Dienstbefreiung in der Quarantäne?

Hi, da erst ich, dann meine Tochter sich mit COVID infiziert hatten, müssen wir beide in Quarantäne. Mein Arbeitgeber verlangt von mir eine Krankmeldung, obwohl Betroffenen in der Quarantäne laut Infektionsschutzgesetz Lohnfortzahlung in voller Höhe zusteht. (Ausfallsentschädigung nach § 56).

Daher habe ich für MEINE Quarantäne KEINE Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Zumal mein Arzt auch dafür keine ausstellt. Den Nachweis einer verordneten Quarantäne sowie eine vollständigen Impfung habe ich meinem AG erbracht. Während des Zeitraums der Quarantäne meiner Tochter habe ich eine Krankmeldung.

Hier einmal die Quarantänezeiträume von mir und meiner Tocher:

MEINE

PCR-Test am 26.02. -> positiv -> 10 Tage Quarantäne -> endet am 07.03.

TOCHTER

PCR-Test am 03.03. -> positiv -> 10 Tage Quarantäne -> endet am 12.03.

Daher schrieb ich Folgendes an meinen AG:

Sehr geehrte Frau xy,

anbei die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag NACH meiner Quarantäne

(Quarantäne von 26.02.2022-07.03.2002, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von 08.03.2022-11.03.2022).

Da laut Infektionsschutzgesetz Betroffenen einer Quarantänemaßnahme die Lohnfortzahlung zusteht, ferner während einer medizinisch bescheinigten Arbeitsunfähigkeit, habe ich für den vollen Zeitraum meiner Abwesenheit Anspruch auf Lohnfortzahlung in voller Höhe.

Gruß

Daraufhin antwortete der AG:

Sehr geehrte Frau abc,

vielen Dank für die Übermittlung Ihrer Bescheinigung. In der Zeiterfassung haben wir Ihnen für die Quarantänezeit, Dienstbefreiung eingetragen und für den Zeitraum 08.03.-11.03.2022 die Fehlzeit "krank".

Im nächsten Abrechnungslauf (März 2022) der Gehälter, werden wir die Quarantänezeit gem. Infektionsschutzgesetz erfassen.

Mit freundlichen Grüßen

NUN MEINE FRAGE:

- Was bedeutet „Dienstbefreiung“? Bezahlt oder unbezahlt? Was bedeutet „Im nächsten Abrechnungslauf (März 2022) der Gehälter, werden wir die Quarantänezeit gem. Infektionsschutzgesetz erfassen.“

Heißt das, ich bekomme erst weniger Angels, aber im nächsten Monat die Ausfallsentschädigung? Ich kann es mir nicht leisten, Abzüge zu haben, da Kind, Fixkosten….,

Ps: Bin im öffentlichen Dienst.

DANKE

Gehalt, Recht, Lohn, Öffentlicher Dienst, Quarantäne, infektionsschutzgesetz, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
Nachzahlung oder nicht? Bin ich im Recht?

Hi, ich hatte folgenden Emailverkehr mit meinem Arbeitgeber:

ICH: 15.01.2021

Sehr geehrte Frau …,

Aus der Mail vom 21.10.2015 von Frau… geht hervor, dass eine Höhergruppierung von Stufe 2 in Stufe 3 am 01.03.2016 erfolgte.

Demnach müsste ich mich seit 01.03.2020 in Stufe 4 befinden. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich noch in Mutterschutz (jedoch nicht in Elternzeit), der meines Wissens nach mit angerechnet wird.

Laut Lohnabrechnungen/Jahresabrechnung befinde ich mich jedoch immer noch in Stufe 3.

Das würde dann theoretisch eine rückwirkende Höherstufung bedeuten.

Liege ich mit meiner Rechnung richtig? 

Freundliche Grüße 

ANTWORT: 12.01.2022

Sehr geehrte Frau…

Wir haben ihren Fall geprüft und können Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass Sie seit März 2020 den Anspruch auf die Stufe 4 Ihrer Entgeltgruppe haben. Eine Nachzahlung hierfür erfolgt mit der nächsten Gehaltsabrechnung.

ICH: 31.01.2022

Sehr geehrte Frau …,

Sie schrieben, dass eine Nachzahlung mit der nächsten Gehaltsabrechnung erfolge.

Das Gehalt für Januar 2022 habe ich letzte Woche Donnerstag auch erhalten. Leider konnte ich jedoch keine Nachzahlung feststellen. Wann kann ich damit rechnen?

Mit freundlichen Grüßen.

ERST NACH MEINER EMAIL IN DER ICH NACHGEFRAGT HABE, KAM DIESE MAIL.
IST DAS RECHTENS?:

ANTWORT: 01.02.2022

Gem. § 20 MuSchG (Zuschuss zum Mutterschaftsgeld) besteht für die Zeit der Schutzfrist Anspruch auf einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld von Seiten des Arbeitgeber.

Als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird das durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist gezahlt.

Da Sie sich ab 02.02.2020 in Mutterschutz befanden, wurden die Monate November 2019 – Januar 2020 für die Berechnung des Zuschusses zu Grunde gelegt.

In dieser Zeit befanden Sie sich noch in der Stufe 3 Ihrer Entgeltgruppe. Daher erfolgt keine Nachzahlung.

Recht, Lohnabrechnung, Mutterschutz, Mutterschutzgesetz, Öffentlicher Dienst, Tarifrecht, Tarifvertrag, Verwaltung, Höhergruppierung
In die Privatwirtschaft zurück oder Beamten-Option ziehen?

Hi,

ich arbeite gegenwärtig im öffentlichen Dienst als Trainee, wird dafür auch gut bezahlt (E9b). Nach 18 Monaten hat man die Option auf Verbeamtung oder weitermachen als Tarifbeschäftigter. Mein aktueller Chef mit dem ich mich auch super verstehe, teilte mir mit, dass aus meiner Stelle in 2 Jahren eine A11-Stelle werden soll und er meinte, er plant mich dafür auch ein.

Ich habe damals diese Stelle vor allem deshalb angenommen, da ich gesundheitliche Probleme hatte. Dadurch konnte ich seit Beendigung meines Studium im November 2016 (Bachelor BWL dual) fast 3,5 Jahre nicht sozialversicherungspflichtig arbeiten. Waren immer so Zeitarbeitsverträge gewesen, sobald es mir gesundheitlich schlecht ging, habe ich aufgehört. ALLERDINGS: die Erkrankung wurde letztes Jahr korrekt diagnostiziert und ich bin medikamentös mittlerweile perfekt eingestellt. Ich bin sehr motiviert und habe wieder Ehrgeiz entwickelt, der durch die Krankheit komplett zerstört wurde.

Ein Freund von mir hat mir nun letztens in einem Gespräch geraten, dass ich die aktuelle Stelle bis Sommer durchziehen soll, um bisschen was auf dem Lebenslauf zu haben und dann versuchen soll, in die Privatwirtschaft (evtl. in die Beratung, Finanzwelt) zu wechseln. Er meinte, ich würde mich "unter Wert verkaufen". Beamtentum sei zwar ganz nett, aber Kohle verdient man da nicht wirklich.

Ich bin irgendwie hin und her gerissen. Wie würdet ihr entscheiden?

Arbeitsleben, Beamtentum, Öffentlicher Dienst, Stellenmarkt, Unternehmensberatung, Beruf und Karriere, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
Beamter oder private Wirtschaft?

Hallo,

ich habe mich bei mehreren duale Studiengänge beworben und wurde bei 5 angenommen. An sich habe ich die Qual der Wahl zwischen zwei Unternehmen (Versicherung und Bank) und drei Behörden. Leider bin ich mir echt nicht sicher, was ich mir aussuchen soll. Es handelt bei den Behörden um neue Stellen, weswegen nach dem Bachelor sogar mein Master finanziell unterstützt wird und würde sogar langfristig im höheren Dienst landen.

In meinem Umfeld raten mir meine Angehörige alle zum Beamtentum. Ich bin mir unschlüsselig, weil ich zwar bis zur Rente sicher wäre, aber ich bin eigentlich ein ehrgeiziger Mensch und jemand, der zumindest in der Schule und im Hobby sehr gute Leistungen daher erzielt und viel lernt. Im Internet habe ich in einigen Foren, aber eher negatives zum ÖD gelesen, da dort eher nur Leistungsschwache arbeiten würden, die unterbezahlt wären. Laut ihnen würde kein "Highperformer" arbeiten.

Im ÖD verdient man zwar nur leichtüberdurchschnittlich und dann im Höheren Dienst überdurchschnittlich (mit Frau und zwei Kinder kann man teilweise auf 4-5k netto kommen). Im hohen Alter lohnt es sich also sehr. Ich bin mir leider nicht sehr sicher, weil man natürlich in der Privatwirtschaft besser verdienen kann, aber ich weiß nicht, wie ich mit 40-60 sein werde, denn dort neigt man dann eher fauler zu werden. Der Arbeitsdruck könnte hoch sein und wenn man da nicht mehr den richtigen Ehrgeiz mitbringt, dann wird man vielleicht seinen Job.

Auch könnte das Investieren als Beamter sicherer sein, da man ein geregeltes Einkommen bis zur Rente hat und man an sich mehr bereit sein kann mehr Geld zu investieren. Außerdem hat man mehr Zeit für Hobbies, die man semi professionell ausüben könnte...

Wirtschaft, Beamte, Öffentlicher Dienst, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
Öffentlicher Dienst, wenn man mehr als die ausgeschriebenen Mindestvoraussetzungen erfüllt? Arbeitsrecht?

Hallo, wie ist die rechtliche Lage im öffentlichen Dienst, wenn eine Stellenauschreibung zwar eine Ausbildung fordert, man jedoch ein Hochschulstudium vorweisen kann und sich für eine Stelle bewirbt, wo eine Berufsausbildung gefordert wird? Es ist bekannt, dass stellen ab EG9 an Hochschulabsolventen vergeben werden. Wie ist es, wenn man sich für eine Stelle zwischen EG6-EG8 entscheiden würde? In der Stellenanzeige steht:

Zwingend Voraussetzung ist, dass ein Ausbildung nach BBiG vorliegt.

Was ist mit Leuten die nur ein Bachelor, Master, Diplom, Doktor oder sogar Professur haben? Also Akademiker die keine normale Ausbildung haben?

Bespiel;

Finanzabteilung:

Als Sachbearbeiter wird vorausgesetzt, dass eine Ausbildung nach BBiG vorliegt.

Als Finanzleiter der selben Abteilung wird jedoch ein Studium vorausgesetzt.

Der Student könnte nun sich als Finanzleiter bewerben und der Vorgesetzte des Sachbearbeiters sein, jedoch als Sachbearbeiter ungeeignet sein, da das Mindestkriterium Ausbildung fehlt?

Wie wird das rechtlich gelöst, oder wird die Stelle als Sachbearbeiter nach dem Leistungsprinzip vergeben, die im GG verankert ist? Kann dann der Hochschulabsolvent sich für Sachbearbeiter bewerben, da man davon ausgehen kann, dass er mehr mitbringt als vorausgesetzt?

Wäre eine Ablehnung überhaupt rechtens, wenn es heißt, dass der Hochschulabsolvent ungeeignet ist, da er keine Ausbildung für den Sachbearbeiter mitbringt.

Wichig dabei, es wird keine spezifische Ausbildung verlangt, sondern irgendeine nach BBiG. Heißt Maler, Restaurantfachangestellter oder ähnliches.

Der Hochschulabsolvent hat ein BWL Studium

Arbeit, Grundgesetz, Öffentlicher Dienst, Ausbildung und Studium

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