Jugendarbeitsschutz / Arbeitnehmerschutz?

Hey,

Momentan mache ich eine Ausbildung als Landwirt. Nun habe ich das Problem, das mein Arbeitgeber/Ausbilder Sachen macht, die meines Erachtens nach zum einem zu weit gehen und nicht deren Aufgabe ist und zum anderen auch im Umgang einfach nicht OK sind. Hier einige Beispiele:

  • Wenn ich zu langsam bin oder sonst irgendetwas falsch mache oder einfach etwas Vergesse/Übersehe/... werde ich des Öffteren als "Behindert", "Zurückgeblieben", "Dumm", ... betitelt.
  • Da ich lange Haare habe soll ich einen Haargummi tragen (was ich auch mache, nachdem sie mich aufgefordert hatten). Nun möchten sie mir verbieten mir in die Haare zu fassen um mir die übrigen Haare, die nicht durch den Haargummi gehalten werden, aus dem Gesicht zu wischen. Zitat: "Wenn du dir noch einmal in die Haare fasst, darfst du erst wieder kommen wenn du beim Friseur warst. Oder wir gehen gleich mit dir zum Friseur."
  • Nachdem ich manchmal was vergesse, soll ich einen Zettel und ein Stift immer dabei haben, habe ich ihn nicht dabei, muss ich eine Stunde länger Arbeiten (Zitat Ausbilder). Dazu muss gesagt sein, das ich zum einem Durchschnittlich 9 1/2 h Arbeite, obwohl ich nur 8 h pro Tag arbeiten darf (vom Gesetz aus), denn ich bin erst 17.
  • Sie bemängeln oft auch das ich ein "Mann" sein soll. Dabei fragen sie mich auch nach meiner Sexualität oder ähnliche Sachen, das sie meiner Meinung nach nichts angehen.
  • Außerdem "Wohne" ich bei ihnen unter der Woche, da ich noch nicht 18 bin und dementsprechen nicht mit dem Auto fahren kann. Dabei gehen sie auch in mein Zimmer. Dürfen die während ich dort "wohne" dieses Zimmer betreten?

Das waren einige Beispiele. Was dürfen sie? Und was kann ich dagegen machen?

Meine Eltern haben mit ihnen auch schon ein Gespräch geführt, allerdings waren sie da "freundlich" und haben mich gelobt, usw. ...

Ich weiß nicht mehr wie ich mich gegen so einen Umgang wehren kann. Momentan versuche ich die Beleidigungen zu "überhören"... .

Hoffe jemand weiß was ich noch machen kann.

MFG

Faolan

Arbeit, Ausbildung, Recht, Arbeitsrecht, Arbeitnehmer, BGB, Jugendarbeitsschutzgesetz, Mobbing am Arbeitsplatz, erniedrigung
2 Antworten
Kita Kündigung ok geschrieben?

Kurz zur Info: Wir haben unsere Kita im August fristlos gekündigt, da mein Mann ins Ausland versetzt wurde. Jetzt stellt uns die Kita dennoch den September in Rechnung. Anbei mein Schreiben an die Kita und die Frage an euch, ob das Schreiben so korrekt bzw. effektiv ist? Danke!

Sehr geehrte XXX

 

nachdem wir gestern eine E-Mail mit einer Rechnung für September erhalten haben, sehen wir uns in der Pflicht Sie an unsere fristlose Kündigung zu erinnern.

Am XX.08.2018 haben Sie eine E-Mail von meinem Mann XXX mit der fristlosen Kündigung für unsern Sohn XXX erhalten. Mein Mann wurde beruflich zum 01.09.2018 nach XX versetzt. Laut § 626 BGB  liegt somit ein wichtiger Kündigungsgrund vor, und wir sind aus dem Vertrag früher zu entlassen. Aus diesem Grund können wir die aktuelle Rechnung für September 2018 nicht nachvollziehen.

Hiermit informieren wir Sie, sollten Sie die Rechnung nicht zurückziehen, werden wir rechtliche Schritte gegen Sie und Ihr Personal einleiten. XX wurde in Ihrer Kita absolut schlecht behandelt und wir zeigen uns bereits kooperativ und klagen Sie nicht an wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht und anderen Fahrlässigkeiten, die in der Kita über die acht Monate, die XX bei Ihnen anwesend war vorgefallen sind.

Mit Bitte um eine Bestätigung dieses Schreibens verbleibe ich mit Freundlichen Grüßen,

XXX

Kündigung, Recht, BGB, Jura, Kita, Kündigungsfrist, Ausbildung und Studium
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Muss ich Ableger in Nachbars Grundstück entfernen?

Ich besitze ein Grundstück an einem Weg der nicht erschlossen ist. Links von mir ist eine Pferdeweide und rechts ein kleineres Weizenfeld. Das Grundstück gehörte bis vor kurzem jemand anderem aus der Familie. An dem Grundstück wurde lange nichts gemacht, viele Sträucher und Bäume wachsen in die Nachbargrundstücke. Die Besitzerin der Pferdeweide hat mich angesprochen das ich die Sträucher und Bäume die zu Ihr rüberwachsen zu entfernen habe. Das Problem fängt schon damit an das nicht ersichtlich ist wo die Grundstücksgrenze verläuft da ich keinerlei Ahnung habe wo sich die Grenzsteine befinden. Vermutlich durch Ablagerung sogar schon unter der Erde. Das ist aber ein anderes Thema. Das zweite Problem das sich mir stellt, muss ich Sträucherwurzeln und sogar Baumwurzeln die in sein Grundstück verlaufen entfernen? In der Mitte von seiner Pferdeweide steht ein Ableger von einem meiner Bäume der schon in etwa 1 Meter hoch ist. Hab ich solche Dinge auch zu entfernen? Ich hab jetzt angefangen alle Sträucher die am Rand sind zu entwurzeln allerdings bekomme ich Baumwurzeln nicht entfernt. Eine der Bäume ist eine Tanne und um diese Wurzeln fachgerecht zu entfernen müsste ich eine spezielle Firma beschäftigen. Kann mir bitte jemand weiterhelfen ich bin ratlos inwiefern ich verantwortlich bin und was ich alles zu entfernen habe und bis wohin.

Garten, Recht, BGB, Grundstücksrecht, Nachbarschaftsstreit, Baumwurzel, Grundstücksgrenze, Unterlassungsanspruch, Sträucher und Bäume
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Telekom schickt Rechnung obwohl keine Vetragsbestätigung?

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich besitze ein Haus im Dorf und habe Wohnungen darin vermietet. In einer der Wohnung war keine Leitung für Internetanschluss vorhanden, also kein verlegt worden. Nun wünschte die Mieterin nach einer Leitung sodass sie sich WLAN holen kann. Daraufhin habe ich unseren Elektriker kontaktiert sodass er das Kabel verlegt. Er scheint es aber missverstanden zu haben und hat die Telekom nach einem Anschluss gefragt. Er schrieb mir, dass ein Techniker von der Telekom kommen wird. Ich, unwissend über all diese Technik und Elektriker Sachen habe dann gedacht, dass vielleicht die Telekom das Kabel verlegt, weil es ja sozusagen deren Leitung ist.

Nun ja, er kommt einmal und sagt mir er könne da nichts machen, weil der Elektriker das Kabel nicht verlegt hat. Ich bin dann verwirrt und habe es den Elektriker so wiedergegeben. Habe den Elektriker auch gesagt, dass wir Kabel nach oben verlegt brauchen, damit da überhaupt ein Anschluss empfangen werden kann.

Es kommt nach paar Wochen wieder der Telekom Mann und wieder dasselbe. Das Problem mit meinem Elektriker ist, er geht nie ans Handy. Nachrichten können missverstanden werden. Und ich habe ihm wieder einmal gesagt, wir brauchen einen Kabel noch oben verlegt. Von seiner Seite war dann nichts mehr zu hören. Die Mieterin ist ausgezogen, also war für mich die Sache erledigt.

Nun aber, nach 3 Monaten kommt eine Rechnung in der ein monatlicher Call Comfort Tarif und die Fahrtpauschalen aufgelistet sind. Ich habe dort angerufen und gefragt, dass ich nie ein Vetrag abgeschlossen habe. Das habe ich angeblich über meinen Elektriker. Er hat denen auch mein Geburtsdatum angegeben. Ich sollte ein Widerspruch legen. Habe ich. Heute bekam ich die Antwort, dass sie meinen Wunsch nach Stonierung nicht nachvollziehen können und laut derer Dokumentation habe ich zugestimmt.

Ich habe weder eine Vertragsbestätigung, noch irgendeinen Router etc von denen erhalten. Ich weiß ja gar nicht was das Produkt Call Comfort sein soll. Der andere Mieter bei mir im Haus hat einen WLAN Anschluss bei der Telekom und er hat einen Router und alles.

Die Fahrtpauschale kann ich nachvollziehen. Aber das Produkt Call Comfort erhalte ich gar nicht. Was kann ich dagegen tun? Geht es, dass mein Elektriker für mich einfach einen Vetrag mit denen abschließen kann? Ist der Vetrag gültig?

Internet, Rechtsanwalt, BGB, Telekom, Rechtliche Lage, Vetragsabschluss
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Vorkaufsrecht nicht in Anspruch nehmen?

Meine Wohnung soll an einen neuen Eigentümer verkauft werden - daher habe ich Vorkaufsrecht.

Nun will ich die Wohnung natürlich nicht kaufen und auch keine großen Anstalten machen, hier hilfreicher zu sein als rechtlich von mir zu erwarten ist.

Ich werde aber seitens Makler zu allmöglichen Mitarbeiten gezwungen, zu denen ich weder Lust noch Zeit habe unter der heillosen Drohnung, ich würde in den Kaufvertrag eingehen, wenn ich es nicht unterschreibe. Was soll das heißen? Werde ich zum Kauf der Wohnung gezwungen, wenn ich nicht NEIN sage? Ich kann ja wohl nicht zu einem Kauf ohne meine aktive Mitwirkung gezwungen werden.

Ein Notar soll mir ein Einschreiben/Übergabe gesendet haben, jedoch habe ich nur von Post Modern einen pinken Zettel im Briefkasten, ich kann mir etwas (wobei ich ja nicht offiziell weiß, um was es sich handelt) irgendwo in Hinter-Timbuktu abholen. Das mach ich ganz sicher nicht. Hab nichts bestellt, fertig.

Außerdem muss das Ding in einen Briefumschlag, von denen ich gerade keine habe, stecken und mit einer Briefmarke versehen, die ich nicht habe, und es dann in einen Postbriefkasten werfen, zu dem ich 1) erstmal hin muss und 2) garnicht weiß wo hier einer ist. Für die meisten ein Klacks, für mich total nerviges Mittelalter und hier geht's auch hauptsächlch um's Prinzip.

Der Makler drängelt, ich möge binnen 1-2 Tage das Ding unterschreiben weil er das dringend braucht. Er wurde dann noch frech am Telefon, man müsse mir alles hinterhertragen. Ich möchte mal klarstellen dass ich hier nichts von ihm will, sondern er von mir.

Aber 1-2 Tage, etwas zu unterschreiben, von dem ich rechtlich nicht die leiseste Ahnung habe, ist mir etwas sehr suspekt, und habe das Gefühl, dass hier was stinkt. Darf ich das denn nicht erstmal prüfen lassen?

Evtl. wurde die Wohnung schon verkauft und er will jetzt mit meiner schnellen NEIN-Unterschrift den Fehler wieder gerade biegen?

Meiner Vorstellung nach müsste es doch einfach eine Frist geben, in der ich mich zum Kaufwillen äußern kann, und wenn ich das nicht tue, war's das halt einfach für mich und der Interessent bekommt die Wohnung.

Ich lese halt immer nur, dass man Vorkaufsrecht hat und so, aber nicht was man für Pflichten hat, wenn man NICHT will.

Wohnung, Mieter, Recht, Mietrecht, Vermieter, BGB
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