Persönliche Informationen / Fotos im Unterricht preisgeben, wieso soll das nötig sein?

Hi,

die Frage steht im Titel, hier der Kontext:

Mein Sohn ist 8 und kam vergangene Woche aufgebracht nach Hause. Die SchülerInnen sollen im Unterricht ein Plakat über sich erstellen, dabei werden Leitfragen nach Körpermerkmalen, Hobbies, Freunden, persönlichen Schwächen oder auch wie man sich verbessern möchte gestellt.

Nach seiner Ansicht, die ich durchaus teile, geht das alles viel zu weit und geht die gar nix an. Auch möchte er keine Fotos von sich mitbringen. Die Plakate sollen dann im Unterricht präsentiert und im Schulgebäude ausgehängt werden.

Nun konnte ich ihn davon überzeugen, dass eine Komplettverweigerung nicht sinnvoll ist und er die Dinge bearbeiten soll, die für ihn unkritisch sind. Sowas wie Alter, Name, Größe und Haarfarbe sind in seiner Klasse ohnehin offensichtlich. Hobbies hat er sich fiktive ausgedacht, zu seinen Familienmitgliedern gibt er keine Namen preis, nur Rollen (Mutter, Vater, Omas, Opas, etc.), Freunde möchte er gar nicht nennen mit der Begründung, dass er nicht möchte, dass sich jemand verletzt fühlt wenn die Person nicht genannt wird. Habe ihm erläutert, dass man so etwas dennoch präsentieren kann. Und man der weiteren Verwendung wie z.B. im Gebäude widerspricht.

Er hat sich auch an dem Thema "wie verbessern ich mich" gestört, da seiner Meinung nach Mensch sich nicht VERBESSERN kann. Schließlich sei jeder Mensch gut so wie er ist und eine andere Sichtweise vermittelt das Gefühl von "falsch" oder minderwertig sein.

Letztlich ist die Lehrerin damit jedoch nicht zufrieden und verlangt von ihm, dass er Fotos mitbringt. Darauf MUSS er zu sehen sein und zwar mindestens Hals und Gesicht. Das sei schließlich eine Schulaufgabe.

Meines Erachtens verstößt das ganz klar gegen die informationelle Selbstbestimmung des Menschen. Letztlich behindert doch eine Zwangserhebung eine freie Persönlichkeitsentwicklung. Aus meiner Sicht gibt es keine gesetzliche Grundlage die eine solche Erhebung und Verarbeitung von persönlichen Daten in diesem Umfang notwendig macht, oder übersehe ich hier was?

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dieses GRUNDRECHT ausgerechnet im Fach ETHIK ad absurdum geführt werden soll.

Vielen Dank für eure Meinungen!

Datenschutz, Schule, Ethik, Grundrechte, Selbstbestimmung
Wie kann man ohne Schulpflicht die Integration gewährleisten?

Bei Wikipedia steht:

"Die allgemeine Schulpflicht dient in Deutschland der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags. Dieser Auftrag richtet sich offiziell auch auf die Heranbildung der Schüler als zukünftige Staatsbürger.

Das Bundesverfassungsgericht urteilt, Schulen seien dafür besser geeignet, da „Kontakte mit der Gesellschaft und den in ihr vertretenen unterschiedlichen Auffassungen nicht nur gelegentlich stattfinden, sondern Teil einer mit dem regelmäßigen Schulbesuch verbundenen Alltagserfahrung sind“.[51] Außerdem habe die Allgemeinheit „ein berechtigtes Interesse daran, der Entstehung von religiös oder weltanschaulich motivierten ,Parallelgesellschaften‘ entgegenzuwirken und Minderheiten zu integrieren. Integration setzt dabei nicht nur voraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung religiöse oder weltanschauliche Minderheiten nicht ausgrenzt; sie verlangt auch, dass diese sich selbst nicht abgrenzen und sich einem Dialog mit Andersdenkenden und -gläubigen nicht verschließen […]. Dies im Sinne gelebter Toleranz einzuüben und zu praktizieren, ist eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Schule.“[52] Diese Begründung schließt nicht die Privatschule als alternative Form der Bildung aus, aber das Un- und Deschooling sowie Hausunterricht.[53]"

Mir war nicht klar, dass es bei der Schulpflicht nicht um in erster Linie um Bildung, sondern um Erziehung geht (wundert mich jetzt aber nicht, da in unserem GG nichts von einem Recht auf Bildung steht). Ich denke zwar, dass der Staat sich nicht so sehr in die Erziehung einmischen sollte, aber ich sehe auch das Problem, das oben angesprochen wird. Nur Frage ich mich: muss man der Integration wegen, alle (!) Kinder 5 Tage in der Woche in kleine Räume sperren? Gäbe es nicht auch andere Mittel, die weniger in das Leben und die Grundrechte von Kindern (und deren Familien) eingreifen?
Wie machen das all die anderen Länder, in denen es keine Schulpflicht gibt, sondern eine Bildungspflicht, wo also auch Homeschooling, Freilernen usw. möglich ist und diese Menschen dort deswegen nicht kriminalisiert werden?

Habt ihr Ideen? Danke für konstruktives Mitdenken!

Schule, Bildung, Politik, Grundrechte, Integration, Migration, Schulpflicht
Sollten Schulen nicht viel enger mit Sportvereinen zusammen arbeiten?

Ich habe mir mal Gedanken gemacht über örtliche Schulen, die ich auch besucht habe. Mir ist schon damals aufgefallen, dass es zwar Sportunterricht gibt, dieser an sich aber genau wie der restliche Unterricht ziemlich überholt ist.

Und vor allem ist mir negativ aufgefallen, dass es kaum eine Einbindung von Sportvereinen in Schulen gibt. Und ich habe mich mitunter gefragt warum das so ist.

Ich meine, dass man den Schülern viel mehr Angebote machen sollte und dass der Sportunterricht an sich auch anders gestaltet werden sollte, vielleicht als eine Art "Wahlpflicht-Fach", wo sich dann die Schüler irgendwann mal für eine Sportart oder sogar zwei Sportarten entscheiden.

Es hat ja jeder auch andere Talente.

Man könnte auch spezifische Sport-AGs organisieren. Aber, irgendwie scheint es mir sehr an Kreativität zu fehlen.

Dabei wären die positiven Effekte doch offensichtlich.

Die Schüler hätten eine sinnvolle Beschäftigung. Die Vereine hätten wieder mehr Mitglieder, hätten Nachwuchs. Und für die Schulen wäre es ebenfalls gut, weil sie zum Teil ja vielleicht auch die Infrastrukturen der Vereine nutzen könnten. Und andersrum könnten aber auch manche Vereine vielleicht etwas zu den Schulen bringen. Zum Beispiel ein Sportgerät. Und an diesem könnte dann ein Vereins-Trainer beispielsweise als Sportlehrer eingesetzt werden oder zumindest eben den Kurs anbieten.

Es gibt ja auch in vielen Orten Mehrsparten-Vereine. Und was es in diesen nicht gibt, gibt es dann vielleicht in anderen Vereinen, mit denen man kooperieren könnte.

Ich finde es schade, dass es so läuft wie es läuft. Heute ähnlich wie zu meiner Zeit gab' es höchstens einmal im Jahr einen Ausflug im Rahmen des Sportunterrichts zum örtlichen Tennis-Club... Wow, habe ich mir damals gedacht... Interessant fand' ich es, ok... Aber, mein Sport war es nicht. Und nur einmal im Jahr...? Und dann sollte man am besten direkt Mitglied werden? Ausgerechnet in dem Verein, wo der Mitgliedsbeitrag kaum bezahlbar war...?

Ich fand' das schon sehr armselig damals als Schüler. Mich haben andere Sportarten interessiert. Aber von diesen hat man in der ganzen Schulzeit nie etwas gehört und gesehen.

Warum wird das nicht gemacht?

Vereine in Deutschland beklagen sich über fehlenden Nachwuchs. Ältere Leute beklagen sich oft über die "Dattel-" und Handy-Generation.

Und dabei wären diese Dinge, die ich meine, gar nicht so schwer umzusetzen.

Sport, Schule, Gesellschaft, Grundrechte, Sport und Fitness, Sportunterricht, SportVerein
Menschenrechtsverletzungen und Misshandlung, wie ohne Konto wehren?

Ich möchte mich an den VdK wenden, jedoch erwarten die eine Mitgliedschaft für ihre Hilfe. Das Mitgliedsformular hab ich unterschrieben und abgeschickt, aber bis heute keine Mitgliedskarte bekommen. Ich vermute, dass der Überweisungsträger nicht ausgeführt wurde von der Bank aufgrund der Betreuung.

Ich möchte mich an den Verfassungsschutz wenden, jedoch werde ich ausgelacht.

Ich möchte mich an amnesty international enden, doch diese helfen nur Ausländern, die von Gewalt betroffen sind. Bisher keine Hilfe.

Ich möchte mich an den weißen Ring wenden, doch auch diese verweigern Hilfe.

Ich möchte mich an Frauenhäuser wenden, doch auch dort hieß es, man könne mir nicht helfen.

Ich möchte mich an die Obdachlose Vertretung wenden, doch auch dort wird Kontakt zur misshandelnden Betreuerin aufgenommen, die ihre Lügen verbreiten kann und ich werde wieder an die Betreuerin verwiesen.

Ich möchte einen Anwalt, der in meinem und nicht im Sinne der Betreuerin agiert. Aber der will Geld und die Betreuerin müsste Gegen zeichnen. Das ging in der Vergangenheit schon schief.

Ich möchte mich an die Polizei und Staatsanwaltschaft wenden, aber diese meinen es wäre eben ein "zerrüttetes Betreuungs Verhältnis" und dann sei es klar, dass keine Unterstützung kommt. Ja, wer misshandelt wird, hat auch ein zerrüttetes Verhältnis zum Misshandler. Eine Ehe, die gegenseitiges Vertrauen und Rücksichtnahme bedingt, bin ich nicht eingegangen. Alleine sie hat eine Pflicht.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie ist Sinn und Zweck jeder staatlichen Gewalt (Artikel 1 GG).

Recht, Selbsthilfe, Gewalt, Betreuer, Betreuung, Betreuungsrecht, Grundrechte, Verfassung
Wie lange werdet ihr noch hinterfragt und unwidersprochen hinnehmen, dass eure Grund- und Menschenrechte eingeschränkt werden?

Seit März 2020 werden die Grundrechte weltweit, aber vor allem auch in Deutschland, zum Teil massiv eingeschränkt und fortgenommen, alles unter dem Schirm "Corona! Gefahr!" und der Behauptung damit schützen zu wollen. Zum Teil mehr als fadenscheinig.

Es gibt ja viele Menschen, die haben große Hoffnung auf den Heilsbringer "Impfung" gesetzt, besonders die Hoffnung danach würde es wieder "normal" und die Gesetze wieder gültig. Nun, jeder denkende Mensch kann absehen, dass dem nicht so ist.

Es ist bereits jetzt absehbar, dass die Zahlen im Herbst wieder steigen werden und dann wird es erneut zu einem "Lockdown" kommen. Jetzt gerade treiben sie die Deltavariante durchs Dorf und verbreiten damit neue Angst und bereiten schon jetzt damit einen neuen "Lockdown" medial vor. Einige "Experten" fordern den bereits wieder, auch wenn in den Gesetzen klar steht, dass derartige Maßnahmen nur bei nachgewiesener Gefahr überhaupt angedacht werden dürfen, und nicht etwa, bei einer gedachten Gefahr...

Wir können also damit rechnen, dass, solange nur wenige Menschen hinterfragen was geschieht und nicht dagegen protestieren, wir jedes Jahr aufs Neue im Winter (bis zu 9 Monate - so war es ja in diesem Jahreswechsel) mit restriktiven Maßnahmen zu rechnen haben, weil es natürlich immer wieder neue Mutationen geben wird, gegen die die "Impfung" nicht helfen wird, oder nur eingeschränkt.

Uns werden Grundrechte verwehrt, auf die wir Anspruch haben. Es ist absehbar, dass das auch in Zukunft sich nicht ändern wird, wenn die Bevölkerung nicht mit ziemlich vielen aufstehen wird, um dagegen zu protestieren.

Die Frage ist also: wie lange werdet ihr noch darauf verzichten, eure Grundrechte zurückzuverlangen?

Und weil dieser lächerliche Vorwurf beim letzten Mal zu einer Löschung einer ähnlichen Frage führte, sage ich es gleich vorweg: Nein, ich möchte nicht, dass hier jemand gegen Gesetze verstößt. Vielmehr sollten sich die Menschen auf ihr Recht zu protestieren und die dazu legalen Möglichkeiten besinnen, welche ihnen vom Grundgesetz aus zustehen.

Ich möchte halt einfach nur wissen, ob ich jetzt mein restliches Leben lang in einem Staat mit Duckmäusern leben werde, die sich alles im Namen der "Gesundheit" aufzwingen lassen werden, oder ob auch die Leute irgendwann zu viel haben werden, die bisher alles bejubeln was die Regierung tut und alle diffamieren, die es nicht tun und sich dagegen wehren (im Rahmen der gesetzl. Möglichkeiten).

Zukunft, Politik, Grundrechte, Menschenrechte, Protest, Coronapolitik
Besser und freier lernen ohne Schulpflicht?

Hallo

Nicht nur die aktuelle Corona Lage zeigt dass das Schulsystem in Deutschland veraltet und katastrophal ist.

Unserer Meinung nach ist die Lernqualität in deutschen Schulen veraltet und sehr schlecht.

Hinzu kommt dass schon auf dem Weg zur Schule gefahren im Straßenverkehr auf die Schüler warten, immer mehr Mobbing Aktionen der Mitschüler stattfinden und auch die Schutzgeld Erpressungen stark zunehmen. Und dieses besonders auch in der Schule während des Unterrichts in den Klassenräumen. Auch in den Pausen gibt es sehr viel Gewalt und auch immer mehr sexuelle Übergriffe. Und das geht sogar soweit dass laut aktuellen Studien (Auch ohne Corona) immer mehr Kinder selbst Suizid an sich vornehmen. und das darf nicht mehr. Das muss endlich aufhören!.

Da das alles immer mehr zunimmt, ist die Schule unserer Meinung nach kein sicherer Ort mehr für unsere und eure Kinder. Dass es ohne einer Schulpflicht besser gehen kann zeigen auch andere Länder (auch in Europa). Anders, als wie in Deutschland, gibt es da, anstatt einer Schulpflicht, nur eine sogenannte Lernpflicht! die es den Kindern ermöglicht, zu Hause oder in anderen attraktiven Örtlichkeiten zu lernen.

Die vielen Beispiele in anderen Ländern, wo dieses möglich ist, zeigt dass dadurch sogar bessere Lernbedingungen, bessere Noten und bessere Abschlüsse gibt.

Deshalb plädieren wir dringend zur Abschaffung der in Deutschland bestehenden Schulpflicht und möchten in Deutschland "nur" Lernpflicht einführen damit unsere Kinder endlich Angstfrei, Druckfrei, Gefahrenfrei und Sorgenfrei, erheblich bessere Lernergebnisse erzielen können.

Was meint ihr?

Liebe Grüße

Besser und freier lernen ohne Schulpflicht?
Nein Schulpflicht und der Zwang dazu muss sein. Fertig 74%
Ja Unterrichtspflicht, aber keine Schulpflicht bzw. Zwang 17%
Ja der Schulpflicht "Zwang" ist veraltet und gehört weg. 4%
Ja, aber nur wenn "Zuhause" der Unterricht gemacht werden kann 4%
Ja, da u.a. Corona gezeigt hat dass die Schulpflicht weg muss 0%
Ja es sollte nur FREIWILLIG sein wie in vielen anderen Ländern 0%
Lernen, Schule, Familie, Politik, Kultur, Grundrechte, Schulpflicht, Selbstbestimmung, Coronakrise
Ist die Enteignung nun doch beschlossene Sache?

Man hat ja vom "Great Reset" gehört, einem Plan des World Economic Forum, wo es heißt: "Die Menschen werden nichts mehr besitzen und sie werden glücklich sein".

Nun findet man einen ähnlichen Gedanken beim "Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit" auf Seite 43:

3. Post-ownership society
Dank der Information über verfügbare geteilte Waren und Ressourcen macht es weniger Sinn, etwas zu besitzen: Vielleicht wird Privateigentum in der Tat ein Luxus. Daten könnten Geld als Währung ergänzen oder ersetzen.

Quelle: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/bauen/wohnen/smart-city-charta-langfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Das erinnert mich an einen Spruch von Jean-Claude Juncker

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." - in Die Brüsseler Republik , Der Spiegel, 27. Dezember 1999.

Quelle: https://de.wikiquote.org/wiki/Jean-Claude_Juncker

Wer dann den Luxus von Privateigentum haben wird, kann man sich fast denken.

Ist das wirklich wünschenswert?

Leben, Zukunft, Menschen, Politik, Psychologie, Digitalisierung, Diktatur, Eigentum, Freiheit, Grundrechte, 1984 George Orwell, wef, Great reset
Warum darf das Einwohnermeldeamt private Adressen an jeden weitergeben?

Ich habe mir gerade einmal das Meldegesetz angesehen, und festgestellt, dass jeder Bürger ohne Begründung die Auskunft von Daten aus dem Melderegister bekommen kann. Jeder x-beliebe Typ kann zum Einwohnermeldeamt gehen, und fragen wo ihr wohnt, und braucht noch nicht einmal eine Begründung dafür, und das Einwohnermeldeamt teilt es demjenigen mit. Einfach so. Ohne dass ihr überhaupt etwas davon mitbekommt. Ich konnte es gar nicht glauben, als ich das gelesen habe.

Man kann zwar eine Auskunftssperre beantragen, dafür braucht man jedoch handfeste Beweise dafür, dass durch eine Auskunft eine Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliche schutzwürdige Interessen erwachsen kann. Man muss dies z. B. durch Protokolle, eine Anzeige bei der Polizei oder ein Gerichtsurteil belegen können. Und dann ist die Auskunftssperre auch nur 2 Jahre gültig, eine Verlängerung muss erneut beantragt werden.

Das heißt: Deine Ex-Freundin ist völlig durchgedreht und du bist umgezogen, damit du ihre Ruhe vor ihr hast? Sie kann einfach beim Einwohnermeldeamt fragen wo du wohnst und dann zu dir kommen und dein Auto zerkratzen.

Du möchtest keinen Kontakt mehr zu deinem Vater weil er dir die Freundin ausgespannt hat und bist deswegen umgezogen? Dein Vater braucht sich nur an das Einwohnermeldeamt zu wenden und schon kann er bei dir klingeln und dir beteuern dass er sie wirklich liebt und du das doch verstehen sollest.

Dein Kommilitone findet es gar nicht gut, dass du das Mädchen datest, mit dem eigentlich er zusammen sein wollte, und mobbt dich deswegen? Dank des Einwohnermeldeamtes kann er sogleich auch erfahren, wo er vorbeischauen muss, wenn er in deinen Briefkasten urinieren möchte.

Das Motto des Einwohnermeldeamtes: Du möchtest wissen wo jemand wohnt? Kein Problem, hier die Adresse, mach damit was du willst, aber bitte keine Werbung hinschicken.

Du möchtest nicht, dass wir irgendwelchen Leuten deine Adresse geben? So leicht geht das aber nicht! Beweis uns erstmal, dass sie dann zu dir nach Hause kommen und böse Sachen machen!

Kann mir jemand sagen, was dieses Gesetz soll? Was ist die Grundlage dafür? Bin ich der einzige der findet, dass das ein Skandal ist und massiv gegen den Datenschutz verstößt?

Ich sehe ja ein, dass eine Auskunft von Personendaten in vielen Fällen notwendig ist, aber sollte derjenige dessen Daten herausgegeben werden nicht zumindest einmal angehört und ggf. dessen Zustimmung eingeholt werden bevor das passiert?

Hier die entsprechenden Gesetze:

https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__44.html

https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__51.html#:~:text=(1)%20Liegen%20Tatsachen%20vor%2C,von%20Amts%20wegen%20unentgeltlich%20eine

Datenschutz, Recht, Einwohnermeldeamt, Grundrechte, Melderecht, Menschenrechte, Meldegesetz, Melderegister

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