Angst vor Bedeutungslosigkeit, Emotionslosigkeit?

Ich bin 19 Jahre alt und habe lange mit Depressionen gekämpft, ich war auch unter psychologischen Behandlung, aber ein Thema beschäftigt mich immernoch sehr.

Unzwar habe ich Angst, dass alles auf der Welt bedeutungslos, materiell ist, die Psychologie ein körperlicher Prozess ist.

Z.B. denke ich dass die Seele nicht existiert und wir alle für die Fortpflanzung leben und nach dem Tod ist einfach Nichts. Wir werden vergessen und alle unsere Erlebnisse sind bedeutungslos und minderwertig.

Ich empfinde Emotionen als Instinkte, etwas die nichts mit der Seele zu tun haben und dass sich unsere Instinkte im Laufe der Evolution so verändert haben, dass wir sie als Emotion wahrnehmen. (Z.B. Angst vor Klausur = Existenzangst, Angst vor sozialer Ausgrenzung = Frühere Angst ohne Soziale Gruppe den Wildtieren Futter zu werden etc.)

Ich höre z.B. sehr gerne Klavier, weil ich mich dabei einfach gut fühle, aber ich denke mir dann, dass Klaviertöne eigentlich unnatürlich sind, weil es in der Steinzeit kein Klavier gab und es entwickelt sich ein Gefühl von Bedeutungslosigkeit. (Ich weiß, etwas komisch) Der Kapitalismus und alles Unnatürliche im Leben, z.B. dass man Menschen die Genetik verändern kann, sie klonen oder verändern kann verstärkt meine Symptome. Ich habe meist eine innere Leere, aber wenn ich "Emotionen" fühle, dann fühle ich mich gleichzeitig auch schlecht, weil ich Menschen die ich liebe irgendwann verlieren werde.

Ich fühle mich von der Natürlichkeit vorallem ausgeschlossen, weil ich homosexuell bin und mich nicht fortpflanzen kann. Meine Frage ist bisschen kompliziert, aber was muss ich tun um diese Gedanken loszuwerden oder sind sie berechtigt?

Medizin, Psychologie, Depression, Gesundheit und Medizin, Liebe und Beziehung, men, Neurologie, Philosophie und Gesellschaft
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