Lohnfortzahlung nach unverschuldetem schweren Verkehrsunfall?

Liebe gutefrage-Community,

am 28.12.2018 wurde mir die Vorfahrt genommen, was in einem schweren Verkehrsunfall endete, bei dem die Verletzungen meinerseits mehr als lebensbedrohlich waren (u.a. Brustbeinbruch, Oberschenkelfraktur, Pneumothorax, Unterarmfraktur, etc.). Seitdem bin ich selbsterklärend krankgeschrieben und befinde mich gerade im Genesungsprozess, der sich vermutlich laut Ärzten noch einige Monate hinziehen wird.

Wie allgemein bekannt, hat man ja bei längerem Ausfall das Recht auf sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Nach diesen sechs Wochen erhält man noch 70 % seines regulären Einkommens durch die Krankenkasse. In meinem Fall muss die gegnerische Versicherung die restlichen 30 % übernehmen, da ich gänzlich unschuldig an diesem Unfall bin (laut Anwalt). Allerdings meinte mein Anwalt auch, dass die restlichen 30 % nicht monatlich, sondern von Zeit zu Zeit ausgezahlt werden, quasi gebündelt. Dies finde ich persönlich ein Unding und es ärgert mich, auf einen Teil meines Einkommens fortan warten zu müssen, zumal ein Einschnitt von 30 % Gehaltsminderung vorübergehend für viele Menschen existenzbedrohend sein kann (nicht in meinem Fall, da ich eine Wohnung im Haus meines Vaters mietfrei beziehe). Meiner Meinung nach kann dies nicht regelkonform sein und die gegnerische Versicherung muss jeden Monat die Differenz zum vollen Lohn zahlen. Leider bin ich kein Experte in diesem Gebiet, daher würde ich gerne wissen, was die Experten unter Euch dazu zu sagen haben.

Wie verhält es sich mit der Lohnfortzahlung außerdem bei einem Nebenjob? Laut meinem Anwalt hat man auch hier das Recht auf sechs Wochen Lohnfortzahlung, allerdings war er sich unsicher, wer nach dieser Zeit übernimmt. Er gehe davon aus, dass hier die gegnerische Versicherung komplett zahlen muss. Die Krankenkasse sei dafür nicht zuständig, weil man ja nebenberuflich keinerlei Beiträge zahle. Hat jemand unter Euch bereits Erfahrungen damit sammeln gekonnt?

Vielen lieben Dank im Voraus!

Mit freundlichem Gruß

Ferbie333

Autounfall, Nebenjob, Versicherung, Recht, Arbeitsrecht, Krankengeld, Lohnfortzahlung, krankengeldbezug
6 Antworten
Kaltes Wasser in der Wohnung, kein fühlt sich zuständig - was tun?

Hallo liebe Gemeinde,

ich hab ein Problem - ich hab kein warmes mehr Wasser in der Wohnung. Am Sonntag war das Wasser nur noch lauwarm, am Montag war es zwei Sekunden heiß, dann nur noch kalt. Ich schätze, dass der Durchlauferhitzer/ Boiler kaputt ist und so wie das Ding aussieht ist es schon alt.
Ich wohne in einem Haus, in dem die meisten Wohnungen Eigentumswohnungen sind. Meine habe ich über eine sehr alte Dame gemietet die ich nie getroffen habe. Damals bei der Wohnungsbesichtigung hat ihre Nichte mit ihrem Mann zwischen uns vermittelt und die beiden waren bisher mein einziger Kontakt. Dazu kam noch die Immobilienverwaltung aber die hatte mit der alten Dame gar nichts zu tun.
Jeden falls - wann immer etwas war und ich mich bei denen gemeldet hatte musste ich mich entweder selber kümmern und nur in wenigen Fällen wurde ein Techniker bezahlt .
Im aktuellen Fall habe ich erst die Vermittler angerufen - die Sagten mir dann, dass ich die Immobilienverwaltung anrufen sollte. Die Mitarbeiter der Immobilienverwaltung teilten mir mit, dass ich mich um die Reparatur des Durchlauferhitzers/ Boilers kümmern und das selber bezahlen müsse. Allerdings habe ich in dem Gespräch nicht erwähnt, dass ich nicht der Eigentümer der Wohnung bin, sondern nur dort wohne.
Kurz darauf rief mich dann die Eigentümerin an ( von der mir die Vermittlerin, ihre Nichte eigentlich gesagt hat, dass sie tot ist ) und teilte mir mit, dass ich doch bitte nie wieder die Vermittler anrufen soll, weil die schon selber Probleme haben. Sie selber ist bestimmt Mitte 80 und schwer hörig. Ich habe ihr meine Situation geschildert und sie meinte, dass die Immobiliengesellschaft ja gesagt hatte, dass ich das selbst übernehmen soll. Als ich mit dieser Antwort nicht zufrieden war, meinte sie, dass sie selber mal eine Wohnung gemietet hatte und sich selbst um den Boiler kümmern musste.

Am Ende meinte sie, dass ich ihr die Rechnung zukommen lassen kann aber sie das eigentlich nicht bezahlen muss.

Was soll und kann ich nun tun?

Recht, Mieterrecht
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Nebenkostenabrechnung von 2016/17 - 1700 Euro, obwohl in der Vergangenheit bei gleichem Verbrauch GUTHABEN ca. 200Euro?

Ich wohne hier seit 2008 ( 110qm), vorher in dem gleichen Haus 5 Jahre ( 85qm,) also schon seit 2003 wohne ich in dem Haus. Ich bekam immer Guthaben ausbezahlt bis die Nebenkostenabrechnung für 2016/17 ins Haus geflattert ist. 1700 Euro Nachzahlung wegen hoher Wasserverbrauch !! So schlimm habe ich es nie erlebt, der Grund ist wie vermutet, dass im Winter 2016 - sage und schreibe 12 Leute eingezogen ist in einer 85qm Wohnung, aber es würde immer mehr so dass es ca 15/16 Leute waren. Wasserverbrauch: Duschen, Baden, Spülen, Kochen, Waschen ( durchgehend ).

Widerspruch eingelegt und nie bezahlt !

Im März 2018 sind 7 Leute aus der Wohnung ausgezogen, und auch würden diese Leute ermahnt mit dem Wasser sparsam umzugehen!

Im November kam Nebenkostenabrechnung für 2017/18 ins Haus - 390 Euro Nachzahlung. Das ist zwar immer noch zu hoch, aber ich überlege ob ich da ein Auge zudrücken soll. Wobei der Wasserverbrauch da auch immer noch hoch angesetzt ist als vor dem Jahr 2015.

Mein Vermieter also die Hausgenossenschaft stellt sich stur und möchte das Geld aber von mir sehen sie kein Geld, wie kann man sich da wehren?

MINEKO war leider nicht hilfreich, die haben nur auf umlegfähige Posten geprüft. Aber ob der Verbrauch hoch ist, das war nicht deren Aufgabe ! ( Einen kleinen Fehler haben sie gefunden: Die Kosten dieser Betriebskostenart wurden weder nach dem individuellen Verbrauch noch nach der Wohnfläche abgerechnet. Es wurde vielmehr ein anderer Verteilerschlüssel angewendet, der nicht im Mietvertrag vereinbart wurde. Es liegt mithin ein Verstoß gegen § 556a Abs. 1 BGB vor. ) aber hat glaube nichts mit dem Wasserverbrauch zu tun?

Wie soll ich mich nun wehren?

Mieter, Recht, Mietrecht, Vermieter, Mietvertrag, Nebenkostenabrechnung, wehren
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Diplomatenstatus einschränken?

Die diplomatische Immunität hat ihren Sinn. Aber wenn Diplomaten und auch Mitarbeiter von Gast-Botschaften hierzulande sich einen Kehricht um unsere Gesetze kümmern, macht das wütend.

Jeder Normal-Bürger, auch unsere Politiker müssen sich für ihre Fehltritte verantworten. Aber Diplomaten genießen eine pauschale Immunität. In ganz heftigen Fällen wären sie noch nicht mal bei Mord zur Verantwortung zu ziehen.

Das einzige Mittel, das unsere Politik hat, ist einen oder mehrere Diplomaten des Landes zu verweisen. Aber das geschieht fast nie, da man die diplomatischen Beziehungen mit dem betreffenden Land nicht gefährden will. Also stehen Diplomaten über dem Gesetz und benehmen sich teilweise wie die Axt im Walde.

Wird es nicht langsam Zeit, darüber nachzudenken, ob z.B. Verkehrsdelikte nicht unter die Immunität fallen sollten? Immerhin gehen Deutschland hohe Straf-Beträge durch die Lappen. Und mit einem Bußgeld kann man nicht gerade von einer Beeinflussung eines Diplomaten sprechen.

Das Gesetz zur Immunität ist mittlerweile über 50 Jahre alt, genau gesagt 58 Jahre. Ist es da nicht mal andere Zeit, über eine Änderung nachzudenken?

Hier noch ein paar Zahlen und Fakten:

https://www.auto-motor-und-sport.de/news/diplomaten-autos-2017-22903-ungeahndete-verkehrsverstoesse/

https://www.welt.de/vermischtes/article165626055/Wenn-Diplomaten-die-Gesetze-des-Gastlandes-einfach-ignorieren.html

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/berlin-diplomat-unfall-fahrradfahrer-immunitaet-saudi-arabien

Politik, Recht, Gesetz, Diplomatie, Immunitaet, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
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Wer kann mir in Sachen Arbeits&Familienrecht weiter helfen? Habe das Gefühl ausgenommen zu werden, von meiner eigenen Frau!?

Hallo. Ich bin seit 11 Jahren verheiratet und seit fast einem Jahr aus Hartz4 raus. Mit meiner Frau habe ich 4 Kinder zusammen, dazu gehört noch Ihr 18 Jahre alter Sohn, der nicht arbeitet oder die Schule besucht, für den keine Zahlungen mehr einfliessen.nun bin ich Vollzeit arbeiten und erhalte zum Zahltag 1800€. Meine Frau (Hausfrau)erhält 850€ Kindergeld, 200€ Wohngeld & 570€ Kinderzuschlag. Meine Frau möchte jeden Monat 600€ von mir, weil Sie meint, es würde Ihr zustehen, bis dato habe ich Ihr immer mindestens 400€ am Anfang des Monats gegeben und zwischendurch erhält Sie hier und da mal noch 50 - 100€, zudem gehe ich auch für die Familie einkaufen. Ich bezahle 600€ Miete, 100€ Raten für die Nebenkosten Abrechnung, 150€ Stromrechnung, 100€ Raten gehen jeden Monat an das Jobcenter zurück. Somit bleibt mir nur ein kleiner Rest, da meine Frau schon immer zu Hälfte des Monats pleite ist, muss ich meist einspringen. Da ich mir meine Nahrungsmittel selbst finanzieren ausser Mittagessen, stelle ich mir die Frage, was steht meiner Frau zu und was steht mir zu??? Ich möchte gern Geld zur Seite legen für Freizeitaktivitäten mit den Kindern, aber es bleibt mir kaum etwas dafür übrig, da ich schon Mitte des Monats nur noch knapp 100€ habe, von den meine Frau dann mit lebt. Bitte um schnelle Antwort, kann kaum noch Nachts schlafen, da mir die Situation nicht aus den Kopf geht. MFG Smokey83

Arbeit, Kinder, Familie, Geld, Frauen, Beziehung, Recht
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Scheidung/Gütertrennung?

Hallo. Ich versuche mich kurz zu fassen. Ich bin von meinem Mann Mann getrennt und die Scheidung steht bevor. Habe mir vor Monaten einen Anwalt genommen. Die Gegenseite hat mich erst mal aufgefordert unterhalt zu zahlen da ich mit neuem Partner zusammen lebe. Wir sind aber schon seit 8 Jahren getrennt.Ich mußte sämtliche Einnahmen und Ausgaben darlegen. Das gleiche hab ich von meinem Mann verlangt. Ich weiß das er schwarz arbeitet, er hat in unserem gemeinsamen Haus eine Wohnung an seine Mutter vermietet wo er monatlich 400€ Miete bekommt und nicht angegeben hat. Alles was mein Anwalt bisher gemacht hat ist emails hin und her geschickt. Er fehlt zum Termin oder kommt zu spät...nächste Woche ist die Scheidung. Ich habe keinen Plan wie alles funktioniert. Das gemeinsame Haus muß geschätzt werden. Wir haben nicht das Geld für die Schätzung. Ich hab jetzt schon mehrfach mit meinem Anwalt Klartext geredet. Er will sich kümmern.Da passiert nichts. Ich kann mir keinen anderen leisten da die Rechnung von vorne los geht. Hab ja schon 500€ bezahlt. Wer hat so eine Gütertrennung mit Haus schon hinter sich und kann mir sagen wie das alles abläuft und was das kostet? Weiß jetzt nicht ob ich meinem Mann alles überlasse damit ruhe ist. Ich muß dazu sagen das er den gemeinsamen Kredit alleine abbezahlt. Was wäre wenn ich die Hälfte mit bezahle, hab ich dann in dem Haus das gleiche Recht wie er? Kann ich dann auch von der Mutter Miete verlangen und dort tun und lassen was ich will?Vielen Dank für eure Hilfe.

Recht, Ehestreit, Gütertrennung, Scheidungsrecht
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