Co2 Steuer, Co2 Ausstoß, Elektromobilität oder auch die ganze Umweltdiskussion. Tolle Ideen, aber keine Lösungsansätze? Ich kann es einfach nicht mehr hören!?

Dass wir ein Umweltproblem haben, ganz klar. Dazu muss ich kein Wissenschaftler sein, oder mir das dumme gequatsche von Politikern anhören, die über Dinge referieren, von denen sie ganz offensichtlich nicht den Schimmer einer Ahnung haben. Wäre ja für diese Spezies auch nichts neues. Das Ergebnis, kann, denke ich mal, jeder vor seiner Haustüre so ziemlich gut beobachten. Die Denkansätze sind ja in einigen Punkten auch ziemlich gut. Da gibt es allerdings nur ein Problem. Wenn ich in einer Großstadt wohne, wo der ÖPNV so gut ausgebaut ist, dass ich theoretisch auf ein Auto verzichten kann, kann ich dem auch durchaus auch zustimmen.

Aber was ist denn bitte mit den ländlichen Regionen? Hier wird der ÖPNV an Privatunternehmen ausgeschrieben. Kann ich zwar nicht so wirklich nachvollziehen, da ich der Meinung bin, dass ÖPNV in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises fällt. Privatunternehmen sind ja schließlich auch kein Wohlfahrtsverein. Möglichst wenig Einsatz, für maximalen Gewinn. Solche Ausschreibungen, wo für die Erbringung eingentlich der Landkreis zuständig ist, ist nach meiner Definition eigentlich eine ganz klare Sache von Veruntreuung von Steuergeldern, aber das ist nur meine ganz eigene Meinung dazu.

Ein gutes Beispiel ist mein Dorf, wo ich lebe. Der private Bus"Unternehmer" hat den Zuschlag für unsere Region bekommen. Unser Dorf wird nicht bedient, die Aussage, es rechnet sich nicht. Dieses Gebiet darf aber auch kein anderer Bedienen.

Mittlerweile hat sich bei uns ein so genannter "Nachbarschaftsbus" gegründet. Es wurden Gelder eingesammelt und zwei Kleinbusse angeschafft. Ich fand das Projekt von Anfang an gut. Ich bin zwar voll berufstätig, engagiere mich aber trotzdem an den Wochenenden ehrenamtlich daran. Theoretisch sind diese Fahrzeuge nur für maximal 8 Personen zugelassen. Dafür gilt auch nur mein Führerschein der Klasse B. Ich habe zwar auch den Führerschein für die ganz großen Autos (Klasse CE, also LKW mit Anhänger 40t.), das gilt allerdings nicht für den Personentransport. Die Haltestellen bei uns im Dorf fahren wir aber trotzdem an. Sehr zum Ärger des Bus"Unternehmers". Ich wurde sogar auch schon von der Polizei kontrolliert. Anzahl der Fahrgäste: 17!!! Es hieß nur, du hast einen LKW-Führerschein, du wirst schon wissen was du tust... (Sehe ich als stillschweigende Kapituion gegen den Landkreis...) Und wenn Bürger da schon zu so drastischen Massnahmen greifen müssen, selber für die Dinge zu sorgen, wofür eigentlich der Landkreis zuständig ist, da muss ich diese ganze Co2 Sache doch mal ganz ernsthaft hinterfragen, wie sollen denn sonst viele andere Leute auf Arbeit kommen wenn nicht mit dem eigenen Auto?

Umwelt, Landleben, CO2, Nahverkehr
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Habe ich in dem Fall übertrieben bzw. hättest ihr anders reagiert?

Ich bin vorhin mit dem Bus nach einer wenig schönen Behandlung / Diagnose aus der Uniklinik zu meinem Zimmer gefahren.

Nach dem Besuch in der Klinik war ich nicht gerade in Höchstform.

An der Bushaltestelle fielen mir schon eine Reihe Kinder (ca. 13 oder 14 Jahre) die sich extrem laut und schrill unterhalten haben.

Das ging dann im Bus weiter. Es waren eine Reihe Kommilitonen im Bus, von denen ich weiß, dass sie jetzt, in der vorlesungsfreien Zeit, lang und hart arbeiten und aufgrund der Lautstärke relativ genervt aussahen.

Der Gipfel war für mich, als ein paar Stationen weiter ein junger Mann mit Krücken einstieg und die Kinder darüber gelästert haben.

Ich habe ihnen dann relativ kühl und bestimmt erklärt, dass es nicht nötig sei, den ganzen Bus zu beschallen und dass es auch Leute gäbe, die heute tüchtig gearbeitet hätten und ziemlich müde seien.

Darauf kam dann die Rückmeldung, dass fremde Menschen ihnen gar nichts zu sagen hätten und ein paar Schimpfwörter.

Letztendlich hat der Busfahrer eine Ansga gemacht und erwähnt, er werde jetzt von seinem Hausrecht gebrauch machen und hat die Kinder dann mitten in den Feldern an einer Bushaltestelle aussteigen lassen und meinte, er könne sich gut Gesichter merken, in seinem Bus werde er sie nie mehr mitnehmen.

nein 95%
ja 5%
Leben, Kinder, Verhalten, Erziehung, Menschen, Bildung, Jugendliche, Recht, Eltern, Psychologie, Bus, Charakter, Gesellschaft, Knigge, Moral, Nahverkehr
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