Zuhause bleiben oder Auszeit mit Freunden?

Habe die letzten drei Tage sehr hart gearbeitet. Vormittags im Beruf, Nachmittags bis in die Abendstunden beim Umzug meiner Schwester und meines Schwagers in deren neues Eigenheim. Ich habe den Keller geräumt, schwere Möbel geschleppt, Lampen montiert, Türen eingehängt, Umzugskartons in Transporter gewuchtet, usw.

Am Abend war ich ziemlich kaputt und bin nur noch ins Bett gefallen, um zu schlafen.

Meine Frau hat sich darüber beschwert, dass ich somit "wenig Zeit für sie und unsere Tochter" hätte. Ich habe ihr erklärt, dass ein so großer Umzug der engsten Verwandten nur ein- bis zweimal im Leben stattfindet und sie bitte Verständnis zeigen soll, wenn sie schon nicht aktiv soviel mithilft (unsere Tochter ist 12 und kann auch gut alleine sein).

Heute Abend wollte ich nach der Arbeit mal mit Freunden auf ein paar Getränke ins Stammlokal gehen, um nach der harten Anstrengung der letzten Tage mal eine kleine Auszeit zu haben. Doch meine Frau hat heute eine zahnchirurgische Behandlung und meinte "wenn sie dann mit höllischen Schmerzen zuhause ist, möchte sie nicht alleine sein, sondern dass ich mich um sie kümmere und Zeit mit ihr verbringe". Meine Freunde haben aber nur heute Zeit für ein Treffen, sonst sehe ich die erst wieder in 10 Tagen. Und ich hätte selbst dringend mal etwas Entspannung nötig. Meine Tochter wäre eh bei ihr zuhause.

Habe nun nach ihren Worten aber ein schlechtes Gewissen, wenn ich heute meine Freunde treffe.

Wie würdet ihr handeln? Findet ihr, dass es meine "Pflicht" als Partner ist, heute bei meiner Frau zu bleiben, oder darf ich mir auch mal eine langersehnte Pause gönnen?

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Mal 100% wohlfühlen mit einem Kleidungsstil?

Als Kind wurde ich von meinen Eltern immer in selbstgestrickte Klamotten und Kleidung gesteckt, die von meinen älteren Brüdern übrig blieben. Daraufhin wurde ich in der Schule oft auch wegen der Kleidung verarscht, dass die "billig aussehen würde" und keine tollen Marken, usw. Fühlte mich also mit der Kleidung nicht mehr wirklich wohl.

In meiner Jugend und jungen Erwachsenenzeit hab ich mich dann – auch weil ich eine Band hatte und Mitglied in nem Bikerclub wurde eher alternativ gekleidet, so im Rock & Metal Style, mit viel schwarz, lässigen Hosen, Boots, Lederarmbändern, Ketten und so. Darin fühlte ich mich sehr wohl und zugehörig zu meinen Freunden, aber es kamen auch viele negative Reaktionen, von Familie, älteren Leuten und auch von meinem Arbeitgeber. Ich habe gemerkt, dass man es mit so einem Stil doch viel schwerer hat, beruflich in höhere Positionen aufzusteigen.

Irgendwann gab es dann einen großen Streit mit meinen damaligen Freunden. Etliche Personen fielen mir übel in den Rücken und da mir in Folge dessen dann auch ein Licht aufging, was die Negativität und das abwertende Weltbild vieler Leute in dieser Szene anbelangt, habe mich zurückgezogen von der Band und von den Bikern. Ich lernte andere Freunde kennen und mein Blick auf die Welt hellte sich ein wenig auf und fühlte mich daher nicht mehr wirklich wohl, nur in schwarz rumzulaufen, also ging ich ins Geschäft und kaufte mir einfach mal so "Standardklamotten", wie sie meine anderen Arbeitskollegen an hatten. Also Poloshirts von Adidas, Nike, usw.

Meine Familie fand das super und meine Freundin ebenfalls. Sie schenkte mir dann zum Geburtstag mal ein paar Sachen von Hugo Boss und Calvin Klein. Die Marken waren mir egal, aber die Sachen waren bequem und sahen gut aus. Dann hab ich bemerkt, dass auf der Arbeit plötzlich alle verändert auf mich reagieren. Der Chef nahm mich auf einmal mit zum Essen, die Kunden unterhielten sich fröhlicher mit mir und andere Kollegen wurden respektvoller. Teils wohl wegen meinem neuen Look. Tatsächlich habe ich kurz darauf mehr Verantwortung und höheres Gehalt vom Chef bekommen.

Soweit so gut, aber nun ist es wieder so, dass viele Leute außerhalb der Firma auf die Markenkleidung negativ reagieren. Freunde von früher sagen, ich wäre jetzt ein "08/15-Kommerztyp", Fremde sagten schon so Sachen wie "hältst dich wohl für was besseres?" oder "Erschlag mich nicht mit deinem Preisschild."

Das macht mich auch traurig, denn ich bin ja eigentlich der selbe Mensch, egal welche Kleidung ich trage, oder?

Ich fühle mich mittlerweile mit keiner Kleidung mehr richtig wohl und wenn mich jemand fragt "Was willst DU denn für eine Kleidung tragen?" könnte ich keine Antwort mehr geben, weil alles für mich mittlerweile negativ behaftet ist.

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Was tun wenn das Kind nicht verlieren kann und immer recht haben will?

Unsere Tochter kommt gerade in die Pubertät und nun zeigt sich, dass wir in der Vergangenheit offenbar ein paar Fehler in der Erziehung gemacht haben: Sie ist sehr oft rechthaberisch und heult, wenn sie mal verliert oder nicht ihren Willen bekommt.

Unlängst sagte sie zu mir nach einer Erzählung aus der Schule, in der sie sich unklar ausgedrückt hatte, "Kapierst du es jetzt endlich?", was für mich schon extrem respektloses Verhalten gegenüber einem Erwachsenen ist.

Bei der Mama wiederum schnaubt sie ständig und guckt genervt drein, obwohl die ihr eh schon viel zuviel recht machen will. z.B. befand sich unsere Tochter plötzlich mit den Eltern ihrer Freundin auf einem Jahrmarkt statt im Tierpark wie sie ursprünglich gesagt hatte. Das sagte sie uns aber erst, als sie von dort abgeholt werden wollte.

Wenn wir sie auffordern, ihr Zimmer aufzuräumen, kommen trotzige Aussagen wie "Ist die Wohnung nicht langsam mal sauber genug?" zurück.

Das gefällt und nicht und wir fragen uns, wie wir uns hier wieder mehr durchsetzen können. Sie war bis vor kurzem noch ein sehr liebes und braves Kind, das sich für alles bedankt hat.

Wenn ich ihr heute sage, dass sie nicht so verschwenderisch mit ihrem Taschengeld umgehen soll, kommt von ihr ein Schnauben retour und sie sagt "Bloß weil ich mir EINMAL Spaß gegönnt habe bin ich euch wieder zu teuer."

Habt ihr irgendwelche Erziehungs-Tipps?

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Tochter vertrauen oder nachhaken?

Ab Freitag ist in unserer Stadt Jahrmarkt. Meine Tochter will dort unbedingt hin. So sehr, dass sie ihre Oma angelogen hat, sie "könne am Wochenende nicht wie gewohnt zu Besuch kommen, weil Mama und Papa etwas anderes geplant hätten." Wir hatten aber noch garnichts geplant.

Nachdem die Oma uns angerufen hatte und somit die Lüge aufgeflogen war und es deshalb eine kleine Standpauke gab, erlaubten wir dann doch - auch auf Omas Wunsch - den Rummelplatzbesuch. Wir schlugen vor, dass sie zwei Freundinnen einlädt und wir dann mit denen gemeinsam hin gehen. Darauf meinte sie, "Ja gute Idee, ich frage mal."

Heute sagte sie dann "Meine Freundinnen kommen gerne mit auf den Jahrmarkt, aber wir würden diesmal mit dem Vater einer Freundin dort hin schauen, weil wir ja letztes mal schon bei uns zuhause waren und die Freundinnen auch mal ihre Eltern dabei haben möchten."

Daraufhin meinte meine Frau "Wir könnten doch gemeinsam mit dem Vater der Freundin und euch hingehen, dann können eure Eltern sich ein bisschen unterhalten, während ihr Kinder Spaß habt."

Daraufhin schnaubte die Kleine genervt und sagte "Nein, es ist wirklich nicht nötig. Der Vater passt schon gut auf uns auf!"

Nun sind wir am überlegen, ob sie einfach gerade nicht soviel Kontrolle von uns will, oder ob der Vater der Freundin überhaupt nur erfunden ist und die Kids in Wahrheit ohne Erwachsenenbegleitung auf den Jahrmarkt wollen. Wir tun uns schwer, ihr zu vertrauen, nachdem sie schon die Oma angelogen hat, wollen sie aber auch nicht zu Unrecht dauernd verdächtigen oder uns zu sehr aufdrängen...

Was meint ihr?

Ist gerade ein schwieriges Alter... in einem halben Jahr wird sie 12.

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