Wann genau versagt die Allgemeine Relativitätstheorie?

Die ART als geometrische Gravitationsbeschreibung versagt bekanntlich auf kleinsten Skalen, der mathematische Behebungsversuch durch Vereinigung mit der Quantentheorie im Rahmen der Entwicklung einer theorie of everything führt zu Nennern, deren Summe Null ergibt, was keinen Sinn macht. Der Ereignishorizont (EH) eines schwarzen Lochs (SL) ist ein Beispiel für dieses Paradoxon. Am EH mit seinen lichtartigen Eigenschaften würde die relativistische Masse jedes Körpers den Wert unendlich erreichen (genauso wie die Geschwindigkeit im eigenen Bezugssystem, weshalb SL keinen Inhalt haben, da das All dort endet, alles andere wie Kruskalkoordinaten sind mathematische Modelle, die unphysikalisch sind, da ein jensenseits einer Unendlichkeit nicht existiert) und überschreitet somit nicht nur die Masse des SL sondern auch die des Alls. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass die dortige entartete Materie in Form eines Quark-Gluon-Plasmas vorliegt, das sich kurz vor dem EH befindet. Weiß jemand oder kann es zumindest ausrechnen, wie hoch die relativistische Masse eines Neutrons als letztem Teilchen ist, das dem Entartungsdruck der Gravitation widersteht, wenn der Abstand eine Plancklänge vom EH beträgt bzw. bei welchem Abstand ein Neutron die Masse des SL im Zentrum unserer Milchstraße erreicht, ca. 4,3 Millionen Sonnenmassen, wo der Phasenübergang zum dortigen Quark-Gluon-Plasma spätestens stattfinden sollte und die ART versagt ?

Schule, Physik, Relativitätstheorie, Schwarze Löcher, allgemeine Relativitätstheorie, Philosophie und Gesellschaft
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Wenn ich in ein Schwarzes Loch fiele, würde ich die Außenwelt in Zeitraffer sehen?

Hallo,

habe hier eine Frage von vor ein paar Jahren mit gleichem Thema gelesen und fand mich recht fasziniert von diesem Gedankenspiel.

Leider konnte sich keiner der Antwortenden auf ein klares Ja oder Nein (auch wenn es niemand genau wissen kann, es geht nur ums hypothetische) am Anfang oder Ende seiner Meinung zu dieser Frage entscheiden.

Dementsprechend hoffe ich hier auf klarere antworten.

Die Frage lautet: Wenn ich in ein Schwarzes Loch fiele, den Rücken zur Singularität gewandt und nach außen schauend, würde ich die Außenwelt dann aufgrund der Zeitdilatation in Zeitraffer sehen?

Sprich, könnte ich dann das Ende des Universums sehen (es ist nur ein Gedankenspiel😂)? Für den Betrachter A von außen vergeht die Zeit im Schwarzen Loch aufgrund der Zeitdilatation in Abhängigkeit der Gravitation eines Schwarzen Loches ja unendlich langsam (ja, ein Außenstehender kriegt nicht mit, was im Schwarzen Loch passiert, nur theoretisch), für Betrachter B innerhalb des Schwarzen Lochs vergeht die Zeit außen extrem schnell, seine eigene kommt ihm natürlich normal vor.

Ist meine Schlussfolgerung dann richtig, dass man, wenn man denn noch in der Lage wäre innerhalb eines Schwarzen Lochs zu sehen, Millionen/Milliarden von Jahren außen vorbeiziehen sehen würde?

Ist ein extrem theoretisches, nicht experimentell nachweisbares Gedankenspiel, einfach nur aus Interesse.

Braucht keine Erklärung für Dummies angeben, bin schon etwas „belesener“ auf dem Gebiet.

Zeitraffer, Wissenschaft, Universum, Astronomie, Astrophysik, Fantasie, Physik, Relativitätstheorie, Schwarze Löcher, schwarzes-loch, Theorie, Zeit, Zeitdilatation
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Könnte die Singularität in einem schwarzen Loch teils oder eventuell Zeit und Geschwindigkeit/Bewegung gleichstellen(ausführliche Beschreibung beim Clicken)?

Hey

Bevor ich diese Frage stelle möchte ich noch ein paar sachen klarstellen auf die ich mich beziehen möchte.

Laut heutigem Wissenschaftsstand dehnt sich das Universum ununterbrochen aus, angefangen beim Urknall.

Stephen Hawking war der Meinung dass es vor dem Urknall keine Zeit gab.

Vor dem Uknall oder im exakten Moment gab es keine Bewegung des gesamten Universums was sich erstmal damit decken würde aber ich möchte auf schwarze Löcher zu sprechen kommen.

Die Zeit müsste stehen bleiben wenn die Raumzeitkrümmung sich exakt mit der ausgleicht die die Ausdehnung des universums verursacht.

Im Universum, außerhalb von schwarzen Löcher könnte es ja keine Situation geben in der die Zeit stehen bleibt ,was ja eigentlich nicht der Fall ist ( damit habe ich mich nicht so genau beschäftigt also auch nichts nachgeguckt)

In einem schwarzen Loch bleibt die Zeit stehen(das sage ich jetzt mal als tatache)

Die gravitation ist so hoch dass die fluchtgeschwindigkeit um dem Loch zu entkommen die Lichtgeschwindigkeit übersteigt.

Das heißt an einem Ort wo die Fgeschwindigkeit überlichtgeschwindigkeit betragen müsste bleibt die Zeit stehen.

In einem Schwarzen Loch nimmt meiner meinung nach die Universumsausdehnung keinen Einfluss auf die darin enthaltene Materie

Geschwindigkeit Gravitation und Zeit müssten damit in relation zu einander stehen

Wenn jetzt die Zeit an dem Ort(dem SL) stehen bleibt (oder vielleicht so gesehen 0 beträgt) gibt es auch keine Bewegung, da der Bezugspunkt, die Singularität oder so, existiert und somit der absolute Ruhepunkt ist .

Wo anders im Universum gibt es keinen Ruhepunkt, keinen Ort der sich nicht bewegt , weshalb es immer zeit gibt

Newton plagte es ja dass es keinen absoluten ruhepunkt gibt aber ich glaube dieser wäre entweder die Singularität eines schwarzen Loches oder jeder ort ab dem ereignishorizont.

Nach all dem Gerede oder Geschreibe von mir komme ich jetzt zum Schluss

Laut meinem ganzen Zeugs existiert Zeit nur wenn Bewegung existert.

Das Universum bewegt sich immer und überall außer in schwarzen Löchern

Nur da existiert keine Zeit und auch nur für die materie die sich absolut nicht zur singularität bewegt oder diese ist(so genau habe ich mich mit diesem Begriff nicht auseinander gesetzt aber man weiß ungefähr was ich meine, hoffe ich)

Die dunkle Energie ist ja was das Universum aus einander treibt, vielleicht kann man da ja noch einen Bezug zu herstellen.

Meine Frage

Kann es Stimmen dass Zeit mit Geschwindigkeit gleichzusetzen ist und?

kann es stimmen dass ohne dunkle Energie keine Zeit existieren würde ?

Ich habe sehr viel geschrieben und mich oft wiederholt aber das nur , um sicher nichts zu vergessen oder auszulassen

Bitte seid nicht zu kritisch ich bin erst 16

Vielen vielen dank für das durchlesen und ich würde mich sehr über eine antwort freuen

fartinus

lichtgeschwindigkeit, Physik, Relativitätstheorie, Schwarze Löcher, Zeit, Singularität
1 Antwort
Warum verlieren Schwarze Löcher durch die Hawkingstrahlung Masse?

Die Hawkingstrahlung entsteht - so wie ich sie verstehe - dadurch, dass im Vakuum dauernd virtuelle Teilchenpaare entstehen, die sich unglaublich kurz darauf wieder gegenseitig auslöschen, und dass von diesen Teilchenpaaren am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs jeweils ein Partnerteilchen des betreffenden Teilchenpaars über den Ereignishorizont fliegt, bevor sich das Teilchenpaar wieder vereinigen und auslöschen konnte, so dass das zurückbleibende Teilchen plötzlich nicht mehr virtuell bleibt, weil es keinen Partner mehr zur Auslöschung hat.

Diese zurückbleibenden partnerlosen Teilchen fliegen vom SL weg in Richtung des normalen umgebenden Raums und bilden die Hawking-Strahlung.

Jetzt kommt mein Verständnisproblem:

Sowohl das zurückbleibende Teilchen (jetzt Teil der Hawkingstrahlung), als auch das andere Teilchen, dass den Ereignishorizont in Richtung SL passierte, waren doch gar nicht Teil der Masse des SL, sondern sind ja quasi aus dem Nichts entstanden (und hätten sich normalerweise, also ohne die Nähe zum SL, auch wieder zu Nichts aufgelöst).

Also sollte die Hawkingstrahlung kein Teil der Masse des SL sein, und diese damit auch nicht verringern. Im Gegenteil: die Partnerteilchen, die den Ereignishorizont in Richtung SL passierten, und die vorher ja auch nicht Teil der Masse des SL waren, bereichern das SL und dessen Masse doch jetzt, oder?

Meinem Verständnis nach, müssten SL also zwar strahlen, aber gleichzeitig auch entsprechend anwachsen.

Trotzdem heißt es immer, durch die Hawkingstrahlung würden Schwarze Löcher langsam aber sicher "verdampfen", bis sie sich schließlich irgendwann auflösen und weg sind.

Wo ist mein Denkfehler?

Astronomie, Kosmologie, Physik, Schwarze Löcher, Stephen Hawking
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Schwarze und weiße Löcher?

Hallo Community

Die Frage stellt sich den Physik begeisterten unter euch.

Das Gegenstück zu einem Schwarzen Loch soll ja das Weisse Loch sein, jedoch konnte man bisher keines Nachweisen, praktisch sowie theoretisch (also mathematisch). Zudem müsste man ja auch davon ausgehen, dass die Singularität des Weissen Loches ja radikal abnimmt (da man hierbei von Tachyonen redet, Teilchen welche sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen).

Das heisst also, man müsste der gesamten Kraft (alles was dieses Ding halt ausmacht) widerstehen können und somit dessen Kraft in Form sich frei Bewegender Energie vorstellen. Zudem müssten die Teilchen ja immer schneller werden, also deren Energie immer mehr zunehmen..?

Auf gut Deutsch, es wäre ne kosmische "Atom"bombe und würde sicherlich einiges in seiner Umgebung miteinbeziehen. Für mich selbst würde nur ein Urknall so etwas am nähesten Beschreiben.

Da man ja die Hintergrundstrahlung messen kann, ist klar das etwas da war das dies mit einer Kraft weggepustet hat (vielleicht gibt es noch andere Dinge dahinter welche noch schneller wurden/waren). Quasare gehen ja auch nicht unendlich lange weiter, die werden ja irgendwie aufgehalten und dominieren somit ja nicht komplett. Das würde ja auch erklären warum das Universum sich immer schneller ausbreitet, wegen den sogenannten Tachyonen.

Nur mal so grob, wäre toll wenn jemand dazu was sagt/ergänzt oder gar daran was korrigiert! :)

Schule, Wissenschaft, Metaphysik, Naturwissenschaft, Physik, Schwarze Löcher, Urknall
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