Leben wir in einer zu starken Leistungsgesellschaft?

Sind wir manchmal zu leistungs-/nutzenorientiert? Mir ist das generell aufgefallen, weil meine Familie zum Teil aus östlicheren Kulturkreisen stammt und mir bei mehreren Interaktionen mit anderen Nationalitäten (Z.B. Spaniern) aufgefallen ist, dass da ein Unterschied zu hier ist.

Da wird oft Wert auf "gute Gesellschaft" (ausgiebige, herzliche Abschlussfeiern z.B.) Einfach Mal , Lebensgenuss etc. gelegt, während es hier oft eher eine Nutzenfrage ist (ist natürlich nicht auf alle anwendbar). Ich hatte nur heute mitbekommen, dass ein Kumpel meinte, dass er bei unserer Abschlussfeier einfach nur sein Zeugnis abholen will und der Rest unnötig/langweilig ist und man sich das sparen kann. Aber was ist mit den Menschen? (Ich kann verstehen, warum er so denkt, mich interessiert hierbei aber eure Erfahrung bzw. Meinung)

Viele Menschen handeln aus Logik/Nutzen (ist ja auch in Ordnung) und weniger aus Genuss oder einfach um die Erfahrung zu machen "bringt ja nix. Wozu?". Ich finde es manchmal echt schade, weil darin irgendwie so die Gesellschaft verloren und verfremdet geht, weil man unbedingt immer nur Logik und Profit aus seinen Handlungen ziehen will und sich nicht einfach auch Mal auf verrücktere Dinge einlassen will - einfach nur funktionieren statt wirklich leben irgendwie. Wie seht ihr das, ist das einfach die derzeitige Mentalität oder Wandel?

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