Kind zu meiner Mutter zu ziehen. Sie wohnt zwar in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung aber das wäre leider mein einziger Ausweg.

Jetzt frage ich mich... Würde mir das Sozialamt oder Arbeitsamt finanziell helfen?

Oder vielleicht habt ihr Ideen wo ich genau so viel wie bei meinem jetzigen Job verdienen könnte?

In der Gastronomie geht man in der Regel morgens aus dem Haus und kommt nachts wieder. Da bleibt leider keine Zeit für einen Zweitjob.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Hartz IV, Sozialhilfe, Ausbildung und Studium
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Amt für Soziales und Senioren - Weiterbildung & Kosten?

Hallo,

Krankheitsbedingt wurde der Sohn vom Arbeitsamt zum Amt für Soziales und Senioren überwiesen. Laut Amtsarzt und einem psychologischem Gutachten der Rentenkasse ist er Arbeitsunfähig.

Kurze Vorgeschichte, bevor die Frage folgt:

Das Problem der Krankheit ist, dass er das Haus nicht bzw. nur sehr schlecht verlassen kann. Da er trotzdem arbeiten möchte hat er ein Fernstudium von Zuhause aus gemacht. Durch diverse Arbeiten von Zuhause und dem Wissen aus dem Studium kann er sich Einnahmen zwischen 300 und 1.000 EUR, durschnittlich ca. 500,00 EUR erwirtschaften. (Einzelunternehmen)

Das Arbeitsamt, wo er die ersten 3 Monate untergebracht war, hat ihm erlaubt die Studiunkosten als Ausgaben abzurechnen. Leider wurde er nach dem Gutachten wie gesagt recht Zeitnah zum Amt für Soziales und Senioren verwiesen. Dieses Amt verrechnet die Studienkosten (133 EUR / Mon) aber nicht! Jetzt muss er diese im vollen Umfang selbst bezahlen, was ja eigentlich nicht geplant war und eigentlich auch nicht möglich ist.

Die Tragödie bei der Geschichte ist auch, dass das Arbeitsamt ca. 6 Monate nachbezahlt hat, trotz dass das Amt für Soziales und Senioren übernommen hat. Diese doppelte Zahlung wurde gemeldet, aber es hat monate gedauert, bis die Rückforderung vom Arbeitsamt gekommen ist.

Das Amt für Soziales und Senioren hat dann wegen Vermögen die Zahlungen eingestellt, trotz, dass die Einnahmen unter dem benötigen Bereich liegen und das angebliche Vermögen aus offenen Rückforderungen des Arbeitsamts bestanden.

Nach Rückzahlung war das angebliche Vermögen natürlich weg und ein neuer Antrag wurde gestellt.

Durch die vorübergehende Einstellung der Zahlung und den Studienkosten, die so eigentlich nicht geplant waren, gibt es natürlich finanzielle Probleme. Hätte er nie versucht selbst Geld zu verdienen und das beste draus zu machen, wär alles viel leichter. Traurig unser System.

Ist es denn richtig, dass das Amt für Soziales und Senioren das Studium nicht als Ausgaben anerkennt? Immerhin kann er durch das Wissen ja erst arbeiten, und eventuell eines Tages auf das Amt verzichten. Ich verstehe das nicht.

Recht, Arbeitsamt, Sozialhilfe, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen
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Ist es wirklich ungerecht, dass Hartz4 Kinder 80% ihres Gehaltes abgeben müssen, wenn sie mehr als 100€ im Monat verdienen?

Ich bin auf einen Artikel gestoßen, in dem eine Junge Dame über die aktuelle oben genannte Regelung klagt.

https://mobil.stern.de/wirtschaft/job/17-jaehrige-tochter-von-hartz-iv-empfaengerin-klagt---der-staat-zwingt-mich-dazu--arm-zu-bleiben--8351238.html

Ich bin sehr erstaunt darüber, dass es für viele junge und nicht ganz so junge Menschen eine Selbstverständlichkeit ist einen Obdach, Kleidung, Essen und eine kostenlose medizinische Versorgung zu erhalten ohne dabei Gegenleistung erbringen zu müssen. Es gibt nur sehr wenige Länder in welchen die "armen" Menschen ein solches Priveleg haben.

Auch bin ich darüber sehr verwundert, dass sich diese Menschen auch noch beklagen, dass ihnen zu viel Geld abgezogen wird, wenn sie etwas mehr als 100€ verdienen. Da lohnt sich angeblich die ganze Arbeit nicht.

Ich denke, dass die Arbeit jedes Euro wert ist, ganz besonders dann, wenn man damit denjenigen entlastet, der einem ein sozial verträgliches Leben und den Lebensraum ermöglicht und finanziert. Dem Steuerzahler. Auch als Steuerzahler mit einem Einkommen hat man seine teilweise heftigen Abzüge, die sehr viele ebenso als ungerecht empfinden. Ohne dieser Abzüge, die unter anderem der Versorgung der Hartz4-Empfänger dienen, bekämen sie ihre Möglichkeit auf einen Eigenheim und die Erfüllung einiger Wunschträume. Diese Möglichkeit wird ihnen ebenso genommen.

Ich bin kein Mensch, der ein soziales Miteinander ablehnt. Jeder Bedürftiger soll von meinem Steuergeld profitieren. Jedoch empfinde ich es wiederum als ungerecht, wenn sich derjenige beklagt, dass er für seine eigene Existenzsicherung mit anpacken muss.

Wie sieht Ihr die Sache? Hat das Mädchen recht mit ihren Klagen und Vorwürfen?

Vielen Dank im Voraus für Eure ehrliche Meinung!

Kinder, Deutschland, Armut, ALG 2, ALG II, Gesellschaft, Hartz IV, Soziales, Sozialhilfe, Wirtschaft und Finanzen
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Ausziehen als Schüler mit Sozialhilfe?

Hallo liebe Community,

Vorab: ich bin 18 Jahre alt

ich verstehe mich schon länger mit meinen Eltern bzw meiner Mutter nicht mehr so gut, sie verbietet mir alles, möchte mich zu Hause einsperren und ich darf keine Erfahrungen mit Jungs machen. Mein Vater sagt da eigentlich gar nichts zu und lässt sie einfach machen, weil er sowieso die meiste Zeit arbeiten ist und kaum zu Hause. Ansonsten haben wir, also mein Vater und ich, uns immer sehr gut verstanden aber seitdem ich mich versuche gegen Mama zu wehren hat unser Verhältnis extrem gelitten. Das mit den Jungs habe ich dann vor kurzem missachtet, weil ich mich, oh Wunder, verliebt habe und habe mit ihm erste Erfahrungen gesammelt. Das hat es auf die Spitze getrieben zu Hause. Ich werde von meiner eigenen Mutter als ekelhaft und H* betitelt und fühle mich dementsprechend überhaupt nicht mehr wohl zu Hause. Ich habe schon versucht mit ihr zu sprechen und ihr schon tausendmal erklärt das es sie nichts angeht was ich mit meinen Körper mache oder wie ich Leben möchte und das sie mir weder den Kontakt zu Jungs bzw speziell ihm, noch sonst etwas, verbieten kann. Akzeptieren tut sie es leider nicht. Im Gegenteil sie bestraft mich auch noch dafür.

Natürlich gibt es trotzdem gewisse Regeln, wie zum Beispiel nicht irgendwelche Freunde einladen ohne zu fragen, keine Partys schmeißen, im Haushalt helfen, in der Woche nicht zu lange wegbleiben usw. Das akzeptier ich auch. Aber das ist zu viel des Guten,

Ich hatte mich allerdings dazu entschlossen mein Abitur noch zu machen nach meinem Realabschluss und ich möchte es auch nicht abbrechen, da es mir wichtig ist. Weshalb ich kein eigenes Geld habe zum ausziehen.

Jetzt stell ich mir die Frage ob ich als Schülerin Sozialhilfe erhalten könnte, bis ich mein eigenes Geld verdiene, um ausziehen zu können, und zur welcher Beratungsstelle ich da müsste. Muss ich zum Jugendamt, zur Familienhilfe, zur Agentur für Arbeit oder doch ganz wo anders hin ?

Zu Hause blieben ist für mich eigentlich keine Option mehr. Ich möchte mich nicht länger kontrollieren und unterdrücken lassen, nur weil meine Mutter nicht akzeptieren kann, dass ich eine vollwertige Person bin, die eigene Entscheidungen treffen kann.

Ich bedanke mich schon mal für jede Antwort im Voraus.

MfG

Liebe, Familie, Erziehung, Eltern, Schüler, ausziehen, eigene Wohnung, Familienhilfe, Jugendamt, Jungs, Sozialhilfe, Streit, Unterdrückung, unwohl, volljährig
9 Antworten
Wie integriere ich mich?

HI,

ich bin nicht integriert in meine Schule. Also ich habe zwar schon Freunde, die unersetzlich für mich sind. Aber ich bin ansonsten praktisch ein Unbekannter. Ich gehe jetzt in die 12. Klasse und ich habe vor 2 Wochen ca. herausgefunden, dass sich eigentlich jeder aus meiner Schule irgendwie kennt, auf Instagram z.B. folgt, oder regelmäßig etwas unternimmt. Mir ist das vorher nie aufgefallen. Ich stand Nebendran, ohne etwas davon mitzubekommen.

Ich hab erst alles angefangen, zu realisieren, als ich ein Bild eines Mädchen sah, das auf meine Schule geht (11. Klasse). Ich hatte sie bereits zuvor in der Schule gesehen, allerdings nur auf dem Pausenhof und so weiter. Ich glaube ich habe mich verliebt. Aber ich bin einfach kein Teil der Schule. Als ich das vor 2 Wochen ca. gesehen habe, hatte ich vielleicht 12 Follower auf Instagram. Hauptsächlich Klassenkameraden. Ich habe versucht mehr Beachtung zu bekommen. Ich habe alle geadded, die ich irgendwie schonmal in der Schule gesehen hatte. Ich habe Bilder geposted. Ich habe Leute angeschrieben. Doch es hat wirklich nicht viel gebracht.

Ich möchte mich einfach integrieren. Ein Teil des Ganzen sein. Aber wie schaff ich das? Ich kann ja nicht einfach so auf eine Party gehen, ohne eingeladen zu werden. Ich weiß ja nicht einmal, wann wo eine Party stattfindet. An sich ist das für mich einfach neu. Alkohol, Parties, meinetwegen auf Gras. Durch diese "Isolation" bin ich auch ein ruhigerer/ schüchterner Mensch, was ich aber denke ich überwinden kann.

Bitte helft mir. Danke für jede Antwort. :)

Schule, Freundschaft, Freunde, Beziehung, Freundin, Integration, Liebe und Beziehung, Parties, schüchtern, Sozialhilfe
1 Antwort
Überprüfung der Mietverhältnisse bei SGB XII?

Liebe Community,

Ich bin aufgrund einer chronischen Erkrankung Erwerbsunfähig geschrieben und erhalte die Grundsicherung vom Sozialamt. Vor einiger Zeit wurde ich auf Eigenbedarf gekündigt und habe leider keine bezahlbare Wohnung gefunden.

Ich kann dann zum Glück bei meinem besten Freund ein Zimmer beziehen, dieser wohnt allerdings noch bei seinen Eltern, sprich ich komme so gesehen eigentlich bei seinen Eltern unter.

Diese sind tolle Menschen, wir kommen super miteinander zurecht. Sie möchten eigentlich auch keine Miete von mir... Und hier ist mein derzeitiges Problem.

Wenn ich keine Miete zahle, wundert sich das Amt, weshalb ich umsonst dort wohnen darf und wird das dann nicht als Wohngemeinschaft, sondern als Bedarfsgemeinschaft ansehen? Sprich, meine Grundsicherung wird mit deren Einkommen verrechnet, weil wir in einem Familienähnlichen Verhältnis leben?

Wenn ich aber Miete zahle, dann müssen die Eltern das ja dem Finanzamt bei der Steuererklärung mitteilen und dann erhöht sich deren Steuer?

Wenn ich aber nicht mit den Eltern, sondern mit meinem besten Freund den Mietvertrag mache und eben ihm die Miete zahle, müssen seine Eltern das auch melden, selbst wenn sie ja kein Einkommen dadurch haben? Oder meldet das Sozialamt dem Finanzamt, wer mein Vermieter ist? Tragen ja alle denselben Nachnamen und nicht, dass es dann heißt, die Eltern wollen Steuern hinterziehen.

Ich hoffe ihr versteht meine Situation und könnt mir da irgendwie weiterhelfen?

Denn ich möchte auf jeden Fall Miete zahlen, immerhin darf ich dort wohnen, alles mitbenutzen und bekomme sogar einen Stellplatz für mein Auto.

Danke im voraus für eure Mühe und Antworten.

Umzug, Recht, Bedarfsgemeinschaft, Erwerbsunfähigkeit, Finanzamt, SGB XII, Sozialhilfe, Wohngemeinschaft, Vermietung Wohnung
3 Antworten

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