Gleichzeitig bewerben bei 2 "verschiedenen" Firmen?

Moin, ich habe Mal eine etwas "kompliziertere" Frage.

Nächstes Jahr mache ich mein Abitur. Nun möchte ich danach gerne zur Deutschen Bahn und eine Ausbildung machen.

Ich würde eigentlich gerne die Ausbildung zum "Kaufmann für Verkehrsservice im Fehrnverkehr" machen. Nun habe ich aber eine starke Sehschwäche und dadurch könnte es gut sein, dass ich spätestens bei der Untersuchung durch den Bahnarzt/IAS deswegen nicht genommen werde. Natürlich würde ich im Vorstellungsgespräch direkt darüber sprechen und das nicht verheimlichen.

Aber ich sehe es halt so, dass sie mich wahrscheinlich nicht nehmen werden, aufgrund der starken Sehschwäche, weil ich als Zugebegleiter natürlich dann auch Zugabfertigung machen muss und gucken muss ob die Türen zu sind etc.

Dennoch würde ich mich einfach Mal bewerben.

Falls ich das nicht machen kann würde ich gerne die Ausbildung zum "Kaufmann für Verkehrsservice im Bahnhof" in Köln machen. Da sehe ich, mit meinem mehr oder weniger laienhaften Wissen, die Chance genommen zu werden, weil ich da zwar auch Verantwortung habe, aber auf einer anderen Ebene, wo mich die Sicht dann weniger beeinträchtigt, zumindest denke ich das.

Nun sind ja in Köln die Ausbildungsplätze sicher mehr oder weniger stark begrenzt.

Bei dem ersten, für den Fernverkehr, gibt es ja mehr Standorte um sich zu bewerben. Aber das andere würde ich halt gerne, wenn nur in Köln machen.

Jetzt wäre die erste Ausbildung bei der "Deutschen Bahn Fehrnverkehr AG" und die andere bei der "Deutschen Bahn Station und Service AG".

Das ist ja grundsätzlich der selbe Konzern nur andere "Abteilungen" sozusagen.

Daher, dass ich davon ausgehe, dass die Plätze in Köln "stark" begrenzt sind, mache ich mir halt Sorgen, dass wenn ich mich zuerst für den Fehrnverkehr bewerbe in Köln kein Platz mehr ist, falls ich im Fehrnverkehr nicht genommen werde. Aber daher, dass ich auf Fehrnverkehr mehr Lust habe, möchte ich es zuerst dort probieren.

Nun dauert es ja, falls ich überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch komme und anschließend zum Bahnarzt nen paar Wochen. Daher könnten in Köln die Plätze knapp werden, in der Zeit.

Ist es ok/möglich, sich einfach bei beiden gleichzeitig zu bewerben und dann, gegebenenfalls, dass beide einem die Ausbildung zusagen, einfach einem abzusagen? Darf man das, ist das in Ordnung? Oder muss ich wirklich eins nach dem anderen machen und gegebenfalls erstmal beim ersten auf die Absage warten?

Vielen Dank für das Lesen und hoffentlich gute Antworten!

Ganz liebe Grüße,

Duncan

Bewerbung, Eisenbahn, Ausbildung, Bahn, Deutsche Bahn, Zug, Zugbegleiter, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
Welche Eisenbahnen gehören zu Europa?

Welche Eisenbahngesellschaften gehören zu Europa. Diese Frage ist schwer zu beantworten. Klar, die DB, SNCF, RENFE, FS, ÖBB, DSB, SJ, PKP, ČD, MÁV usw. sind alles europäische Bahngesellschaften. Aber an den Ostgrenzen Europas wird es problematisch.

Die türkische Staatsbahn TCDD betreibt ein Eisenbahnnetz, das zum allergrößten Teil in Asien liegt, allerdings liegen sowohl der wichtigste Personenbahnhof als auch der wichtigste Güterbahnhof der Türkei im europäischen Teil Istanbuls. Die türkische Bahngesellschaft sitzt in Ankara, also in Asien, jedoch gehört die Türkei zum Europarat und damit politisch zu Europa. Außerdem nimmt die türkische Bahn am Interrail-Projekt Teil und verfügt über umfangreichen Fahrzeugaustausch mit europäischen Ländern. Türkische Güterwagen und Personenwagen kamen und kommen im Einsatz sogar bis nach Deutschland.

Die RZHD, die staatliche Eisenbahn Russlands betreibt ein Bahnnetz, welches Grenzbahnhöfe zur Mongolei, China und Nordkorea aufweist und dessen östlichster Punkt östlich der meisten asiatischen Länder liegt. Allerdings ist das russische Bahnnetz im europäischen Teil Russlands deutlich dichter als in Sibirien und der Hauptsitz der RZHD befindet sich in Moskau und damit in Europa. Auch die RZHD hat (oder hatte zumindest bis zur völligen Isolation Russlands durch den Ukraine-Krieg Anfang des Jahres) enorm starken Fahrzeugaustausch mit europäischen Eisenbahnen. Personenzüge von Moskau aus gab es in der jüngsten Vergangenheit sogar noch bis Paris.

Kasachstan liegt zum größten Teil in Asien, jedoch zu einem kleinen Alibi-Part im äußersten Osteuropa. Politisch ist Kasachstan kein Teil Europas, da es nicht Mitglied im Europarat ist. Die kasachische Bahn KTZ sitzt geografisch in Asien, betreibt aber in Westkasachstan auch geografisch europäische Gleise. Auch Kasachstan hatte in der jüngsten und jüngeren Vergangenheit noch umfangreichen Wagenaustausch mit Europa. Es gab in den späten 2000ern sogar einen direkten Kurswagen nach Berlin, außerdem kamen kasachische Phosphor-Kesselwagen bis nach Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Im Baltikum und Belarus sind kasachische Güterwagen in großer Stückzahl anzutreffen.

Die ADY(Aserbaidschan) und SR(Georgien) liegen nach gängiger geografischer Auffassung in Asien. Allerdings gehören diese Länder geopolitisch zu Europa, da sie Mitglieder im Europarat sind.

Frage nun an echte Eisenbahnexperten: Sind die genannten Eisenbahngesellschaften TCDD, RZHD, KTZ, ADY und SR nun zu den europäischen Eisenbahngesellschaften im weitesten Sinn zu rechnen?

Europa, Verkehr, Eisenbahn, DB, Züge, Bahn, Lokomotive, Schienenverkehr, Zugreise
Würdet ihr dieser Meinung zustimmen?

Mein Eindruck bezieht sich auf das Thema Verkehr in Europa, konkret auf den Vergleich zwischen Eisenbahnen und Straßenverkehr in den europäischen Ländern.

Meine Meinung: In den allermeisten europäischen Ländern hat die Eisenbahn viel weniger Priorität als in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist in vielen kaum vorhanden.

Man siehe sich zum Beispiel Frankreich und Spanien an, dort gibt es wenige Hochgeschwindigkeits-Bahnen und in den großen Ballungsräumen Metroverkehre, ansonsten so viel wie überhaupt keinen nennenswerten Bahnverkehr. Während in Deutschland ständig über den „geringen“ Bahnanteil im Güterverkehr gejammert wird, findet in Frankreich fast überhaupt kein Schienengüterverkehr statt. Lediglich ein paar wenige Ausnahmen wie extreme Massengüter und Transit für die Autoindustrie wird noch etwas auf der Schiene transportiert, im generellen findet Gütertransport in Frankreich und Spanien praktisch nur auf der Straße statt.

In Italien sieht es ähnlich wie dort aus, allerdings nicht ganz so krass. Der italienische Bahnpersonenverkehr ist abgesehen vom Hochgeschwindigkeitsverkehr auch schwach, aber etwas mehr vorhanden als zum Beispiel in Frankreich. Güterverkehr findet in Italien aber auch wenig auf der Bahn statt. Eine Ausnahme bildet der Alpen-Verkehr nach Mittel-und Nordeuropa. Aber da stecken die österreichischen und schweizerischen Transitgesetze dahinter.

In ganz Südosteuropa ist die Bahn fast tot und die Züge und Strecken sind abgenutzter uralter Schrott, Güterverkehr ist nur mäßig vorhanden, zumal die meisten dieser Länder auch wirtschaftsschwach sind. Personenverkehr findet dort abgesehen vom Individualverkehr so gut wie nur mit Fernbussen statt.

In Polen und Tschechien ist die Bahn etwas besser geworden, aber auch dort hat sie nicht annähernd den Stellenwert wie z.B. in Deutschland. In Deutschland findet selbst auf den abgelegensten Nebenstrecken Nahverkehr im Halbstunden-Takt statt, in Polen und Tschechien selbst auf wichtigeren Strecken oft nur im 5(!) Stunden-Takt. Ein Verwandter von mir, der Lokführer ist, meinte, dass er in Tschechien nie Zug-fahren würde, da das Bahnnetz dort gefährlich und total vernachlässigt sei. Im Kontrast dazu sei gesagt, dass sowohl Tschechien, als auch Polen über bessere Straßennetze als Deutschland verfügen.

Großbritannien ist ein Bahnhasser-Land durch und durch. Man braucht sich nur auf Wikipedia die Geschichte der Eisenbahn in GB seit 1920 durchlesen, mehr braucht man dazu nicht sagen.

In Skandinavien ist die Schiene aufgrund der topografischen und geographischen Bedingungen schwach, was nicht für Dänemark gilt, dort wäre ein besseres Eisenbahnnetz durchaus möglich, dennoch hat die dänische Eisenbahn einen legendär schlechten Ruf und kann nicht annähernd mit der deutschen mithalten und dabei muss man berücksichtigen, dass Dänemark mit die beste Infrastruktur Europas(abgesehen von der Eisenbahn) hat.

Die Benelux-Länder haben eine gute Personenbahn, aber der Güterverkehr ist gering

Verkehr, Eisenbahn, Züge, Bahn, Deutsche Bahn, Transport, Lokomotive, Zug, Reisen und Urlaub

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