Hallo,
ich bin seit ca. 25 Jahren Amazon-Kunde und habe in den letzten Jahren immer mehr dort gekauft, seit dort auch alle möglichen Alltagsprodukte im angeboten werden.
In den letzten Monaten und Jahren habe ich insbesondere bei "Kleinscheiß" wie Klein-Elektronik, Spielzeug, Hobbybedarf, Karnevalsartikeln und was es da alles gibt, ganz oft grottigste Qualität erhalten: Produkte, die mit der Produktbeschreibung nichts zu tun hatten, funktionslose Elektronik, Spielzeug mit Weichmachern kontaminiert oder abplatzende Farbe, Produkte, die bereits zertrümmert ankamen (was man erst nach dem Auspacken sehen konnte, als der Paketbote längst wieder weg war).
I.d.R. passierte das bei sehr niedrigpreisigen Artikeln (meist unter 5-20 €). In manchen Monaten hatten 60-70% (!!!) der bestellten Artikel diese Probleme.
Aufgrund der niedrigen Warenwerte und weil die Produkte eh irreparabel waren, hätte eine Rücksendung ökonomisch und ökologisch keinen Sinn gemacht. Der Amazon-Kundenservice hat das letztlich immer eingesehen und mir den Kaufpreis zurück erstattet oder aufs Konto gutgeschrieben.
Im Sommer diesen Jahres kam dann einmal eine "Warnschuss"-Mail, dass mein Konto durch extrem häufige Reklamationen aufgefallen sei, und hat mir mit Kontosperrung gedroht. Ich habe sofort den Kundenservice kontaktiert und ihm per Chat mitgeteilt, dass ich die zahllosen Reklamationen stets aufgrund unterirdischer Qualität gemacht habe. Ich habe NOCH NIE etwas zurück geschickt, weil es mir nicht gefallen hat. Der Kundenservice sagte, in diesem Fall könne ich die Mail ignorieren.
Das tat ich. Da die Ausschussquote weiterhin teils bei über 50% war, habe ich logischerweise die Schrottprodukte (weiterhin durchweg im Niedrigstpreissegment) konsequent reklamiert, und weiterhin sah der Kundenservice immer ein, dass Rücksendungen bei diesen Mängeln keinen Sinn ergeben.
Hätte ich mir die (unverhältnismäßige) Mühe gemacht und die Produkte tatsächlich zurück gesendet, hätte ich vermutlich schon früher diese Probleme bekommen: Eine Retoure im Rücksendezentrum zu bearbeiten, kostet Amazon bekanntlich ca. 20 € - und wenn die dann immer kaputte 5 € Artikel auspacken müssten....
Vor ein paar Tagen ist es dann tatsächlich passiert: Mein Konto wurde wegen angeblicher "Verstöße gegen die Rücksendebedingungen" gesperrt. Der Kundenservice sagt jetzt: Er könne da nichts machen, sondern nur eine "Kontospezialisten-Fachabteilung". Er würde an sie direkt eine Beschwerde schicken, und die würden sich innerhalb eines Tages mit mir in Verbindung setzen. Aber genau das passiert nicht - die setzen sich einfach nicht mit mir in Verbindung.
Was kann ich da jetzt tun? Melden die sich vielleicht tatsächlich noch, auch wenn es Tage oder Wochen dauert? Soll ich zur Verbraucherzentrale gehen? Ein Anwalt wäre ja vermutlich nicht wirtschaftlich - ich bin ja reiner Privatkäufer. Bin ich jetzt der Gelackmeierte? Es ist ja nicht meine Schuld, wen 50-60% der gekauften Produkte Schrott sind.
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben ---- Andreas Weise