Wie kann das rein materialistische Weltbild das Phänomen des Bewusstseins erklären?

Es wird bei den materialistischen Erklärungsversuchen immer wieder von einer "Emergenz" gesprochen, die irgendwie aus einer rein atomar/elektrischen Wechselwirkung - ohne jedwedes Bewusstsein - scheinbar aus dem Nichts ein komplexes Bewusstsein entstehen lässt, mit allen Sinnen und sogar komplexen, kaum in Worte zu kleidenden Emotionen, die wir während unseres Lebens erfahren!

Das Phänomen der Emergenz ist ein wahrlich faszinierendes, da es auf einfachsten Regeln basiert und daraus komplexe Ergebnisse schafft - doch stets begründet auf etwas, das schon in primitiver Form vorhanden ist. Es bildet etwas, das (scheinbar) mehr ist als die Summe seiner Teile. Doch dieses "Mehr" ist schon als Information in dessen Bestandteilen enthalten, auch wenn wir es noch nicht erkennen können.

Da entsteht nicht einfach et

was aus dem Nichts. Wir sind nur mit unserem begrenzten Verstand nur nicht dazu in der Lage, die Komplexität des Zusammenspiels vorherzusehen.

Mit dem Bewusstsein verhält es sich diametral anders, denn die Elementarteilchen für sich genommen enthalten nicht die kleinste Spur von Bewusstsein, nicht einmal als Informations-Fragment, da kann logischerweise auch im Komplex nicht einfach 'Etwas' aus 'Nichts' entstehen, denn Multiplikationen mit 0 bleiben stets 0!

Das ist Fakt und da ändert auch keine noch so materialistische Ansicht etwas daran!

Ich will hier auch im Grunde niemanden von irgendwas "überzeugen", denn jeder soll glauben/nicht glauben, was er will.

Mich beschäftigt jedoch die Frage, wie Menschen mit Bewusstsein und Emotionen, an ein rein zufälliges Zusammenspiel von Atomen und Elektronen glauben können, dass aus der - per Definition - bewusstlosen Materie, angeblich auf einmal deren ureigenes Ich-Gefühl entstehen lässt...

Das ist eine rein philosophische Frage, vollkommen unabhängig von persönlichem Glauben/Religion, - also bitte auch auf eben jener Ebene antworten & argumentieren.

Ich freue mich über jede Antwort! :-)

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Erkenntnistheorien?


Hallo miteinander ich schreib bald eine Arbeit über die folgenden Punkte:

-naiver Realismus und Zweifel daran

-Konstruktivismus

-Ideenlehre (Platon)

meine Frage ist halt, ob ihr mir sagen könnt ob ich das richtig verstanden habe beziehungsweise ob ihr mich verbessern und zu den Themen pro und kontra Argumente nennen könnt.

Der naive realismus ist objektiv. Hier handelt es sich um eine Realität die aus Lebewesen und Gegenständen besteht und genauso ist wie wir sie wahrnehmen. Sprich sehen wir einen roten Apfel so ist dieser rot. Außerdem exestiert die Realität unabhängig von uns (bedeutet das, wenn wir die Käfer auf einem Blatt nicht sehen, diese Käfer trotzdem existieren?)

Ein Beispiel für Zweifel am naiven Realismus sind optische Täuschungen, nämlich täuscht unser Sinnesorgan auf den ersten Eindruck und geben uns die Realität entsprechen nicht richtig wieder. Ein Argument für den Zweifel ist die Veränderung der Sinnesorgane mit dem Alter. Wenn wir mit zunehmen alter eine seh oder hörschwäche haben, heißt das nicht dass der „eigentlich“ rote Apfel aufeinmal blass ist und der Vogelgesang leiser. Hinzu kommt, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass unser Auge uns nur einen Punkt der Realität zeigt und unser Gehirn erst das ganze Bild.

Wenn ihr noch weitere Argumente habt, wäre es nett wenn ihr sie einfach ergänzt.

Im Konstruktivismus unterscheidet man in normalen und radikalen Konstruktivismus. Beim normalen ist es so, dass wir die Wirklichkeit nicht definieren können, da alles was wir wahrnehmen subjektiv und somit jeder Mensch Die Wirklichkeit anders konstruiert. Zum beispiel wissen wir nicht ob die Zitrone gelb, nur weil ihr sie gelb sehen. Und es ist nicht klar ob zwei Menschen das gleiche meinen wenn sie über die Farbe gelb sprechen.

Beim radikalen Konstruktivismus ist es so, dass Sachen die wir nicht wahrnehmen können auch nicht existieren beziehungsweise passieren.

Seid ihr dafür oder dagegen? Und warum?

Die Ideenlehre nach Platon hab ich leider nicht verstanden beziehungsweise ich bin mir sehr sehr unsicher. Deshalb wäre es sehr nett, wenn mir jemand helfen könnte.

Des weiteren hoffe ich sehr auf ein paar antworten ohne, dass man das hier ignoriert obwohl man antworten könnte, da ich hier niemanden benutze um meine Hausaufgaben oder so nicht machen zu müssen.

ich danke allen schonmal im Voraus für die Antworten!

Wahrheit, Unterricht, Erkenntnistheorie, Ethik, Konstruktivismus, Philosophie, Platon, Realismus, Wirklichkeit
1 Antwort
Facharbeit zum Thema antike Glücksvorstellungen, Vorgehensweise?

Hallo :)

Ich habe knapp einen Monat Zeit eine 8-12 seitige Facharbeit im Fach Philosophie zum Thema "Glück" zu schreiben. Dazu thematisiere ich die Frage "Was ist Glück?" und stelle die Glücksvorstellungen von Aristoteles, Platon, Epikur und Stoa gegenüber. Dies ist mit meinem Lehrer so abgesprochen. Der erste Schritt in meiner Facharbeit wird sein, die einzelnen Glücksvorstellungen darzustellen, bevor ich diese miteinander vergleiche.

Das Problem ist nur leider, dass ich viel zu wenig Material habe und mir nicht sicher bin, welche Quellen ich zur Hilfe herbeiholen darf. Mein Lehrer gab mir das Schulbuch, in welchem Ausschnitte aus den jeweiligen Werken der Philosophen abgedruckt sind. Dies reicht jedoch nicht, um das Verständnis von Glück der Philosophen darzustellen. Natürlich könnte ich Zusammenfassungen der Glücksvorstellungen im Internet suchen und diese mit meinen eigenen Worten wiedergeben. Doch ist das erlaubt? In Pädagogik beschäftigt man sich schließlich auch primär mit den Texten des Pädagogen und gibt diese dann mit eigenen Worten wieder.

Deshalb bin ich zurzeit leider ein wenig überfordert, da ich nicht genau weiß, welche Quellen ich zur Hilfe herbeiholen darf. Ist es notwendig, alle Werke der Philosophen dazu zu lesen? Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand diesbezüglich Tipps oder Vorschläge geben kann, welche Quellen ich genau verwenden könnte, um die Positionen der Philosophen richtig und mit eigenen Worten darzustellen.

Liebe Grüße

Schule, Glück, Aristoteles, Facharbeit, Philosophie, Platon, Epikur, Stoa, Philosophie und Gesellschaft
5 Antworten
Philosophie-Abi: Wie kann ich diese Positionen voneinander abgrenzen?

Ich versuche mich des Überblicks halber an einem großen Schaubild zu den philosophischen Strömungen, die wir im Unterricht hatten, um diese klar abzugrenzen. (Die Strömungen sind übrigens hier aufgelistet: https://www.gutefrage.net/frage/zur-vorbereitung-auf-mein-philosophie-abi-koennt-ihr-mir-einige-gute-kuerzere-zitateabhandlungen-zur-anthropologieepistemologie-als-aufgabenstoff-nennen?)
Dabei bin ich mir in einigen Fällen leider noch nicht sicher:

  • Subjektiver Idealismus und Solipsismus: Sind sie gleichbedeutend? Beide benötigen keine Gottheit. Bloß sagt der s. I., der eigene Geist erschaffe die Welt, während der Solipsist von gar keiner dinglichen Welt ausgeht. Sind das nicht nur verschiedene Modellvorstellungen der gleichen Sache? Oder ist der Solipsismus als Monismus abzugrenzen, weil er noch skeptischer mit der dinglichen Welt verfährt?
  • Skeptiker und Skeptizisten: Synonym, oder ist der Skeptizist tatsächlich noch radikaler als der Skeptiker, der letztere zweifelt nur Traditionen etc. an, nicht aber den Wahrnehmungsprozess?
  • Realismus und Materialismus: Verstehe ich korrekt, dass beide quasi gleichbedeutend sind? Der Materialismus hier aber tendenziell noch radikaler metaphysische Elemente hinterfragt? War Gottlob Frege Realist bzw. Materialist?
  • Monismus, Dualismus und Trialismus: Gibt es hierfür noch einen einfachen Oberbegriff? Monistisch ist der Materialismus, weil laut dem alles auf dem Grundprinzip der Materie, der Physis basiert? Der Realismus aber dualistisch, weil er die Welt der Ideen anerkennt?
  • Empirismus und Realismus: Wenn alles Wissen auf Erfahrung basiert, liege ich dann richtig, dass ein empiristischer/sensualistischer Idealismus bzw. Dualismus wohl nicht sinnvoll wäre?

Puh, mir käst der Kopf ... :-( Über eure Hilfe würde ich mich wirklich freuen! Selbstverständlich habe ich das schon zu googeln versucht, aber Wiki und Co. machen es einem auch nicht gerade leicht.

Grüße,
KnorxThieus (♂)

Schule, Abi, Abitur, Philosoph, Philosophie, Platon, Realismus, Materialismus, Abgrenzung, Dualismus, Empirismus, idealismus, locke, skepsis
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