Sagen euch eure Eltern eigentlich auch immer alles Fünftausend mal?

Also eigentlich reicht es mir, wenn meine Eltern mich einmal daran erinnern würden, dass ich zum Beispiel Ende nächster Woche einen Friseurtermin habe.

Aber entweder scheinen meine Eltern zu glauben, dass ich an Demenz leide oder sie leiden selbst an Demenz.

Spätestens wenn mir meine Mutter täglich zehn Mal sagt, dass ich Ende nächster Woche einen Friseurtermin habe, platzt mir irgendwann die Geduld.

"Du denkst dran, dass Du nen Termin hast?" / "Du weißt, nächster Woche Friseur?" / "Vergess den Friseur nicht!" / "Nächsten Donnerstag Friseur!"

Manchmal verlier ich dann wirklich die Beherrschung. "Ja verdammt nochmal, ich habs kapiert!"

Das ist aber generell bei allen Sachen so. Mittlerweile bin ich so eingestellt, dass ich Sachen umso weniger mache, desto mehr meine Eltern sie ständig sagen.

Dabei mache ich eigentlich meist alles, wenn man es mir mal gesagt hat. Ich springe nicht sofort, aber ich mache es!

Mir geht es auch tierisch auf die Nerven, wenn mein Vater immer gleich drohen muss. "Du mähst jetzt den Rasen, sonst knallst!" Natürlich bin ich dann nach einer solchen Drohung total demotiviert. Wenn er mich einfach freundlich bitten würde, dann täte ich es vielleicht sogar gerne machen. Aber immer so dieser Wehrmachts-Befehlston... Es kotzt mich an!

Ich hab das gegenüber meinen Eltern auch schon oft erläutert, aber die machen überhaupt keine Anstalten, etwas anders zu machen.

Sind eure Eltern auch so?

Arbeit, Familie, Verhalten, Erziehung, Menschen, Deutschland, Vater, Eltern, Gesellschaft, Liebe und Beziehung
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Warum werden heute so viele Lebensbereiche / Kindheit professionalisiert?

Ich bin zwar auch gerade erst 19, aber manchmal habe ich das Gefühl, in einer völlig anderen Zeit aufgewachsen zu sein. Bis zu meinem 16 Lebensjahr bin ich eigentlich immer mit dem alten Fahrrad meines Vaters gefahren. Und das im Sommer meist barfuß, mit Badehose und T-Shirt. Und wenn ich mich mit meinen Freunden irgendwo auf eine Wiese gelegt habe, da hat jemand von daheim ein altes Handtuch mitgehen lassen. Nicht, dass wir uns nichts besseres hätten leisten können. Aber wir haben gar nicht mehr gebraucht. Und wenn wir mal in einen See sind, dann entweder in Unterhose oder (Skandal!) nackt.

Und obwohl das alles erst maximal 7 Jahre her ist, hat sich die Welt seitdem doch massiv gewandelt. Die Konzerne und Werbeagenturen haben es hinbekommen, jeden noch so kleinsten Lebensbereich zu professionalisieren.

Heute sehe ich Kinder am See mit Multifuntions-Neoprenanzug. Fahrrad gefahren wird natürlich auch nur mit entsprechender offizieller Montur. Und natürlich kann man sich draußen nur aufhalten, wenn man die Musik über sündhaft teure Bose-Boxen hört.

Mein kleiner Bruder zum Beispiel. Der kann - wenn überhaupt - nur mit Markenbadehose an den Strand.

Warum sind denn gerade Kinder so anfällig für diese teilweise irrsinnige Professionalisierung?

Ich glaube, dass ich heute in vielen Dingen sehr gelassen bin, weil bei uns eben nicht alles immer perfekt sein musste. Und da konnte auch die Frisur mal komplett kaputt sein - wenn man sich denn überhaupt freiwillig gekämmt hat - damals waren die Surfer-Frisuren im Trend. Und mein kleiner Bruder würde zum Beispiel nie aus dem Haus gehen, wenn er nicht perfekt mit zwei Flaschen Haarspray gestylt ist. (Er sprüht wirklich mit zwei Flaschen parallel.)

Ich möchte jetzt auch nicht wie ein alter Opa klingen, für den früher alles besser war. Aber ist es nicht gerade das Schöne an der Kindheit, dass es eben nicht alles Perfekt und Ernst sein muss?

Wie seht ihr das?

Werbung, Kinder, Menschen, Deutschland, Gesellschaft, Kindheit, Marken, Menschheit
3 Antworten
Habt ihr muslimische Jungs im Freundeskreis/ welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ich frage, weil wir bei meinem Bruder momentan leider sehr viele schlechte Erfahrungen machen müssen. Er hat sehr viele Muslime im Freundeskreis. Und diese benehmen sich oft sehr daneben, um nicht zu sagen asozial. Egal ob der übertriebene Materialismus, der übermäßige Alkoholkonsum (obwohl ich immer dachte, dass das im Islam tabu sei) und eine "Assi-Sprache".

Das alles bin ich so von meinen Freunden überhaupt nicht gewöhnt. Meine Freunde sind eigentlich alles Deutsche und kommen eher aus dem ländlichen Bereich. Und man kann sagen, wir sind richtige "Almans" - aber ich finde das eigentlich nicht negativ. Wir sind freundlich, an Kultur und Politik interessiert, machen aber meist auch ganz normalen Blödsinn, den man unter Freunden halt so macht. Wir fahren Fahrrad, gehen ins Kino, ins Schwimmbad, usw.

Die Freunde meines Bruders sind da doch nochmal eine ganz andere Welt. Hier dominiert die "Assi-Sprache", es wird sehr viel Wert auf teure Marken gelegt und nicht selten kommen asoziale oder judenfeindliche Witze. Mein Bruder hat mir da mal einen Chatverlauf gezeigt - der hatte es schon in sich. Man will unbedingt Gangster sein. Gelacht wird selten.

Nun möchte ich natürlich nicht alle muslimischen Jungs über einen Kamm scheren. Deswegen möchte ich gerne von euch wissen: Habt ihr muslimische Jungs in eurem Freundeskreis? Wenn ja, was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Islam, Freundschaft, Menschen, Freunde, Jugendliche, Pubertät, Gesellschaft, Jungs, Liebe und Beziehung, Muslime, Erfahrungen
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Warum fallen ausländische Jungs oft durch schlechtes Verhalten auf?

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Meine besten Freunde arbeiten in einem handwerklichen Betrieb. Das, worüber sie sich am meisten aufregen, sind "die Ausländer". Sie haben ein paar Türken in der Firma. Diese kommen regelmäßig zu spät, gehen zu früh und glänzen nicht gerade durch Fleiß.

Man könnte sagen, das ist ein Einzelfall. Aber bei meinem Cousin in der Firma ist es genauso. Die Jugendlichen aus dem Nahen Osten verhalten sich oft asozial, schmeißen ihre Kippen mitten in die Firma und geben sich oft keine Mühe.

Und eigentlich regt sich im Handwerk fast jeder in meiner Familie über asoziales Verhalten seitens der Ausländer auf.

Aber warum muss das denn so sein?

Man bietet vielen eine berufliche Chance - obwohl sie oft kein Deutsch können - und hinterher fallen sie durch negatives Verhalten auf. Der Arbeitgeber wird danach wahrscheinlich keine Migranten mehr einstellen, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Auch bei uns in der Stadt trauen sich viele Mädchen nicht mehr allein über den Bahnhofsplatz, weil dort immer viele ausländische Jungs sind, die vorallem durch Pöbeleien auffallen.

Und das geht natürlich wieder zu Lasten derjenigen Migranten, die sich gut benehmen können. Und die gibt es nämlich auch. Aber leider oft zu selten.

Arbeit, Verhalten, Menschen, Deutschland, Politik, Gesellschaft, Jungs, Liebe und Beziehung, Migration, Türken
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