Wie startet ihr sehr alte Motoren mit langer Standzeit?

So jetzt stell ich mal wieder eine Frage die wahrscheinlich nicht so kompliziert und spezifisch ist wie meine letzten (auf die es keine guten Antworten gab)

Ich habe davon aber recht wenig Ahnung da ich mit Oldtimern nix am hut habe und noch nie einen so alten Motor hatte.

Die Frage ist wie ihr oben schon seht wie man einen Motor nach langer Standzeit wieder startet.

Ich jede nicht von einem Jahr oder 5 oder 10

Laut meinen Infos ist der Motor schon mindestens 50 Jahre lang nicht gestartet worden. (könnten auch mehr sein)

Es geht um eine Tragkraftspritze (Mobile Feuerlöschpumpe) von Bachert aus dem Jahre 1934.

Sie steht bei uns im Gerätehaus trocken unter einer Treppe und laut dem ältesten der Wehr (welcher seit er 15 war dabei ist) steht die Pumpe schon seit jeher genau an der stelle (also über 50 Jahre)

Ich habe mir das ganze noch nicht genau angeschaut sieht auf den ersten Blick nach einem 3 Zylinder Benziner aus.

Wie würdet ihr da vor gehen?

Motor versuchen durchzudrehen (Kurbel)?

Zündkerze raus und mit irgendwas füllen (wenn ja, was?)

dazu Krümmer / Ansaugung weg machen und abdichten um bis nach oben hin alles zu füllen oder nur den Brennraum / Kurbelgehäuse?

Oder direkt den Kopf / Ölwanne runter machen, Kolben raus und dann schauen.

Ach ja, der Grund warum die Pumpe da steht ist nicht überliefert es ist also nicht bekannt ob was kaputt war geschweige denn was.

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Schicksal von Oldtimern in ein paar Jahrzehnten?

Oldtimer sind derzeit sehr beliebt. Einerseits sind sie angesichts der lange anhaltenden Niedrigzinsphase eine Art der Kapitalanlage, andererseits verbinden viele (eher schon ältere) Leute damit Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugendzeit in den 50ern bis 80igern. Oldtimer werden gerne angesehen und eine nicht kleine Fangemeinde baut die Fahrzeuge neu auf und hält diese Fahrzeuge mit viel Aufwand am Leben. Allerdings ist es auch kein Geheimnis, dass jüngere Leute heutzutage Autos eher als selbstverständliche Gebrauchsgegenstände ansehen und keinerlei emotionale Bindung dazu zu haben. Autos werden zukünftig autonom, elektrisch und shared economy sein, da ist jeder Kick weg. Auch besondere Erlebnisse wie "die erste abenteuerliche Fahrt über den Brennerpass nach Italien" finden heute so nicht mehr statt. Die Hobbies Briefmarkensammeln, Musikinstrumentspielen, Motorradfahren und Eisenbahn & Modelleisenbahn sind bereits erste Opfer. Wie viele 16-Jährige träumen heute noch von einem Briefmarkenalbum, einer Gitarre, einer Märklin-Eisenbahn oder einem tollen Motorrad?
Mein Tipp für die Zeit in 50 Jahren: Besonders wertvolle Oldtimer wie seltene Ferrari werden nach wie vor ihren Wert haben, aber massenhaft vorhandene Alltagsfahrzeuge wie z. B. ein VW Käfer, Mercedes Mittelklasse, BMW 2002, Ford Capri oder Opel Rekord finden oft keine Interessenten mehr und werden im Preis verfallen und total vergammeln und dann aus Platzmangel verschrottet, da die Leute keinen Bezug mehr dazu haben und Kosten und Mühe für den Erhalt scheuen. Auch die Zahl der geschickten Allround-Schrauber nimmt ab, weiterhin sorgt der steigende Anteil an Migranten sicherlich nicht für einen Push in diesem Bereich. Darüber hinaus drohen für dreckige Verbrennungsmotoren und selbst gelenkte Fahrzeuge aus Umwelt- und Sicherheitsgründen Fahrverbote. Bin ich zu pessimistisch - eure Meinung?

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Depressivem Freund helfen (Abschiedsschmerz)?

Einem Freund von mir geht es ganz fürchterlich. Er hat sich Ende der 80er einen der letzten Opel-Ascona C als Neuwagen gekauft und den über all die Jahre liebevoll gepflegt, über eine Ehe, durch eine arbeitslose Zeit und sonst noch was gerettet. Was auch passierte, der Ascona hat alle und alles überlebt.

Bereits 2016 zeichnete sich beim letzten TÜV ab, dass es der letzte TÜV sein würde. Letztes Jahr ging mein Freund dann auf Tour und stellte den Ascona etlichen Werkstätten und Betrieben vor mit dem Wunsch ihn zu retten oder zu restaurieren, wobei Geld keine Rolle spielte (er ist vermögend!) - man riet ihm durchweg davon ab, auch weil das Auto schon mehr als 300000 Kilometer auf der Uhr hatte. Auch die Familie mischte sich ein.

Ganz schweren Herzens hat er sich einen neuen Astra gekauft, den er innerlich total ablehnt. Das Ende vom Lied war, dass er fortan erstmal parallel zwei Autos hatte und bis März den geliebten Ascona fuhr, während der Astra abgemeldet in der Garage stand. Anfang April musste es dann doch sein und er überführte den Ascona zum Schrottplatz. Der TÜV lief ab, es gab kein Zurück.

Seitdem redet er jeden Tag in irgendeiner Weise von seinem Ascona, weil er ihn so sehr vermisst. Der neue Astra wird fast nie benutzt; er fährt eher mit dem Bus oder geht zu Fuß, hat sich sogar ein Fahrrad gekauft. Er lehnt den Astra total ab, igelt sich ein, geht nicht mehr zum Tennis und verbringt die Freizeit komplett zuhause. Dabei hat er es wirklich versucht, sich mit dem Astra anzufreunden, aber es hat scheinbar nicht geklappt.

Mehrmals hat er versucht, sich als Ersatz einen anderen Ascona zu kaufen, was mangels Verfügbarkeit nicht so einfach ist, aber die lehnte er dann alle ab mit dem Argument, dass das irgendein anderer, völlig fremder Ascona ist und nicht seiner, mit dem er 30 Jahre lang unterwegs war. Er scheint dieses Auto sehr zu vermissen, ist oft auffällig in sich gekehrt und trauert als wäre ein Freund oder Familienmitglied gegangen.

Er lässt sich aber andererseits auch nicht helfen, jede Besichtigung anderer Asconas schlug fehl und er denkt immer nur an seinen Ascona zurück, macht einen dauerhaft trauernden, melancholischen Eindruck. Er macht noch nicht mal einen Hehl draus, wie sehr er den Ascona vermisst, obwohl viele sagen, er sollte froh sein und hätte ja jetzt den schönen neuen Astra mit Klima-Automatik und elektrischen Fensterhebern, den er jedoch total ablehnt, ja sogar hasst.

Wie kann ich meinem Freund trotzdem irgendwie helfen? Er tut mir einfach nur leid und ich sehe nur ungern dabei zu, wie schlecht es ihm offensichtlich wegen diesem Auto geht, zumal ich ihn verstehe: Ich habe selbst einen alten Mercedes, an dem ich sehr hänge.

Wäre euch dankbar, aber gefühllose, ironische Kommentare könnt ihr euch bitte sparen.

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Oldtimerfahren nur für Lebensmüde?

Ein Bekannter, Jahrgang 1956, KFZ-Meister, hat in zweijähriger Arbeit einen Opel Olympia Rekord, Erstzulassung Oktober 1956, selbst komplett neu aufgebaut. Nur Lackier-, Sattler- und Verchromungsarbeiten gab er außer Haus. Der Wagen steht nun perfekt restauriert da und sieht aus, also sei er gerade vom Band gelaufen. Er ist mit dem Wagen seit vier Monaten auf der Straße und hat dank wunderbarem Wetter bereits 6.000 km abgespult, die meisten im bayrischen Oberland. Sogar auch Alpenfahrten waren dabei und der Wagen läuft wie am Schürchen.
Letztens bin auch ich ein Stück mitgefahren und bekam trotz gewissem Vergnügen doch Sicherheitsbedenken. Die Karosserie hat keine Knautschzone und keine Sicherheitszelle, der Benzintank liegt im Aufprallbereich, das Amaturenbrett und andere Flächen sind ungepolstert, die Lenksäule ist ein gefährlicher Spieß, die Frontscheibe hat kein Verbundsicherheitsglas, gebremst wird mit schwachen Trommelbremsen, das kippelige, schmalspurige Fahrwerk besteht aus mageren Diagonalreifen, Starrachse und Blattfedern hinten, die 6 Volt-Elektrik erzeugt eine funzelige Beleuchtung, die Sitze sind eigentlich mehr ein Sofa mit labilem Unterbau, es gibt keine Kopfstützen und vor allem keine Gurte, weil nicht mal Ankerpunkte dafür vorhanden sind.
Mein Bekannter meinte, mit einen 62 Jahre alten Auto mit 45 PS und Dreigang-Lenkradschaltung fährt man sowieso vorsichtig. Aber letzlich muss man im doch oft dichten Verkehr selbst auf Nebenstrecken auf Landstraßen 100 km/h und und in Ortschaften 50/60 km/h fahren. Und Fehler machen oft die anderen. Und wenn es kracht, kann es auch ordentlich krachen. Und dann ist man in diesem Wagen schnell schwer verletzt und folglich behindert oder tot. Meiner Ansicht nach sollte er sich darauf beschränken, den Wagen auf Oldtimerausstellungen mit dem Hänger zu ziehen. Oder bin ich zu ängstlich?

No risk, no fun. Rauf auf die Straße und Spaß haben damit! 85%
Anschauen + ausstellen ja, fahren nein, zu gefährlich! 14%
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