Warum regen sich viele Atheisten eigentlich über Prozessionen und Wallfahrten auf?

Alljährlich im Frühling regen sich bei uns in der Stadt die Atheisten über die katholischen Prozessionen und Wallfahrten auf. Alljährlich versuchen sie auch mit lächerlichen Petitionen, diese verbieten zu lassen. Erfolglos natürlich, weil die Atheisten bei uns in der Minderheit sind.

Aber was stört sie denn so daran? Ich finde, das sind Sachen, die man in einem freiheitlichen Land einfach aushalten muss. Im Prinzip ist es doch wie eine Demonstration. Eine Demonstration für den Glauben. Mir persönlich bereiteten Wallfahrten eine große Freude. Da entfaltet sich alle Tradition und Pracht der katholischen Liturgie.

Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die das albern finden. Aber warum wollen sie es uns verbieten ? Wenn die Vereinigung der Atheisten durch die Stadt ziehen will, kann ich sie doch auch nicht daran hindern. Wenn Wallfahrten wirklich verboten würden, wären wir direkt in den preußischen Kulturkampf zurückgekehrt.

Und dann immer das vorgeschobene Pseudo-Argument mit der "Lärmbelästigung". Da ist eine Blaskapelle, die vielleicht zwei Minuten lang durch Deine Straße zieht. Mittags. Lärmbelästigung sieht anders aus.

Meine Freiheit ändert da, wo ich die Freiheit eines anderen behindere. Wird irgendein Atheist dadurch behindert, wenn ich in eine fränkische Kirche wandere?

Kann es sein, dass viele Atheisten es einfach nicht ausstehen können, dass es noch selbstbewusste Katholiken gibt? So ähnlich sagte es nämlich ein Atheist auf YouTube. Er fühle sich durch gläubige Katholiken provoziert, weswegen er gehässig auf sie reagiert.

Warum regen sich viele Atheisten eigentlich über Prozessionen und Wallfahrten auf?
Religion, Menschen, Deutschland, Politik, Christentum, Psychologie, Atheismus, Brauchtum, Gesellschaft, Glaube, katholisch, Tradition, Wallfahrt, Philosophie und Gesellschaft
27 Antworten
Was für Traditionen habt ihr zu Hause bzw in eurer Kindheit kennengelernt?

Im Vergleich zu anderen Ländern gibt es ja in Deutschland kaum noch Traditionen.

Mich interessiert, was ihr bei euren Eltern/ Großeltern für Traditionen kennengelernt habt. Damit meine ich einerseits Traditionen, die es im normalen Tages- und Wochenablauf gab, aber auch Traditionen, die es an den Festen im Jahr und im Lebenslauf gab und drittens Traditionen, die einfach immer gegenwärtig sind.

Manche Traditionen hängen ja mit der körperlichen Entwicklung zusammen: Zahnwechsel, Menstruationsbeginn, weiteres...

Manche Traditionen hängen mit Schule und Beruf zusammen: Einschulungsfeier, Zeugnisfeste, Schulabschluss, Doktorfeiern, Rentenbeginn, weiteres ...

Manche Traditionen hängen mit der familiären Entwicklung zusammen: Verlobung, Heirat, Kindergeburten, Tod, weiteres...

Manche Traditionen haben religiösen Charakter: Taufe, Beschneidung, Bar Mitzwa, Erstkommunion, Konfirmation, weiteres...

Manche Traditionen hängen mit staatlichen oder regionalen oder Natur-/ Wetter-/Klima-Ereignissen zusammen: Feiertage, besondere Feste, weiteres...

Manche Traditionen hängen mit Rollen- und Aufgabenverteilungen zusammen: Berufsarbeit, Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege der alten Eltern, Nachlassregelung, weiteres...

Manche Traditionen hängen damit zusamen, was man sich aufbewahrt, was man täglich benutzt, wer mit wem eine Wohnung teilt, wann und wo man in den Urlaub fährt oder Besuche macht, welchen Vereinen man angehört, wie man Treffs mit Freunden verbringt, weiteres ...

Bitte schreibt ALLES, was euch dazu einfällt. Und auch, in welchen Bereichen ihr persönlich MEHR oder WENIGER Traditionen pflegt als ihr es zu Hause kennengelernt habt.

Freizeit, Leben, Religion, Familie, Geschichte, Menschen, Kultur, Brauchtum, Kinder und Erziehung, Kindheit, Sozialgeschichte, Tradition, Philosophie und Gesellschaft
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