Kann ein Auto nerven?

Hallo!

Ich bin lang Mercedes gefahren, letztlich zwei Drittel meiner Führerscheinzeit ausschließlich C180 W202.

Jetzt habe ich mir als "Alltagsauto" einen BMW 728i (E38) gekauft - eigentlich nur um den geliebten W202 zu schonen. Ist ein gutes Auto, aber er beginnt mich zu nerven. Es ist einfach alles anders - ich vermisse sogar die einfache Bedienung des Mercedes, die Sitzverstellung, die Tastenanordnung, den Stern - kurz gesagt wirklich alles. Ich kann an dem Ding nicht selber schrauben, anders als am Mercedes, wo ich den M111 Motor auswendig kenne und alles weiß, jedes Symptom und jede mögliche Defektquelle kenne... ich fühle mich in dem Auto unsicher.

Obwohl der E38 natürlich hervorragend ist, gut fährt, zwei Klassen besser ist als so ein enger alter W202, moderner, gut ausgestattet, ein gutes "Rentnerauto" mit wenig Kilometern - die Karre nervt mich einfach nur noch.

Ich beginne irgendwie an mir selbst zu zweifeln und hätte gute Lust, den als bald wie möglich abzumelden und wegzugeben. Ich vermisse meinen W202 - der angemeldet in der Garage steht und eigentlich als Sommerauto fungieren sollte - so sehr, dass ich fast traurig und apathisch bin und nicht mehr weiß, wo links und wo rechts ist, der E38 ist ein Fremdkörper im Hof und ich sagte vorhin zu mir ... ich bin alles, aber kein BMW-Siebener-Fahrer.

Wie kann so etwas erklärt werden, ist es wie zwischen zwei Menschen, bei denen die Chemie nicht passt?

Auto, Gebrauchtwagen, Beziehung, Psychologie, Mercedes Benz, Auto und Motorrad
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Freundschaft endet nach 26 Jahren?

Hallo!

Ich habe seit geraumer Zeit ein gewisses "Problem" mit einer langjährigen Freundin. Wir sind seit 26 Jahren befreundet (werden dieses Jahr beide noch 30) - waren zusammen im Kindergarten, in der Grundschule, einige Jahre auch in der Realschule, später auf der Berufsschule und hatten immer einen guten Draht. Normale Reibereien gab es immer mal wieder, manchmal hat der eine versucht dem anderen die Welt zu erklären oder sich sonst wie im Ton vergriffen oder gab es Missverständnisse. Aber wir haben uns immer binnen 24 Stunden wieder vertragen.

Sexuell lief nie was - wir hatten zwar als wir so 14/15 waren mal kurze "Frühlingsgefühle" füreinander gehabt, ließen aber davon ab um die Freundschaft nicht zu gefährden. Sonst hatten wir immer eigene Beziehungen, die zum Glück unsere Freundschaft (rein platonisch) akzeptiert haben - auch weil klar war, dass da nie was passiert und keiner sexuelles Interesse am anderen hat.

Man muss dazu sagen: So gut wir uns verstanden und so eng diese Freundschaft war, hatte sie immer ein bisschen auf mich herabgesehen, bis ich berufliche Erfolge hatte. Ich habe zwar kein Abitur nachgeholt, aber einen ersten Dämpfer erhielt unsere Verbindung 2010, als ihr Abischnitt nicht fürs gewünschte Studium ausgereicht hatte und ich im Gegenzug meine Ausbildung mit Belobigung abgeschnitten habe. Sie kann sehr neidisch und dann auch beleidigt sein.

Ihre beruflichen Ziele hat sie nicht erreicht aber eine sehr gute Ausbildung absolviert (Industriekauffrau) und war zuletzt fest angestellt, möglicherweise ist sie es noch (ich denke schon). Trotzdem war sie stets unzufrieden mit sich, weil sie nicht Jura studieren konnte, nicht Staatsanwältin wurde und die Beziehungen scheiterten - sie wohnt wieder bei ihrer Mutter und ihrer Oma, während ich meine bisher gemietete Wohnung zuerst gekauft und dann meinem Bruder vermietet hatte. Seit Dezember 2019 haben wir keine Verbindung mehr. Der Kontakt bis dahin war eigentlich normal und gut. Es gab keine Anzeichen für irgendwas.

Seit ich kurz danach wieder mit meiner Freundin (wir waren mal zwischendurch getrennt) zusammen kam (mit der sie aber nie ein Problem hatte, im Gegenzug hielt sie mir immer vor, dass die vorübergehende Trennung ein Fehler war, womit sie auch Recht hatte) und umgezogen bin (nicht wegen meiner Freundin) und dabei bin mich beruflich neu aufzustellen, herrscht Funkstille. Sie reagiert auf keinerlei Anrufe, WhatsApps, Nachrichten usw. mehr. Bei Facebook bin ich nicht mehr, sie war dort sehr aktiv.

Ich weiß nicht, was da los ist, habe mich aber dann auch nicht mehr gemeldet. Selbst mein bester Kumpel, den ich seit 1997 kenne also drei Jahre weniger und der diese Freundschaft auch gut kennt, ist verunsichert. Trotzdem frage ich mich, was los ist. Könnt ihr mir Tipps geben? Mir lag und liegt immer noch was an dieser Freundschaft und 26 gemeinsame Jahre wirft man finde ich nicht weg. Ich will ihr aber auch nicht nachlaufen. Sie kann sich ja theorethisch auch melden.

Danke!

Liebe, Freundschaft, Gefühle, Beziehung, Sex, Psychologie, Freundin, Liebe und Beziehung
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Ist ein BMW der 90er-Jahre zuverlässig?

Hallo!

Ich fahre seit Kurzem als Alltagsauto einen BMW 728i (E38). Der fährt sich super, macht Spaß, ist für diese Größe sogar relativ sparsam und als Handschalter auch gut zu bewegen. Ein schönes Auto - habe es günstig vom 84-jährigen Erstbesitzer gekauft, alle Stempel von BMW im Scheckheft. TÜV hat er auf Anhieb bekommen, nur die Reifen waren überaltert. Er hat laut Aufkleber im Serviceheft sensationelle zwei Extras - Klimaautomatik und originale Alufelgen, Radio mit Cassette war wohl Serie; Metallic hat er auch nicht.

Ich bin bislang einen Mercedes W202 gefahren (den bereite ich jetzt endlich auf die Oldtimerkarriere vor - ich weiß, das lohnt sich überhaupt nicht, aber ich hänge an dem Ding). Dass das Alltagsauto ein älterer BMW wurde, war Zufall - das Geschäft kam über Verwandte zustande und ich hatte keine Böcke, irgendwo lang zu suchen und Händler zu besuchen.

Von einem Alltagsauto erwarte ich vor allem Zuverlässigkeit. Der W202 hat sie mir immer gegeben. Da man über den E38 aber relativ wenig hört und im Netz nicht sehr viel über seine Zuverlässigkeit findet (viele gibt es wahrscheinlich gar nicht mehr) und der als Alltagsauto auch immer seltener im Einsatz ist, wollte ich hier mal fragen und hoffe, jemand kann mir helfen.

Mein Großonkel hatte einen E39, der sehr zuverlässig war und ihn 15 Jahre lang nie im Stich ließ (ein 523i mit Handschaltung, Baujahr müsste 1996 oder 1997 gewesen sein - er kaufte ihn 2000). Kommt der E38 als 728i da in etwa mit? Wenn ja, wäre das super - wenngleich ich weiß, man steckt nicht drin.

Ist der E38 728i bzw. ist ein typischer BMW der 90er-Jahre von seiner grundsätzlichen Zuverlässigkeit (Motor/Getriebe, Aggregate) und Haltbarkeit (ohne auf alterstypische Mängel einzugehen, die er haben kann und darf in etwa mit dem sehr soliden W202 zu vergleichen, oder drohen hier eher mal sehr kostspielige und häufige Werkstattbesuche?

Auto, BMW, 90er, BMW E36, BMW e39, Mercedes Benz, Auto und Motorrad
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Freundschaft wird ausgelacht und belächelt?

Hallo!

Ich habe einen Freund, auf den Familienmitglieder und Freunde nicht gut zu sprechen sind. Er ist 85 Jahre alt, ich bin 29.

Ich habe zwar auch gute und enge Freunde in meinem Alter und eine liebe Freundin, aber gerade die Freundschaft zu dem 85-Jährigen erlebte letztes Jahr durch verschiedene Gründe starken Aufwind. Bei mir ist 2019 nicht alles gut gelaufen und dieser alte Mann war mein Ruhepol; der mir sagte, wie ich mich neu ordnen könne und wie ich versuchen könne, positiver zu denken und mir mit seiner Lebenserfahrung beisteht. Ich war 2019 öfter als je zuvor mit ihm zusammen und die Freundschaft wurde irgendwie immer tiefer.

Wir gehen gern zusammen wandern, hören Musik (ähnlicher Geschmack), trinken Kaffee, sitzen auch mal einfach nur schweigend im Wohnzimmer rum oder unterhalten uns. Ich kann mit ihm sehr gut über Gefühle reden, er ist sehr einfühlsam. Im Winter backen wir als zusammen, er besucht meine Freundin und mich, wir besuchen ihn, wir essen zusammen ... wir sind so irgendwie seine Ersatzfamilie. Seit wir in seiner Nähe wohnen umso mehr.

Wir sind keine Schreier, sondern leise und stille, wahrscheinlich nicht sehr "männliche" Männer und ich kann keine impulsiven schreienden Menschen und betont "männliche" (laute, aggressive, coole) Männer ertragen, die immer nur schreien oder Frauen aufreißen. Bin auch kein Discogänger mehr - und mit besagtem 85-Jährigen, der geistig recht jugendlich ist, sich locker kleidet und gibt, war ich in gesetzteren Clubs (er liebt Pop, Soul, Funk und Loungemusik) und mit gleichaltrigen Freunden wenn ich feierte kam er auch - und fand rasch den Draht zu allen, hat mit ihnen Likör getrunken oder Bier. Ich war als ich ihn kennen lernte überrascht von 79 Jahren ... er wirkte wie maximal 65.

Meine Freundin mag ihn auch und kann gut mit ihm, aber andere mischen sich immer ein, vor allem Familienmitglieder oder diverse Bekannte. Der einzige, der ihn mag, ist mein Patenonkel. Man macht ihn lächerlich oder sagt, als sei er nicht gut für mich oder ein komischer Alter; ich solle nicht mit dem Mann "abhängen" - aber er tut mir gut. Manche sagen mittlerweile, er wäre schwul oder ein böser, schwieriger Querulant (er hat nur wenige Kontakte und ist ledig) oder finden ihn komisch, aber ich weiß, er ist einfach nur ein lieber Mensch, der mein ehrlicher Freund ist, weil ich ihn wirklich mag und er mich auch sehr mag. Ich glaube nicht, dass er schwul ist und wenn doch, es wäre mir egal. Vor allem ein paar "laute, männliche" Männer lachen ihn besonders gerne aus.

Ich bin ohne Eltern aufgewachsen und dieser Mann hilft mir sehr - er ist eine Art Vaterfigur und er weiß das auch, wie viel er mir bedeutet. Deswegen tut's besonders weh, wenn man so gegen ihn und uns ätzt.

Danke für jeden ernstgemeinten Ratschlag.

Familie, Freundschaft, Freunde, Beziehung, Psychologie, Liebe und Beziehung
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Wie ist die Ersatzteilversorgung für ältere BMWs?

Es ist soweit, ich habe meinen BMW 728i (E38) angemeldet - TÜV hat er sofort bekommen, ist ein schönes Auto aus erster Hand - habe ihn günstig bekommen, bin normalerweise kein BMW-Fan und setze den E38 als Alltagsauto mit etwas mehr Dampf als nötig ein. Ich glaube, wir werden "gute Kumpels". Er fährt gut, ist übrigens ein Handschalter fast ohne Extras. Für 1200 Euro kann man so was machen.

Nachdem ich aber (der 84-jährige Vorbesitzer hat den rundherum verkratzt^^) einen Lackstift sowie eine Spraydose in der Farbe "263 Dunkelblau" nicht bekam - gibt es laut dem BMW-Haus nicht mehr - habe ich dann mit dem fast tongleichen (lieferbaren!) Mercedes "904 Dunkelblau" (ich komme eigentlich aus dem MB-Youngtimer-Lager) die Stellen ausgebessert und frage mich nun: Wie ist denn eigentlich die Ersatzteilversorgung bei BMW für ältere Modelle?

Es war ja davon abgesehen ebenso schwierig, zwei neue originale Frontscheinwerfer zu bekommen (die Alten hatten mir zu viele Steinschläge): Die Originalen von Hella gibt es laut BMW nicht mehr, ich habe dann zwei Unbenutzte bei Ebay-Kleinanzeigen geschossen, die jemand gekauft und nie benutzt hat. Waren sogar original verpackt. Neue Nachbauteile hätte es jedoch gegeben, wie ich hinterher beiläufig erfuhr.

Wie ist denn bei BMW die Ersatzteilversorgung? Muss man sich da Sorgen machen und hat der E38 dahingehend keine große Zukunft? Es geht hier nicht um Spezialteile und es zeichnet sich auch nichts ab - aber wenn Farbe und Lichter schon nicht mehr bei BMW zu haben sind, wie sieht das dann bei harmlosen Verschleißteilen aus?

Bei Mercedes bin ich eben gewohnt, dass es auch für meinen Alten alles gibt und das binnen 24 Stunden und wenn nicht, dann übers GTC (Fans kennen das) oder dass der Händler andere Teilelager anfunkt, die es dann haben.

Auto, Gebrauchtwagen, BMW, Youngtimer, Auto und Motorrad
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Einladung unangenehmer Leute höflich ausschlagen?

Ich habe schon vor einigen Jahren den Kontakt zu ehemaligen Mitschülern durchweg abgebrochen - ich will nicht mit Leuten auf Freundschaft machen, die ich zwar achte, aber nicht mag, denn ich finde das unehrlich. Und 15 Jahre später ist mir das sowieso egal.

Dieser Tage hat jemand aus meiner damaligen Klasse bei meiner Tante was abgegeben, das sie mir dann per Post schickte (ich bin aus der "Heimat" weggezogen, meine neue Adresse hat keiner von denen): Es findet Ende des Jahres - wenn's denn dank der aktuellen Lage überhaupt veranstaltet werden kann - ein Klassentreffen statt, da eine damalige Mitschülerin heiratet. So steht's in dem Brief, ich wurde de facto auch gebeten zu kommen. Der damalige Klassensprecher will alle zusammen trommeln, da diese Person damals zu den "Coolen" und "Beliebten" gehörte und es seiner Meinung nach verdient habe, dass alle kommen. Ich verstehe das nicht, finde diese Sache komisch.

Ich habe echt keine Lust zu kommen - auch weil ich diese Leute alle nicht mehr sehen will und damit abgeschlossen habe und auch diese Mitschülerin nie besonders sympathisch fand. Ich weiß nicht was ich da soll, es ist für mich auch nicht um die Ecke mal eben erreichbar.

Wie kann man eine Absage so formulieren, dass man in Zukunft auch in Ruhe gelassen wird und kein Interesse an irgendwelchen Kontakten dieser Art hat? Ich möchte aber nicht beleidigend klingen.

Oder ist keine Antwort auch eine Antwort? Eigentlich sehe ich ja gar keinen Grund, auf dieses Pamphlet überhaupt zu reagieren.

Danke!

Schule, Freundschaft, Menschen, Einladung, Psychologie, Klassentreffen, Lehrer, Liebe und Beziehung
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Können "coole" Eltern anstrengend sein?

Hallo!

Einige Freunde und Bekannte von mir - wir sind alle so um die 30 - haben sehr ich sage mal "coole" Eltern, die sich sehr jugendlich geben und kleiden, sehr "locker" sind, meinen Discos und Partys besuchen zu müssen und allgemein deutlich jünger rüber kommen, als sie sind, teilweise aber (ich kenne diese Leute zum Teil) sehr "aufgesetzt" und "gezwungen" bis "möchtegern-cool" rüber kommen. Die Eltern versuchen, die Kumpels ihrer Kinder zu sein und haben teilweise ähnliche Interessen, ob aufgesetzt oder ehrlich kann ich nicht sagen. Ich kenne die nur so peripher von der Haustür oder "weil es die Eltern vom XYZ sind".

Meine gleichaltrigen Bekannten sind oft der Meinung, dass solche Eltern sehr anstrengend seien. Ich selber kann das nicht nachvollziehen, weil ich aus sehr geregelten Verhältnissen und einer jugoslawischen Familie stamme (da gelten andere Regeln von Familie, Ehre und Achtung) und solche "Best Ager" nur von Partys usw. kenne, wo ich sie zumindest oftmals für nervig halte - weil sie sich oft nicht unter Kontrolle haben und schlimmer auffallen als irgendwelche Sechzehnjährigen.

In welcher Hinsicht können solche Eltern anstrengend sein und können sie auch ihren Kindern emotional "Schaden" zufügen? Ich habe beobachtet, dass einige Kinder "cooler" Eltern sehr konservativ werden, wenn nicht sogar "spießig" und sich genau deswegen auch mit den Eltern überwerfen. Mir kommt's als vor wie deren Form von Rebellion - früher wollten diese Leute cooler als die eigenen Eltern (Kriegsgeneration) sein, jetzt halten ihnen die Kinder den Spiegel vor. Hat das diese Ursache?

Kinder, Schule, Familie, Eltern, Psychologie, Psyche
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Wie kann ein optischer Auftritt arrogant wirken?

Mitunter musste ich mir sagen lassen, einen arroganten oder herrischen Auftritt zu haben - weil ich beruflich sehr konservativ auftrete (das bedeutet keinen Anzug, aber auch weder Jeans noch Turnschuhe und auch kein T-Shirt, sondern Hemd, Twillhose, Sakko und entsprechende Lederschuhe). Ich habe meist einen Aktenkoffer dabei, typischer Außendienst eben, und fahre eine Mercedes C-Klasse.

Die meisten kommen mit mir gut zurecht und ich achte auch immer drauf, meinen Kunden auf Augenhöhe, ehrlich und direkt zu begegnen (es geht um gewerbliche Zeitungsanzeigen). Ich versuche auch immer, für jeden Kunden die passende Lösung zu finden. Aber manche halten mich wegen meines Auftretens und wegen des Autos durchaus für sehr arrogant.

Vorwürfe von Arroganz oder Unfreundlichkeit kommen, was mir über die Jahre auffiel, nur von Leuten aus kleinen Dörfern mit eventuell landwirtschaftlichem Hintergrund, von denen ich einige in meinem früheren Zuständigkeitsgebiet als Kunden hatte. Ich bin im Gegenzug niemals mit großen Unternehmen, Baufirmen, Volksbanken, Sparkassen, Hoteliers, Autohäusern oder Kommunen/Behörden usw. aneinander geraten; im Gegenteil, die waren alle sehr zufrieden und da entstanden teilweise auch echte Freundschaften bzw. wurden aus Kunden Freunde - dafür gab es mit Vertretern von Maschinenringen, katholischen Verbänden, Landwirtsverband, Landschaftspflegeverband und Ähnlichem genügend unangenehme Situationen oder Vorwürfe, weil ich z.B. nicht per Du mit Leuten bin, die ich nicht kenne, konsequent beim Sie bleibe, wenn sie mich ungefragt duzen und mit meinem typischen Auftritt zu Leuten komme, die das nicht kennen.

Woran kann so etwas liegen? Hängt das mit Intoleranz zusammen oder mit anderen Weltbildern? Ich meine, wenn solche Vorwürfe nur aus einer bestimmten Ecke kommen, kann mein Auftritt dermaßen provokant sein? Ich habe mir da noch nie was drauf eingebildet und auch noch nie was drüber gedacht, aber es häuften sich solche Vorfälle mit der Zeit.

Oder hängt das damit zusammen, dass man es nicht allen recht machen kann?

Vielleicht könnt ihr mich mal aufklären - vielen Dank!

Kleidung, Menschen, Klamotten, Psychologie, Liebe und Beziehung, Arroganz
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Warum sind viele Deutsche Schwarzseher?

Ich habe mit der deutschen Mentalität immer wieder Probleme: Viele sind sehr pessimistisch mit Tendenz zum Motzen und Beschimpfen, zur Schwarzseherei und Unzufriedenheit. Auch viele Dinge werden deutlich schlimmer gesehen, als sie tatsächlich sind - egal um was es geht.

Man steht sich selbst in vielerlei Hinsicht im Weg, weil man immer am Zögern ist, stets alles schlecht sieht, Angst und Paranoia entwickelt, alles schlechter malt als es am Ende ist und häufig vom Schlimmsten ausgeht. Wer optimistisch ist, wird dann noch als "unrealistisch" bezeichnet oder als Träumer oder Ähnliches.

Mir fällt das immer wieder auf - es wird selbst dann gemeckert und kritisiert, wenn an sich doch alles in Ordnung ist und man keinen Grund zur Klage hätte - und es wird selbst dann alles schwarz gemalt, wenn es eigentlich gar nicht so schlecht ist. Warum sind viele Deutsche so pessimistisch und immer am Kritisieren, woher kommt das, lässt sich das irgendwo erklären oder begründen?

Deutsche gelten oft als kühl und unfreundlich, aber hat ihr typisches Verhalten irgendeine Wurzel in der Geschichte, oder ist es einfach so?

Ich frage das nicht um zu provozieren oder zu verallgemeinern, sondern weil ich als Osteuropäer/Jugoslawe die Dinge gewohnt bin viel zuversichtlicher anzugehen und Leute zu motivieren, bevor ich sie erniedrige oder kritisiere.

Schule, Verhalten, Deutschland, Politik, Psychologie, Deutsche, Philosophie und Gesellschaft
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Woher kommt der Eigenheimwunsch junger Leute?

Viele Gleichaltrige (bin 29), mit denen ich Kontakt habe oder auch befreundet bin, denken jetzt an Hausbau/Hauskauf und ähnliches. Man möchte ein Haus, eine Familie, einen Hund.

Ich kann mich damit nicht anfreunden. Ich habe eine kleine Wohnung gemietet, lebe zwar mit meiner Partnerin zusammen aber von Heirat reden wir nicht (es klappt auch so ganz gut), wir haben keinen Hund, Kinder sind nicht geplant und dicke Autos brauchen wir auch nicht. Wir könnten uns mehr leisten wie wir haben, aber sicher nicht um andere zu beeindrucken, wollen keinen Garten, es ist uns nicht wichtig, ob Nachbarn das toll finden oder wir beim Blumenschmuck-Wettbewerb der Kommune gewinnen oder irgendjemand was sagt. Wir haben besseres zu tun als abends nach der Arbeit Rasen zu mähen, Hecke zu schneiden oder ständig Rechnungen für Servicearbeiten am Haus zu bezahlen.

Woher kommt diese "Sehnsucht" nach solchen Werten wie Häusern oder diesem "deutschen Familienglück" mit Hund und Auto und Pool und Urlaub? Muss dazu sagen - ich selbst stamme aus einer jugoslawischen Familie, in der andere Werte zählen und meine Freundin stammt aus ungünstigen Verhältnissen.

Wir können es trotz aller Toleranz nicht kapieren, wieso sich jemand mit Ende 20 freiwillig stundenlang in den Garten stellt und Rasen mäht oder 20-30 Jahre lang an einem Haus abbezahlt, an dem ständig was zu machen ist, das einem die Freizeit einschränkt, einen beruflich bindet und das dann sowieso zu groß ist, wenn die Kinder aus dem Haus sind und dann uninteressant zu werden beginnt bzw. das irgendwann gar nicht mehr gepflegt werden kann - jünger wird man ja nicht.

Was steckt hinter diesem Denken? ist das eine Sehnsucht nach "Geborgenheit"? Was ich bemerkte, viele Gleichaltrige wuchsen bei sehr "coolen" Eltern auf, die sich zwar wie die Kumpels ihrer Kinder benahmen/benehmen, aber kaum Sicherheit gaben deswegen und oft wenig Verantwortung gezeigt haben. Wir beide aber im sehr konservativen Umfeld aufgewachsen, vielleicht leben wir deswegen etwas "lockerer" und weniger auf Materielles bezogen?

Beschäftigt mich zur Zeit, nachdem gestern ein Freund stolz erklärte, er habe einen Kaufvertrag für ein großes Zweifamilienhaus mit Garten unterschrieben und die nächsten Schritte seien ein großer Kombiwagen und ein Hund. So etwas ist schon öfter passiert. Ich frage mich halt, wie man sich so etwas ans Bein binden kann.

Familie, Menschen, Jugendliche, Immobilien, Psychologie, Haus und Garten
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Ungeselligkeit = Arroganz?

Hallo!

Ich bin nicht besonders gesellig und auch kein lustiger Gute-Laune-Typ nach außen hin - bemühe mich zwar immer um Höflichkeit, bin aber außerhalb meines Freundes- und Familienkreises eher distanziert und auch keiner, der sofort per Du mit allen ist oder über intime Dinge tratscht oder Gerüchten Nährboden schenkt.

Deswegen gelte ich für manche als arrogant. Mich stört das nicht, zumal das nur Leute tun, die mich überhaupt nicht kennen und meistens auch sehr gesellig sind, aber man fragt sich da schon, ob Ungeselligkeit von vielen als Arroganz gesehen wird oder ob diese Leute einfach nur oberflächlich sind (Schubladendenken). Ein besonderes "Problem" haben mit mir sehr häufig Leute aus kleinen Dörfern mit eventuell landwirtschaftlichem Hintergrund, von denen ich einige in meinem früheren Zuständigkeitsgebiet als Kunden hatte. So ganz wurde ich nie schlau draus - die hatten mit mir halt keinen "Kumpel", sondern einfach nur einen sachlichen Verkaufsberater. Ich bin halt ein "Stadtmensch". Mein Vorgänger hatte mit diesen Leuten auch schon Probleme, weil er z.B. private Einladungen zu Hof- oder Grillfesten ausgeschlagen hatte.

Oder hängt das damit zusammen, dass man es nicht allen recht machen kann?

Vielleicht könnt ihr mich mal aufklären - vielen Dank!

Arbeit, Freundschaft, Menschen, Beziehung, Psychologie, Liebe und Beziehung, Arroganz
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Warum stiegen die Gebrauchtwagenpreise?

Habe gerade einen Angebotszettel eines hiesigen Autohauses vom Sommer 2004 gefunden - angeboten wurden als "Top Treffer" beworbene Gebrauchtwagen. Eine herrlich kitschige Anzeige mit einer Art "gezeichneter Dartscheibe", auf die ein lachender Mann Pfeile mit Preisschilder dran warf!

Ich zähle das mal auf, die Frage kommt später.

  • Ein 1997er Opel Omega B, Zweiliter, Automatik, 109.000 Kilometer, mit elektrischem Schiebedach und Klimaanlage, beworben "aus erster Hand" kostete 3950 Euro.
  • Ein 1994er BMW 316i (E36), 144.000 Kilometer, mit Klimaanlage, Doppelairbag, Alufelgen und elektrischen Fenstern, beworben "sehr gepflegt" kostete 3950 Euro.
  • Ein 1992er VW-Golf III, 90 PS, 199.000 Kilometer, Dreitürig mit ABS, Radio und geteilter Rückbank, beworben "für Anfänger" kostete 1950 Euro.
  • Ein 1994er Subaru Legacy "Sedan", 146.000 Kilometer, mit Ledersitzen, Radio-CD, Klimaanlage und Allradantrieb, beworben "aus erster Hand" kostete 4400 Euro.

Waren damals absolut "normale Preise" für diese Autotypen. Heute wird man aber für 3950 Euro eher keine sieben Jahre alte obere Mittelklasse mit 109.000 Kilometern mehr finden, keinen zehn Jahre alten, angeblich "sehr gepflegten" 3er-BMW für 3950 Euro, keinen zwölf Jahre alten Golf für 1950 Euro und bei Subaru denke ich auch nicht, dass ein zehn Jahre alter Legacy für 4400 Euro zu haben ist. Die kosten heute alle in etwa doppelt so viel, wenn man sich in der selben Region umsieht.

Woran liegt das? An höheren Neupreisen oder besseren Ausstattungen oder an der höheren Nachfrage? An der Inflation? Oder spielen da andere Faktoren mit?

Den Opel Omega habe ich übrigens danach gesehen, da ihn ein Bekannter meines Opas gekauft und bis ca. 2010 gefahren hatte. Der stand 2004 wirklich da wie aus dem Laden.

Auto, Gebrauchtwagen, Geld, BMW, Autokauf, Gebrauchtwagenkauf, Subaru, Auto und Motorrad
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Ist dieses "Genugtuungs-Gefühl" überhaupt richtig?

Hallo!

Habe heute über Bekannte verifiziert erfahren, dass eine frühere Mitschülerin von mir - die müsste noch 28 oder schon 29 sein - seit geraumer Zeit schon an Krebs erkrankt und davon gezeichnet sei, Perspektive ungewiss.

Unser Verhältnis war insofern sehr gespannt, dass sie zu denen zählte, die immer gegen "die Ausländer" gehetzt hat und damit auch gegen mich. Sie war das elegante Mädchen aus der angesehenen Familie, ich war einer von denen, über die sie sich immer lustig gemacht hat - der langweilig gekleidete "Albaner", dem sie immer versucht hat einen nicht vorhandenen Akzent nachzumachen indem sie überspitzt von "diese Viiiiktor" sprach, der sowieso zu ruhig ist und aus dem nix wird, der so komische Freunde hat und in der Platte bei seinem Opa wohnt. Mir fallen auch 15 Jahre später viele Situationen dergleichen ein, wo sie mir wehgetan hat und meinen Kumpels auch.

Ich habe ein ganz komisches Gefühl. Einerseits weiß ich, dass man Kranke und Schwache bedauern und ihnen beistehen sollte (wir haben keinen Kontakt, von daher erübrigt sich das Letztere in diesem Fall) aber andererseits ... bitte nicht falsch verstehen ... verspüre ich fast so etwas wie den "moralischen Sieg" nach dem Motto, jeder kriegt was er verdient obwohl ich genau weiß, es ist falsch und es ist böse das zu denken. Unter dieser Mitschülerin haben viele gelitten über Jahre hinweg, sie war immer die Tolle und wer schwächer war, der bekam das schon erklärt.

Muss ich mich deswegen schlecht fühlen oder...? Ich kann mit dem Gefühl nicht umgehen und will nicht nachtreten, aber hier kann ich kein "Mitleid" fühlen oder so... als ich das gehört habe, habe ich - ich gebe das zu - erstmal gute Musik gehört und - ja. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben.

Danke!

Schule, Freundschaft, Gefühle, Psychologie, Krankheitsfall, Liebe und Beziehung
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Guter Freund wird von Frau betrogen?

Hallo!

Ein guter Freund von mir wird von seiner Frau seit längerer Zeit betrogen. Er ist ein ganz lieber Typ und tut mir einfach nur leid in der Situation, auch weil es drei Kinder gibt - zwei davon sind gerade erwachsen, eines wird demnächst 18.

Die wohnen noch alle zusammen, aber leiden mehr oder weniger vor sich hin und die Frau geht eben ihre eigenen Wege mit irgendeinem Liebhaber - Kurzfassung: Sie ist 50 geworden, hält sich noch für jung und hübsch und cool und hat an der Tanke irgendwo einen kennen gelernt, der 20 Jahre jünger ist und zu meinem Bekanntenkreis gehört - wo ich das auch alles erfahren habe, nachdem es vorher diverse Gerüchte gab. Eine ganz eklige, schmerzhafte Sache.

Ausziehen will sie nicht, weil sie ohne ihn mittellos wäre (hat nie gearbeitet nach der Geburt der Kinder), aber eine Trennung von diesem "Lover" kommt auch nicht in Frage. Die Kinder leiden, mein Kumpel noch mehr.

Wie soll man sich da verhalten? Ich bin da ja öfters - und bei mir (29) wollte diese Frau im letzten Jahr auch schon "landen", ich habe aber abgeblockt, zumal ich selbst eine Freundin habe und solche linken Touren einfach nicht abkann und ihr Mann ein echter Freund ist.. einer von der Sorte, wie es nicht viele andere gibt. Er weiß auch, dass sie bei mir landen wollte und ich ablehnte, was er mir wohl hoch anrechnet.

Der Betrogene ist ein sehr guter und langjähriger Freund von mir, der mir einfach nur leid tut und mit dem ich oft zusammen bin. Er spricht darüber nicht besonders und geht seiner Frau nach Möglichkeit aus dem Weg, aber er liebt sie immer noch und sieht das alles nicht so "ernst", wie dass es wirklich ist. Kann man da als Kumpel/als Freund irgendwie helfen oder einfach nur da sein? Will mich nicht in irgendwas einmischen (daher bitte auch keine zynischen "misch dich nicht ein" Kommentare!!), aber ich wüsste gern, wie ich meinem Freund irgendwie beistehen kann oder ihm zeigen kann ... wir sind echte Freunde und füreinander da.

Liebe, Freundschaft, Beziehung, betrogen, Liebe und Beziehung, Seitensprung
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