Beim Partner in seiner Immobilien Miete zahlen - tut ihr da draußen das wirklich?

immer mehr höre ich von Frauen, die ihren Partnern in seinen Eigentumswohnungen "Miete" bezahlen - nicht nur Betriebskosten (was ich angemessen finde), sondern auch eine fiktive "Miete"! Habe jetzt in diversen Foren darüber gelesen und bin nun schockiert: für viele, unendlich viele Menschen ist das selbstverständlich! Männer schreiben "ich würde es nicht einfordern, aber ich würde es auf jeden Fall von meiner Partnerin erwarten". Sind das alles Männer, die ich jeden Tag in der Stadt sehe? Weitere Argumente schockieren mich: "ohne ihn zahlst du ja auch die Miete, wieso dann nicht ihm?".... HEeeey in welch einer Welt lebe ich bitte? Ich würde niemals einem Mann Miete zahlen dafür, dass ich bei ihn lebe!! Entweder wir sind zusammen und eine Familie oder eben nicht! Und was ist, wenn sie nicht zahlen kann, haut er sie dann raus oder kontaktiert sie dann über Inkasso Service?

Was ist los mit diesen Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz. Habt ihr da überhaupt eine Seele oder funktioniert ihr wie Computer? Von dem Partner für die eigene Immobilie eine "Miete" kassieren, das ist ja gleichzeitig lächerlich und sehr traurig!

Würdet ihr auch euren Partnern Dinge sagen wie: "du schuldest mir 3,20 für Kaffee"?

Und noch einmal: ich finde es völlig in Ordnung und fair, wenn man sich die Kosten teilt ... z.B. für eine gemeinsame Mietwohnung oder für den Urlaub. Aber entweder will ich mit meinem geliebten Menschen zusammen wohnen oder ich will es nicht. Wie kann man dafür Geld verlangen?

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Wie würdet ihr euch fühlen, mit dem Wissen, dass ihr dem Staat jeden Monat ca. 2000 € kostet?

Seit eineinhalb Jahren habe ich ambulant betreutes Wohnen. Erst neulich bekam ich wieder einen Weiterbewilligungsbescheid, welchem ich entnehmen konnte, dass der Kostenträger jeden Monat 850 € für mich an das amulant betreute Wohnen zahlt.

Ist aber nicht nur das... Seit etwa einem Jahr lebe ich allein und beziehe ALG. Ich koste dem Staat praktisch 800 € (Miete und Regelsatz). Allerdings übernimmt das Amt auch die Beiträge zur Krankenversicherung (nochmal 200 €).

Außerdem besuche ich derzeit eine Maßnahme der Arbeitsagentur. Mir wurde mal gesagt, dass das Amt dafür sehr viel Geld zahlt (glaube 1900 € monatlich).

Ich koste also wohl ziemlich viel Geld!? Würde euch das an meiner Stelle runterziehen, oder habt ihr dazu eine andere Meinung?

In Vergangenheit hatte ich auch schon paar mal ne gesetzliche Betreuung. Hatte aber keinerlei Einfluss darauf. Abrechnungen konnte ich entnehmen, dass das Gericht den Betreuern (je nach Arbeitsaufwand) jeden Monat 300 - 500 € ausbezahlt hat. Betreuer haben einen relativ hohen Stundensatz von 27, 35 oder 45 Euro.

Man muss aber auch dazu sagen, dass ich für meine Situation nichts dafür kann. Habe schwierige Vergangenheit und war in meinem ehemaligen Umfeld nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Betreuer (inkl. Entmündigung damals) hatte ich ja auch nicht umsonst. Nach einem Rauswurf vom Vermieter wäre ich praktisch damals ca. 1 Jahr obdachlos gewesen. Zum Glück hatte ich Verwandte, bei denen ich eine Unterkunft gestellt bekam.

Nach langem Hin und Her, hat mir das Jobcenter dann letztendlich vor etwa einem Jahr wegen schwerwiegenden sozialen Gründen einen Umzug in eine eigene Wohnung bewilligt.

Derzeit befinde ich mich aber noch in einer Zwickmühle. Laut Gutachten bin ich erwerbsgemindert. Deshalb möchte mir das JC keine Ausbildung finanzieren. Und aus eigener Kraft werde ich wohl keinen Job finden. Selbst wenn, dann werde ich wohl auf Aufstockung angewiesen sein. So wie es aussieht läuft es wohl darauf hinaus, dass Maßnahmen folgen, oder ein TZ-Job in einer Helfertätigkeit.

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