War das nur ein Vorwand, um mich loszubekommen?

Hi Leute,

ich hatte letzte Woche eine nicht so schöne Situation und bräuchte da einfach mal einen Rat/eine Meinung. Und zwar ist bei uns Sport ausgefallen und da wir nachmittags noch Unterricht hatten, hatten wir dann 3 Freistunden. Ich habe eine aus meiner Klassd (Luise) gefragt, was sie so macht und sie hat gesagt, dass sie mit einer anderen (Charlotte) in die Stadt geht. Darauf habe ich gefragt, ob ich mit kann. Sah erst danach aus, aber dann meinte Luise zu mir, dass sie damit kein Problem hätte, Charlotte aber nicht möchte, dass ich mitgehe, weil sie mit ihr was privates besprechen muss, was ich nicht hören soll. Es sei nicht gegen mich persönlich gerichtet. Die Freistunden gingen von 11:10-13:45 und sie meinten, dass sie evtl gegen 13 Uhr wieder an der Schule wären...

Jetzt meine Frage: Wie seht ihr das? Glaubt ihr, das war nur ein Vorwand und sie wollten mich einfach nicht dabei haben? Einerseits ist es schon so, dass man mal was besprechen möchte, was jemand nicht hören soll, andererseits besteht ja auch die Möglichkeit, das dann mal telefonisch oder bei einem Treffen zu zweit zu klären. Denn so musste ich die Freistunden alleine verbringen.

Am Dienstag fällt schon wieder Sport aus? Soll ich da Abstand nehmen und sie nicht mehr fragen, was sie machen? Denn sie haben ja wohl nicht so Interesse und ich wäre sonst vielleicht zu aufdringlich. Andererseits ist es eben schon doof, alleine zu sein.

Danke für jede Antwort!

Schule, Verhalten, Freundschaft, Mädchen, Psychologie, Freundin, Soziologie, Treffen
Ist die Wokeness Bewegung moralisch gerechtfertigt?

Ich (60J) war in meiner Ideologie seit jeher immer vielmehr ein Linker als ein Rechter, aber die neue Wokeness Bewegung, die gerade von neo-linken Gruppierungen in der jungen Generation gepredigt wird, verunsichert mich ziemlich.

Ich stehe zu 100% dafür ein, dass Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe oder ihres Geschlechts gleich behandelt werden und überall gleiche Rechte erfahren. Die sogennante Wokeness Bewegung bringt aber genau hier wieder eine Assymetrie hinein: Es werden beispielsweise explizit Rechte von Frauen oder Schwarzen eingefordert, obwohl dies als Selbstvertändlichkeit ja eigenlich gar nicht thematisiert werden sollte! Die moralische Messlatte müsste doch gerade an der Gleichheit aller auszurichten sein, hier werden aber rücklings wiederum bestimmnte Zielgruppen bevorzugt - ist das nicht etwas seltsam? Nur weil es viele Misstände in der Vergangenheit und bis heute gab, muss man ja nicht in das Extrem verfallen, den Spieß umzudrehen.

Ich muss mich, nur um ein Beispiel zu nennen, vor meiner Tochter schon manchmal rechtfertigen etwas zu sagen, denn es heißt dann oft "halt die Klappe, du bist ein alter weißer Mann!". Was soll das? Wir krachen in der letzten Zeit bezüglich brisanter Themen (Gendern, vegane Ernärung, Geschlechteridentität) regelmäßig aneinander und mittlerweile glaube ich, dass meine Tochter gar nicht "links" ist, wie sie immer hervorheben möchte, sondern bloß einer fehlgeleiteten Ideologie aufgessesen ist. Irgendwie habe ich mir Gleichheit und Fairness nicht so vorgestellt - diese Geisteshaltung ist jedenfalls nicht das, was ich mir als "Linker" als Idealbild einer Gesellschaft vorstelle, sondern eher wieder das genaue Gegenteil, nur in einem pseudeo-linken Gewand. Kann es sein, dass unsere Gesellschaft gerade im Begriff ist, komplett falsch abzubiegen? Ich habe ehrlich gesagt ein komisches Gefühl im Bauch - ich hoffe ich konnte verständlich rüberbrigen was ich meinte.

Politik, Bürgerrechte, Gesellschaft, Gleichberechtigung, Soziologie, Wokeness
Wieso gehts den Deutschen so gut?

Also ich mein die richtig deutschen ohne ausländische Wurzeln, die haben irgendwie keine Probleme und sind aber so scheu vor Ausländern also viele, wieso gibts da kein Frieden teilen in miteinander, den anderen kennen lernen und Freundschaften binden, wieso sind deutsche so schlecht darin gegenüber den Ausländern? Ich versuche heute als erwachsene Person zu verstehen wieso ich als 8 jähriges Kind so streng behandelt wurde von den Eltern meines deutschen Freundes als ich bei ihnen zu Besuch war, die hatten zu allem irgendwie eine Regel es fehlte nur noch die Regel wann ich Luft einatmen darf und wann nicht, ich versuche zu verstehen wieso ich diskriminiert wurde schon als Kind, meine Mutter selbst konnte sich gar nicht mit den Eltern meines Freundes damals anfreunden, es ging irgendwie nicht weil sie sehr auf Distanz blieben, ich war auch nur einmal zu Besuch da, ja vielleicht ist das schon was sehr großes erreicht zu haben Gäste bei deutschen zu Hause zu sein, aber so interessant war es dann halt doch wieder nicht, ich werd das nie vergessen. Heute scheinen deutsche jetzt auch irgendwie nur Privatschulen zu besuchen und wollen gar nicht auf staatliche Schulen? Man trifft sie kaum so wirklich, und da wo man sie trifft ist dann ein ziemliches deutsches Umfeld und man wird dann sofort blöd angeguckt als wäre mein ein Eindringling, ich bin Türke Leute ich sag es so wie es ist, ohne zu übertreiben, ohne irgendwas hier zu erfinden, mir geht sowas sehr nahe weil ich in diesem Land geboren bin und auch Deutscher bin aber ich schäme mich irgendwie einerseits, irgendwie ist das Fremdscham, es fühlte sich für mich einfach nie wie Heimat an, und damals gabs noch nicht mal die ganzen Flüchtlinge und Zuwanderer, damals lebte es sich noch besser aber wenn ich heute so nachdenke war es auch damals vor 20 30 Jahren nicht so das wahre hier, nicht wirklich... irgendwo denke ich mir man hat einfach den falschen geholfen ihr Land aufzubauen, nachdem man heute ja schon fast verscheucht wird wo es nur geht und Ausländer nicht gern gesehen werden und ich jemand mit ausländischem Aussehen bin und das definitiv zu spüren kriege, da wird es mir schon etwas mulmig im Bauch, sage ich so wie es ist, ich verstehe die Probleme die sich Deutschland zugezogen hat, aber so schlimm kann es doch nun wieder auch nicht sein denke ich mir, irgendwann musste es doch passieren das Ein Volk, ein Land immer mehr bevölkert wird evtl. Gerade wegen Klimakatastrophen, dann ist man gemeinsam nur noch stark und niemand wird dann irgendwie recht auf sein 1000qm Grundstück haben weil es dann niemanden Interessiert. Einige verhalten sich so als gehöre der Planet ihnen und das ist einfach nur Stroh doof.

Gesellschaft, Soziologie
Angenommen ihr seid Kunde bei einer Gaststätte wo ihr ab und an mal ein Bierchen trinkt, der neue Mitarbeiter ist da und möchte das doppelte gezahlt von euch?

Also ihr seid nur ab und an mal da aber ihr seid kein Stammkunde, jedenfalls kennt ihr die Mitarbeiter und plötzlich steht dann so ein neuer da, ein Kerl, und möchte für eine Glas Flasche Mineralwasser 0.75l, ohne Kohlensäure, von euch 4€, sonst hattet ihr immer 2 Euro bezahlt, ihr bemerkt denn Fall erst als er euch 6€ zurück gibt und geht wieder zu ihm und fragt nochmal ob es so richtig sei das er 4€ soeben abgerechnet hatte für das Mineralwasser, er so ja, und er meint das ich ja auf die ganze Flasche bestand und eigentlich kostet ein Glas also ein normales Trinkglas 50Cent, und ich so aha ok aber mir ergibt sich das nicht ganz wieso es nun 4 Euro koste wenn doch ein normales Trinkglas mit Wasser 50 Cent koste und die Flasche einen 0.75l Inhalt hat und zuvor immer nur 2)€ berrechnet wurde, er so ja weil 8 Gläser ergeben 4€, ich so aha ok also glauben sie aus einer 0.75l Flasche können 8 normale Trinkgläser voll befühlt werden? Er so ja, und ich so Nein das kann nicht sein und ich möchte die Flasche wieder zurück geben weil übern Tisch ziehen lasse ich mich nicht und offensichtlich können sie nicht rechnen, da gibt der feine Kerl mir aufeinmal Hausverbot, es habe ihm nicht gepasst das ich gesagt hätte das er nicht rechnen könne, er sei hier auch der Chef und gibt mir nun Hausverbot, das er der Chef ist vom Laden glaube ich jetzt nicht, ich seh ihn zum ersten Mal da, und irgendwie behauptet da jeder das er der Chef ist. Nun wie beurteilt ihr das ganze? Was das zurecht das er so reagiert hat, oder würdet ihr euch sowas nicht gefallen lassen? Also evtl. Das Gespräch mit dem wirklichen Chef aufsuchen?

Gesellschaft, Soziologie
Wenn ich schreiben würde daß ich Kfz-Mechaniker wäre, würden Sie das dann auch leugnen?

Also, ich bin es nicht aber angenommen ich wäre es und Sie würden mein Profil und mich als Nutzer noch nicht kennen und ich hätte mich als Kfz-Mechaniker zu erkennen gegeben. Würden Sie das auch wegleugnen und mir schreiben daß ich kein Kfz-Mechaniker wäre?

Weil oft ist es nämlich so daß wenn ich mich als Hexe zu erkennen gebe (männlich, 38 Jahre alt!!!), ich zu lesen bekomme daß ich das nicht wäre. Ungeachtet der Tatsache daß ich über meinen Glauben, meine Spiritualität schreibe, daß ich mir das nicht mal eben so habe einfallen lassen und daß eine Menge Begegnungen, Erfahrungen und ein spiritueller Erkenntnisweg mit dieser Aussage verbunden sind. Leichtfertig werden da irgendwelche oberflächlichen Verlautbarungen herausgehauen daß es das nicht geben würde und Vergleiche mit Märchengestalten oder Produktionen für Kinder hingeklatscht. Ungeachtet auch der Tatsache daß man selber ja nicht an Magie glauben muß aber daß anderen dieser Glaube eben wichtig ist.

Anzumerken ist, für alle die mich schon kennen und mir jetzt vorhalten daß ich ja immer schreibe daß nicht jeder Hexe sein kann: Es kann auch nicht jeder Kfz-Mechaniker sein, dafür braucht man auch das entsprechende Talent, die Erfahrung und nicht zuletzt die Ausbildung. Und eine Hexe braucht eben die genetische Veranlagung, Erfahrung und Hintergrundwissen etc.

Verhalten, Soziologie, Verleugnung, oberflaechlichkeit
Habt ihr auch das Gefühl, dass die Gesellschaft immer unhöflicher wird?

Keine Ahnung ob ich mir das nur einbilde, aber seit 2020 hab ich so das Gefühl die Leute reagieren immer genervter, unhöflicher und sind auch irgendwie viel ungeduldiger als früher. Also davor war es natürlich alles andere als perfekt, aber ich hab so das Gefühl, dass es aktuell besonders schlimm geworden ist. Gerade was die Kommunikation mit irgendwelchen Ämtern angeht. Oder heute morgen erst als ich die Sachbearbeiterin meines gemeldeten Rechtsfalls angerufen habe und fragen wollte warum ich dafür keinen Rechtsschutz bekomme, klang sie so pampig und genervt, als ob ich das alles aus dem Effeff wissen müsse. Oder vor ein paar Monaten als ich im Kaufland an einer dieser Kassen war wo man die Ware selbst einscannen kann. Da hat die Kasse wo ich war nach der dritten Ware nix mehr eingescannt und als ich weit und breit kein Personal sah um mir zu helfen, hab ich die Kasse halt wechseln wollen und sobald ich mich von der defekten Kasse entfernt habe kam plötzlich wie aus dem nichts eine Mitarbeiterin ums Eck und hat mich fast schon angeschrien, dass ich nicht einfach so eine andere Kasse benutzen darf, was dann zu einer verbalen Auseinandersetzung geführt hat.

Da kommt man sich so vor als wäre der asoziale Umgangston den man aus dem Internet kennt, irgendwie in das analoge Leben durchgesickert. Auch zuhören können die Leute immer schlechter. Reden selbst ganz gerne wie ein Wasserfall und erwarten, dass man ihnen sein Gehör schenkt, aber wenn man dann selbst mal redet gibt's hier und da mal ein pseudo-verständnisvolles/interessiertes "mhm" obwohl die Person eher geistesabwesend wirkt und sich wahrscheinlich denkt "blabla mir doch egal".

Was meint ihr, ist das erst seit ein paar Jahren so geworden, oder bilde ich mir das nur ein, oder bin plötzlich sensibel geworden? Ich bin übrigens erst 27 Jahre alt, also hab ich jetzt nicht so viel Lebenserfahrung um sukzessive einen Vergleich mit "den guten alten Zeiten" anzustellen, aber früher war es irgendwie nicht so heftig bzw. fast allgegenwärtig.

Was glaubt ihr woran das liegt?

Ja, der Umgangston hat sich deutlich verschlechtert. 100%
Deine soziale Wahrnehmung hat sich wahrscheinlich verändert. 0%
Verhalten, Kommunikation, Psychologie, Benehmen, Gesellschaft, Gesellschaftskritik, Soziales Verhalten, Soziologie, Umfeld

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