Seniorin mit gefährlicher Fahrweise. Was tun?

Guten Abend,

das ist jetzt eine etwa heikle Angelegenheit, aber ich wollte mal in die Runde fragen.

In unserer Siedlung wohnt eine Dame von knapp 90 Jahren, die sehr häufig ausgedehnte Spazierfahrten durch die Straßen unternimmt. Ihr Auto weist ständig neue Schäden, Kratzer und Dellen auf. Heute bin ich ihr mal nachgefahren, weil wir den selben Weg hatten; sie fuhr ständig in der Mitte der Straßen, dann teils halb auf dem Gehsteig, hat beim Abbiegen stets "radiert" und war noch nicht mal langsam unterwegs. Auch Vorfahrtsregeln wurden grob missachtet, ich war ziemlich entsetzt. Da braucht nur mal ein Kind oder ein Radler vors Auto zu geraten oder nicht schnell genug wegzuspringen, schon liegt er unter diesem Auto.

Eigentlich müsste man das melden, andererseits will ich kein "Buhmann" sein und ich weiß, dass Senioren oft eingehen, wenn sie nicht mehr Auto fahren können. Die Dame ist mitsamt ihrem Auto gut bekannt (es seien schon oft Unfälle ohne Personenschaden passiert und oft auch "mit Geld und ohne Polizei" geregelt worden; das Auto laufe wohl inzwischen auf den Sohn, weil die Dame selbst von keiner Versicherung mehr angenommen werde) und jeder Nachbar regt sich auf, aber man schreckt davor zurück, sie zu "melden". Es ist eine sehr nette und sympathische Frau ... aber das hat mich heute wirklich erschrocken und so was scheint jeden Tag zu passieren. Wenn ich Urlaub habe und am Wochenende sehe ich sie ständig herumfahren, morgens, mittags, abends.

Was kann man da machen?

Sollte man so etwas "melden" oder nicht?

Ich bitte um sachliche Kommentare ohne Diffamierungen der alten Frau oder Senioren am Steuer - ich bitte einfach nur um einen Hinweis, wie man "sauber" aus der Sache rauskommt, ohne selbst der Blödmann zu sein.

Danke!

Auto, Gesundheit, Senioren, Verkehr, Sicherheit, Recht, Gesellschaft, Gesundheit und Medizin, Straßenverkehr, Auto und Motorrad
Ausartende Diskussion. Wo liegt das Problem?

Guten Abend,

wir hatten neulich mit jemandem eine kleine Meinungsverschiedenheit, bei der uns Dekadenz unterstellt wurde - es ging um "explodierende Energiepreise".

Hintergrund war, dass er als "Besucher" in unserer gemieteten Wohnung empfahl, wir sollten einen Pellet-Ofen einbauen, was er auch gemacht habe und was richtig sei. Ich erwähnte, die Wohnung ist gemietet und wir wissen nicht ob wir das dürfen, aber es reicht vom Platz her auch nicht aus und wir müssen nicht in dem Sinn sparen, weil wir ohnehin keine Verschwender sind.

Er flippte dann aus, beschimpfte uns als dekadent, großkotzig usw., hielt uns vor, dass wir im Winter dann halt frieren und schlug die Tür zu. Habe ich irgendwas falsch gemacht?

Er allerdings ist einer, dem schnell die Hutschnur reißt und der gern aggressiv wird - eigentlich ein unleidlicher Mensch, mit dem ich den Kontakt nach Möglichkeit vermeide. Es handelt sich um einen Verwandten, zu dem nur wenig Kontakt besteht. Er sieht sich generell immer im Recht, wird rasch unsachlich und es ist auch so, dass er tatsächlich wegen seines eher geringen Einkommens sparen muss. Das betont er auch immer wieder.

Meine Frau meint, er fühlte sich durch uns gedemütigt, weil wir nicht "sparen" und er vielleicht denkt, wir hätten "zu viel Geld übrig". Neid ist bei dem Mann auch ein Thema, obwohl wir keine "Besserverdiener" sind; er beneidet viele um Dinge, selbst wenn es Urlaubsreisen sind, und teilt dann aus.

Aber wir fragen uns dennoch, ob es "dekadent" ist nicht zu "sparen" bzw. zu sagen, dass man aus Prinzip nicht weiter einspart, weil man schon nichts verschwendet. Wir machen uns da einfach "Gedanken" drüber, manchmal auch zu viele.

Danke & Grüße!

Familie, Verhalten, Menschen, Diskussion, Psychologie, Pelletheizung, Streit
Warum halten die Leute normale Jobs für ein Ehrenamt?

Guten Abend,

ich arbeite bei einem Zeitungsverlag und kümmere mich dort um gewerbliche Kunden, die in der Zeitung und in Sonderbeilagen inserieren möchten. Es geht um die Erstellung und Gestaltung von Anzeigen und Sonderbeilagen, teils auch mit Texten und in Abstimmung mit der Redaktion und der Kundschaft. Ist ein ganz normaler Angestelltenjob.

Habe eine solche Stelle auch schon in meiner Heimat ausgeübt. Dort kam es immer wieder vor, dass ich gefragt wurde, ob ich das ehrenamtlich mache, ob ich davon leben könne, ob wenigstens 100 Euro übrig bleiben oder ob das ein 450-Euro-Job sei. Manchmal fand ich das amüsant, manchmal hat es mich auch einfach nur geärgert. Wenn ich fragte, wieso man das denke, kam die Antwort, "bei Zeitungen sind ja alle Künstler" und es sei ja keine Stelle, bei der man kräftig zupacke wie in der Halle oder auf dem Feld. Es gab sogar Leute, die mich fragten, ob ich für 20 Euro eine Familienanzeige gestalten würde - was ich aber gar nicht durfte, weil ich schon immer nur Gewerbe betreue.

Was verleitet Leute, solchen Unsinn zu denken? Muss dazu sagen, meine Heimat war/ist ein sehr einfaches Milieu, wo ein Mann oft nur ein Mann ist, wenn er bis zum Umfallen knechtet, rumbrüllt, früh heiratet und früh ein Haus und Kinder hat - ich hatte einfach andere Schwerpunkte. Kommt das daher?

In meiner neuen Umgebung ist das noch nie passiert.

Arbeit, Job, Ehrenamt, Gesellschaft
Alter Audi A4. Noch verkehrssicher?

Hallo,

wir haben in der Familie einen 24 Jahre alten Audi A4, bei dem nur noch der TÜV bis Juli aufgefahren werden soll. Der Wagen ist "fertig" und wird dann verschrottet.

Nachdem er neulich eine Reifenpanne hatte, hat er jetzt den Ersatzreifen drauf (ein guter 2019er Winterreifen und drei mehr oder weniger abgefahrene Sommerreifen von 2016), dazu braucht er inzwischen jede Woche Kühlmittel (Kopfdichtung kommt); der A4 quietscht beim Bremsen und hat sicher noch weitere Defekte,, von denen ich nichts weiß; mir fiel nur auf, die Airbagleuchte glimmt, Zünd- und Türschloss haken.

Ich bin neulich mit dem Audi notgedrungen rund 70 Kilometer gefahren und es war furchtbar. Er hat einen schlechten Geradeauslauf und ist selbst ohne Wind extrem seitenwindempfindlich, zieht kaum noch. Das Automatik-Getriebe kommt kaum in die Gänge, der Audi riecht im Innenraum nach irgendeiner Flüssigkeit, die ich nicht zuordnen konnte, aber ich kenne den Audi schon sehr lang und er riecht erst seit kurzer Zeit so penetrant. Habe mich extrem unsicher gefühlt und hatte immer Bedenken, nicht anzukommen oder liegen zu bleiben.

Mein Bruder fährt aber immer noch täglich damit rum und plant ernsthaft, diese Gurke bis zum TÜV komplett aufzufahren, egal wie. Ich jedoch halte dieses Auto für nicht mehr verkehrssicher.

Wie seht ihr das? Ist dieser Audi verkehrssicher oder sollte man ihn schnellstmöglich gegen irgendwas anderes tauschen?

Danke & Grüße!

Auto, Gebrauchtwagen, Technik, Audi, Verkehrssicherheit, Auto und Motorrad